Diskussionsforum
Menü

Microsoft ist schon immer schlampig!


09.03.2007 17:03 - Gestartet von oberzobel
Seit dem Erscheinen des Internet Explorers v5.0, damals noch unter Win98 SE, schwirren die Fenster auf dem Desktop herum, wenn man mehrere Fenster über den Arbeitsplatz öffnet und wieder schließt. ... Will sagen: Microsoft ignoriert schon immer Probleme und stellt diese als "gewollt" hin. - In VISTA haben sie nun endlich das Fensterproblem halbwegs beseitigt, ebenso wie das "Ruhezustandsproblem", das einige Rechner das schnelle Herunterfahren oder Wiederhochfahren dauerhaft verwehrt hat, - bis jetzt mit VISA.

MS ist einfach schlampig und setzt andere Prioritäten. - So schießen sie sich auf eine bestimmte, fast ausschließlich größeren Firmen vorbehaltenen Hardware ein und fixen für diese Auswahl alles Erdenkliche, wohingegen der Privatanwender und dessen neue Hardware bis zum Erscheinen der nächsten Windows-Generation fast völlig außen vor bleibt. ... MS schiebt dann regelmäßig die Schuld auf die Hardware-Hersteller, die angeblich keine Treiber entwickeln können. ... Können sie aber auch nicht, weil MS keine bezahlbaren Schnittstellen von Windows veröffentlicht. Phantasiepreise werden stattdessen verlangt. ... Jetzt schreitet die EU-Kommission dagegen (erneut) ein!
Menü
[1] Blauvogel antwortet auf oberzobel
15.03.2007 23:34
Also ist deine Aussage, Microsoft sei schlampig, wie du selbst belegst, falsch! Microsoft nutzt ein Monopol aus!

Schlampige Software kommt von Programmierern, die immer noch nicht gemerkt haben (wollen), dass sich seit Windows 95 die Architektur von Windows geändert hat.

Seit NT gibt es sogar Benutzer und Berechtigungen. Aber was schert das die Programmierer. Man kann sich ja als Admin einloggen, dann läuft auch deren Software (und auch jeder Trojaner).

So viel zu Schlampigkeit!
Menü
[1.1] RE: Sparmassnahmen
MeinName antwortet auf Blauvogel
22.03.2007 07:42
Benutzer Blauvogel schrieb:

Schlampige Software kommt von Programmierern, die immer noch nicht gemerkt haben (wollen), dass sich seit Windows 95 die Architektur von Windows geändert hat.

Seit NT gibt es sogar Benutzer und Berechtigungen. Aber was schert das die Programmierer. Man kann sich ja als Admin einloggen, dann läuft auch deren Software (und auch jeder Trojaner).

GENAU!!! Endlich mal jemand der es auf dem Punkt bringt. Nur weil Dritt-Programm __ von Hersteller __ abstürzt heisst es doch lange nicht dass es an einer falschen Programmierung des OS liegt, in den meisten Fällen liegt es nun mal an der Programmierung der Drittsoftware - und da hat Microsoft ja nun keinen Einfluss drauf.

Es geht doch schon bei der Treiberzertifikation los. Ich *DENKE* MS möchte einen gewissen Betrag dafür haben, ... wie das genau abläuft keine Ahnung, kann mir nur VORSTELLEN, dass MS dann den Treiber auf Kompatibilität testet und dann ein Zertifikat ausstellt... aber da das GELD kostet machen das die meisten Dritthersteller nicht..

So kann ich es mir vorstellen.
Menü
[1.1.1] Vorwurf an MS
Blauvogel antwortet auf MeinName
22.03.2007 10:56
Trotzdem muss sich MS den Vorwurf gefallen lassen, überhaupt sicherheitskritische Software, wie Treiber, ins System zu lassen, ohne sie zu zertifizieren. Da weder der Quellcode von Windows noch der des nicht zertifizierten Treibers offen liegt, kann niemand (außer MS) überhaupt entscheiden, ob dessen Einbindung in das Betriebssystem sicherheitsrelevant ist oder nicht. Insofern nützt auch die vorgeschaltete Abfrage nichts, denn mir bleiben nur zwei Möglichkeiten: Will ich die Hardware nutzen, muss ich der Treiberintegration zustimmen. Ansonsten kann ich zwar behaupten, ein sicheres (sichereres) Windows zu haben, aber ich kann damit nicht die Aufgaben erfüllen, wofür ich es angeschafft habe.

