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Und was ist mit Telefon-Spam?


28.01.2005 17:35 - Gestartet von BjoernK
Mittlerweile gibt es gegen eMail-Spam recht wirksamen technischen Schutz. Viel schlimmer ist Telefon-Spam, irgendwelche unseriösen Gewinnspielangebote, die den Anrufer auf eine dubiose 0190er-Nummer locken will.

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[1] AnnaB antwortet auf BjoernK
28.01.2005 18:10
Benutzer BjoernK schrieb:
Mittlerweile gibt es gegen eMail-Spam recht wirksamen technischen Schutz. Viel schlimmer ist Telefon-Spam, irgendwelche unseriösen Gewinnspielangebote, die den Anrufer auf eine dubiose 0190er-Nummer locken will.

Na ja, beim Telefon kann man sich theoretisch auch schützen.
Telefon klingelt nur bei Rufnummernübertragung festgelegter Rufnummern und/oder nach Eingabe einer PIN; ich lege mir eine 0190-Nummer zu und zahle die Einnahmen etwaig berechtigten Anrufern zurück ...

Viel schlimmer ist, dass sich Spamming bei 50.000 Euro immer noch rechnet... also diese etwaig neue Regelung quasi-unwirksam bleibt.

Ciao
AnnaB

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[1.1] Marvin Adams antwortet auf AnnaB
28.01.2005 21:46
Viel schlimmer ist, dass sich Spamming bei 50.000 Euro immer noch rechnet... also diese etwaig neue Regelung quasi-unwirksam bleibt.

Ich frage mich ja immer noch, wer denn wirklich auf Spam-Angebote eingeht und von solch unseriösen Anbietern kauft? Also mal ehrlich: Ich kenne nicht einen einzigen, der das je gemacht hat. Ist euch wirklich jemand bekannt?

Außerdem: Was das "Telefon-Spamming" angeht, da sehe ich dir größere Plage eigentlich in Anrufen á la "Hallo, hier die NKL..." oder "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind in der Finalrunde unseres Gewinnspiels!" Also keine 0190-Angebote sondern teils namhafte Firmen, welche die Nummern von was weiß ich welchen Firmen bekommen. Das geht mir wirklich auf die Nerven und sollte unterbunden werden.

Im Falle der NKL habe ich ausdrücklich darauf bestanden, dass meine Daten aus deren Systemen gelöscht und ich nie wieder angerufen werde. Leider hat es nichts gebracht, die armen Mitarbeiter des Call-Centers haben im Namen der NKL auch danach noch angerufen.

Mittlerweile habe ich eine recht kreative Strategie entwickelt:
"Hallo, hier die NKL."
"Ah, warten Sie mal kurz... muss eben die Kinder rein lasssen..."
Dann Telefon zur Seite und sich anderen Aufgaben widmen. Nach drei Minuten legen die in der Regel von selbst auf.

Das mag sie zwar fürs nächste Mal nicht abschrecken. Aber ich hatte auch meinen Spaß.

Gruß
Marvin
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[1.1.1] lr antwortet auf Marvin Adams
29.01.2005 08:34
Benutzer Marvin Adams schrieb:

Ich frage mich ja immer noch, wer denn wirklich auf Spam-Angebote eingeht und von solch unseriösen Anbietern kauft? Also mal ehrlich: Ich kenne nicht einen einzigen, der das je gemacht hat. Ist euch wirklich jemand bekannt?

Nein. Aber Du darfst zweierlei nicht vergessen:

1. Dein Bekanntenkreis ist (wie meiner) nicht repräsentativ. Darunter dürften sich überproportional viele befinden, die sich mit Computern, neuen Medien usw. gut auskennen.

2. Die Masse macht's. Wenn 1.000.000 Spam-Mails ausgeschickt werden, die nur von 1% gelesen werden, woraufhin 1% der Leser kaufen, sind das immer noch 100 Bestellungen beim Spammer.

Spammer würden es nicht tun, wenn es nichts bringen würde. Allein schon die Tatsache, daß gespammt wird, beweist, daß es lukrativ ist.

Außerdem: Was das "Telefon-Spamming" angeht, da sehe ich dir größere Plage eigentlich in Anrufen á la "Hallo, hier die NKL..." oder "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind in der Finalrunde unseres Gewinnspiels!" Also keine 0190-Angebote sondern teils namhafte Firmen, welche die Nummern von was weiß ich welchen Firmen bekommen. Das geht mir wirklich auf die Nerven und sollte unterbunden werden.

Die Nervensägen kann man schön am Telefon hinhalten. Die kalkulieren so: Entweder jemand hat kein Interesse und legt sofort auf (prima, keine Zeit verschwendet) oder sie lassen sich in ein Gespräch verwickeln (prima, dann ist die Chance auf einen Verkauf recht gut). Hier kann man den Hebel ansetzen: Wenn nur 10% der Angerufenen versuchen, den Anrufer hinzuhalten, bricht deren Strategie zusammen. Was die wirklich Geld kostet, ist die Arbeitszeit der Anrufer, um so mehr, wenn sie nichts einbringt.

Das mag sie zwar fürs nächste Mal nicht abschrecken. Aber ich hatte auch meinen Spaß.

