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1&1 VDSL 50 "Zwischenweg" - leere Versprechen?


13.01.2016 18:56 - Gestartet von Rotbaertchen
Hallo und Willkommen hier!

Ja, die ziemlich verfrühte Vermarktung von VDSL - noch vor dem eigentlichen Ausbau - ist hier schon ein paar Mal angesprochen worden.
Ich habe gehört, dass die Infos, die die Netzbetreiber den Resellern zuschieben, recht valide sind, auch wenn sie keinen genauen Zeitpunkt nennen können. Die Hotline weiß ohnehin immer als letztes Bescheid. Die Reseller gehen aber mit der Vorvermarktung unterschiedlich um. Eigene Leitungen haben die Reseller nicht. Entweder gibt es einen anderen Netzbetreiber in Deinem Ort oder ein Reseller verkauft Leitungen eines anderen Betreibers.

Auf der Netzkarte der Telekom (https://www.telekom.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EKI-PK-Site/de_DE/-/EUR/ViewCategoryTheme-Start?Servicebo­xCatID=net­zausbau&Ke­ywordPath=­zuhause%2Finfo-box%2Fberatung%2Fnetzausbau) sehe ich nur, dass nur in der Nähe von Münster NRW ausgebaut werden soll. Mehr Infos als in dieser Karte wirst Du auch von der Telekom-Hotline nicht erhalten.

Bleibt also nur Geduld und das Vertrauen darauf, dass bis 2018 alle, alle, alle 50 MBit/s haben sollen. Sorry für meinen etwas ironisch-ernüchterten Unterton ;)

Ansonsten halt mal Ausschau nach Bauarbeiten an den und um die "grauen Kästen" in Deiner Gegend. Frag dann mal die Bauarbeiter, manchmal rücken die mit Infos raus.

Auch nach Ablauf der Widerrufsfrist kannst Du 1&1 ohnehin dazu anhalten, den Vertrag zu erfüllen. Und bei 1&1 hast Du nicht nur die 14-tägige Frist, sondern kannst ohnehin zum Ablauf des ersten Monats kündigen. Steht in den AGB ("1&1-Prinzip").

RB
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[1] daGiz antwortet auf Rotbaertchen
13.01.2016 19:10
Als kleine Ergänzung: Infos zum Ausbau kannst du auch bei der Gemeinde/Stadtverwaltung erfragen
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[] pizzbull antwortet auf
30.01.2016 00:28
hallo frau schmökel,

ich weiß zwar nicht so richtig, was daran so schwer zu verstehen ist, aber gut, ich erkläre es mal.

sie buchen bei einem anbieter, in diesem fall *einsundeins* einen übergangstarif. das funktioniert so:
an ihrem wohnort ist noch kein VDSL verfügbar. sie bekommen derzeit nur ADSL, vermutlich mit einer bandbreite bis zu 16 mbit. wenn dann mal das glasfasernetz ausgebaut sein sollte, werden sie in der regel automatisch darauf geschaltet. dann bekommt der kunde natürlich auch noch eine nachricht.

WICHTIG: solange sie mit adsl surfen, bezahlen sie logischerweise auch nur den niedrigeren preis. solche tarife sind nämlich gestaffelt: für die zeit, in der man noch kein vdsl hat, zahlt man auch kein vdsl! sie zahlen den preis, den der anbieter für adsl mit entsprechender bandbreite verlangt. wie sie selbst sagen, ist dieser ja auch günstig.

es ist auch nicht hilfreich, wenn man in diesem fall auf "vertragserfüllung" pocht. dann schauen sie doch bitte mal in ihren vertrag! ich bin mir ziemlich sicher, dass sie keinen reinen vertrag über VDSL haben, sondern einen frühvermarktungstarif (wurde ja bereits beschrieben).


ich bin zwar kein fan von telekommunikationsanbietern oder gar von deren vermartungs- und werbemethoden. vdsl-vorvermarktung ist leider gängige praxis, so werden kunden natürlich gebunden, die -so wie sie- unbedingt etwas haben wollen, was noch gar nicht lieferbar ist. und nur weil die kunden so gierig sind, funktioniert das auch...

sehr oft verhalten sich die kunden wie säuglinge, die man gewaltsam von der brust gezerrt hat... "ICH WILL ABER VDSL, MANNO!!"

auch wenn es ihnen vermutlich nicht gefällt: sie werden in den nächsten 2 monaten bestimmt kein vdsl bekommen. die reseller haben -wie ja schon erklärt wurde- gar keine eigenen leitungen. im fall von *einsundeins* kann es was bringen, bei der telekom nachzufragen, weil *einsundeins* ja auch auf deren leitungen schaltet. das haben sie ja auch schon getan. die telekom sagt, dass dort z.zt. kein ausbau geplant ist. es könnte aber sein, dass ihr provider auf das netz eines anderen netzbetreibers schaltet...


machen sie sich daher bitte mit der realität vertraut: es KANN sein, dass sie noch 1,2 oder mehr jahre auf glasfaser warten müssen. die tatsache, dass man so einen frühvermarktungstarif hat, sagt überhaupt nichts aus. der status quo ist immer maßgeblich!! und der heißt ADSL!!

