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China


04.11.2009 15:35 - Gestartet von grafkrolock
Für viele Menschen in China sind 1000 Dollar ein (halber) Jahreslohn. Dafür ein Telefon zu kaufen wäre etwa so, wie hierzulande 30.000 in ein Handy zu investieren. Dass dabei die Verkaufszahlen klein bleiben, dürfte klar sein.
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[1] diet99 antwortet auf grafkrolock
04.11.2009 15:47
Ein weiterer Faktor dürfte das fehlende WiFi sein. Wenn sich einer in China ein iPhone kauft, dann wird es ein unter der Hand importiertes Gerät sein, das alle Funktionen hat und dazu noch billiger angeboten werden wird.

Gruß, Diet
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[2] mohlis antwortet auf grafkrolock
04.11.2009 17:34
Die Zahlen werden sicher noch steigen :

China hat 1.3 Milliarden Einwohner. Wenn 0.1% (!) der Bevölkerung sich ein iphone kauft, sind das 1.3 Millionen iphones.

Dass sich dort nich jeder ein iphone leistet (leisten kann) ist klar, in Deutschland kann sich das auch nicht jeder leisten. Man denke daran, dass 9.1 Millionen Menschen in Deutschland auf Hartz-4-Leistungen angewiesen sind (Tendenz steigend), die werden sich das auch nicht leisten können.


Für viele Menschen in China sind 1000 Dollar ein (halber) Jahreslohn. Dafür ein Telefon zu kaufen wäre etwa so, wie hierzulande 30.000 in ein Handy zu investieren. Dass dabei die Verkaufszahlen klein bleiben, dürfte klar sein.

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[2.1] grafkrolock antwortet auf mohlis
04.11.2009 18:14
Benutzer mohlis schrieb:
China hat 1.3 Milliarden Einwohner. Wenn 0.1% (!) der Bevölkerung sich ein iphone kauft, sind das 1.3 Millionen iphones.
0,1% hört sich zunächst klein an, ist aber tatsächlich jeder Tausendste. Ich bezweifle, daß einer unter 1000 Chinesen das Geld hat, sich Luxusgüter im Gegenwert von Jahresgehältern leisten zu können (und zu wollen).
Daher sind 0,001% eher realistisch. Zumal die große Masse, eben jene 1,3 Mill. Menschen, größtenteils zum Heer der Bauern und Wanderarbeiter gehören. Der "Mittelstand" kann sich zwar für chinesische Verhältnisse einiges leisten, aber 1000 Dollar alleine für ein Handy dürfte auch deren Kaufkraft an ihre Grenzen bringen.
Schließlich kostet ein Auto in China auch nicht 10.000 .
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[2.1.1] king123 antwortet auf grafkrolock
05.11.2009 03:52
Ich wohne bereits seit 2 Jahren in China. Das Iphone (zumindest die bisheringen Versionen) sind hier, wenn auch nicht offiziel, seit langem verfuegbar. Wer also eines will, hat schon eins. Abgesehen davon gibt es hier jede Menge Nachbauten fuer inen Bruchteil des Preises die Ausstattungstechnisch durchaus mit dem Iphone mithalten koennen!

Warum sollte sich also jemand hier ein teures Iphone kaufen? Das machen vermutlich hoechstens die richtig Reichen hier in China als Statussymbol.
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[2.1.1.1] Jens Wolf antwortet auf king123
05.11.2009 10:21
Benutzer king123 schrieb:
Abgesehen davon gibt es hier jede Menge Nachbauten fuer inen Bruchteil des Preises die Ausstattungstechnisch durchaus mit dem Iphone mithalten koennen!

Was heißt hier mithalten? Die Nachbauten haben teilweise deutlich mehr Features und sind zudem frei für jede SIM-Karte und deutlichst günstiger. Wer irgendwas von Apple kauft ist nach wie vor veräppelt: teuer, viele Folgekostenfallen, Funktionsumfang künstlich eingeschränkt, Datenschutzprobleme, versteckte und offene Überwachungsfunktionen, Registrierungspflicht für bestimmte Funktionen, keine freien Datenformate, technisch oft veraltete Komponenten verbaut.
Vorteile von Apple Produkten liegen lediglich im "Coolness"-Faktor, Design und in der intuitiven Bedienbarkeit. Letzteres ist das größte Plus und dennoch nicht durchgehend zu finden. Man denke nur an die einfache Synchronisierung von mp3s auf "Dateimanagerebene" bei noname mp3-Playern oder Handys anderer Hersteller. Ohne komplizierte und von Apple nicht vorgesehene Tricks gehts offiziell nur über die Gängelung zum Anlegen eines iTunes-Accounts und proprietärer Synchronisierungssoftware auf dem PC bzw. direktem kostenpflichtigem Download im Portal. Durch und durch nervig und teuer! Cool und funktional ist für mich was anderes und ich bin nach wie vor fassungslos, aber muß anerkennen, dass dieses Unternehmen mit geschickten Marketingstrategien mehr als nur etwas erfolgreich damit durch- und ankommt...
Kommerziell gesehen, kann man kaum effizienter so erfolgreich agieren.

