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Was soll das?


13.02.2006 14:51 - Gestartet von GKr
Wo soll da der Vorteil gegenüber der jetzigen Situation sein?
- Kauf bei bei Ebay oder anderem Internet-Shop.
- Mitteilung des Rechnungsbetrages und der Bankverbindung.
- Aufruf meiner Bankseite aus meinen Favouriten.
- Überweisung.

Dazu brauche ich auch jetzt keine zusätzliche Software.
Wieso sollen die Händler durch diesen Service schneller ihr Geld bekommen?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird giropay vom Händler eher Gebühren verlangen. Womit der sein Geld genau so schnell bekommt, als wenn ich es ihm überweise, aber dafür noch ein paar Prozentpunkte an giropay wird zahlen müssen.

GKr




"Der Käufer werde beim Einkauf im Internet von der Seite des Händlers auf die seiner Bank geleitet und könne dort wie gewohnt durch die Eingabe von Konto- und PIN-Nummer die Überweisung ausführen. Zusätzliche Software oder eine Registrierung sei nicht notwendig. Einzige Voraussetzung sei, dass der Kunde für das Online-Banking angemeldet ist. Der Vorteil für die Händler bestehe darin, dass sie schneller als bei bisherigen Verfahren ihr Geld erhielten."
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[1] Netzwuerm antwortet auf GKr
13.02.2006 15:25
Naja,

der Händler erhält eine Echtzeit-Zahlungsgarantie, was die Sache gegenüber einer Überweisung doch schon erheblich beschleunigt. Das das ganze nicht kostenlos für den Händler ist sollte klar sein. Es ist eine Bankdienstleistung und die kostet.

Ich denke primär geht es darum Zahlungen abzusichern und zu garantieren. Das wird Händler daran zunächst sehr interessieren. Ich finde es z.B. interessant, das Paypal so da drin hängt. Im Grunde bieten die schon den gleichen Service an. Aber sie haben ein großes Problem: Bei Lastschrift Zahlungsausfall haften sie zunächst. Das fällt bei Giropay weg. Daher vermute ich, dass über kurz oder lang die Lastschrift bei Paypal wegfällt.
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[1.1] GKr antwortet auf Netzwuerm
13.02.2006 16:20
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Naja,

der Händler erhält eine Echtzeit-Zahlungsgarantie,

Hübsche Marketing-Wortschöpfung.

was die Sache gegenüber einer Überweisung doch schon erheblich beschleunigt.

Das bezweifle ich. Wenn ich etwas bestelle, will ich es möglichst schnell haben. Und ich bezahle sofort, nachdem mir die Bankverbindung mitgeteilt wird. Darüber hinaus habe ich das größte Vertrauen gegenüber dem in meinen Favouriten gespeicherten Online-Bank-Link und nutze nie die Links zu meiner Bank, die irgendwo veröffentlicht sind. Genau das empfiehlt auch u.a. meine Sparkasse.

Das das ganze nicht kostenlos für den Händler ist sollte klar sein. Es ist eine Bankdienstleistung und die kostet.

Ja, das ist logisch.
Also ist das eine für den Händler kostenpflichtige Webseiten-Weiterleitung. Letztendlich wohl kostenpflichtig für mich als Kunde. Denn der Händler muß diese Gebühren in den Preis seines Produktes einrechnen.

Ich denke primär geht es darum Zahlungen abzusichern und zu garantieren. Das wird Händler daran zunächst sehr interessieren.
Völlig richtig. Ich sehe das jetzt einmal als Händler, nicht als Kunde:
Was, bitte ist hier abgesichert, wenn ich von der Händler-Seite sofort auf meine Online-Bank-Seite kommen kann?
Noch wichtiger: Was ist garantiert? Die Zahlung? Wohl kaum.

Ich finde es z.B. interessant, das Paypal so da drin hängt. Im Grunde bieten die schon den gleichen Service an.
PayPal hat gegenüber diesem neuen Service sehr große Vorteile:
Ich kann länderübergreifend problemlos Zahlungen empfangen.
Gerade bei Zahlungen aus den VSvA ist dies immens wichtig.

Aber sie haben ein großes Problem: Bei Lastschrift Zahlungsausfall haften sie zunächst. Das fällt bei Giropay weg. Daher vermute ich, dass über kurz oder lang die Lastschrift bei Paypal wegfällt.

Du vergißt, die 6-Wochen-Einspruchfrist des Kunden beim Bankeinzug zu erwähnen. Da es die gibt und sie auch nicht aufgeweicht werden wird, ist eine Akzeptanz der Zahlung per Bankeinzug/Lastschrift für die meisten Händler inakzeptabel. Völlig gleichgültig, ob nun PayPal oder giropay diesen Service anbieten sollte.

GKr
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[1.1.1] Netzwuerm antwortet auf GKr
13.02.2006 16:51
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Naja,

der Händler erhält eine Echtzeit-Zahlungsgarantie,

Hübsche Marketing-Wortschöpfung.

Danke


was die Sache gegenüber einer Überweisung doch schon erheblich beschleunigt.

Das bezweifle ich. Wenn ich etwas bestelle, will ich es möglichst schnell haben. Und ich bezahle sofort, nachdem mir die Bankverbindung mitgeteilt wird. Darüber hinaus habe ich das größte Vertrauen gegenüber dem in meinen Favouriten gespeicherten Online-Bank-Link und nutze nie die Links zu meiner Bank, die irgendwo veröffentlicht sind. Genau das empfiehlt auch u.a. meine Sparkasse.

Das ist schön, dass du sofort bezahlst. Der Zahlungseingang beim Händler ist dennoch erst ein paar Tage später. Dein versprechen zu zahlen zählt wohl nicht als Garantie. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das System für sicher halte. Auch ich halte die Verlinkung für bedenklich.


Das das ganze nicht kostenlos für den Händler ist sollte klar sein. Es ist eine Bankdienstleistung und die kostet.

Ja, das ist logisch. Also ist das eine für den Händler kostenpflichtige Webseiten-Weiterleitung. Letztendlich wohl kostenpflichtig für mich als Kunde. Denn der Händler muß diese Gebühren in den Preis seines Produktes einrechnen.

Es geht sich nicht um die Weiterleitung. Die Dienstleistung liegt in der Garantie, das der Händler die Zahlung erhält. Natürlich wird er das in die Kosten einrechnen, genauso wie eine EC Zahlung.


Ich denke primär geht es darum Zahlungen abzusichern und zu garantieren. Das wird Händler daran zunächst sehr interessieren.
Völlig richtig. Ich sehe das jetzt einmal als Händler, nicht als Kunde:
Was, bitte ist hier abgesichert, wenn ich von der Händler-Seite sofort auf meine Online-Bank-Seite kommen kann? Noch wichtiger: Was ist garantiert? Die Zahlung? Wohl kaum.

Vielleicht solltest du, bevor du schreibst, mal auf die Website von Giropay surfen. Genau das garantiert Giropay bzw. die Bank über die die Zahlung läuft; eine Ausführung der Zahlung gegenüber dem Händler.


Ich finde es z.B. interessant, das Paypal so da drin hängt. Im Grunde bieten die schon den gleichen Service an.
PayPal hat gegenüber diesem neuen Service sehr große Vorteile: Ich kann länderübergreifend problemlos Zahlungen empfangen. Gerade bei Zahlungen aus den VSvA ist dies immens wichtig.

Aber sie haben ein großes Problem: Bei Lastschrift Zahlungsausfall haften sie zunächst. Das fällt bei Giropay weg.
Daher vermute ich, dass über kurz oder lang die Lastschrift bei Paypal wegfällt.

Du vergißt, die 6-Wochen-Einspruchfrist des Kunden beim Bankeinzug zu erwähnen. Da es die gibt und sie auch nicht aufgeweicht werden wird, ist eine Akzeptanz der Zahlung per Bankeinzug/Lastschrift für die meisten Händler inakzeptabel. Völlig gleichgültig, ob nun PayPal oder giropay diesen Service anbieten sollte.

GKr

Und noch einmal: Genau das wird mit Giropay wegfallen. Sobald du deine TAN eingegeben hast und auf OK geklickt hast wird die Zahlung unwiderruflich gebucht. Innerhalb der 6 Wochen kann der Händler oder Paypal bei Lastschrift auf seiner Rechnung sitzen bleiben. Das soll mit Giropay verhindert werden. Im Grunde verbindet das System die Geschwindigkeit der Lastschrift mit der Unwiderruflichkeit der Überweisung. Gut für den Händler, bedenklich für den Kunden.
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[1.1.1.1] Keks antwortet auf Netzwuerm
13.02.2006 17:00
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Und noch einmal: Genau das wird mit Giropay wegfallen. Sobald du deine TAN eingegeben hast und auf OK geklickt hast wird die Zahlung unwiderruflich gebucht. Innerhalb der 6 Wochen kann der Händler oder Paypal bei Lastschrift auf seiner Rechnung sitzen bleiben. Das soll mit Giropay verhindert werden. Im Grunde verbindet das System die Geschwindigkeit der Lastschrift mit der Unwiderruflichkeit der Überweisung. Gut für den Händler, bedenklich für den Kunden.

Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht. Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Ich sehe als Nachteil, dass man sich dafür auch noch bei PayPal anmelden muss. Das wird einige davon abhalten, das Verfahren zu nutzen. Zumal die AGB bei PayPal 119 Seiten haben -- wer liest sich das durch?

Momentan kann man ja per PayPal -- auch ohne giropay -- in Echtzeit beim Händler bezahlen, dieser erhält das Geld sofort (wirklich *sofort*!) und PayPal bucht das Geld später per Lastschrift von meinem Konto ab. Aber wenn diese Möglichkeit wegfiele, wie du sagst, wozu dann noch bei PayPal anmelden?

Liebe Grüße, Keks
www.blitztarif.de
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[1.1.1.1.1] GKr antwortet auf Keks
13.02.2006 17:10
Benutzer Keks schrieb:
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Und noch einmal: Genau das wird mit Giropay wegfallen. Sobald du deine TAN eingegeben hast und auf OK geklickt hast wird die Zahlung unwiderruflich gebucht. Innerhalb der 6 Wochen kann der Händler oder Paypal bei Lastschrift auf seiner Rechnung sitzen bleiben. Das soll mit Giropay verhindert werden. Im Grunde verbindet das System die Geschwindigkeit der Lastschrift mit der Unwiderruflichkeit der Überweisung. Gut für den Händler,
bedenklich für den Kunden.

Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht. Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Ich sehe als Nachteil, dass man sich dafür auch noch bei PayPal anmelden muss. Das wird einige davon abhalten, das Verfahren zu nutzen. Zumal die AGB bei PayPal 119 Seiten haben -- wer liest sich das durch?

Momentan kann man ja per PayPal -- auch ohne giropay -- in Echtzeit beim Händler bezahlen, dieser erhält das Geld sofort (wirklich *sofort*!) und PayPal bucht das Geld später per Lastschrift von meinem Konto ab. Aber wenn diese Möglichkeit wegfiele, wie du sagst, wozu dann noch bei PayPal anmelden?

Liebe Grüße, Keks
www.blitztarif.de

Ich frage mich gerade genau andersherum:
Wozu giropay nutzen, wenn ich längst PayPal-Kunde bin?

GKr
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[1.1.1.1.1.1] Netzwuerm antwortet auf GKr
13.02.2006 17:42
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer Keks schrieb:
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Und noch einmal: Genau das wird mit Giropay wegfallen. Sobald du deine TAN eingegeben hast und auf OK geklickt hast wird die Zahlung unwiderruflich gebucht. Innerhalb der 6 Wochen kann der Händler oder Paypal bei Lastschrift auf seiner Rechnung sitzen bleiben. Das soll mit Giropay verhindert werden. Im Grunde verbindet das System die Geschwindigkeit der Lastschrift mit der Unwiderruflichkeit der Überweisung. Gut für den Händler,
bedenklich für den Kunden.

Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht.
Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Klar, gegenüber Vorkasse mit Überweisung ist es ein Vorteil. Aber ein erheblicher Nachteil verglichen mit Lastschrift.


Ich sehe als Nachteil, dass man sich dafür auch noch bei PayPal anmelden muss. Das wird einige davon abhalten, das Verfahren zu nutzen. Zumal die AGB bei PayPal 119 Seiten haben -- wer liest
sich das durch?

Momentan kann man ja per PayPal -- auch ohne giropay -- in Echtzeit beim Händler bezahlen, dieser erhält das Geld sofort (wirklich *sofort*!) und PayPal bucht das Geld später per Lastschrift von meinem Konto ab. Aber wenn diese Möglichkeit wegfiele, wie du sagst, wozu dann noch bei PayPal anmelden?

Liebe Grüße, Keks
www.blitztarif.de

Lass mich ein Wort sagen: "eBay"! Paypal und Giropay bieten im Kern das gleiche Produkt an. (Zumindest bei Kaufzahlungen)Es wäre wahrscheinlich einfach, Giropay als eigene Zahlungsmethode in eBay zu integrieren. Aber eBay wird das natürlich nicht machen und den Dienst nur dazu nutzen das eigene Zahlungssystem abzusichern. Lässt sich doch schön koppeln, zusammen mit Paypal lassen sich so auch Zahlungen an Privatpersonen weltweit durchführen. Im Grunde haben beide Seiten etwas davon: Paypal senkt die Ausfälle und gibt seiner Marke den Seriösitäts-Anstrich deutscher Banken und die Banken verdienen an den Transaktionen über Paypal und machen ihr System für weltweite Zahlungen einsetzbar.
Ob die Kunden in diesem System mitspielen ist fraglich. Aber diese Partnerschaft macht schon Sinn. Anstatt zu konkurrieren, schöpfen wir gemeinsam die Gewinne ab. ;-)Und die werden vertraglich garantiert festgelegt haben wer wo sein System einsetzen darf. Vielleicht bei Privatpersonen eher PayPal und bei Onlineshops eher Giropay...


Ich frage mich gerade genau andersherum:
Wozu giropay nutzen, wenn ich längst PayPal-Kunde bin?

GKr

Hmm weil dir PayPal wahrscheinlich sehr schnell versucht schmackhaft zu machen Giropay als Einzahlungsmöglichkeit zu nutzen. Und du wirst nicht in der Lage sein, zB. eBay Zahlungen nur mit Giropay zu machen.
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[1.1.1.1.1.1.1] GKr antwortet auf Netzwuerm
13.02.2006 18:04
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer Keks schrieb:
Benutzer Netzwuerm schrieb:
Und noch einmal: Genau das wird mit Giropay wegfallen. Sobald du deine TAN eingegeben hast und auf OK geklickt hast wird die Zahlung unwiderruflich gebucht. Innerhalb der 6 Wochen kann der Händler oder Paypal bei Lastschrift auf seiner Rechnung sitzen bleiben. Das soll mit Giropay verhindert werden. Im Grunde verbindet das System die Geschwindigkeit der Lastschrift mit der Unwiderruflichkeit der Überweisung. Gut für den Händler,
bedenklich für den Kunden.

Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht.
Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Klar, gegenüber Vorkasse mit Überweisung ist es ein Vorteil. Aber ein erheblicher Nachteil verglichen mit Lastschrift.


Ich sehe als Nachteil, dass man sich dafür auch noch bei PayPal anmelden muss. Das wird einige davon abhalten, das Verfahren zu nutzen. Zumal die AGB bei PayPal 119 Seiten haben -- wer liest
sich das durch?

Momentan kann man ja per PayPal -- auch ohne giropay -- in Echtzeit beim Händler bezahlen, dieser erhält das Geld sofort (wirklich *sofort*!) und PayPal bucht das Geld später per Lastschrift von meinem Konto ab. Aber wenn diese Möglichkeit wegfiele, wie du sagst, wozu dann noch bei PayPal anmelden?

Liebe Grüße, Keks
www.blitztarif.de

Lass mich ein Wort sagen: "eBay"! Paypal und Giropay bieten im Kern das gleiche Produkt an. (Zumindest bei Kaufzahlungen)Es wäre wahrscheinlich einfach, Giropay als eigene Zahlungsmethode in eBay zu integrieren. Aber eBay wird das natürlich nicht machen und den Dienst nur dazu nutzen das eigene Zahlungssystem abzusichern. Lässt sich doch schön koppeln, zusammen mit Paypal lassen sich so auch Zahlungen an Privatpersonen weltweit durchführen. Im Grunde haben beide Seiten etwas davon: Paypal senkt die Ausfälle und gibt seiner Marke den Seriösitäts-Anstrich deutscher Banken und die Banken verdienen an den Transaktionen über Paypal und machen ihr System für weltweite Zahlungen einsetzbar. Ob die Kunden in diesem System mitspielen ist fraglich. Aber diese Partnerschaft macht schon Sinn. Anstatt zu konkurrieren, schöpfen wir gemeinsam die Gewinne ab. ;-)Und die werden vertraglich garantiert festgelegt haben wer wo sein System einsetzen darf. Vielleicht bei Privatpersonen eher PayPal und bei Onlineshops eher Giropay...


Ich frage mich gerade genau andersherum:
Wozu giropay nutzen, wenn ich längst PayPal-Kunde bin?

GKr

Hmm weil dir PayPal wahrscheinlich sehr schnell versucht schmackhaft zu machen Giropay als Einzahlungsmöglichkeit zu nutzen. Und du wirst nicht in der Lage sein, zB. eBay Zahlungen nur mit Giropay zu machen.