in so einem fall, wenn man denn wirklich unbedingt sooooo dringend vdsl braucht (da heißt es dann gern: "ICH BRAUCHE DIE SCHNELLE LEITUNG BERUFLICH!", wobei 99% der leute in wahrheit doch nur schneller pornos gucken, streamen und fotos bei facebook hochladen wollen), rate ich zu folgendem vorgehen: man kann einen vertrag auch ohne vertragslaufzeit abschließen. bestehende verträge mit einer vertragslaufzeit kann man aber i.d.r. NICHT umwandeln.das geht meist nur bei neuverträgen.
dann ist man nämlich tatsächlich flexibel. stellen sie sich mal vor, bei ihnen kommt jetzt ne postwurfsendung von kabel deutschland und die bieten ihnen 200 mbit an... und weil ihr provider nicht mit denen kooperiert, hängen sie in ihrem vertrag fest... KANN PASSIEREN.

allerdings muß man auch fairerweise sagen, dass diese frühvermarktungstarife nicht soooooo schlecht sind, wie man jetzt denken könnte. denn der von mir geschilderte fall tritt selten ein!
realistischerweise läuft es meist so ab: eines tages wird die telekom doch noch glasfaser legen und sie werden über *einsundeins* geschaltet. aber ich würde jetzt nicht mit zeiträumen von einigen wochen rechnen. das dreht sich eher um monate bis jahre.


noch ein letzter guter rat: BEVOR man immer so eine welle macht und brüllt "BETRUG BETRUG!!", sollte man sich einfach mal VORHER genau informieren, wie sowas abläuft.
interessant ist zb. die angewohnheit vieler kunden, immer gleich das betrugsopfer zu mimem. man wurde ja von den bösen vertriebsprofis um den finger gewickelt, die 1000 leere versprechen gemacht haben...
da kommt bei mir immer die frage auf: gibts nix schriftliches?! man muß ja keine 600 seitigen verträge durchackern, aber 2-3 seiten zu prüfen sollte schon noch drin sein, finde ich. zumindest wenn einem diese dinge so eminent wichtig sind, dass man danach in foren rumblubbert und den kundensupport diverser anbieter nervt...
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[1] CoLa antwortet auf pizzbull
26.09.2016 02:02
Benutzer pizzbull schrieb:
hallo frau schmökel,

ich weiß zwar nicht so richtig, was daran so schwer zu verstehen ist, aber gut, ich erkläre es mal.

sie buchen bei einem anbieter, in diesem fall *einsundeins* einen übergangstarif. das funktioniert so:
an ihrem wohnort ist noch kein VDSL verfügbar. sie bekommen derzeit nur ADSL, vermutlich mit einer bandbreite bis zu 16 mbit. wenn dann mal das glasfasernetz ausgebaut sein sollte, werden sie in der regel automatisch darauf geschaltet. dann bekommt der kunde natürlich auch noch eine nachricht.

Der Normalokunde weiß aber nicht, das ADSL2 Zugänge eben nicht VDSL sind, bzw. mit diesen keine VDSL Geschwindigkeit erreicht wird.

Die denken, wenn 1und1 mit ihrer Drückertaktik was von "Übergangstarif" redet, dass es um den Tarif geht, nicht aber um die Leitung!

Der Kunde denkt also "Aha, ich kriege VDSL." Kriegt er aber gar nicht, er wird von 1und1 einfach mit seiner schon bestehenden ADSL Leitung übernommen und kriegt genau die gleiche Geschwindigkeit, die er schon hat.

Sobald man also von 1und1 das Wort "Übergangstarif" oder irgendwas anderes mit Übergang hört oder liest, sollte man direkt einfach stornieren. Das ist in diesem Stadium problemlos möglich. Zur Sicherheit kurzer Anruf beim bestehenden DSL Anbieter und die Leitung blocken, dann kann 1und1 da auch nichts portieren.

Man kann sich den Wechsel nämlich sparen-man kriegt nämlich nur das Produkt, das man bereits hat. Sofern der Preis nicht billiger ist und die Laufzeit kürzer, wäre ein Wechsel in diesem Fall Unsinn.

da kommt bei mir immer die frage auf: gibts nix schriftliches?! man muß ja keine 600 seitigen verträge durchackern, aber 2-3 seiten zu prüfen sollte schon noch drin sein, finde ich. zumindest wenn einem diese dinge so eminent wichtig sind, dass man danach in foren rumblubbert und den kundensupport diverser anbieter nervt...

Das Problem ist hier nicht, was im Vertrag steht. Sondern das unlautere Handeln von 1und1. Wenn Sie zum Bäcker gehen und eine Torte kaufen, dann kann der ihnen auch keine Übergangstorte anbieten, die aus einem vertrockneten Tortenstück besteht und die Resttorte gibts dann irgendwann in ferner Zukunft.

Sowas ist unseriös!

1und1 müsste einfach sagen "Wir können an ihrem Standort kein VDSL anbieten. Wir können Ihnen lediglich das anbieten, was Sie bereits haben, zu folgendem Monatspreis mit folgender Laufzeit!"

Das verstünde dann jeder, da kann man sich dann drauf einlassen oder auch nicht.

Irgendwelche Fussnoten danach abzugrasen, ob und wann 1und1 den Anschluß mit welcher Technik eventuell realisieren wird, ist verschwendete Zeit.

Da kann man auch jeden Kunden verstehen, der von Betrug redet. Die Methode die 1und1 anwendet, kommt aus dem Drückermillieu, die alten Menschen überteuerte Abos oder Versicherungen andrehen. Das gibts da auch, da wird was mit "Übergangs-xyz" betitelt, dabei kriegt das 90-jährige Omchen eine Lebensversicherung, mit der Sie nun wahrlich nichts anfangen kann.