Wenn man bedenkt, für was Microsoft "Prügel" bekommt (und Apple nicht)...
...dann kann man (und ich bin wahrlich kein Microsoft Fan) nur froh sein, dass Windows PCs und nicht Apple MACs den Computer-Betriebssystem Markt beherrschen. Apple "toppt" an Gängelung locker alles bei Weitem im Vergleich zu Microsoft.
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[2.1.1.1.1] grafkrolock antwortet auf Jens Wolf
06.11.2009 18:37

einmal geändert am 06.11.2009 18:37
Benutzer Jens Wolf schrieb:
Wer irgendwas von Apple kauft ist nach wie vor veräppelt: teuer,
Gerücht Nummer 1. Ja, etwas teurer als die Billigkonkurrenz. Aber: Ein Akku im iPhone, der nicht nach 18 Monaten schlapp macht. Keine klappernden Lüfter (wir reden mal von Rechnern, nicht vom iPhone), keine überhitzten Festplatten wegen mangelnder Belüftung.
Dafür aber: Ein Wiederverkaufswert, der auch nach Jahren noch deutlich über dem Schrottwert liegt, was man bei PCs ja nicht gerade behaupten kann, wo ein 2 Jahre alter PC vielleicht noch für 30 Euro loszukriegen ist. Ein 5 Jahre alter Mac Mini gibt jedoch noch 250 Euro. Damit relativieren sich Preise der Erstanschaffung, weil das "Upgrade" bei Verkauf der Altkomponente billiger ist.

viele Folgekostenfallen,
Das nächste Gerücht. Wo bitte sind die Folgekosten?
Irgendwer behauptet ja immer, es gebe keine Software für den Mac. Das ist jedoch falsch. Mac OS X ist ein Unix, und somit findet sich so gut wie jedes für Linux verfügbare Open Source-Programm auch für Mac OS. Damit dürfte die Menge an Software grundsätzlich sogar höher liegen, als die für Windows.
Dito für's iPhone: Kein Internet-Handy kann auf einen derart großen Pool an Software zurückgreifen.

Datenschutzprobleme,
Wo?

Registrierungspflicht für bestimmte Funktionen,
...was sicher nicht Apples Schuld ist, sondern auf Drängen der Mobilfunker zustande gekommen sein dürfte.

technisch oft veraltete Komponenten verbaut.
Was heißt veraltet? Ein Komponente, die ausgereift ist?
Kontrastpunkt: Guck mal in der c't Tests von Mainboards an. Dort ist so gut wie immer von mangelnden BIOSen und Beta-Treibern die Rede.
Wer ernsthaft mit einem Rechner arbeiten will, für den spielt nicht DirectX 10- oder -11-Tauglichkeit mit halbgarer Software eine Rolle, sondern ob die Sache schlicht und einfach funktioniert. Und das tut Apfelhardware bisher stets bestens. Auch wenn sie "veraltet" (>6 Monate) ist.

in der intuitiven Bedienbarkeit. Letzteres ist das größte Plus und dennoch nicht durchgehend zu finden.
Aber letztlich das Knockout-Kriterium bei vielen anderen Marken. Was nützt tolle Hardware oder Millionen von Softwarepaketen, wenn man dem eigentlichen Sinn (der Arbeit) nicht nachgehen kann?

Man denke nur an die einfache Synchronisierung von mp3s auf "Dateimanagerebene" bei noname mp3-Playern oder Handys anderer Hersteller.
Geht auch mit dem Mac problemlos.
Daß Apple für die iPod/iPhone-Synchronisation iTunes vorschreibt, finde ich auch nicht so prickelnd, stört aber andererseits auch nicht. Umso mehr, da ein Vollbackup und alle andere Synchronisation auch gleich mit bei ist.

aber muß anerkennen, dass dieses Unternehmen mit geschickten Marketingstrategien mehr als nur etwas erfolgreich damit durch- und ankommt...
Und vor allem Geräte baut, die man tatsächlich nutzen kann.
Tolle Features auf dem Papier nützen nichts, wenn sie umständlich zu bedienen sind. Die meisten Benutzer wollen sich nicht mit dem Drumherum beschäftigen, sondern schlicht ihre Aufgaben erledigt kriegen.
Deshalb floppt Linux ja (leider?) auch im Privatkundenmarkt. Jede Anwendung hat ihre Konfigurationsdatei woanders liegen und in einem anderen Format. Sie erstmal zu finden, erfordert etliche Suchaktionen in Google. Wer sich mit derlei Unbill (oder nicht registrierten COM-Servern) überhaupt nicht erst beschäftigen mag, ist beim Mac besser aufgehoben.