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Die Käufer werden keine 700€-Netbooks mit 160 GB SSDs kaufen!


15.09.2009 11:06 - Gestartet von sushiverweigerer
Solange 160 GB SSDs soviel kosten, wie aktuell ein ganzes Netbook, mit 160 GB Festplatte, so lange wird die Technologie den Massenmarkt nicht erreichen!

Die Kunden wollen gute und günstige Netbooks, die aktuell 250-400 kosten. Für ein Quäntchen mehr Geschwindigkeit, Akkulaufzeit oder Gewichtsersparnis wird man wohl kaum den doppelten Preis zahlen wollen.

Irgendwie träumen hier einige Hersteller, was die Marktdurchdringung mit dieser unnötig teuren Technik anbelangt.

Für die Eroberung des Massenmarktes ist immer auch ein attraktiver Preis erforderlich.
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[1] Kai Petzke antwortet auf sushiverweigerer
15.09.2009 13:52
Benutzer sushiverweigerer schrieb:
Solange 160 GB SSDs soviel kosten, wie aktuell ein ganzes Netbook, mit 160 GB Festplatte, so lange wird die Technologie den Massenmarkt nicht erreichen!

Nutzer brauchen in vielen Fällen keine große Festplatte. Wem 32 GB SSD reichen, zahlt nicht viel mehr als für eine kleine Notebook-Platte, bekommt die Vorteile wie sehr viel höhere Lesegeschwindigkeit, geringere Störanfälligkeit und (zumindest bei einigen SSDs) geringerem Stromverbrauch dennoch.


Kai
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[1.1] bholmer antwortet auf Kai Petzke
15.09.2009 14:35
Benutzer Kai Petzke schrieb:

Nutzer brauchen in vielen Fällen keine große Festplatte. Wem 32 GB SSD reichen, zahlt nicht viel mehr als für eine kleine Notebook-Platte, bekommt die Vorteile wie sehr viel höhere Lesegeschwindigkeit, geringere Störanfälligkeit und (zumindest bei einigen SSDs) geringerem Stromverbrauch dennoch.


Kai

Ich besitze seit 9 Monaten ein Asus 901 Netbook in WinXP Version, das ich überall mit hinschleppe. Es ist schon sehr angenehm, dass man nicht so pingelig darauf achten muss, wie man das Gerät auf den Tisch stellt (knallt).
Lediglich die Speicherausstattung von 4 + 8 GB SSD serienmäßig war absolut unbrauchbar, die ersten Fehlermeldungen wegen zuwenig Platz auf dem Windowslaufwerk kamen innerhalb weniger Tage. Ruheszustand bei 2 GB RAM war gar nicht möglich.
Daher habe ich mir in den USA eine Runcore SSD mit 64 GB gekauft, die bis 125 MBPS Transferrate hat (3x so schnell wie die serienmäßige SSD).
Aufgeteilt in 2x 32 GB Laufwerke und der festeingebauten 4 GB SSD sowie einer 16 GB SDHC-Karte bin ich richtig glücklich mit dem Gerät. Trotz Installation mehrerer Office- und Grafikprogramme, die in der Originalausstattung gar nicht möglich wären habe ich noch genug Speicher. Für die SSD habe ich im Mai 09 unterm Strich mit Porto 180 Euro bezahlt.
Bin nur mal gespannt wie lange die SSD denn wohl wegen der breegrenzten Schreibzyklen funktionieren wird.
(Bei meinem 12 Zoll Lidl-Notebook war die WD Festplatte in 3 Jahren schon 2x kaputt mit Lesefehlern).
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[1.2] sushiverweigerer antwortet auf Kai Petzke
15.09.2009 16:14
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer sushiverweigerer schrieb:
Solange 160 GB SSDs soviel kosten, wie aktuell ein ganzes Netbook, mit 160 GB Festplatte, so lange wird die Technologie den Massenmarkt nicht erreichen!