Ich kann nur von meinem (Einzel-)Fall als Ebay-Kunde und Ebay-Händler ausgehen:
Grundsätzlich will ich nur das Geld des Kunden haben.
Tatsächlich haben bisher Kunden aus den VSvA bezahlt, indem sie Bargeld auf eigenes Risiko in einen Umschlag steckten und mir zusandten. (War nicht meine Idee).
Das ist mit PayPal einfach prima.
Und dafür bin ich auch bereit, eine Gebühr zu zahlen.
Seit ich PayPal akzeptiere, habe ich Kunden aus mehreren Ländern hinzubekommen.
Kreditkarten kann ich nicht belasten. Dafür ist die Anzahl der Buchungen im Monat einfach zu gering.
Aber auf meiner Webseite, über die ich meine Artikel auch verkaufe, werde ich giropay nicht anbieten. Für's Ausland PayPal und für's Inland sollen die Leute per Vorauskasse zahlen. Da warte ich dann lieber 2-3 Tage, statt für giropay auch noch eine Gebühr zahlen zu müssen.

GKr

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[1.1.1.1.1.2] Keks antwortet auf GKr
13.02.2006 20:03
Benutzer GKr schrieb:
Ich frage mich gerade genau andersherum: Wozu giropay nutzen, wenn ich längst PayPal-Kunde bin?

Ja, das frage ich mich auch. Denn dann fällt für mich die Möglichkeit der Rückbuchung weg.
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[1.1.1.1.1.2.1] ger1294 antwortet auf Keks
13.02.2006 23:18
Hallo,

PayPal finde ich das blödeste System, das es gibt. Man bekommt keine vernünftigen Kontoauszüge und wenn man das Geld auf seinem Bankkonto haben möchte, muss man Gebühren dafür zahlen.

Ich akzeptiere Paypal deshalb nicht und habe mit herkömmlicher Onlineüberweisung gute Erfahrungen gemacht. Da habe ich aber eine vernünftige Umsatzübersicht und Kontoauszüge.

Beispiel: Gestern Nacht hat bei mir jemand etwas bei eBay ersteigert. Am 13.02.06 um 00:30 habe ich die Kontodaten zugesandt. Heute, am 13.02.06 um 09:00 Uhr war das Geld auf meinem Girokonto. Wenn ich den Artikel dann gleich zur Post bringe, ist er genau einen Werktag später da. Schneller geht es auch mit Paypal oder Giropay nicht.

Innerhalb Europas ist eine Auslandsüberweisung genauso teuer wie eine Inlandsüberweisung mit IBAN und BIC, so dass hier ein anderes zahlungsverfahren ebenfalls nicht nötig ist.

Wenn wirklich jemand aus den USA oder anderen Ländern etwas kaufen will, dann darf er bei mir auch mit Kreditkarte zahlen, die ich über das Terminal meiner Firma abrechnen kann und mir von dort dann auf mein Konto überweisen kann. Dafür zahle ich zwar 3,5 % Gebühr, habe aber dafür eine Zahlungsgarantie und die Sache geht schnell über die Bühne, Solche Entgelte kann man dann meistens irgendwo in den Versandkosten wieder einrechnen, denn bei einem Luftpostpaket ist es auch schon egal, ob der Käufer 21 oder 24 Euro Versand zahlt, denn es ist eh teuer.


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[1.1.1.1.1.2.1.1] GKr antwortet auf ger1294
14.02.2006 08:31
Benutzer ger1294 schrieb:
Hallo,

PayPal finde ich das blödeste System, das es gibt. Man bekommt keine vernünftigen Kontoauszüge und wenn man das Geld auf seinem Bankkonto haben möchte, muss man Gebühren dafür zahlen.

Ich habe mich im November 2005 bei PayPal angemeldet.
Mir wurden noch nie Gebühren berechnet, wenn ich Geld von meinem PayPal-Konto auf mein Bankkonto überwiesen habe.
Es dauert einen Tag länger als bei einer normalen Bank-zu-Bank Überweisung, ist aber (bei mir bisher) kostenlos.
Würde PayPal hierfür Gebühren nehmen, würde ich meinen Zugang kündigen.

Für Überweisungen aus dem Ausland werden mir Gebühren in ähnlicher Höhe wie bei Kreditkarten-Zahlungen berechnet. Aber das empfinde ich als akzeptabel.

Ich akzeptiere Paypal deshalb nicht und habe mit herkömmlicher Onlineüberweisung gute Erfahrungen gemacht. Da habe ich aber eine vernünftige Umsatzübersicht und Kontoauszüge.

Die PayPal-Kontoauszüge empfinde ich als vollkommen ausreichend.
Was fehlt Dir da?

Beispiel: Gestern Nacht hat bei mir jemand etwas bei eBay ersteigert. Am 13.02.06 um 00:30 habe ich die Kontodaten zugesandt. Heute, am 13.02.06 um 09:00 Uhr war das Geld auf meinem Girokonto. Wenn ich den Artikel dann gleich zur Post bringe, ist er genau einen Werktag später da. Schneller geht es auch mit Paypal oder Giropay nicht.

Stimmt.

Innerhalb Europas ist eine Auslandsüberweisung genauso teuer wie eine Inlandsüberweisung mit IBAN und BIC, so dass hier ein anderes zahlungsverfahren ebenfalls nicht nötig ist.

Stimmt auch. Wobei: Bei einer PayPal-Bezahlung (aus dem Ausland, aber auch aus dem Inland), hast Du das Geld sofort.

Wenn wirklich jemand aus den USA oder anderen Ländern etwas kaufen will, dann darf er bei mir auch mit Kreditkarte zahlen, die ich über das Terminal meiner Firma abrechnen kann und mir von dort dann auf mein Konto überweisen kann.

Das ginge bei mir auf keinen Fall.
Die Kreditkarten-Zahlungen, die über die Firma abgewickelt werden, bekommst Du einmal wöchentlich als Abrechnung. Die dann dort sauber auszubuchen und als "durchlaufenden" Posten minus der angefallenen Kreditkartengebühren auf Dein Privatkonto zu überweisen, ist wieder Verwaltungsaufwand.
Das ganze mußt Du dann noch dem Steuerberater erklären.
Und, wenn Du eine Steuerprüfung hast, den Finanzamts-Leuten. Und für die liegt dann der Gedanke nahe, daß Dein Privatgeschäft und -konto irgendwie mit der Firma verquickt ist - nein, danke. Darauf habe ich keine Lust.

Dafür zahle ich zwar 3,5 % Gebühr, habe aber dafür eine Zahlungsgarantie und die Sache geht schnell über die Bühne, Solche Entgelte kann man dann meistens irgendwo in den Versandkosten wieder einrechnen, denn bei einem Luftpostpaket ist es auch schon egal, ob der Käufer 21 oder 24 Euro Versand zahlt, denn es ist eh teuer.

Stümmt. 62 EUR für ein Paket zwischen 10-20 kg in die VSvA.
Das ist happig.

Für mich ist PayPal eine prima Lösung für Zahlungen aus dem Ausland. Bei Käufen aus deutschen Landen erwarte und bekomme ich meist eine Zahlung per Banküberweisung. Das ist für meine Zwecke auch völlig ausreichend.

Witzig - am Rande:
Vor zwei Wochen wollte jemand nach Empfang der Ware in Lagos, Nigeria, per Banküberweisung zahlen. Die Anfrage schickte er mit einer New York-City Absenderadresse.

GKr


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[1.1.1.1.2] volkeru antwortet auf Keks
18.02.2006 18:16
Benutzer Keks schrieb:
Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht. Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Das Argument halte ich für irrelevant. Auch heute sind Überweisungen mit HBCI bei den Sparkassen innerhalb von maximal 24 Stunden beim Empfänger! Wenn der Versand in rund der Hälfte der Fälle endlos dauert, dann immer weil der Händler lahm ist.

Ich sehe als Nachteil, dass man sich dafür auch noch bei PayPal anmelden muss. Das wird einige davon abhalten, das Verfahren zu nutzen. Zumal die AGB bei PayPal 119 Seiten haben -- wer liest sich das durch?

Es wird nicht nur einige davon abhalten, man kann auch nur jedem schwer davon abraten, diese AGB zu unterzeichnen! Die Wirksamkeit der AGB wird von den meisten Juristen eh stark angezweifelt und PayPal hat ständig eine Unzahl von Klagen am Hals. Wer ist also so blöd und schließt mit denen einen Vertrag? ;-)

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.2.1] Keks antwortet auf volkeru
18.02.2006 18:22
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer Keks schrieb:
Bedenklich nicht, wenn man es mit der manuellen Überweisung vergleicht. Denn dieser gegenüber ist der wesentliche Unterschied, dass das Geld sofort an den Händler geht.
Damit wird der Artikel früher versendet, was für den Kunden also ein Vorteil ist.

