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3CA mit 450 Mbit only hat Apple mal wieder geschlafen,


04.08.2016 11:54 - Gestartet von Pitt_g
Gut kommt wohl jetzt im Mainstream langsam an, andere Modelle wie das LG G5 bieten da wohl schon mehr mi t600Mbit.
Mal schauen was die Netzbetreiber in DE noch machen Vodafone fängt mit 3CA gerade erst an. Bei der Telekom ist selbst 2CA nur sehr selektiv verfügbar.
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[1] Thunderbyte antwortet auf Pitt_g
24.08.2016 12:43
Benutzer Pitt_g schrieb:
Gut kommt wohl jetzt im Mainstream langsam an, andere Modelle wie das LG G5 bieten da wohl schon mehr mi t600Mbit. Mal schauen was die Netzbetreiber in DE noch machen Vodafone fängt mit 3CA gerade erst an. Bei der Telekom ist selbst 2CA nur sehr selektiv verfügbar.

In der Regel sind (nicht nur) bei den iPhones die LTE Chips den tatsächlich buchbaren / nutzbaren Geschwindigkeiten der Netze deutlich voraus. Das ist auch in DE mit 300Mbit (und evtl mehr) der Fall. Viel wichtiger ist m.E. (und darauf achtet Apple immer), dass stromsparende LTE Chips verwendet werden, denn ohne Akkulaufzeit hilft einem auch die schnellste Geschwindigkeit nichts.

Die LTE Geschwindigkeit ist m.E. das schwächste aller Verkaufsargumente für Smartphones, das Netz hinkt immer den Endgeräten hinterher.
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[1.1] grafkrolock antwortet auf Thunderbyte
30.08.2016 10:00
Benutzer Thunderbyte schrieb:
Die LTE Geschwindigkeit ist m.E. das schwächste aller Verkaufsargumente für Smartphones, das Netz hinkt immer den Endgeräten hinterher.
Umso mehr, als dass man die Frage stellen muss, was ein Kunde sich von so einer Geschwindigkeit bei seinem Telefon erhofft. Das Rendering von Webseiten ist dadurch nicht schneller, Videostreams, so man welche guckt, werden auch nicht besser. Downloads im GB-Bereich? Warum sollte man?
Mir erschließt sich nicht, was die Gigatomie ausgerechnet im Mobilfunkbereich soll.
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[1.1.1] Thunderbyte antwortet auf grafkrolock
30.08.2016 13:11
Benutzer grafkrolock schrieb:
Benutzer Thunderbyte schrieb:
Die LTE Geschwindigkeit ist m.E. das schwächste aller Verkaufsargumente für Smartphones, das Netz hinkt immer den Endgeräten hinterher.
Umso mehr, als dass man die Frage stellen muss, was ein Kunde sich von so einer Geschwindigkeit bei seinem Telefon erhofft. Das Rendering von Webseiten ist dadurch nicht schneller, Videostreams, so man welche guckt, werden auch nicht besser.
Downloads im GB-Bereich? Warum sollte man?
Mir erschließt sich nicht, was die Gigatomie ausgerechnet im Mobilfunkbereich soll.

Nun, bei geringerer Latenz (LTE besser vs 3G) laden Websites durchaus "schneller", mal ganz von der Bandbreite abgesehen. Viele Websites werden immer größer und brauchen mehrere Mbyte bevor sie fertig geladen sind. Damit die Seite genau so schnell "aufpoppt" wie beim heimischen VDSL Anschluß kann höhere Bandbreite nicht schaden.
Audio Streaming über Mobilfunk (Spotify, Apple Music und andere) ist m.E. durchaus schon im Mainstream angekommen, Videostreaming würde auch technisch gehen, wenn die Tarife nicht so prohibitiv wären (wies anders geht siehe T-Mobile USA, bei denen z.B. Netflix in 480p vom Inklusivvolumen ausgenommen ist). Insofern ist schon Bedarf für Bandbreiten da.