Nutzer brauchen in vielen Fällen keine große Festplatte. Wem 32 GB SSD reichen,

160 GB sind die unterste Grenze für ein brauchbares, mobiles System, das dürfte eine mehrheitsfähige Meinung sein.

Zumal die anderen "Vorteile", wenn man die überhaupt so nennen kann, der SSD äußerst bescheiden sind.
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[1.2.1] RE: Die Käufer werden keine 700-Netbooks mit 160 GB SSDs kaufen!
hafenbkl antwortet auf sushiverweigerer
24.12.2009 14:10
Benutzer sushiverweigerer schrieb:
160 GB sind die unterste Grenze für ein brauchbares, mobiles System, das dürfte eine mehrheitsfähige Meinung sein.

Mag sein, aber ich komme mit 64 GB ganz hervorragend klar. Und ich vermisse nichts.

Zumal die anderen "Vorteile", wenn man die überhaupt so nennen kann, der SSD äußerst bescheiden sind.

Also dass ich bei laufender "Festplatte" nicht auf die "Festplatte" aufpassen muss, empfinde ich als großen Vorteil. Auch Gewicht und Stromverbrauch sind bei einer SSD geringer als mit einer Festplatte.
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[1.2.1.1] motzerator antwortet auf hafenbkl
25.12.2009 12:46
>> 160 GB sind die unterste Grenze für ein brauchbares, mobiles
>> System, das dürfte eine mehrheitsfähige Meinung sein.
Mag sein, aber ich komme mit 64 GB ganz hervorragend klar. Und ich vermisse nichts.

Ich sag mal, selbst 20 GB reichen völlig aus für ein Betriebssystem, ein paar Tools, ein office Paket wie Open office und ein paar Internet Programme.

Da ist selbst noch genug Platz für allerlei Fotos.

Mehr braucht man nur, wenn Musik und Videos darauf gepackt werden sollen.

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[1.2.1.1.1] hafenbkl antwortet auf motzerator
25.12.2009 13:58
Benutzer motzerator schrieb:
Ich sag mal, selbst 20 GB reichen völlig aus für ein Betriebssystem, ein paar Tools, ein office Paket wie Open office und ein paar Internet Programme...

Naja, 20 GB große SSDs wirst du wohl kaum bekommen, aber 32 GB bzw. 40 GB dürften auch reichen.

Mehr braucht man nur, wenn Musik und Videos darauf gepackt werden sollen.

Bei mir ist auch Musik drauf.

Mich würde mal interessieren, womit die Leute 160 GB auf einem Netbook zumüllen.
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[2] niveaulos antwortet auf sushiverweigerer
15.09.2009 14:46
Benutzer sushiverweigerer schrieb:
Solange 160 GB SSDs soviel kosten, wie aktuell ein ganzes Netbook, mit 160 GB Festplatte, so lange wird die Technologie den Massenmarkt nicht erreichen!
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Für die Eroberung des Massenmarktes ist immer auch ein attraktiver Preis erforderlich.

a) kalkulieren die Hersteller natürlich auch mit fallenden Preisen, deswegen gehen Sie ja auch davon aus dass sich ZUKÜNFTIG SSD gegenüber den herkömmlichen Platten durchsetzen werden.

b) zum zweiten tragen die Hersteller selbst durch ihre Werbung gehörig zu einem Erfolg oder Mißerfolg bei. Die Kunden - oftmals bekanntlich wenig fachkundig - blicken auf dicke Schlagzeilen. Wenn die Hersteller sich da mit gigantischen Speicherkapazitäten überbieten - die preislich nur mit herkömmlichen Festplatten sinnvoll erreichbar sind - werden die Kunden natürlich danach greifen. Verzichten die Hersteller auf diese Schlagzeilen - oder bewerben verstärkt Faktoren wie Akkulaufzeit - greifen die Kunden sicher auch vermehr zu Geräten mit SSD und geringeren Speicherkapazitäten. "Gigantische 500 GB-Festplatte für all ihre Daten" macht sich auf einem MM-Prospekt sicherlich gut - in einem Netbook braucht die Mehrzahl der Kunden in der Praxis soetwas aber gar nicht.