Das Argument halte ich für irrelevant. Auch heute sind Überweisungen mit HBCI bei den Sparkassen innerhalb von maximal 24 Stunden beim Empfänger!

Nö. Erstens ist es egal, ob ich HBCI oder PIN/TAN nutze. Zweitens: wenn ich am Freitag überweise (ob nun online oder offline), wird das Geld erst im Laufe des Montags überwiesen, evtl. wird das dann erst am Di. festgestellt.

Nutzt man PayPal, ist das Geld nach wenigen Sekunden dort.

Liebe Grüße, Keks
www.blitztarif.de/geiz-ist-dumm
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[1.1.1.1.2.1.1] volkeru antwortet auf Keks
19.02.2006 06:23
Benutzer Keks schrieb:
Das Argument halte ich für irrelevant. Auch heute sind Überweisungen mit HBCI bei den Sparkassen innerhalb von maximal 24 Stunden beim Empfänger!

Nö. Erstens ist es egal, ob ich HBCI oder PIN/TAN nutze.

Keineswegs. Bei manchen Banken mag es vielleicht so sein, aber bei den vier Banken, die ich kenne, werden HBCI-Überweisungen sofort in die Datenverarbeitung übernommen, so als wenn sie von einem Bankangestellten eingegeben worden wären. Überweisungen mit PIN/TAN kommen hingegen erst in einen Pool, aus dem sie dann erst nach irgendwelchen Prüfungen in die Verarbeitung gehen.

PIN/TAN Überweisungen vom Freitagabend werden daher erst am Montag ausgeführt. HBCI-Überweisungen vom Sonntagabend sind hingegen in der Regel schon am Montag Nachmittag auf dem Empfängerkonto. Zumindest wenn die Überweisung innerhalb des Sparkassen- und Giroverbandes durchgeführt wurde. Das konnte ich über Jahre hinweg an zahllosen Beispielen immer wieder feststellen.

Nutzt man PayPal, ist das Geld nach wenigen Sekunden dort.

Trotzdem würde ich deshalb nicht Kunde bei diesem dubiosen Verein werden. Was man über PayPal immer wieder hört und liest, geht auf keine Kuhhaut. Mal abgesehen von den sittenwidrigen AGB. 120 Seiten Text sind eine bodenlose Frechheit dem Kunden gegenüber. Das KANN sich keiner durchlesen geschweige denn verstehen. Man wird daher de facto gezwungen, als Kunde blind die AGB zu unterzeichnen. In der Rechtsprechung ist man sich zwar mittlerweile einig, daß solche AGB unwirksam sind, aber dennoch: Das ganze ist äußerst unseriös und daher nicht zu empfehlen.

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.2.1.1.1] GKr antwortet auf volkeru
19.02.2006 08:20
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer Keks schrieb:
Das Argument halte ich für irrelevant. Auch heute sind Überweisungen mit HBCI bei den Sparkassen innerhalb von maximal 24 Stunden beim Empfänger!

Nö. Erstens ist es egal, ob ich HBCI oder PIN/TAN nutze.

Keineswegs. Bei manchen Banken mag es vielleicht so sein, aber bei den vier Banken, die ich kenne, werden HBCI-Überweisungen sofort in die Datenverarbeitung übernommen, so als wenn sie von einem Bankangestellten eingegeben worden wären. Überweisungen mit PIN/TAN kommen hingegen erst in einen Pool, aus dem sie dann erst nach irgendwelchen Prüfungen in die Verarbeitung gehen.

PIN/TAN Überweisungen vom Freitagabend werden daher erst am Montag ausgeführt. HBCI-Überweisungen vom Sonntagabend sind hingegen in der Regel schon am Montag Nachmittag auf dem Empfängerkonto. Zumindest wenn die Überweisung innerhalb des Sparkassen- und Giroverbandes durchgeführt wurde. Das konnte ich über Jahre hinweg an zahllosen Beispielen immer wieder feststellen.

Ich überweise täglich Geld über viele Transaktionen bzw. lasse Geld überweisen. Einen Zeitunterschied gibt es nach meiner Erfahrung ausschließlich dann, wenn der Empfänger auch ein Konto im Verbund unserer Bank hat. Was ja auch logisch ist.
Ansonsten dauert es erfahrungsgemäß 2 Werktage. Zu einem Postbank-Konto dauert es regelmäßig länger, manchmal bis zu 4 Tage.
Einen Unterschied, wie Du ihn beschreibst, habe ich nie bemerkt.


Nutzt man PayPal, ist das Geld nach wenigen Sekunden dort.

Trotzdem würde ich deshalb nicht Kunde bei diesem dubiosen Verein werden. Was man über PayPal immer wieder hört und liest, geht auf keine Kuhhaut. Mal abgesehen von den sittenwidrigen AGB. 120 Seiten Text sind eine bodenlose Frechheit dem Kunden gegenüber. Das KANN sich keiner durchlesen geschweige denn verstehen. Man wird daher de facto gezwungen, als Kunde blind die AGB zu unterzeichnen. In der Rechtsprechung ist man sich zwar mittlerweile einig, daß solche AGB unwirksam sind, aber dennoch: Das ganze ist äußerst unseriös und daher nicht zu empfehlen.

Gruß, Volker

Bisher listest Du nur Reizworte auf, wie "dubioser Verein", "bodenlose Frechheit", "unseriös". Als Argument nennst Du "120 Seiten AGB". Das ist (mir) zu wenig.
Ich bin erst seit ein paar Monaten PayPal-Kunde und bin sehr zufrieden. Ich suchte eine Lösung, über die ich aus unterschiedlichen Ländern Geld überwiesen bekommen kann. Das funktioniert mit PayPal sehr sehr schnell und bisher sehr zuverlässig. Die dabei anfallenden Gebühren empfinde ich als akzeptabel. Die Kunden, die mir die Gelder aus dem Ausland überweisen, sind alle schon seit langer Zeit PayPal-Kunden und haben mir ebenfalls bisher nur positives berichtet.
Wie lang AGB sind, interessiert mich nicht. Das sagt nichts über die Qualität der Inhalte aus.

GKr


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[1.1.1.1.2.1.1.1.1] volkeru antwortet auf GKr
20.02.2006 18:11
Benutzer GKr schrieb:
Ansonsten dauert es erfahrungsgemäß 2 Werktage. Zu einem Postbank-Konto dauert es regelmäßig länger, manchmal bis zu 4 Tage.
Einen Unterschied, wie Du ihn beschreibst, habe ich nie bemerkt.

Ich weiß ja nicht, bei welcher Bank Du bist, bei meiner Sparkasse dauert es in der Regel 1 Zeittag, bis das Geld da ist (auch am Wochenende, da wird es dann am Montag gebucht, wenn es am Samstag oder Sonntag angewiesen wurde). Und das weitgehend unabhängig von der Empfängerbank. Bis auf Postbank-Empfänger, da gebe ich Dir Recht. Da dauert es meist 2-3 Tage. Post eben...

Bisher listest Du nur Reizworte auf, wie 'dubioser Verein', 'bodenlose Frechheit', 'unseriös'. Als Argument nennst Du '120 Seiten AGB'. Das ist (mir) zu wenig.

Es würde zu weit führen, nun alle Einzelfälle aufzulisten, über die in Foren oder auch im Fernsehen und anderen Medien berichtet wurde. Es reicht schon, sich bei Ebay mal die PayPal-Foren durchzulesen. Da bekommt man einen Eindruck davon, wie 'zufrieden' die Kunden mit diesem Dienst sind. Besonders seitens der Verkäufer gibt es zahllose Klagen gegen PayPal, weil PayPal es Käufern erlaubt, innerhalb einer gewissen Zeit nach der Transaktion das Geld zurück zu verlangen. Die Ware ist dann längst weg und der Verkäufer sitzt auf dem Trockenen. PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Ich bin erst seit ein paar Monaten PayPal-Kunde und bin sehr zufrieden.

Mal abwarten... ;-)

Wie lang AGB sind, interessiert mich nicht. Das sagt nichts über die Qualität der Inhalte aus.

Hast Du sie Dir denn durchgelesen? Ich unterzeichne jedenfalls keinen Vertrag blind, dessen Inhalt ich nicht gelesen habe oder nicht lesen konnte...

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1] GKr antwortet auf volkeru
20.02.2006 18:42
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Ansonsten dauert es erfahrungsgemäß 2 Werktage. Zu einem Postbank-Konto dauert es regelmäßig länger, manchmal bis zu 4
Tage.
Einen Unterschied, wie Du ihn beschreibst, habe ich nie bemerkt.

Ich weiß ja nicht, bei welcher Bank Du bist, bei meiner Sparkasse dauert es in der Regel 1 Zeittag, bis das Geld da ist (auch am Wochenende, da wird es dann am Montag gebucht, wenn es am Samstag oder Sonntag angewiesen wurde). Und das weitgehend unabhängig von der Empfängerbank. Bis auf Postbank-Empfänger, da gebe ich Dir Recht. Da dauert es meist 2-3 Tage. Post eben...

