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Whatsapp ist unsicher!


20.03.2022 22:21 - Gestartet von iphone
einmal geändert am 20.03.2022 22:23
Bedauerlich, dass dieser Artikel nicht etwas technischer und kritischer die Details beleuchtet. Sprichwort: Metadaten. Zusätzlich nicht zu vergessen, dass die Cloud-Sicherung bei Apple+Google bisher unverschlüsselt erfolgt, somit kein Ende-zu-Ende. Deshalb ist jedem dringend der Wechsel zu Signal, Threema usw empfohlen.
Ein guter Artikel hierzu:

Die größere Gefahr für die Privatsphäre bei WhatsApp kommt jedoch von einer anderen Stelle:
Es sind die Metadaten, die über Menschen ähnlich viel verraten wie die Inhalte ihrer Gespräche. Dazu gehört die Identität von Absender und Empfänger, ihre Telefonnummern und zugehörige Facebook-Konten, Profilfotos, Statusnachrichten sowie Akkustand des Telefons. Außerdem Informationen zum Kommunikationsverhalten: Wer kommuniziert mit wem? Wer nutzt die App wie häufig und wie lange?
Aus solchen Daten lassen sich Studien zufolge weitgehende psychologische Profile bilden. So kommt es schon mal vor, dass Facebook-Manager ihren Werbekunden versprechen, diese könnten auf der Plattform „emotional verletzliche Teenager“ finden. „We kill people based on metadata“, offenbarte der frühere NSA-Chef Michael Hayden über metadatenbasierte Raketenangriffe der USA.

Wie WhatsApp eine Whistleblowerin ans Messer lieferte:
WhatsApp sammelt diese Daten im großen Stil, weil sie sich zu Geld machen lassen. Im Originalbericht von ProPublica kommt dieser Aspekt durchaus vor, in vielen deutschen Meldungen geht er leider unter. Tatsächlich berichtet das US-Medium sogar vom Fall einer Whistleblowerin, die ins Gefängnis musste, weil WhatsApp ihre Metadaten an das FBI weitergab. Natalie Edwards war im US-Finanzministerium angestellt und reichte Informationen über verdächtige Transaktionen an BuzzFeed News weiter. Entdeckt und verurteilt wurde sie unter anderem, weil die Strafverfolger nachweisen konnten, dass sie in regem WhatsApp-Kontakt mit dem BuzzFeed-Reporter stand.

Dem Bericht zufolge gibt WhatsApp in den USA derlei Metadaten regelmäßig an Ermittlungsbehörden weiter. Auch in Deutschland und Europa dürfte dies der Fall sein. Hinzukommt, dass nicht nur staatliche Stellen die verräterischen Informationen erhalten, sondern auch Facebook. Dort werden sie genutzt, um die Datenprofile der Nutzer:innen zu verfeinern und in weiten Teilen der Welt auch, um Werbeanzeigen besser zuschneiden zu können.

Quelle:
https://netzpolitik.org/2021/metadaten-wo-das-eigentliche-privacy-problem-von-whatsapp-liegt/
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[1] blumenwiese antwortet auf iphone
14.01.2023 20:14
Benutzer iphone schrieb:
Bedauerlich, dass dieser Artikel nicht etwas technischer und kritischer die Details beleuchtet. Sprichwort: Metadaten. Zusätzlich nicht zu vergessen, dass die Cloud-Sicherung bei Apple+Google bisher unverschlüsselt erfolgt, somit kein Ende-zu-Ende.

Vielleicht als Aktualisierung zu diesem bald ein Jahr alten Kommentar:
Backups bei WhatsApp sind nun Ende zu Ende verschlüsselt, sofern der Benutzer nichts anderes wünscht.

Alle Statusmeldungen waren bereits genauso wie sämtliche Gespräche, Chats oder Telefonate Ende zu Ende verschlüsselt und sind es natürlich weiterhin.

Korrekt ist, dass Meta Daten selbstverständlich von WhatsApp und damit von Meta einsehbar sind. Das ergibt sich aus der Natur der Sache und der Funktion von WhatsApp.

WhatsApp kennt die eigene Telefonnummer. Wobei einem freisteht eine beliebige Telefonnummer, auf die man Zugriff hat, zu verwenden. Es muss selbstverständlich nicht die des verwendeten Smartphones sein.

Verknüpfungen zu einem eventuell vorhandenen Facebook Konto sind möglich. Nur wer ein Facebook Konto hat, der hat was die Privatsphäre betrifft nun wirklich ganz andere Probleme.