Diskussionsforum
  • 10.01.2010 18:22
    timetourist schreibt

    iSlate ist ein alter Hut

    Coole Internet-Tablets gibt es doch schon, oder kommen diese Tage auf den Markt. Nur durch eine eiserne Fangemeinde, die unter dem sog. Stockholm-Syndrom leiden soll [1], ist es Apple möglich die Ideen anderer als eigene Innovation zu verkaufen. Bin mal gespannt, ob das JooJoo nicht wesentlich besser ist. Aber selbst dann laufen die Leute lieber Apple hinterher.

    Hier eine Auswahl an Internet-Tablets:
    * https://thejoojoo.com/
    * http://de.engadget.com/photos/icd-ultra/
    * http://www.ubergizmo.com/15/archives/2009/09/ramos_w7_android_mid.html
    * http://www.camangi.com/product.html

    --
    [1] http://www.heise.de/ix/meldung/Berater-iPhone-Fans-leiden-unter-dem-Stockholm-Syndrom-882497.html

  • 12.01.2010 14:36
    Masterle antwortet auf timetourist
    Benutzer timetourist schrieb:
    > Nur durch eine eiserne Fangemeinde, die
    >
    unter dem sog. Stockholm-Syndrom leiden soll [1],
    >

    > --
    > [1]
    > http://www.heise.de/ix/meldung/Berater-iPhone-Fans-leiden-unter
    > -dem-Stockholm-Syndrom-882497.html
    >


    Es ist schon lustig wie Iphone Hasser immer wieder gegen das Iphone wettern.
    Es ist unsinnig zu behaupten dass ich durch das Nutzen eines Iphones gleich an dem Stockholm Symdrom leide.
    Nur weil ich kein Bedarf an MMS habe ? das haben mindestens 80%der Deutschen und die leiden sicher nicht deshalb am Stockholm Symdrom. Flash, ok kann ich mit leben da ich ein Jailbreak habe und dementsprechend Flash mir Installieren kann, der Rest ist mir noch nicht aufgefallen.
    Ich weiß auch nicht wie meine Landsleute (DK) auf solch eine bescheuerte Studie kamen, aber Motorola ist in DK bissel vertreten, vieleicht hängt es ja damit zusammen.

    Und obwohl ich ein Iphone habe, hasse ich Mac´s, von der Bedienung eine Sch.... sondergleiche, auch dass man das @ nicht auf dem Q hat usw. Und bzgl. iSlate, es ist doch ganz simpel, Jahre lang siechten die Tablets nur dahin und nun kommt Apple und könnte hier das gleiche mit dem Markt machen wie bei dem Smartphone Markt.


    Beste Grüße
    MK
  • 12.01.2010 17:53
    chrispac antwortet auf Masterle
    Ich denke wer Produkte kritisch betrachtet, der wird in jedem Gerät Vor- und Nachteile entdecken können. Natürlich lassen sich von vielen Apple Produkten die Akkus nicht selbst wechseln, Java fehlt am I-Phone, es ist kein Blitz eingebaut etc. Das sind unbestreitbare Nachteile eines Produktes. Die Frage ist jedoch, worauf der Konsument wert legt? Welche Features empfinde ich in einem Produkt sinnvoll?

    Apple hat das mobile Internet tatsächlich einen entscheidenden Schritt weiter gebracht. Grund für den Erfolg des I-Phones ist wohl die Einfachkeit des Produktes, das überzeugende Design und ein nie dagewesenes Bedienkonzept.
    Ich würde Apple nicht zuschreiben Produkte "neu zu erfinden". Smartphones hatte der Markt auch schon vor der Einführung des I-Phones, Rechner schon vor den verschiedenen Mac's etc. Die Frage ist, was macht dieses Unternehmen so erfolgreich?

    Diese Frage würde sehe ich in der Produktpalette beantwortet. Ich denke Apple hat als eines der wenigen Unternehmen erkannt, dass es weniger um schnelle Produktwechsel und entsprechende Häufigkeit an Modellen, noch um die tatsächlich höchst mögliche technische Leistung eines Produktes geht. Der Kunde soll andere Werte (Verarbeitung/Benutzeroberfläche/Design/Support...) erfahren und erlernen. Mit dieser Ganzheitlichkeit eines Produktes will Apple punkten und überzeugen.

