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Für was DVB-H?


27.04.2008 13:09 - Gestartet von ganymed
Warum braucht man eigentlich den DVB-H Standart inkl eigenem Betreiber, wenn zB LG in Kürze ein DVB-T Handy heruasbringt, das in allen bereits versorgten Regionen einwandfrei funktioniert.
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[1] PitRum antwortet auf ganymed
27.04.2008 19:25
Benutzer ganymed schrieb:
Warum braucht man eigentlich den DVB-H Standart inkl eigenem Betreiber, wenn zB LG in Kürze ein DVB-T Handy heruasbringt, das in allen bereits versorgten Regionen einwandfrei funktioniert.

Würde ich auch gerne wissen!!

Aber anscheinend gibt es keine Antwort auf diese Frage :-(

gruss
pit
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[2] Kai Petzke antwortet auf ganymed
28.04.2008 17:46
Benutzer ganymed schrieb:
Warum braucht man eigentlich den DVB-H Standart inkl eigenem Betreiber, wenn zB LG in Kürze ein DVB-T Handy herausbringt, das in allen bereits versorgten Regionen einwandfrei funktioniert.

Stand der Technik 2004: DVB-T überfordert aufgrund der hohen für einen Stream zu empfangenden Bitrate die Akkus der Endgeräte. Zugleich sind die meisten DVB-T-Sender so schwach, dass es mit einer im Handy eingebauten Antenne nicht für den indoor-Empfang reicht.

Stand der Technik 2008: Die Empfänger-Chips sind sparsamer geworden und die Antennen-Technologie besser. Und es wird hier immer weitere Verbesserungen geben.

Prognose 2012: Einige Freaks schauen ab und zu auf ihren Handys tatsächlich mobil Fernsehen im Mini-Format. Dazu kommen dann noch einige Nutzer, die auf speziellen mobilen Fernsehempfängern (Bilddiagonale ca. 7 bis 10 Zoll) DVB-T genießen. Zum Thema siehe auch:
https://www.teltarif.de/arch/2007/kw44/... (Testbericht zu mobilem Fernseher)
https://www.teltarif.de/arch/2007/kw47/... (Editorial hierzu)


Kai
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[2.1] chris- antwortet auf Kai Petzke
29.04.2008 14:49
Die DVB-T-Signale eignen sich möglicherweise auch nicht in allen Ländern für den Mobilempfang.

In Großbritannien arbeitet man - zumindest zur Zeit - oft mit schwächeren Sendern. Noch entscheidender ist, das eine andere Fehlerkorrektur gewählt wurde. Dadurch kann man pro Frequenz (Mux) zwar gut doppelt soviele TV-Programme und obendrein noch eine Handvoll Radiosender ausstrahlen, aber das Signal ist dadurch nicht robust genug, um mit Zimmerantenne oder gar unterwegs einen stabilen Empfang zu ermöglichen.

Übersicht über die Mux in GB: http://www.dtg.org.uk/retailer/dtt_channels.html
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[2.1.1] chrispiac antwortet auf chris-
30.04.2008 13:43
Das H in DVB-H steht für „Handheld“, also bewusst kleine Bildschirme, angedacht für Handys, Smartphones und was sonnst noch kleine Bildschirme hat. Wie bereits angesprochen, hat es was mit der Empfangsbandbreite und Energiesparen zu tun um Kleingeräte nicht zu überfordern. Außerdem sollte der Empfang mit mehr als 16 Programmen möglich sein, auf einer Frequenz in der DVB-T hier in Deutschland 4 TV Programme ausgestrahlt werden.

Im Prinzip also eine gute Idee, die aber an dem Wort VERMARKTUNG scheitert. Sollte DVB-H also verschlüsselt laufen (damit die Netzbetreiber abkassieren können) wird sich das frei empfangbare DVB-T durchsetzen (Das ist auch der Grund, warum DMB watcha gescheitert ist - warum sollte ich für sonnst frei empfangbare Programme Geld zahlen und Geräte kaufen, wenn dann auch noch ein geringeres Angebot zur Verfügung steht (und dann auch noch mit Werbung)).

Ich würde mir eher für rund 200 Euro einen DVB-T Taschenempfänger besorgen, wenn für den DVB-H Empfänger eine monatliche Mehrgebühr fällig wird. Bietet mir DVB-H aber einen Mehrwert (z. B. Programmguide per UMTS, mehr Programme oder ähnliches) würde ich eventuell einen Mehrpreis akzeptieren, das ist abhängig, wie der Vertrag gestaltet ist (monatlich zubuchbar).

Praktisch wäre natürlich schon ein Handy, das BVB-T/H unterstützt, da man inzwischen gewohnt ist, das Handy mitzunehmen. Ein weiters Gerät würde man eher zu Hause liegen lassen…