Ja, ich bin auch bei der Sparkasse.
Darauf beruht meine Erfahrung, von der ich hier berichte.


Bisher listest Du nur Reizworte auf, wie 'dubioser Verein', 'bodenlose Frechheit', 'unseriös'. Als Argument nennst Du '120
Seiten AGB'. Das ist (mir) zu wenig.

Es würde zu weit führen, nun alle Einzelfälle aufzulisten, über die in Foren oder auch im Fernsehen und anderen Medien berichtet wurde. Es reicht schon, sich bei Ebay mal die PayPal-Foren durchzulesen. Da bekommt man einen Eindruck davon, wie 'zufrieden' die Kunden mit diesem Dienst sind. Besonders seitens der Verkäufer gibt es zahllose Klagen gegen PayPal, weil PayPal es Käufern erlaubt, innerhalb einer gewissen Zeit nach der Transaktion das Geld zurück zu verlangen. Die Ware ist dann längst weg und der Verkäufer sitzt auf dem Trockenen. PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Ich kann das nicht nachvollziehen.
Habe eine wesentlich andere, nicht-anonyme Kundenklientel. Das sind eher länderspezifische Communities, deren Mitglieder ich beliefere. Jeder dort ist penibel auf seinen guten Ruf angewiesen. Der beschädigt wäre, würde er etwas abweichend von "Fair Play" machen.

Ansonsten weißt Du doch selbst, wie inflationär in öffentlichen Foren Anbieter zu recht, aber auch zu unrecht in den Dreck gezogen werden. Das erlebst Du doch hier oft genug. Darauf gebe ich nichts. Ich bilde mir selbst eine Meinung.
Wie unsachlich diese Kritik oft ist, siehst Du übrigens auch an Deiner eigenen an PayPal. Du unterstellst Vorsatz - anonym aus dem Hintergrund. Warum zeigst Du sie nicht an?

Ich bin erst seit ein paar Monaten PayPal-Kunde und bin sehr zufrieden.

Mal abwarten... ;-)

Joh.


Wie lang AGB sind, interessiert mich nicht. Das sagt nichts über die Qualität der Inhalte aus.

Hast Du sie Dir denn durchgelesen? Ich unterzeichne jedenfalls keinen Vertrag blind, dessen Inhalt ich nicht gelesen habe oder nicht lesen konnte...

Das mußt Du ja auch nicht.
Ich bin seit vielen Jahren bei Ebay und habe Vertrauen zu dieser Firma. Und bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht.


Gruß, Volker

Joh, ich Dich auch.

GKr
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1.1] volkeru antwortet auf GKr
20.02.2006 21:24
Benutzer GKr schrieb:
Ja, ich bin auch bei der Sparkasse. Darauf beruht meine Erfahrung, von der ich hier berichte.

Da scheint es wohl erhebliche Unterschiede zwischen den Sparkassen zu geben.

PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Ich kann das nicht nachvollziehen. Habe eine wesentlich andere, nicht-anonyme Kundenklientel.

Das wird auch der Grund sein, warum Du als Verkäufer bislang keine negativen Erfahrungen gemacht hast. Verkäufer, die darauf angewiesen sind, ALLE Verkäufe bezahlt zu bekommen und nicht eine gewisse 'Ausfallquote' einplanen können, sollten auf PayPal besser verzichten.

Ansonsten weißt Du doch selbst, wie inflationär in öffentlichen Foren Anbieter zu recht, aber auch zu unrecht in den Dreck gezogen werden. Das erlebst Du doch hier oft genug.

Grundsätzlich stimmt das. Aber bei PayPal sind es nicht nur Foren, die negativ berichten. Es gab schon in zahlreichen Fernsehsendungen (Monitor, ARD-Ratgeber, SAT.1-Magazine) Berichte, in denen PayPal-Geschädigte, deren Rechtsanwälte und zahlreiche Verbraucherschützer zu Wort kamen. Und diese Berichte erschienen mir keineswegs unseriös oder aus der Luft gegriffen.

Wie unsachlich diese Kritik oft ist, siehst Du übrigens auch an Deiner eigenen an PayPal. Du unterstellst Vorsatz - anonym aus dem Hintergrund. Warum zeigst Du sie nicht an?

Ich sagte lediglich, daß PayPal vorsätzlichen Betrug unterstützt, nicht daß sie selbst betrügen. Ich bin ja nicht geschädigt, weil ich nicht deren Kunde bin und es auch niemals sein werde. Anzeigen gegen PayPal sind im übrigen zur Genüge anhängig von Personen, die durch die Geschäftspraxis von PayPal geschädigt wurden.

Die entscheidende Frage ist doch: WARUM verklausuliert PayPal seine AGB als einziges deutsches Unternehmen auf 119 Seiten in für einen Durchschnittskunden weder lesbarem noch verständlichem Text?! Selbst Banken sind in der Lage, ihre AGB auf 4-6 Seiten zusammenzufassen. Und deren Geschäfte sind mit Sicherheit umfangreicher, kritischer und komplizierter, als durchschnittliche PayPal-Transaktionen! Wer dem Kunden eine unlesbare und unverständliche AGB 'unterjubelt', der hat doch einen Grund dazu. Das ist doch kein Zufall! Und da frage ich mich, welchen Grund PayPal hat, dem Kunden unlesbare AGB verkaufen zu wollen. Ich habe nur eine Antwort: Um sich jeglicher geschäftlicher Verantwortung für alle Zweifelsfälle zu entziehen und sorglos abkassieren zu können. Vielleicht fällt ja irgendjemandem noch ein anderer Grund ein. Mir nicht. ;-)

Ich bin seit vielen Jahren bei Ebay und habe Vertrauen zu dieser Firma. Und bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht.

Das Ebay Auktionshaus ist ja auch was ganz anderes als deren Tochter PayPal. Ebay vermittelt ja nur Verkäufe und tritt nicht als Treuhänder auf. Wem ich aber mein Geld gebe, der sollte einen seriösen Eindruck machen. Und das tut PayPal mit 119 Seiten kryptischen AGB auf keinen Fall!

Schöne Grüße, Volker
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1.1.1] GKr antwortet auf volkeru
20.02.2006 22:33
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Ja, ich bin auch bei der Sparkasse. Darauf beruht meine Erfahrung, von der ich hier berichte.

Da scheint es wohl erhebliche Unterschiede zwischen den Sparkassen zu geben.

Kann ich nicht beurteilen.
Hier gibt es nur eine Sparkasse.
Ich war noch nie bei einer anderen.

PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Ich kann das nicht nachvollziehen. Habe eine wesentlich andere, nicht-anonyme Kundenklientel.

Das wird auch der Grund sein, warum Du als Verkäufer bislang keine negativen Erfahrungen gemacht hast. Verkäufer, die darauf angewiesen sind, ALLE Verkäufe bezahlt zu bekommen und nicht eine gewisse 'Ausfallquote' einplanen können, sollten auf PayPal besser verzichten.

Ich möchte es für mich so formulieren:
PayPal ist für mich eine hoch interessante Möglichkeit, Gelder aus dem Ausland zu bekommen - auch aus den VSvA, also aus dem außer-europäischen Ausland.
Kunden in Deutschland zahlen üblicherweise per Banküberweisung.
Und das ist mir auch lieb.
Aber als Auslandslösung ist PayPal für mich einfach klasse.



Ansonsten weißt Du doch selbst, wie inflationär in öffentlichen Foren Anbieter zu recht, aber auch zu unrecht in den Dreck gezogen werden. Das erlebst Du doch hier oft genug.

Grundsätzlich stimmt das. Aber bei PayPal sind es nicht nur Foren, die negativ berichten. Es gab schon in zahlreichen Fernsehsendungen (Monitor, ARD-Ratgeber, SAT.1-Magazine) Berichte, in denen PayPal-Geschädigte, deren Rechtsanwälte und zahlreiche Verbraucherschützer zu Wort kamen. Und diese Berichte erschienen mir keineswegs unseriös oder aus der Luft gegriffen.

Ich schaue so gut wie nie fern und habe diese Sendungen nicht gesehen.

Wie unsachlich diese Kritik oft ist, siehst Du übrigens auch an Deiner eigenen an PayPal. Du unterstellst Vorsatz - anonym aus dem Hintergrund. Warum zeigst Du sie nicht an?

Ich sagte lediglich, daß PayPal vorsätzlichen Betrug unterstützt, nicht daß sie selbst betrügen.

Ich bin kein Anwalt, aber ich glaube, wer vorsätzlich einen Betrug unterstützt, begeht eine Straftat, oder?

