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Entfernungsabhängige Gebühren


23.06.2015 16:10 - Gestartet von strunz77
Wer sagt denn eigentlich, dass dann EU-weite Einheitstarife gelten müssen? Lediglich die Kosten für ankommende Gespräche müssten wegfallen.
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[1] wolfbln antwortet auf strunz77
25.06.2015 19:53
Benutzer strunz77 schrieb:
Wer sagt denn eigentlich, dass dann EU-weite Einheitstarife gelten müssen? Lediglich die Kosten für ankommende Gespräche müssten wegfallen.

Falsch. Abschaffung des Roamings bedeutet nicht nur die Abschaffung des eingehenden, sondern auch ausgehenden Roamings.

Die Gebühren für eingehende Gepräche betragen nur noch 6 ct/min und sind leicht zu verschmerzen, abgehend sieht es anders aus.

Nach den EU-Regeln zum Roaming betrifft aber eine Vorschrift die abgehenden Gespräche in alle Länder. Alle Auslandstarife sind "Roamingtarife" sofern sie von einem EU-Land in ein anderes geführt werden. Die klassischen "Auslandstarife" gelten nur vom Inland (also heimischen Netz) ins Ausland.

Dies hat jetzt schon zur Folge, dass häufig eine SMS von Deutschland geschickt ins EU-Ausland teurer ist, als vom EU-Roamingland ins EU-Ausland.

Am heftigsten ist es bei Daten. Hier gibt es ja kein Gesprächsziel, sondern nur eine Nutzung in diesem oder jenen Land bzw. Netz. Da müsste es praktisch Einheitspreise geben oder viele Tarife würden für Roaming gesperrt.

Wenn ich jetzt mal sage, dass in Polen 1 GB Daten etwa 2 € kosten, in Deutschland sagen wir mal 10 € und auf Zypern 25 €, sieht man wieviel Sprengstoff darin liegt. Denn natürlich kann dir keiner verbieten, eine polnische SIM im Roaming auf Zypern zu verwenden.