Diskussionsforum
  • 21.04.2019 10:01
    4x geändert, zuletzt am 21.04.2019 10:13
    wolfbln schreibt

    Artikel etwas irreführend

    "Roaming-SIM und -Hotspot: Günstig surfen außerhalb der EU
    Sie sind viel auf Reisen, in den unterschiedlichsten Ländern dieser Welt außerhalb der EU? Den deutschen Handy-Vertrag dafür zu nutzen ist sehr teuer. Wir empfehlen Roaming-SIMs und Roaming-Hotspots als Alternative."

    Dazu hätten alle 3 Alternativen erst mal genau vorgestellt werden müssen:
    1.) deutsche SIM-Karte im Roaming
    2.) internationale Roaming-SIM (oder Hotspot)
    3.) lokale SIM

    Dann gibt es grundsätzlich 2 Szenarios:
    - EU/EWR-Länder mit "roam like at home"
    - fast alle Länder außerhalb
    - evtl. noch die Sonderfälle Türkei und Schweiz

    Für die EU/EWR gilt:
    für Kurztrips und wenig Verbrauch: deutsche SIM im Roaming.
    wenn man länger bleiben will, auch von den Locals mal angerufen werden will, immer wieder kommt oder sehr viel Daten verbrauchen will: lokale SIM.
    Internationale Roaming-SIMs haben in der EU/EWR keine Berechtigung als Empfehlung. FUPs gibt es bei deutschen SIM-Karten im EU-Roaming fast nicht (außer bei einigen unbegrenzten Tarifen) und für diese eher extremen Fälle kann man sich dann auch eine lokale SIM kaufen.

    Bleibt dann "Übersee": Da sieht es anders aus. Deutsche SIMs sind in der Regel sehr teuer im Roaming. Roaming-SIMs oder -Hotspots können eine Alternative sein. Insbesondere, wenn man viele Länder in kurzer Zeit bereist und gleich bei Ankunft Netz haben will. Roaming-SIMs liegen preislich zumeist zwischen lokalen SIMs und der deutschen Roaminglösung. D.h. auch hier: wenn man länger bleibt, häufiger in das Land fährt oder viel verbraucht, lohnt sich immer eine lokale prepaid SIM.

    Das Argument eine Roaming-SIM zu kaufen, weil man dann unter nur einen bekannten Nummer in allen Ländern erreichbar ist, zieht nur bedingt. Man hat zunächst ja auch eine "neue" Nummer und nicht seine angestammte. Außerdem ist man damit für alle nur ziemlich teuer nur als Auslandsgespräch erreichbar (sowohl aus dem Herkunfts- und Gastland). Wenn man aus dem Gastland billig angerufen werden will, bleiben nur die lokale SIM oder VoIP Calls.

    Viele nehmen ein Dual-SIM-Handy mit und stecken in den einen langsamen Slot die Home-SIM und in den anderen schnellen eine lokale SIM. Das Roamingmodell fällt da etwas raus. Für manche vereinigt es das Beste beider Welten, für andere das Schlimmste. Ich persönlich habe es gerne als Back-up dabei, bis ich eine lokale SIM kaufe oder wenn es mal irgendwo klemmt. Allerdings sind dafür vielfach die Tarife nicht gemacht.

    In den beiden Spezialfällen Schweiz und Türkei gelten dann nochmal andere Tipps. Hier kann man sich als Variante auch bestimmte deutsche Roaming-SIMs mitnehmen.
  • 22.04.2019 23:52
    einmal geändert am 22.04.2019 23:58
    x-user antwortet auf wolfbln
    Benutzer wolfbln schrieb:
    >
    > (...)
    > Für die EU/EWR gilt:
    > für Kurztrips und wenig Verbrauch: deutsche SIM im Roaming.
    >
    wenn man länger bleiben will, auch von den Locals mal angerufen
    >
    werden will, immer wieder kommt oder sehr viel Daten
    >
    verbrauchen will: lokale SIM.
    > (...)
    > In den beiden Spezialfällen Schweiz und Türkei gelten dann
    >
    nochmal andere Tipps. Hier kann man sich als Variante auch
    >
    bestimmte deutsche Roaming-SIMs mitnehmen.

    Diese wichtigen Ergänzungen werden hier nach wenigen Tagen ungelesen untergehen, bei 2467 Kommentaren. Sehr schade, das gehörte da mit rein!