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Neue M-Budget Mobile Tarife


06.11.2007 20:33 - Gestartet von Claudio Giger
Am Montag war auf www.heute-online.ch zu lesen, dass die Migros heute entscheidet. Bisher herrscht jedoch Funkstille über neue M-Budget Mobile Tarife. Sind sich Swisscom und Migros in die Haare geraten? Oder sind die 400 000 bestehenden Kunden eine Geldmaschine und die beiden vertragen keinen Schmerz? Aldi bringt die Migros-Manager wohl immer mehr ins rotieren. Oder wird gar mit Orange, Sunrise und Tele2 über die Interkonnektionstarife verhandelt damit ein tieferer (und rentabler) Einheitstarif möglich ist? Es bleibt spannend.
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[1] Di Melina antwortet auf Claudio Giger
08.11.2007 18:06
Ich vermute mal dass Swisscom nicht bereit ist mit den Tarifen so tief zu gehen. Hätte Migros von Anfang an Sunrise genommen, dann hätten sie jetzt die bessere Ausgangslage für Preissenkungen. Sunrise wird die Provider wohl kaum dermassen abschröpfen wollen wie es Swisscom mit Migros macht. Und Aldi kooperiert ja mit Sunrise, deswegen die tieferen Tarife. Nebst den rund 40% billigeren Tarifen als M-Budget bietet Aldi aber auch noch mehr: MMS, Mailbox, mobiles Internet, sogar Zugriff aufs UMTS-Netz. Damit bietet Aldi mehr als die anderen Nofrills-Angebote, bei dem man nur telefonieren und SMS versenden kann...Übrigens: Migros hat gemäss dem kürzlich erschienenen Swisscom-Quartalsbericht 03/07 337'000 Kunden.
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[1.1] mungojerrie antwortet auf Di Melina
08.11.2007 18:38
Benutzer Di Melina schrieb:

Übrigens: Migros hat gemäss dem kürzlich
erschienenen Swisscom-Quartalsbericht 03/07 337'000 Kunden.



Kunden oder SIM Karten?
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[1.1.1] Di Melina antwortet auf mungojerrie
09.11.2007 07:00
Ich habe doch geschrieben \"Kunden\". Und dies ist die offizielle Zahl von aktiven Kunden. Demnach gibt es bereits über 60'000 SIM-Karten die nicht mehr genutzt werden.
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[1.1.1.1] mungojerrie antwortet auf Di Melina
09.11.2007 08:42
Die Sache ist eine einfache Definitionsfrage: ein Kunde ist eine Person, entweder juristisch oder natürlich. Bei den Netzbetreibern werden aber oft die Anschlüsse gezählt, die geschaltet sind. Das sind dann im Falle von Migros aktive SIM Karten.



Mich würde interessieren, wieviele echte Kunden Migros hat. Also neben den inaktiven SIM Karten auch diejenigen abziehen, die Kunden doppelt, dreifach gekauft haben. Dann dürfte das Kartenhaus noch wesentlich schneller zusammenbrechen.



Mungojerrie
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[1.1.1.1.1] Di Melina antwortet auf mungojerrie
09.11.2007 13:22
Bei der Berechnung der Kundenzahl (bzw. der aktiven Anschlüsse) gibt es auch Unterschiede zwischen den Netzbetreibern:



Soweit ich weiss werden die Kunden wie folgt berechnet:



Swisscom zählt alle Anschlüsse bzw. SIM-Karten, mit denen in den letzten 12 Monaten Umsatz generiert wurde (inkl. M2M-SIM-Karten). Die von Swisscom publizierte Kundenzahl enthält auch die Kunden von M-Budet-Mobile.



Sunrise zählt alle Anschlüsse bzw. SIM-Karten, mit denen in den letzten 3 Monaten Umsatz generiert wurde (ohne M2M-SIM-Karten). bei der von Sunrise publizierten Kundenzahl sind die Kunden der Provider cablecom mobile, Lebara Mobile, Salut!-mobile und TalkTalkMobile nicht enthalten.



Orange zählt alle Anschlüsse bzw. SIM-Karten, mit denen in den letzten 3 Monaten Umsatz generiert wurde. Die von Orange publizierte Kundenzahl enthält auch die Kunden der Provider abamobile, CoopMobile, mobilezone net und Netstream Mobile.



Ich finde, das BAKOM sollte hier mal klare Regeln aufstellen, denn sonst sind die Kundenzahlen nur schwer vergleichbar. Ich denke dass v.a. bei Swisscom zahlreiche \"SIM-Leichen\" enthalten sind.
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[1.1.1.1.2] theo eisenring antwortet auf mungojerrie
11.11.2007 14:40
Immerhin scheint es jetzt vorbei zu sein mit der stillschweigenden Übereinkunft unter den Mobilfunkanbietern, dass Handy Anrufer aufs Festnetz wie Weihnachtsgänse ausgenommen werden können. Denn aufs Festnetz sind die Interkonnektionsgebühren besonders besonders tief, wohl im unteren einstelligen Rappenbereich pro Minute.

Schon der Stundentarif von Swissom und Sunrise war ein erster Dammbruch, den Sunrise gerade erst wieder gestopft hat.

Aber jetzt scheinen alle Dämme zu brechen..

Aldi Manager: habt doch ein Herz mit Swisscom, Sunrise, Orange, M Budget, Coopmobile, Yallo usw. usw. und lasst nicht zu, dass diese sicheren Gewinne entschwinden!!

Denn allein mit den überrissenen Interkonnektionsgebühren vom Festnetz auf eure Handys könnt ihr vielleicht gerade noch leben, aber nicht mehr so gut. Denkt denn niemand an die armen Aktionäre???
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[2] mamo antwortet auf Claudio Giger
08.11.2007 20:15
Ich finde an der ganzen Entwicklung aber auch spannend, dass Sunrise, Orange und Swisscom Firmen wie Aldi, Coop und Migros vorschieben müssen, anstatt die Tarife selber anzubieten. Wenn ich die beiden neuen Angebote von Aldi und Sunrise Go vergleiche, dann frage ich mich schon, warum Sunrise Go soviel teurer ist und zudem noch im kundenunfreundlichen 10-Sekundentakt statt wie Aldi im Sekundentakt (nach den ersten 10 Sekunden).
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[2.1] Claudio Giger antwortet auf mamo
08.11.2007 22:39
Der Grund dürfte sein, mit den Tarifen von Aldi, Coop und Migros zusätzliche Kundensegmente anzusprechen. Ausserdem verfügen Coop und Migros über ein grosses Netz an Verkaufsstellen und Aldi ist auch laufend am ausbauen. Zusätzlichen fallen für die Netzbetreiber dabei keine grossen Marketingkosten an. Die Netzbetreiber sind für die Technik und den Kundendienst verantwortlich. Ausserdem will wohl kein Netzbetreiber als Billiganbieter auftreten. Die Prepaid-Strategie von Swisscom macht am meisten Sinn: Natel easy mit allen Zusatzdiensten und verschiedenen Optionen zum Stundentarif, M-Budget Mobile als \"Light-Angebot\" zum Minutentarif für Kurztelefonierer. Die Prepaid-Strategie von Sunrise ist erstaunlich. Die Abfrage der Mailbox ist zwar kostenlos, aber 14 Rappen pro Minute mit Salut! Mobile fallen nicht gross ins Gewicht. Das alte Sunrise pronto mit Stundentarif von 49 Rappen wäre wesentlich attraktiver als in der Minute 25 oder 45 Rappen.

Bewegung im Abobereich ist zudem bei allen Anbietern überfällig.