Wer weiß, was kernelmode Rootkits sind, der weiß auch, welche Gefahren mit dieser "Toleranz" verbunden sind.

Eigentlich müsste Linux viel unsicherer sein, als ein Windows. Bei Linux wäre es auf Grund der offenen Architektur nicht möglich das Laden von Kernelmodulen in irgend einer Form einzuschränken. Und die Rootkittechnologie kommt auch aus der UNIX-Welt.

Aber auf Grund der geringen Verbreitung bietet Linux (noch) kein lohnendes Angriffsziel für die Masse der Schädlingsprogrammierer.
Menü
[1.1.1.1] olaf.titz antwortet auf Blauvogel
26.03.2007 10:52
Benutzer Blauvogel schrieb:
Trotzdem muss sich MS den Vorwurf gefallen lassen, überhaupt sicherheitskritische Software, wie Treiber, ins System zu lassen, ohne sie zu zertifizieren. Da weder der Quellcode von

Was wohl auch ganz gut so ist. Sonst könnte wirklich M$ (rsp. Hollywood) bestimmen, welche Software auf dem Rechner läuft - und welche nicht.

Windows noch der des nicht zertifizierten Treibers offen liegt, kann niemand (außer MS) überhaupt entscheiden, ob dessen Einbindung in das Betriebssystem sicherheitsrelevant ist oder nicht. Insofern nützt auch die vorgeschaltete Abfrage nichts, denn mir bleiben nur zwei Möglichkeiten: Will ich die Hardware nutzen, muss ich der Treiberintegration zustimmen. Ansonsten kann ich zwar behaupten, ein sicheres (sichereres) Windows zu haben, aber ich kann damit nicht die Aufgaben erfüllen, wofür ich es angeschafft habe.

Das trifft auf jedes Programm zu, das ich nutzen will.
Der Unterschied ist nur, dass Kernelkomponenten nicht gegenüber anderer Software auf dem gleichen System abgeschottet werden können; für Anwendungen lassen sich eigene Accounts einrichten und damit das Missbrauchspotential minimieren.

Wer weiß, was kernelmode Rootkits sind, der weiß auch, welche Gefahren mit dieser "Toleranz" verbunden sind.

Die andererseits Computer erst zu dem macht, was sie sind: universell einsetzbare Maschinen. Das Gegenteil sind dann Xboxen etc.

Eigentlich müsste Linux viel unsicherer sein, als ein Windows. Bei Linux wäre es auf Grund der offenen Architektur nicht möglich das Laden von Kernelmodulen in irgend einer Form einzuschränken. Und die Rootkittechnologie kommt auch aus der UNIX-Welt.

Selbstverständlich wäre das möglich (und wird auch immer wieder mal von Distributoren für speziellere Anwendungen erwogen). Der Unterschied zu einem geschlossenen System wie Windows ist lediglich, dass der Benutzer selber diese Prüfung in der Hand hat und nach Belieben ändern (z.B. neue Schlüssel akzeptieren) oder auch ganz entfernen kann.

Was bei einem geschlossenen System auch nicht ganz unmöglich ist, es braucht nur das nötige Geschick mit dem Debugger. Und eine Systemarchitektur, die das Ausführen eigener Programme nicht ganz verhindert (ganz heißt dann: schon die Hardware führt nur noch zertifizierte Software aus).

Aber auf Grund der geringen Verbreitung bietet Linux (noch) kein lohnendes Angriffsziel für die Masse der Schädlingsprogrammierer.

Das würde ich nicht mehr glauben. Eine Botarmee aus bestens angebundenen Rootservern (deren Betreiber das eher noch weniger merken als bei Heimrechnern) ist für Spammer etc. mit Sicherheit einiges wert.

Olaf