Ein letzter Punkt: je schneller die netzseitige Funktechnologie, um so mehr Reserven für mehrere Benutzer sind vorhanden. Stell Dir mal das Oktoberfest als worst case vor. Gut, man kann hier auch mit kleineren 4G/3G Zellen arbeiten, um die Kapazität zu erhöhen, aber trotzdem ist mehr Kapazität in der Zelle da.
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[1.1.1.1] grafkrolock antwortet auf Thunderbyte
30.08.2016 13:19
Nun ja, aber die Latenz verbessert sich nicht zwingend, wenn die (Dauer-)Übertragungsrate am Endpunkt höher wird. Außerdem ist m.E. eine Erhöhung der Datenrate am Beispiel einer Webseite nicht messbar, wenn wir uns in Bereichen über 50 MBit/s bewegen.
Und zu guter Letzt: Wenn wirklich zig Geräte mit dieser Datenrate am Sender hängen, wie soll der denn angebunden sein, um überhaupt näherungsweise derartige Datenströme liefern zu können? Oft sind die Basistationen über Richtfunk angeschlossen. Der kann das doch gar nicht leisten. Von der Anbindung der nachgelagerten Router und Server gar nicht zu reden.

Was ich sagen will: Ich halte die Sache mit den 450 MBit/s genauso für Augenwischerei wie eine Digitalkamera mit 30 MPixel anzupreisen: Werbung ohne viel Substanz, reine Zahlenspiele mit bestenfalls Vorteilen unter Laborbedingungen.
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[1.1.1.1.1] Thunderbyte antwortet auf grafkrolock
30.08.2016 13:44
Benutzer grafkrolock schrieb:
Nun ja, aber die Latenz verbessert sich nicht zwingend, wenn die (Dauer-)Übertragungsrate am Endpunkt höher wird. Außerdem ist m.E. eine Erhöhung der Datenrate am Beispiel einer Webseite nicht messbar, wenn wir uns in Bereichen über 50 MBit/s bewegen.

Die Latenz von LTE ist per se besser. Das hängt nicht von der Übertragungsrate ab, sondern ist einfach technisch so. LTE erreicht zwischen 10-40ms, während 3G bei HSPA im Idealfall bei 60-70ms los geht (gerne auch langsamer) und bei UMTS auch gerne mal bis hin zu 140-200ms oder sogar bis 1000ms abfällt.

Siehe hierzu: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0910141.htm

Da jedes kleine Teil einer Website (einzelnes Bild, Text, etc.) diese Latenz einzeln aufruft (gut, manches wird parallel heruntergeladen, anderes aber nicht) addieren sich die Latenzen zu deutlich merkbaren Unterschieden bzw. verhindern bei latenzkritischen Anwendungen (Voice- / Videokommunikation) gar die sinnvolle Verwendung.

Und zu guter Letzt: Wenn wirklich zig Geräte mit dieser Datenrate am Sender hängen, wie soll der denn angebunden sein, um überhaupt näherungsweise derartige Datenströme liefern zu können? Oft sind die Basistationen über Richtfunk angeschlossen. Der kann das doch gar nicht leisten. Von der Anbindung der nachgelagerten Router und Server gar nicht zu reden.

Die Telekom bindet die Basisstationen meist gleich mit Glasfaser an und hat ein vergleichbar großes Netz (bzw. womöglich Glasfaser evtl schon im Haus). Daher tut sie sich vergleichsweise einfach, höhere Datenraten anzubieten.

In der Tat, andere Provider verwenden oft Richtfunkstrecken, die nicht so einfach upgradebar sind.

Was ich sagen will: Ich halte die Sache mit den 450 MBit/s genauso für Augenwischerei wie eine Digitalkamera mit 30 MPixel anzupreisen: Werbung ohne viel Substanz, reine Zahlenspiele mit bestenfalls Vorteilen unter Laborbedingungen.

In der Tat ist es heute wohl noch nicht nötig, 450 Mbit/s als Endgerät zu können, wenn das gleiche Gerät aber in 3-4 Jahren noch im Einsatz ist, kann das anders aussehen.
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[1.1.1.1.1.1] FTTH antwortet auf Thunderbyte
08.09.2016 14:51
Benutzer Thunderbyte schrieb:
während 3G bei HSPA im Idealfall bei 60-70ms los geht (gerne auch langsamer)
Das ist Unsinn. Mit DC-HSPA+ habe ich im Vodafone-Netz schon unter 30 ms erreicht, mit LTE hat man, gerade im Telefonica-Netz, gerne deutlich höhere Pings Richtung 70 ms. Extrem geringe Werte unter 20 ms wird man aber tatsächlich nur mit 4G erreichen können.