Ich habe mich wegen Akkulauftzeit & Stoßsicherheit z.B. bewusst für ein Netbook mit SSD entschieden. Medien (MP3, Video etc..) lagern auf einer externen Festplatte (bzw. eher Medienstation) die dann wahlweise an meinem stationären Rechner oder ans Netbook angedockt wird - und die zudem auch standalone als direkt an ein Fernsehgerät angeschlossen werden kann. Sämtliche Dokumente & Daten (beruflich wie privat) speichere ich auf einer SHDC-SD-Card die ich immer in das Gerät stecke, an dem ich gerade arbeite (was durchaus auch einmal ein Fremdrechner sein kann) - so erspare ich mir lästiges Synchronisieren und habe immer dabei was ich brauche (zudem speicher ich dort einige nützliche Programm die direkt von der Speicherkarte laufen können). Die Karte führe ich generell bei mir, und zwar steckt sie, wenn ich grad nicht an einem Rechner sitze, immer in meinem Smartphone - so dass ich auch von dort im Zweifel mal eben schnell auf ein PDF oder Dokument zugreifen kann.

Ergo: Eine große Platte im Netbook brauch ich schlicht nicht, da nutz ich lieber die genannten Vorteile einer SSD.
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[2.1] sushiverweigerer antwortet auf niveaulos
15.09.2009 16:19
a) kalkulieren die Hersteller natürlich auch mit fallenden Preisen, deswegen gehen Sie ja auch davon aus dass sich ZUKÜNFTIG SSD gegenüber den herkömmlichen Platten durchsetzen werden.

Die Preise werden vermutlich nie das Niveau von Festplatten erreichen, zumal die Kapaziätsanforderungen immer steigen werden. Wenn erst einmal Windows 7 bei Netbooks Standard ist (2010 sicher der Fall), dann werden auch schnell die Festplatten größer: 250 oder gleich 320 GB.

Die SSD kann da einfach nicht mithalten, weder in der Kapazität, noch im Preis.

Die SSD bleibt eine Nischentechnik für Technikfreaks.

Ergo: Eine große Platte im Netbook brauch ich schlicht nicht, da nutz ich lieber die genannten Vorteile einer SSD.

Du vielleicht, das gilt aber nicht für den Massenmarkt.

In der Praxis bleibt kaum ein echter Mehrwert der SSD.

Fazit: Die gute "alte" HD wird uns noch lange erhalten bleiben ;-)
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[2.1.1] lucky2029 antwortet auf sushiverweigerer
22.10.2009 17:20
Wenn ich das schon höre... die Preise werden nie an die Festplattenpreis ran kommen. In welcher Welt lebst du? Sicherlich kann es sein, das bald eine noch bessere Technologie auf den Markt kommt,aber rein der Vergleich zwischen den SSD Speicher und einer Festplatte zeigt doch ganz klar, das ein SSD langfristig günstiger hergestellt werden kann. Keine kleinen Motoren und Nano Leseköpfe und was man sonst noch alles für eine Festplatte braucht.
Nächstes Jahr wird hier sicher schon ganz anders darüber geredet werden. ;-)
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[2.1.1.1] sushiverweigerer antwortet auf lucky2029
22.10.2009 21:28
Benutzer lucky2029 schrieb:
Wenn ich das schon höre... die Preise werden nie an die Festplattenpreis ran kommen. In welcher Welt lebst du?

Im Gegensatz zu dir: in der realen Welt ;-)

Die neue Netbook-Generation steht in den Startlöchern: mit Windows 7 aber ohne SSD, dafür mit größeren HDs, wie von mir vorhergesehen ;-).

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[2.1.1.1.1] RE: Die Käufer werden keine 700-Netbooks mit 160 GB SSDs kaufen!
bholmer antwortet auf sushiverweigerer
25.12.2009 14:15
Benutzer sushiverweigerer schrieb:


Die neue Netbook-Generation steht in den Startlöchern: mit Windows 7 aber ohne SSD, dafür mit größeren HDs, wie von mir vorhergesehen ;-).


Ich denke, dass auf Dauer die SSD's günstiger herzustellen sind als mit komplzierter Mechanik ausgestattete Festplatten. Der Markt wird aber den größten Einfluss auf die Preise haben, da die Preise eben durch die Stückzahlen beeinflusst sind, egal ob es Festplatten oder SSD's sind.

Es müsste sich nur noch die Flash-Technologie insofern ändern, dass die Lebensdauer der Zellen nicht mehr begrenzt ist.

Bert