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Datenschutz?


11.10.2021 11:48 - Gestartet von iphone
Finde den Artikel und die Tabelle weitgehend hilfreich, aber auf den -meiner Meinung nach- wichtigsten Punkt Datenschutz geht man nicht ein. Wie sieht's da aus? Gerade von Google/Gmail und Microsoft weiß man doch, dass sie auf Servern in den USA unverschlüsselt gelesen werden und für Werbezwecke ausgewertet wenden. Die deutschen Anbieter (GMX, web.de, T-Online, Strato, Freenet) sind noch in der Initiative "E-Mail made in Germany" zusammengeschlossen, sodass die Daten immerhin in DE bleiben.
Aber wie ist das in der Umsetzung? Gibt es "sichere" Freemail-Anbieter? Wäre zu begrüßen, wenn man diesen immer wichtiger werdenden Aspekt mit in den Artikel aufnehmen würde.
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[1] Siodhachan antwortet auf iphone
11.10.2021 17:19
Benutzer iphone schrieb:
Finde den Artikel und die Tabelle weitgehend hilfreich, aber auf den -meiner Meinung nach- wichtigsten Punkt Datenschutz geht man nicht ein. Wie sieht's da aus? Gerade von Google/Gmail und Microsoft weiß man doch, dass sie auf Servern in den USA unverschlüsselt gelesen werden und für Werbezwecke ausgewertet wenden. Die deutschen Anbieter (GMX, web.de, T-Online, Strato, Freenet) sind noch in der Initiative "E-Mail made in Germany" zusammengeschlossen, sodass die Daten immerhin in DE bleiben. Aber wie ist das in der Umsetzung? Gibt es "sichere" Freemail-Anbieter? Wäre zu begrüßen, wenn man diesen immer wichtiger werdenden Aspekt mit in den Artikel aufnehmen würde.

Wenn du einen Anbieter suchst, der wirklich auf Datenschutz wert legt, dann würde ich persönlich zu Protonmail (Schweiz) oder Tutanota (Deutschland) raten. Aber ob die dann mit den Features mithalten können bzw. das für dich ausreicht, was im Free-Account geboten wird, musst du selbst entscheiden. Dafür finanzieren sich die Anbieter aber nicht über Werbung, sondern zahlende Kunden.
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[2] blumenwiese antwortet auf iphone
11.10.2021 21:18
Benutzer iphone schrieb:
Gerade von Google/Gmail und Microsoft weiß man doch, dass sie auf Servern in den USA unverschlüsselt gelesen werden und für Werbezwecke ausgewertet wenden.

Es muss einem halt klar sein, dass es keinen kostenlosen E-Mail Anbieter gibt. Natürlich gibt es Anbieter, für die man persönlich kein Geld hinlegen muss. Aber dafür zahlt man ihn auf andere Weise für den Dienst, nehme ich mit seinen Daten. So genannte kostenlose E-Mail Dienste unterscheiden sich also höchstens in der Quantität der Vermarktung der eigenen Daten aber wohl eher nicht in der Qualität.

Und das meine ich nicht mal vorwurfsvoll. Mir als Nutzer, sofern ich denn einen solchen Dienst nutze, wird ja durchaus ein Gegenwert geboten. Ich bekomme also etwas für meine Daten.

Ob nun die E-Mails verschlüsselt oder unverschlüsselt auf den Surfern der Anbieter liegen oder ob sie dort für Werbeanzeigen ausgewertet werden oder nicht, das ist bei E-Mail nicht einmal der entscheidende Punkt.

Man bezeichnet E-Mails nicht umsonst als die Postkarten der Kommunikation. Als Versender und auch als Empfänger kann ich den Weg der E-Mails durch das Internet nicht bestimmen. So können E-Mails von Server zu Server tatsächlich verschlüsselt übertragen werden. Dann ist dies tatsächlich eine sichere Kommunikation. Zumindest bis zum empfangenen Server. Aber das ist ihm keineswegs garantiert. Weder der Absender noch der Empfänger haben erst einmal einen Einfluss darauf, über welche Server ihre E-Mails geleitet werden und ob sie dabei verschlüsselt oder unverschlüsselt übertragen werden.

Wirklich sichere Kommunikation gibt es nur, wenn man verschlüsselte E-Mails versendet beziehungsweise empfängt. Der leider bis heute sich keine einfache und vor allem sehr bedienungsfreundliche Variante der Verschlüsselung durchsetzen konnte, wer 99,9 % der E-Mails weiterhin unverschlüsselt versandt.

Hey und darüber hinaus muss man sich eben klar sein, dass wenn man nicht selbst Geld für einen E-Mail Anbieter bezahlt, irgendjemand anders dafür Geld bezahlt und man selber dafür seine Daten lässt. Sprich die Wahl eines kostenpflichtigen E-Mail Anbieters ist aus datenschutzrechtlichen Gründen auf jeden Fall vorzuziehen. Denn dann bin ich selbst der Kunde und niemand sonst.

Ich persönlich ziehe dabei E-Mail Anbieter außerhalb der EU vor. Ich denke die Gründe sind selbsterklärend. Das unten genannte ProtonMail aus der Schweiz wäre eine mögliche Alternative. Es ist nicht meine Alternative. Ich ziehe der Anbieter von anderen Kontinenten vor. Aber dies muss natürlich jeder selbst für sich und nach seinen persönlichen Bedürfnissen entscheiden.

Ich persönlich nutze, und dafür bekomme ich jetzt nicht einen Cent, FastMail. Dies ist ein zugegebenermaßen nicht unbedingt extremst preiswerter Dienst. Wer also auf jeden Euro achten muss, für den ist dieser Anbieter nur bedingt geeignet. Für mein Geld bekomme ich allerdings auch eine erstklassige Leistung, was auch einen hervorragenden Support mit einschließt. Dazu ist alles Open Source basierend und natürlich komplett werbefrei, da ich als Kunde der einzige Geldgeber bin. wie gesagt, für diese „Werbung“ bekomme ich keinen Cent. Aber ich gebe gerne eine Anregung an andere weiter, die ja dann selbst entscheiden können, ob dieser Anbieter eventuell etwas für sie ist.
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[2.1] iphone antwortet auf blumenwiese
11.10.2021 23:36
Danke für den ausführlichen Kommentar. FastMail kannte ich tatsächlich nicht, obwohl ich im Herkunftsland längere Zeit gewohnt habe.

Natürlich fallen überall Daten an, gerade bei kostenlosen Diensten, und damit auch den FreeMailern. Vielleicht hat man es im ersten Posting rausgehört, aber ich bin absolut kein Fan der sogenannten GAFAM-Unternehmen, den großen Tech-Giganten aus den USA. Alle sind auf ihren Gebieten Monopolisten, sind mächtiger als alle anderen Firmen oder gar Parteien und manche Länder. Durch diese immense Macht und starke Lobby halte sie tatsächlich für die größten Bedrohungen in der Zukunft, wobei ich das hier nicht weiter ausführe, weil es den Rahmen sprenden würde.

Deshalb geht's in meinem Fall darum gerade Google und Microsoft als Email-Anbieter zu vermeiden. Nicht weil sie amerikanisch sind oder so, sondern schlichtweg deshalb, da sie eh bereits sehr viele Daten der Nutzer haben, dass man sie nicht noch weiter mit Daten und persönlichen Informationen füttern sollte.