Und, fast noch wichtiger: Es kostet die Brüder Geld.
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[1.1.1.1] helltwin antwortet auf lr
18.02.2005 13:53
Benutzer lr schrieb:
Benutzer Marvin Adams schrieb:

Ich frage mich ja immer noch, wer denn wirklich auf Spam-Angebote eingeht und von solch unseriösen Anbietern kauft?
Also mal ehrlich: Ich kenne nicht einen einzigen, der das je gemacht hat. Ist euch wirklich jemand bekannt?

Nein. Aber Du darfst zweierlei nicht vergessen:

1. Dein Bekanntenkreis ist (wie meiner) nicht repräsentativ. Darunter dürften sich überproportional viele befinden, die sich mit Computern, neuen Medien usw. gut auskennen.

DOCH! ES GIBT SIE!!! Ich habe gerade gestern Abend wieder den Schwager eines befreundeten Handwerksmeisters getroffen, der mir von einem Top-Angebot für irgendso´n Windows-Update erzählt hat, das er per Email 'direkt aus Amerika' bekommen hat. Und er hat WIRKLICH unter Angabe seiner Kreditkartennummer dort bestellt!!!

'Glück' nur, daß seine Schufa so schwarz ist, daß er seit Jahren von seiner Bank nur debitorische Kreditkarten bekommt.

Andererseits: Hätte mein Bekannter jenen Schwager nicht, könnten wir uns abends beim Bier weit weniger lustige Geschichten erzählen.

(Sorry für Schreien und übertriebene Interpunktion, aber manchmal muß das.)


(...) Spammer würden es nicht tun, wenn es nichts bringen würde. Allein schon die Tatsache, daß gespammt wird, beweist, daß es lukrativ ist.

So sehe ich das auch.




'Telefon-Spamming' (...)

Die Nervensägen kann man schön am Telefon hinhalten. Die kalkulieren so: Entweder jemand hat kein Interesse und legt sofort auf (prima, keine Zeit verschwendet) oder sie lassen sich in ein Gespräch verwickeln (prima, dann ist die Chance auf einen Verkauf recht gut). (...)


Kommt immer auf meine Zeit und meine Laune an. Manchmal werden die richtig interessant gesprächig, wenn man sie in Diskussionen verwickelt. Und dann kommt immer rüber, daß die Jungs und Mädels in den Callcentern richtig arme Schweine sind. Bei einem dieser Gespräche war dann mal plötzlich eine andere Stimme in der Leitung, die meinen Gesprächspartner komplett zur S** gemacht hat, bevor die Verbindung tot war. Da tat mir mein Gesprächspartner echt etwas leid.

Gruß, Carsten


P.S. Da fällt mir ein, daß Tele2 mich lange nicht mehr angerufen hat...
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[1.1.2] peggy antwortet auf Marvin Adams
28.09.2005 01:03
"Hallo, hier die NKL."
"Ah, warten Sie mal kurz... muss eben die Kinder rein lasssen..."
Dann Telefon zur Seite und sich anderen Aufgaben widmen. Nach drei Minuten legen die in der Regel von selbst auf.

Cool. Muß ich mir merken. Einfach den Hörer weglegen... kostet das Unternehmen Zeit und Geld.

Peggy
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[1.1.3] peggy antwortet auf Marvin Adams
28.09.2005 01:12
Mittlerweile habe ich eine recht kreative Strategie entwickelt:
"Hallo, hier die NKL." "Ah, warten Sie mal kurz... muss eben die Kinder rein lasssen..."
Dann Telefon zur Seite und sich anderen Aufgaben widmen. Nach drei Minuten legen die in der Regel von selbst auf.

Die Strategie ist sehr gut. Noch etwas besser wird sie, wenn man dem Verkaufsagenten statt des Höerarablegens glaubwürdige Hintergrundgeräusche einspielt, meinetwegen aufgehende Türen, Begrüßungen, und dann immer wieder aus der Ferne hörbar: "Ich hab da gerade jemand Wichtigen am Telefon, blabla", dann wieder Geräusche - so daß der Verkaufsagent derart lange mit falschen Hoffnungen hingehalten wird, daß dieses Verkaufssystem irgendwann insgesamt umkippt. ;-)

Peggy
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[1.2] Micky34 antwortet auf AnnaB
20.06.2005 19:57
Benutzer AnnaB schrieb:
Benutzer BjoernK schrieb:
Mittlerweile gibt es gegen eMail-Spam recht wirksamen technischen Schutz. Viel schlimmer ist Telefon-Spam, irgendwelche unseriösen Gewinnspielangebote, die den Anrufer auf eine dubiose 0190er-Nummer locken will.

Na ja, beim Telefon kann man sich theoretisch auch schützen. Telefon klingelt nur bei Rufnummernübertragung festgelegter Rufnummern und/oder nach Eingabe einer PIN; ich lege mir eine 0190-Nummer zu und zahle die Einnahmen etwaig berechtigten Anrufern zurück ...

Bei den Bandansagen, die dir sagen du mußt nur eine 0190 Nummer Anrufen um was zu gewinnen nützt dir das auch nichts, die haben Wahlmaschienen die alle möglichen Nummern ausprobieren und eine 0190er Nummer ist nur eine virtuelle Nummer zu der es eine normale Festnetznummer gibt.


Viel schlimmer ist, dass sich Spamming bei 50.000 Euro immer noch rechnet... also diese etwaig neue Regelung quasi-unwirksam bleibt.

Ciao
AnnaB