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DSL Nutzung/Datenverbrauch


26.06.2021 09:15 - Gestartet von mucel
Hallo,
ich weiss nicht, ob ich mir völlig unnötig Gedanken über meinen DSL Datenverbrauch mache oder ob dieses tatsächlich berechtigt sind. Zumal ich im Netz, bis auf früher wohl hier und dort dagewesene „Datendrosseln“ dazu nicht wirklich etwas finde.

Also zu meinem Thema: Ich verbrauche im Monat, laut meiner FritzBox, mindestens ein Datenvolumen von 500gb. Habe aber auch Monate, in denen ich knapp an die 1000gb komme. So im Jahresdurchschnitt würde ich sagen, komme ich auf 700gb im Monat. Habe einen 100/40 Anschluss der auch stets volle Leistung bringt.

Ich kann nicht wirklich einschätzen, ob mein Verbrauch nun normal, im Durchschnitt oder über bzw. gar weit über dem Durchschnitt liegt. Habe aber im Hinterkopf irgendwie die Sorge, dass mein Anbieter (o2) irgendwann mal daher kommt und sagt, entweder weniger Verbrauch, höherer Tarif oder wir kündigen.

Gibt oder gab es sowas in der Praxis tatsächlich schon mal, auch bei anderen Anbietern, dass die ihren Kunden wegen zu hoher Datenverbräuche Probleme gemacht haben, die Verträge gar von sich aus gekündigt haben?
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[1] blumenwiese antwortet auf mucel
15.09.2021 20:19
Statistisch gesehen verbrauchst du deutlich mehr als der Durchschnitts Verbraucher. So viel kann man sagen. Der Durchschnittsverbrauch an einem DSL Anschluss nähert sich langsam der 200 GB Marke. Rein statistisch natürlich.

Ob und wie viel der Anbieter letztlich pro Gigabyte zahlen muss, hängt ganz davon ab, was für einen Anschluss du hast. Wenn es ein Anschluss ist, wo nur noch die letzte Meile, also vom Kabelverteilerkasten bis in deine Wohnung, der Telekom gehört, dann zahlt dein Anbieter relativ wenig. Hast du einen Anschluss, bei dem die Telekom ab der Vermittlungsstelle bis zu deinem Haus ihre Finger mit im Spiel hat, zahlt dein Anbieter entsprechend mehr.

Die jeweiligen Kosten werden von der Bundesnetzagentur reguliert, solange die letzte Meile auf jeden Fall der Telekom gehört. Das ist bei 99,9 % aller Haushalte so. Die kleine Anzahl von Haushalten, auf die das nicht zutrifft, lassen wir jetzt mal außen vor.

Es gibt eine gewisse Grundgebühr. Die ist jetzt für deine Frage natürlich unwichtig. Und dann gibt es ein höchst kompliziertes Verfahren, wie Datenmengen dem jeweiligen Anbieter berechnet werden. Es gibt ein Inklusivvolumen. Und das darüber hinausgehende Volumen wird dann wiederum berechnet je nachdem wann es anfällt, also zu welcher Uhrzeit, und ob es gleichmäßig oder weniger gleichmäßig verteilt ist und so weiter und sofort. Du kannst dich dafür in die entsprechenden Dokumente der Bundesnetzagentur einlesen, aber glaube mir, das möchtest du nicht.

Bei deinem Verbrauch dürftest du deinem Anbieter mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr kosten als du ihm zahlst. Das ist aber erst einmal nicht problematisch. Jeder Anbieter hat eine Mischkalkulation. In den letzten Jahren habe ich niemals mehr von irgendwelchen Fällen gehört, wo einem Kunden aufgrund eines zu hohen Verbrauchs gekündigt wurde oder die Kündigung angedroht wurde.

Die letzten Fälle, die mir zu Ohren gekommen sind, bei denen so etwas gemacht wurde, liegen sehr viele Jahre zurück. Du kannst hier bei teltarif ja gerne mal recherchieren mit der Suchfunktion. Teltarif hätte auf jeden Fall davon berichtet.

Du brauchst dir also in der Praxis keine Sorgen darum machen, dass dir der Anschluss von deinem Anbieter gekündigt wird. Und es gibt natürlich auch nicht nur einen Anbieter. Aber das ist dir sicherlich klar. Ebenso wirst du wahrscheinlich wissen, dass auch der jeweilige Anbieter immer nur zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit kündigen kann. Das sind in den meisten Fällen zwei Jahre beziehungsweise bei einer automatischen Verlängerung dann jeweils ein Jahr. Davon abweichende Vertragsformen gibt es allerdings auch.