    Die von dir genannten Tablets sehen gut aus und können evtl. überzeugen. Veraltet sind wohl weder diese noch das evtl. erwartete "I-Slate". Letzlich wird die Vermarktung und die Nutzbarkeit der einzelnen Produkte zeigen, welches sich am Markt durchsetzen kann.

    MacOS als "Schrott" zu bezeichnen ist übrigens etwas kurz gedacht. Das System läuft äusserst stabil und ist (noch) weniger anfällig für Schadprogramme, 32/64Bit in einem System, TimeMachine (Backupprogramm), Treiberintegration, Migrationsassistent, Multitouch Unterstützung, der Programmumfang im I-Life Paket etc. - das Betriebssystem ist (wie Linux) eine Umstellung zu Windows, jedoch für viele Anwender bestimmt lohnend-
  • 13.01.2010 11:28
    Thunderbyte antwortet auf chrispac
    Die verlinkten Geräte sind als reine SURFtablets sicher OK.

    ABER:

    Zumindest ich (und vielleicht ja noch ein paar Leute) wollen so ein - nicht gerade billiges - Gerät sicher nicht nur zum Surfen verwenden. Und da fängts schon wieder an. Wie bekommt man Videos drauf, wie Bilder, wie Musik? Ist das Ganze einfach zu machen, oder wieder kompliziert? Bei den vorgestellten Geräten weiß ich das nicht.

    Ich weiß aber, dass ich meine Bilder in iTunes eingebunden habe, meine Mp3s und Podcasts auch, da ich eh schon ein iPhone und ein AppleTV habe, auf die die genannten Inhalte mühelos und automatisch gesynct werden. Und ebenso geht das wohl vieeeelen Leuten, die noch nicht mal ein iPhone haben müssen. Einen iPod haben aber zumindest hunderte von MILLIONEN Leuten zu Hause und somit auch iTunes.

    Sollte nun ein "iSlate" kommen, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass es mit iTunes synchronisiert. Und genau das ist der Vorteil dieses iSlates gegenüber ALLEN ANDEREN Tablets. Es existiert bereits eine riesige Infrastruktur und eine enorme installierte Basis. Und darauf kann Apple aufbauen. Die iTunes Mp3s kann man sich sicher darauf anhören, die Mietvideos drauf sehen und wenn Apple es wirklich schafft, die Verlage in den iTunesstore zu bringen, dann ist ein weiteres Medium mit dabei.

    Ich denke aus DIESEN Gründen und nicht weil das Apple Tablet "überlegene Hardware" hat, wird es erfolgreich sein. Ob man nun Apple mag oder nicht, tut hier nichts zur Sache.
  • 19.01.2010 10:45
    Telly antwortet auf Thunderbyte
    > Ich denke aus DIESEN Gründen und nicht weil das Apple Tablet
    >
    "überlegene Hardware" hat, wird es erfolgreich sein.
    >
    Ob man nun Apple mag oder nicht, tut hier nichts zur Sache.

    Da das I-Phone i. d. R. nur über T-Mobile zu bekommen ist (mitlerweile gibts andere Möglichkeiten, wenn man unbedingt will) und die (Zwangs-)Tarife mir zu teuer waren, habe ich mich nicht für das I-Phone interessiert. Zumal ich mit meinem Nokia E90 sehr zufrieden bin.

    Nun aber meine Frage. Du schreibst was von "iTunes Mp3s". Wie siehts damit eigentlich aus? Ich hab mal gehört, dass man diese nicht auf normalen MP3-Playern abspielen kann. Ist das noch so?

    So ein Shop kommt für mich nicht in Frage, da ich die "Musik" kaufen möchte und nicht die Lizenz, es auf einem bestimmten Endgerät hören zu können.

    Ich habe für mich auch diesbezüglich Amazon entdeckt. Da bekomme ich Hits für oft schon 99 cent und kann die dann im Auto (MP3-CD) oder Smartphone oder MP3-Player abspielen.

    Diese eBooks sind deshalb auch noch nicht der Renner, weil wiedermal mehrere Systeme nebeneinanderlaufen und ich nicht die eBooks von allen Verlagen bekomme. Bei dem einen Endgerät bekomme ich nur Bücher aus den Verlagen a, b und c. Was aber wenn ich ein Gerät besitze und möchte ein Buch von d, e und f lesen? Dann hab ich das Gerät doch teuer bezahlt und kann nicht das lesen, was ich will... Wer will sowas?