Ich bin ja nicht geschädigt, weil ich nicht deren Kunde bin und es auch niemals sein werde. Anzeigen gegen PayPal sind im übrigen zur Genüge anhängig von Personen, die durch die Geschäftspraxis von PayPal geschädigt wurden.

Die entscheidende Frage ist doch: WARUM verklausuliert PayPal seine AGB als einziges deutsches Unternehmen auf 119 Seiten in für einen Durchschnittskunden weder lesbarem noch verständlichem Text?! Selbst Banken sind in der Lage, ihre AGB auf 4-6 Seiten zusammenzufassen.

Naja, aber schau: Wenn die Banken es schaffen, ihre AGB auf 4-6 Seiten zu reduzieren und Dich dennoch nach Strich und Faden auszunehmen - warum sollte dann PayPal zu dumm sein, um sich von entsprechenden Anwälten ebensolche AGB schreiben zu lassen?

Meine Erfahrung: Ob 1, 4 oder 119 Seiten - wenn sie Dich abziehen wollen, macht es keinen Unterschied.

Und deren Geschäfte sind mit Sicherheit umfangreicher, kritischer und komplizierter, als durchschnittliche PayPal-Transaktionen! Wer dem Kunden eine unlesbare und unverständliche AGB 'unterjubelt', der hat doch einen Grund dazu. Das ist doch kein Zufall! Und da frage ich mich, welchen Grund PayPal hat, dem Kunden unlesbare AGB verkaufen zu wollen. Ich habe nur eine Antwort: Um sich jeglicher geschäftlicher Verantwortung für alle Zweifelsfälle zu entziehen und sorglos abkassieren zu können. Vielleicht fällt ja irgendjemandem noch ein anderer Grund ein. Mir nicht.
;-)

Ich bin seit vielen Jahren bei Ebay und habe Vertrauen zu dieser Firma. Und bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht.

Das Ebay Auktionshaus ist ja auch was ganz anderes als deren Tochter PayPal. Ebay vermittelt ja nur Verkäufe und tritt nicht als Treuhänder auf. Wem ich aber mein Geld gebe, der sollte einen seriösen Eindruck machen. Und das tut PayPal mit 119 Seiten kryptischen AGB auf keinen Fall!

Schöne Grüße, Volker

Das wünsche ich Dir auch.
Georg
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[…1.1.1.2.1.1.1.1.1.1.1.1] volkeru antwortet auf GKr
20.02.2006 23:40
Benutzer GKr schrieb:
Kann ich nicht beurteilen.
Hier gibt es nur eine Sparkasse.
Ich war noch nie bei einer anderen.

Meine Sparkasse ist auch nicht vor Ort ansässig. Dafür ist sie aber sehr preiswert und schnell :-).

PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Aber als Auslandslösung ist PayPal für mich einfach klasse.

Da gebe ich Dir Recht. Es gibt wenig Alternativen. Die einzige wäre die Zahlung per Kreditkarte. Aber da ist der Aufwand der Einrichtung für den Händler unvergleichlich höher. Ich kaufe im Ausland z.B. nur bei Händlern, die Kreditkartenzahlung anbieten.

Ich sagte lediglich, daß PayPal vorsätzlichen Betrug unterstützt, nicht daß sie selbst betrügen.

Ich bin kein Anwalt, aber ich glaube, wer vorsätzlich einen Betrug unterstützt, begeht eine Straftat, oder?

Okay, 'unterstützen' ist vielleicht zu hart gesagt. Einigen wir uns auf 'PayPal duldet die Betrugsaktivitäten seiner Kunden teils wissentlich'. Sie bewegen sich damit in einer Grauzone, in der es schwer ist, etwas rechtlich dagegen zu unternehmen. Deshalb sprach ich auch nicht von 'kriminell', sondern lediglich von 'unseriös'. Aber mir reicht das auch schon.

Die entscheidende Frage ist doch: WARUM verklausuliert PayPal seine AGB als einziges deutsches Unternehmen auf 119 Seiten [..]

Naja, aber schau: Wenn die Banken es schaffen, ihre AGB auf 4-6 Seiten zu reduzieren und Dich dennoch nach Strich und Faden auszunehmen - warum sollte dann PayPal zu dumm sein, um sich von entsprechenden Anwälten ebensolche AGB schreiben zu lassen?

Also meine Bank zieht mich eigentlich nicht über den Tisch. Ich habe da in 10 Jahren noch nichts erlebt, was ich nicht auch erwartet hätte. Ich habe die AGB gelesen, bin damit einverstanden und beide Seiten haben sich immer daran gehalten. Meiner Ansicht nach braucht PayPal deshalb 119 Seiten, weil sie sich in jedem erdenklichen Zweifelsfall aus ihrer (wenn auch z.T. nur moralischen) Verantwortung stehlen wollen.

Tschö, Volker
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[…1.1.2.1.1.1.1.1.1.1.1.1] GKr antwortet auf volkeru
21.02.2006 08:33
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Kann ich nicht beurteilen.
Hier gibt es nur eine Sparkasse.
Ich war noch nie bei einer anderen.

Meine Sparkasse ist auch nicht vor Ort ansässig. Dafür ist sie aber sehr preiswert und schnell :-).

PayPal fördert mit seiner Geschäftspraxis den vorsätzlichen Betrug. Und das wird mittlerweile hinreichend von Betrügern genutzt.

Aber als Auslandslösung ist PayPal für mich einfach klasse.

Da gebe ich Dir Recht. Es gibt wenig Alternativen. Die einzige wäre die Zahlung per Kreditkarte. Aber da ist der Aufwand der Einrichtung für den Händler unvergleichlich höher. Ich kaufe im Ausland z.B. nur bei Händlern, die Kreditkartenzahlung anbieten.

Ja, ich auch. Aber hier geht es ja darum, daß ich eine Möglichkeit bieten muß, daß die Kunden bei MIR bezahlen.
Und Kreditkarten kann ich nicht belasten.
Wahrscheinlich bekäme ich von Concardis (das ist eines der Unternehmen, das die Zahlungen per Kreditkarten in Deutschland abwickelt), nicht einmal einen Vertrag, weil mein Bedarf zu gering ist für deren Verhältnisse.

Ich sagte lediglich, daß PayPal vorsätzlichen Betrug unterstützt, nicht daß sie selbst betrügen.

Ich bin kein Anwalt, aber ich glaube, wer vorsätzlich einen Betrug unterstützt, begeht eine Straftat, oder?

Okay, 'unterstützen' ist vielleicht zu hart gesagt. Einigen wir uns auf 'PayPal duldet die Betrugsaktivitäten seiner Kunden teils wissentlich'. Sie bewegen sich damit in einer Grauzone, in der es schwer ist, etwas rechtlich dagegen zu unternehmen. Deshalb sprach ich auch nicht von 'kriminell', sondern lediglich von 'unseriös'. Aber mir reicht das auch schon.

Die entscheidende Frage ist doch: WARUM verklausuliert PayPal seine AGB als einziges deutsches Unternehmen auf 119 Seiten [..]

Naja, aber schau: Wenn die Banken es schaffen, ihre AGB auf 4-6
Seiten zu reduzieren und Dich dennoch nach Strich und Faden auszunehmen - warum sollte dann PayPal zu dumm sein, um sich von entsprechenden Anwälten ebensolche AGB schreiben zu lassen?

Also meine Bank zieht mich eigentlich nicht über den Tisch. Ich habe da in 10 Jahren noch nichts erlebt, was ich nicht auch erwartet hätte. Ich habe die AGB gelesen, bin damit einverstanden und beide Seiten haben sich immer daran gehalten. Meiner Ansicht nach braucht PayPal deshalb 119 Seiten, weil sie sich in jedem erdenklichen Zweifelsfall aus ihrer (wenn auch z.T. nur moralischen) Verantwortung stehlen wollen.

Ich sehe Banken eher gesellschaftspolitisch.
- Telekom-Börsengang
- Internet-Hype
- Herr Ackermann von der Deutschen Bank
- Schneider-Affaire
Um nur einige Reizthemen zu nennen. Die Banken sind der Büttel der Zinsknechtschaft. Sitzen überall in den Aufsichtsräten und haben mehr Macht in den Unternehmen (auch und gerade den Mittelständischen) als die Unternehmer selbst. Spielt die Bank nicht mit, kannst Du als Unternehmer einpacken.

Tschö, Volker

Joh. Tschö mit ö,
Tschüsschen mit Küsschen
(Alter Abschiedsgruß meiner Tochter)

GKr
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[…1.2.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] volkeru antwortet auf GKr
22.02.2006 18:59
Benutzer GKr schrieb:
Wahrscheinlich bekäme ich von Concardis (das ist eines der Unternehmen, das die Zahlungen per Kreditkarten in Deutschland abwickelt), nicht einmal einen Vertrag, weil mein Bedarf zu gering ist für deren Verhältnisse.

