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EU-Roaming


13.12.2010 00:18 - Gestartet von Fred_EM

In Afrika gibt es keine Roaming-Gebühren, in der EU schon.

Roaming-Gebühren über 1,5 Cent sind Wegelagerei, und Basta.

Noch unverschämter sind die Kosten für Anrufe ins ausländische Festnetz.
Denn da wird NUR die einheimische Infrastruktur genutzt: vom Handy zum Funkturm und von da aus in's Festnetz. Und dort entstehen typischerweise Kosten von 3 Cent wenn der Anruf ins europäische Ausland geht.

Eine gute, funktionierende Telekom-Infrastruktur sind wichtig für die Wirtschaftsregion Europa. Und wenn sich da einige berufen fühlen den Nutzer über die Gebühr abzukassieren, dann gehört dem Einhalt geboten.

Und diejenigen, die pro Megabyte Datenverkehr im Ausland viele Euros abkassieren, die gehören wegen Wucherei angeklagt.


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[1] bholmer antwortet auf Fred_EM
13.12.2010 10:10
Vor einigen Jahren habe ich oft von unterwegs einen Freund in den USA angerufen. Habe seine Nummer einfach auf eine geheime MSN meines ISDN-Anschlusses geschaltet inklusive Call by call Vorwahl und es kostete immer ca. 10 % des Tarifes, den der Netzbetreiber für den Festnetzanruf ins Ausland nahm einschließlich der Kosten für den Handyanruf zu Hause.

Konzepte wie IP-Telefonie über den Netzbetreibers, wie es z.B. in Tschechien schon ging, als es noch nichtmal EU-Mitglied war, sind in Deutschland nie eingeführt worden.
Vor 10 Jahren kostete ein normales Telefonat aus Tschechien mit einer tschechischen Prepaidkarte nach Deutschland wenn ich mich recht erinnere ca. 1 Euro/min, über IP-Netz nur 30 Cent/min, sogar die USA war zum gleichen Preis erreichbar.
Man musste nur 2 Ziffern vorwählen und das ging mit jedem normalen Handy (nur mit deutschen SIM-Karten natürlich nicht)

Insofern sehe ich das mit der Wegelagerei genauso.

Die früheren Tarife, die einen Aufschlag von 25% des nationalen Tarifs für Roamingkunden enthielten waren auch nicht besser aber immerhin machte es Sinn, sich das günstigste Netz auszusuchen. Das war nicht immer das Partnernetz im Ausland.
Heute gibt es solche Tarife auch noch, aber man findet die einzelnen Entgelte nicht mehr auf den Webseiten. Hinzu kommt, dass bei Buchung von Auslandsoptionen Gespräche IM Gastland genauso teuer sind wie Gespräche AUS DEM Gastland.

Ich würde es für fair halten, dass zu den nationalen Preisen einfach die Kosten draufgeschlagen werden, die ein Festnetzgespräch zwischen den Ländern kostet. Und das dürfte unter 1 Cent / min liegen.

Bert




Nachwievor ist mir nicht klar, warum beim mobilen Internetzugang im Ausland erst ins Heimatnetz über wohl teure Leitungen geroutet wird zum heimischen APN und nicht einfach im Gastnetz ins Internet eingespeist wird.







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[1.1] niveaulos antwortet auf bholmer
13.12.2010 11:07
Konzepte wie IP-Telefonie über den Netzbetreibers, wie es z.B. in Tschechien schon ging, als es noch nichtmal EU-Mitglied war, sind in Deutschland nie eingeführt worden.
Vor 10 Jahren kostete ein normales Telefonat aus Tschechien

Doch, inzwischen macht zumindest o2 das mit seinem Angebot "GlobalFriends" - allerdings kann man nur 5 Telefonnummern angeben. Die werden dann aber in der Tat nicht übers "normale" Netz abgewickelt sondern an einen IP-Telefonie-Anbieter (der wiederrum ebenfalls Telefonica gehört) weitergereicht. Leider ist die Qualität teilweise eine Katastrophe.

Ich würde es für fair halten, dass zu den nationalen Preisen einfach die Kosten draufgeschlagen werden, die ein Festnetzgespräch zwischen den Ländern kostet. Und das dürfte unter 1 Cent / min liegen.

Zustimmung.
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[1.2] Mobilfunk-Experte antwortet auf bholmer
13.12.2010 12:52
Benutzer bholmer schrieb:

Nachwievor ist mir nicht klar, warum beim mobilen Internetzugang im Ausland erst ins Heimatnetz über wohl teure Leitungen geroutet wird zum heimischen APN und nicht einfach im Gastnetz ins Internet eingespeist wird.

Wie kommst du darauf, dass das so ist? (Der APN ist nur ein *Name*, der beim Einwahlvorgang benutzt wird.)
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[1.2.1] quetal antwortet auf Mobilfunk-Experte
13.12.2010 16:17
Ich finde es gut, dass sich die EU des Problems annimmt. Sonst würde ich für ne SMS aus Spanien immer noch 40 cent und für eine Minute im EU Ausland 1,29 EUR zahlen. Also nicht so viel meckern!
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[1.2.2] bholmer antwortet auf Mobilfunk-Experte
13.12.2010 23:37
Benutzer Mobilfunk-Experte schrieb:
Benutzer bholmer schrieb:

Nachwievor ist mir nicht klar, warum beim mobilen Internetzugang im Ausland erst ins Heimatnetz über wohl teure Leitungen geroutet wird zum heimischen APN und nicht einfach im Gastnetz ins Internet eingespeist wird.

Wie kommst du darauf, dass das so ist? (Der APN ist nur ein *Name*, der beim Einwahlvorgang benutzt wird.)

Das ist so. Es wird eine Verbindung mit dem Heimatnetz hergestellt, genauso wie die SMS über das heimische MNSC gehen.
(Früher konnte man auch ausländische mal nutzen)
Wenn man im Ausland mit einem deutschen Handy/ SIM ins Internet geht, erhält man z.B. eine deutsche IP-Adresse bzw. eine nichtöffentliche IP, die aber nach außen eine deutsche ist.

Ich konnte z.B. mit Notebook über Vodafone Websession in Dänemark die deutschen Sender in Zattoo anwählen, nicht aber die dänischen.
Über den lokalen WLAN-Hotspot war es genau umgekehrt.

Bert