    Telly
  • 19.01.2010 17:56
    Thunderbyte antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:

    > Nun aber meine Frage. Du schreibst was von "iTunes
    >
    Mp3s". Wie siehts damit eigentlich aus? Ich hab mal
    >
    gehört, dass man diese nicht auf normalen MP3-Playern abspielen
    >
    kann. Ist das noch so?

    Das ist schon ne ganze Weile nicht mehr so. Die Lieder haben halt ein Wasserzeichen, aber das ist ja bei Amazon und Konsorten auch nicht anders.

    Unabhängig was man von Apple hält, mag evtl mancher die Art, wie Apple Mp3s verkauft lieber mögen, als die von Dir angesprochene Art über den Amazon Store. Denn das Anklicken im iTunesstore und das (automatische) Überspielen auf die Geräte des Appleversums ist nunmal auch für technisch komplett Unwissende, die ihr eigenes Dateisystem noch nicht mal kennen, easy machbar, wie Millionen von iPodkunden zeigen.
  • 19.01.2010 23:14
    GrößterNehmer antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > Nun aber meine Frage. Du schreibst was von "iTunes
    >
    Mp3s". Wie siehts damit eigentlich aus? Ich hab mal
    >
    gehört, dass man diese nicht auf normalen MP3-Playern abspielen
    >
    kann. Ist das noch so?
    >
    > So ein Shop kommt für mich nicht in Frage, da ich die
    >
    "Musik" kaufen möchte und nicht die Lizenz, es auf
    >
    einem bestimmten Endgerät hören zu können.

    Bei iTunes gibt es keine MP3-Dateien, sondern Musik im Format AAC, welches eine "Verbesserung" des MP3-Formats ist (siehe z.B. Wikipedia). Es ist auch ohne Kopierschutz und wird von vielen "MP3-Playern" abgespielt. Unter Windows, Mac OS und Linux reicht ein Doppelklick, Geräte von Sony-Ericsson oder Nokia sollten mit den Dateien auch keine Probleme haben. Eigentlich spielen praktisch alle modernen Handys die Files ab, da sie Videos ja auch im 3gp-Format aufzeichnen, was das gleiche Format für den Audioteil verwendet. Bei Billig-MP3-Playern für 30 Euro vom Discounter muss sollte man auf die Packung schauen.

    Wenn dein Gerät dann doch kein AAC spielen kann, gibt es die Möglichkeit die Lieder in iTunes zu markieren und mit einem Klick zu MP3 zu konvertieren. Hab ich immer für mein Billig-Autoradio gemacht.

    Gruß
    GrößterNehmer
  • 19.01.2010 13:13
    Kai Petzke antwortet auf timetourist
    Benutzer timetourist schrieb:
    > Coole Internet-Tablets gibt es doch schon, oder kommen diese
    >
    Tage auf den Markt.

    Entscheidend ist nicht nur gutes Design der Hardware - die ist bei dem von Dir zitierten thejoojoo.com sicher interessant - sondern auch die Software-Ausstattung. Wenn man die Wahl hat, ein "nur-Browser-System" wie das Joojoo, ein per Touch unbedienbares Windows oder eben ein (voraussichtlich, noch ist es ja nicht vorgestellt) in sich stimmiges Gesamtsystem von Apple zu erwerben, werden sich viele für letzteres entscheiden. Und wenn ChromeOS gut wird und ebenfalls über reines Browsing hinausgeht, werden sich auch viele dafür entscheiden. Es ist aber noch nicht fertig.

    Bedenke: Auch vor dem iPhone gab es schon Smartphones, aber die allermeisten davon mit derselben Bedien-Philosophie wie ein Einfach-Handy: Vier-Wege-Taste + zwei Hotkeys. Entsprechend hangelt man sich endlos durch Menüs oder verzweifelt schier, wenn man einen Ausschnitt aus einem Bild vergrößern will. Oder Bedienung wie Windows: "Bitte zielen Sie mit dem Stift möglichst genau auf eines der Mini-Icons". Statt auf Verbesserungen am UI konzentrierte sich der Wettbewerb von Nokia, Samsung & Co. auf mehr Megapixel und mehr Megabit/s. Apple hat den Markt dann aufgerollt - trotz geringerer Bitrate (anfangs noch nicht einmal UMTS!) und lausiger Kamera, aber eben mit viel einfacherem Bedienkonzept.

    So ähnlich ist es derzeit mit den Tablets: Die Geeks sagen: "Wow, auf so was Kleinem läuft Windows für 4 Stunden!" Und alle anderen sagen: "Was will ich damit?"


    Kai