Eben. Deshalb meinte ich auch, daß der Aufwand für den Händler unvergleichlich höher ist. Wenn man denn überhaupt die Möglichkeit erhält. Es müsste einfach nur ein seriöses Unternehmen hier in D geben, das für seine (Klein-)Kunden Lastschriften per Kreditkarte einzieht und nach Abzug einer Provision den Betrag auf das Girokonto überweist. Seltsam, daß es sowas nicht gibt! Sollten wir vielleicht mal aufmachen ;-).

Also meine Bank zieht mich eigentlich nicht über den Tisch.

Ich sehe Banken eher gesellschaftspolitisch.
- Telekom-Börsengang
- Internet-Hype
- Herr Ackermann von der Deutschen Bank
- Schneider-Affaire Um nur einige Reizthemen zu nennen. Die Banken sind der Büttel der Zinsknechtschaft. Sitzen überall in den Aufsichtsräten und haben mehr Macht in den Unternehmen (auch und gerade den Mittelständischen) als die Unternehmer selbst. Spielt die Bank nicht mit, kannst Du als Unternehmer einpacken.

Nun, das ist aber eine andere Kategorie. Gesellschaftspolitisch stimme ich Dir zu. Aber da hat ja auch die Bevölkerung über die Ausübung ihres Wahlrechts durchaus eine Entscheidungsmöglichkeit. Man kann eben die Knechte des Neokapitalismus wählen, oder eben auch Parteien, die soziale Gerechtigkeit nicht nur im Programm stehen haben, sondern sich auch in ihrem Handeln darum bemühen. Die meisten Politiker sind eben auch nur die Büttel des Kapitals und nicht die Vertreter des Volkes.

Und ganz ab davon: Woher, wenn nicht von Banken, kann sich ein Unternehmer Fremdkapital besorgen, wenn er nicht an die Börse gehen will? Und die Börse nimmt dem Unternehmer mit Sicherheit noch mehr Freiheit, als die Bank. Ich sage als Reizwort nur 'Shareholder Value' oder 'Hedge-Fonds'. Viele Unternehmer sind heute sogar FROH, daß sie beim Börsenhype um das Jahr 2000 nicht an die Börse gegangen sind.

Da sind mir ehrlichgesagt die Banken noch lieber, als die Börsen. Es gibt eine Banken- und auch eine Börsenaufsicht. Wenn man wollte, könnte man restriktive Vorschriften erlassen und die Aufsicht dazu nutzen, daß diese auch eingehalten werden. Aber auch hier steht die Macht des Kapitals gegen die Schaffung von Vorschriften, die es Betrügern schwer machen, andere Leute um ihr Geld zu beschei$en.

Mir klingt noch der Satz des Vizepräsidenten des BDI im Ohr, der ohne öffentlichen Widerspruch zu ernten, einfach sagen konnte, daß es schädlich für den Standort Deutschland wäre, wenn Manager, die vorsätzlich und in betrügerischer Absicht ihre Bilanzen fälschen, dafür bestraft werden. Letztlich ist es ja auch nicht zu dieser geplanten Bestrafung gekommen und Manager können die Aktionäre heute weiter ungestraft betrügen und beschei$en. So eine Aussage ist ja geradezu ein Aufruf an alle Unternehmer, ihre Aktionäre zu betrügen. Vertrauen in den Aktienmarkt und in Unternehmen schafft man so nicht!

Ich glaube, da erübrigt sich dann auch jede Form der weiteren Diskussion um Demokratie, Aufrichtigkeit und Anstand. Diese Werte sind in der deutschen Geschäftswelt des Jahres 2006 völlig irrelevant geworden. Bis auf ein paar Kleinkrämer, die sich weiter an solche Prinzipien halten. Auch deshalb gibt es die Konsumentenzurückhaltung. Es ist nicht nur mangelndes Geld, sondern auch eine Form von Boykott der Kunden, die sich nach Strich und Faden verar$cht fühlen...

Gott zum Gruß ;-)
Volker
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[…2.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] GKr antwortet auf volkeru
22.02.2006 19:17
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Wahrscheinlich bekäme ich von Concardis (das ist eines der Unternehmen, das die Zahlungen per Kreditkarten in Deutschland abwickelt), nicht einmal einen Vertrag, weil mein Bedarf zu gering ist für deren Verhältnisse.

Eben. Deshalb meinte ich auch, daß der Aufwand für den Händler unvergleichlich höher ist. Wenn man denn überhaupt die Möglichkeit erhält. Es müsste einfach nur ein seriöses Unternehmen hier in D geben, das für seine (Klein-)Kunden Lastschriften per Kreditkarte einzieht und nach Abzug einer Provision den Betrag auf das Girokonto überweist. Seltsam, daß es sowas nicht gibt! Sollten wir vielleicht mal aufmachen ;-).

Naja, genau so definiert sich Concardis.
Wir nutzen die über die Firma, für die ich arbeite.
Aber als (Klein-)Händler bei Ebay müßte ich nach Deiner Geschäftsidee 3,75% oder so an Concardis/Visa zahlen und dann noch einmal eine Provision an diese Zwischenstelle. Das ist genau das, was mich an diesem Giropain (oder wie es heißt) stört.
Je mehr "Makler" dazwischenhängen, desto mehr bleibt an ihren Fingern kleben und je weniger landet letztendlich bei mir. Außer der ganzen Arbeit - die bleibt mir 100% erhalten.

Also meine Bank zieht mich eigentlich nicht über den Tisch.

Ich sehe Banken eher gesellschaftspolitisch.
- Telekom-Börsengang
- Internet-Hype
- Herr Ackermann von der Deutschen Bank
- Schneider-Affaire Um nur einige Reizthemen zu nennen. Die Banken sind der Büttel der Zinsknechtschaft. Sitzen überall in den Aufsichtsräten und haben mehr Macht in den Unternehmen (auch und gerade den Mittelständischen) als die Unternehmer selbst. Spielt die Bank nicht mit, kannst Du als Unternehmer einpacken.

Nun, das ist aber eine andere Kategorie. Gesellschaftspolitisch stimme ich Dir zu. Aber da hat ja auch die Bevölkerung über die Ausübung ihres Wahlrechts durchaus eine Entscheidungsmöglichkeit. Man kann eben die Knechte des Neokapitalismus wählen, oder eben auch Parteien, die soziale Gerechtigkeit nicht nur im Programm stehen haben, sondern sich auch in ihrem Handeln darum bemühen. Die meisten Politiker sind eben auch nur die Büttel des Kapitals und nicht die Vertreter des Volkes.

Volker, wir kennen uns ja ein bißchen - ich sag' Dir was:
Ich denke nicht links oder rechts. Ich denke national.
Mit neoliberalen Kräften kann ich genau so wenig anfangen wie mit Neo-Sozialismus, Marke Gysi und (kotz) Lafontaine. (entschuldigung).

Und ganz ab davon: Woher, wenn nicht von Banken, kann sich ein Unternehmer Fremdkapital besorgen, wenn er nicht an die Börse gehen will? Und die Börse nimmt dem Unternehmer mit Sicherheit noch mehr Freiheit, als die Bank. Ich sage als Reizwort nur 'Shareholder Value' oder 'Hedge-Fonds'.

Ja, das weiß ich sehr genau.
Nieder mit der Zinsknechtschaft :-)

Viele Unternehmer sind heute sogar FROH, daß sie beim Börsenhype um das Jahr 2000 nicht an die Börse gegangen sind.

Das erzählen sie Dir nur. Um Millenium herum haben sie sich angedient wie die Huren auf dem Straßenstrich. Und die Zuhälter in Form der Banken haben die Wege geebnet und dabei immer schön die Hand aufgehalten.


Da sind mir ehrlichgesagt die Banken noch lieber, als die Börsen. Es gibt eine Banken- und auch eine Börsenaufsicht.

Ach, Bankenaufsicht.
Dieses große Spiel ist nicht mein Spiel.
Ich spiele in der Bundesliga und zwischendurch mal in der Regionalliga. Mal geht's rauf, mal geht's runter. Aber irgendwie geht's immer.

Wenn man wollte, könnte man restriktive Vorschriften erlassen und die Aufsicht dazu nutzen, daß diese auch eingehalten werden. Aber auch hier steht die Macht des Kapitals gegen die Schaffung von Vorschriften, die es Betrügern schwer machen, andere Leute um ihr Geld zu beschei$en.

Mir klingt noch der Satz des Vizepräsidenten des BDI im Ohr, der ohne öffentlichen Widerspruch zu ernten, einfach sagen konnte, daß es schädlich für den Standort Deutschland wäre, wenn Manager, die vorsätzlich und in betrügerischer Absicht ihre Bilanzen fälschen, dafür bestraft werden. Letztlich ist es ja auch nicht zu dieser geplanten Bestrafung gekommen und Manager können die Aktionäre heute weiter ungestraft betrügen und beschei$en. So eine Aussage ist ja geradezu ein Aufruf an alle Unternehmer, ihre Aktionäre zu betrügen. Vertrauen in den Aktienmarkt und in Unternehmen schafft man so nicht!

Ich möchte mit diesem Markt gar nichts zu tun haben.
Manchmal ist es unumgänglich, dann halte ich es so kurz und faktisch wie möglich.

Ich glaube, da erübrigt sich dann auch jede Form der weiteren Diskussion um Demokratie, Aufrichtigkeit und Anstand. Diese Werte sind in der deutschen Geschäftswelt des Jahres 2006 völlig irrelevant geworden. Bis auf ein paar Kleinkrämer, die sich weiter an solche Prinzipien halten.

Ja, das ist wohl richtig.
Es lebe das Kleinbürgertum und die konservative Revolution! :-)

Auch deshalb gibt es die Konsumentenzurückhaltung. Es ist nicht nur mangelndes Geld, sondern auch eine Form von Boykott der Kunden, die sich nach Strich und Faden verar$cht fühlen...

Ja, ich sage es schon seit Jahren:
Was wir brauchen, ist eine gemeinsame nationale Anstrengung.
Ein hoch auf den National-Bolschewismus nach Ernst Niekisch!

Gott zum Gruß ;-)
Volker

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen

GKr
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[1.1.1.2] maciek antwortet auf Netzwuerm
16.02.2006 08:43
Benutzer Netzwuerm schrieb:

Benutzer GKr schrieb:
was die Sache gegenüber einer Überweisung doch schon erheblich beschleunigt.

Das bezweifle ich. Wenn ich etwas bestelle, will ich es möglichst schnell haben. Und ich bezahle sofort, nachdem mir die Bankverbindung mitgeteilt wird. Darüber hinaus habe

Eine Überweisung dauert in D meist zwischen wenigen Sekunden (Konten gleicher Bank) und einem Tag oder mehr. Der Verkäufer muss dann erst sein Konto abfragen und ist sich erst dann sicher, das Geld bekommen zu haben. Ich kenne die Situation in Polen - dort gibt es mittlerweile 10-15 solcher Systeme (siehe zb die kleinen Symbole rechts oben auf dieser Seite: http://www.easycall.pl/). Man wählt einen Betrag, anschliessend das Zahlungsystem, wird zu seiner Bank weitergeleitet, loggt sich dort ein und bestätigt die Überweisung. Der Händler bekommt sofort das Geld und kann den Auftrag ausführen. Funktioniert genauso schnell, wie eine Zahlung mit Kreditkarte. Ein Problem bleibt NATÜRLICH die Weiterleitung von einer potenziell unsicheren Seite zu meiner Bank. Außerdem Zahle ich seit geraumer Zeit mit einer Smartcard/HBCI und könnte das Verfahren nicht nutzen, es sei denn, es läuft auch mit Starmoney (wäre zumindest denkbar, Starmoney hat schliesslich auch einen eigenen Browser).

Grussgruss

M@ciek
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[1.1.1.2.1] GKr antwortet auf maciek
16.02.2006 08:49

einmal geändert am 16.02.2006 08:49
Benutzer maciek schrieb:
Benutzer Netzwuerm schrieb:

Benutzer GKr schrieb:
was die Sache gegenüber einer Überweisung doch schon erheblich beschleunigt.

Das bezweifle ich. Wenn ich etwas bestelle, will ich es möglichst schnell haben. Und ich bezahle sofort, nachdem mir die Bankverbindung mitgeteilt wird. Darüber hinaus habe

Eine Überweisung dauert in D meist zwischen wenigen Sekunden (Konten gleicher Bank) und einem Tag oder mehr. Der Verkäufer muss dann erst sein Konto abfragen und ist sich erst dann sicher, das Geld bekommen zu haben. Ich kenne die Situation in Polen - dort gibt es mittlerweile 10-15 solcher Systeme (siehe zb die kleinen Symbole rechts oben auf dieser Seite: http://www.easycall.pl/). Man wählt einen Betrag, anschliessend das Zahlungsystem, wird zu seiner Bank weitergeleitet, loggt sich dort ein und bestätigt die Überweisung. Der Händler bekommt sofort das Geld und kann den Auftrag ausführen. Funktioniert genauso schnell, wie eine Zahlung mit Kreditkarte. Ein Problem bleibt NATÜRLICH die Weiterleitung von einer potenziell unsicheren Seite zu meiner Bank. Außerdem Zahle ich seit geraumer Zeit mit einer Smartcard/HBCI und könnte das Verfahren nicht nutzen, es sei denn, es läuft auch mit Starmoney (wäre zumindest denkbar, Starmoney hat schliesslich auch einen eigenen Browser).

Grussgruss

M@ciek

Ja. Und dann hängt wieder eine zusätzliche Abrechnungsstelle zwischen dem Kunden und dem Verkäufer, die sich ein bißchen Provision abnagt.

Das ist alles Geld, für das irgendwer mal sauer hat malochen müssen.
Aber das war nicht die Bank und auch nicht die neue Abrechnungsstelle. Die berechnen nur die Verfügbarkeit ihrer Dienstleistung.
Sollen sie selber malochen gehen, dann wissen sie mal, wie das ist.
Meine Meinung.

GKr
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[1.1.1.2.1.1] maciek antwortet auf GKr
16.02.2006 09:06
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer maciek schrieb:


Ja. Und dann hängt wieder eine zusätzliche Abrechnungsstelle zwischen dem Kunden und dem Verkäufer, die sich ein bißchen Provision abnagt.

Das ist alles Geld, für das irgendwer mal sauer hat malochen müssen.

Aber es ist schnell... (Ich betrachte die Dinge wohl oder über aus Unternehmersicht - es hat für mich durchaus Bedeutung, wie schnell ich eine Ware bekomme. Es kostet mich auch Geld, wenn ich irgendwohin fahren muß (oder jemanden schicke), um sie zu bekommen, es kostet auch, wenn ich mehr auf Lager haben und planen muss, damit nichts vorzeitig ausgeht, etc. Ich möchte so einen Handel in einem Arbeitsgang abschliessen. )

Grussgruss

M@ciek
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[1.1.1.2.1.1.1] GKr antwortet auf maciek
16.02.2006 09:25
Benutzer maciek schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer maciek schrieb:


Ja. Und dann hängt wieder eine zusätzliche Abrechnungsstelle zwischen dem Kunden und dem Verkäufer, die sich ein bißchen Provision abnagt.

Das ist alles Geld, für das irgendwer mal sauer hat malochen müssen.

Aber es ist schnell... (Ich betrachte die Dinge wohl oder über aus Unternehmersicht - es hat für mich durchaus Bedeutung, wie schnell ich eine Ware bekomme. Es kostet mich auch Geld, wenn ich irgendwohin fahren muß (oder jemanden schicke), um sie zu bekommen, es kostet auch, wenn ich mehr auf Lager haben und planen muss, damit nichts vorzeitig ausgeht, etc. Ich möchte so einen Handel in einem Arbeitsgang abschliessen. )

Grussgruss

M@ciek

Ja, ich weiß, was Du meinst.
Und aus dieser Perspektive macht es auch Sinn für Dich.
In meinem Fall ist das nicht notwendig.
Also kann ich mein Geld behalten und muß keine zusätzliche Dienstleistung finanzieren.

GKr
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[2] volkeru antwortet auf GKr
18.02.2006 18:12
Benutzer GKr schrieb:
Dazu brauche ich auch jetzt keine zusätzliche Software. Wieso sollen die Händler durch diesen Service schneller ihr Geld bekommen?

Wenn ich eine HBCI-Überweisung mache, ist das Geld in über 90% der Fälle am selben oder spätestens am folgenden Tag da! Wenn es dann mit dem Versand der Ware in etwa 40% der Fälle noch bis zu einer Woche dauert, liegt dies fast immer daran, daß der Händler lahm ist und/oder keine Lust hat, sein Girokonto regelmäßig zu prüfen.

Das neue System bringt also für den Kunden im Prinzip gar nichts!

Und wenn PayPal da auch noch mit drinsteckt, kann ich nur jedem SCHWER davon abraten, daran teilzunehmen! Vermutlich muß man wieder 120 Seiten dubiose AGB unterzeichnen, die sich keinber durchlesen kann und die klar zum eigenen Nachteil sind, wie bei PayPal schon üblich. Kein anderes Unternehmen hat so viele Klagen am Hals, wie PayPal.

Vielen Dank, ich bin doch nicht irre! Wo PayPal draufsteht, sollte man geflisstentlich die Finger von lassen. Ich wundere mich nur, daß die deutschen Banken mit einem Unternehmen gemeinsame Sache machen, daß einen DERART unseriösen Ruf hat, wie PayPal.

Gruß, Volker