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Solidus und die rechtliche Einschätzung


11.08.2006 13:39 - Gestartet von WMG1970
Tach Leidensgenossen,

ich habe mich in den letzten Wochen und fast Monaten intensiv mit der Materie befasst und auch mit Juristen gesprochen und hier ist nun eine zusammenfassende Endeinschätzung:

(Vorrausgesetzt hierfür ist, dass man mehr als einmal bei Solidus angerufen hat und auch die AGBs angehört hat)

Solidus bietet bekanntlich den Service der Düsseldorfer Festnetznummer an und wirbt mit 3 Cent* pro Minute und dem Kleinvermerk auf ein Abo im Monat von 54,- Euro (Auf 30 Tage gerechnet, maximal eine Stunde pro Tag). Wer hier zum ersten Mal anruft bekommt als erstes die AGBs zu hören. Dieses ist eine rechtlich ziemlich entscheidene Sache, da die Bedingungen dort genannt werden, zwar erst nach sieben Minuten, aber der Anbieter macht hier nichts verstecktes und stellt seine Konditionen offen. Wer diese mit der 1 abbricht, kommt direkt in den Chat Service. Hiermit ist der Vertrag durch eine Explizte Bestätigung zustande gekommen, durch wen am Telefon sei noch dahingestellt und später rechtlich relevant betrachtet.

Der Anschlußinhaber haftet grundsätzlich erst einmal für seinen Anschluß und wenn hier der Chat-Vertrag von geschlossen wurde, so muss auch in einem familiären Verhältnis der Anschlußinhaber zahlen. Er müsste nicht zahlen, wenn es dich um R-Gespräche handeln würde und hier gäbe es auch Vergleichsurteile, jedoch für diese unidirektionale Verbindung ist zu haften.

Was sollte man machen?

Man muss auf jeden Fall auf Rechnungen und Mahnungen reagieren und sollte umgehen nach Erhalt das Abo kündigen, damit nicht noch ein zweiter Monat berechnet wird.

Nein, ich bin nicht Dean, sondern selber in die Falle getappt und habe die AGB eben nicht bis zum Ende abgehört und mich über die Rechnung gewundert. Dennoch habe ich wie bereits oben geschrieben die Sachlage prüfen lassen (von diversen Juristen, auch aus dem Bereich IT-Recht) und muss leider diese Aussage hier so machen.

Auch die Kripo hat meine Anzeige abgewiesen, eben auch weil man ein paar Telefonate hatte und keinen Betrug feststellen konnte. Ganz im Gegenteil, die haben mich in die Mangel genommen, warum ich überhaupt auf die Idee kommen würde, eine Anzeige zu machen, als für die von mir beauftrage Dienstleistung zu zahlen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die Kripo in Düsseldorf, wo das ganze weitergeleitet wurde. Alles in allem waren die Besuche dort sehr unangenehm und ich wurde mehrfach belehrt, die Wahrheit auszusagen, was auch im Zeugenprotokoll aufgenommen wurde.

Auch die Regulierungsaufsicht konnte kein Vergehen nachweisen und hat meine Anfrage zurückgewiesen. Die Rufnummer wird nicht missbräuchlich genutzt, da nur normale Telefongebühren berechnet werden. Alles darüber hinaus ist eine explizit beauftragte Dienstleistung, vergleichbar mit einer Software-Servicehotline, welche dann auch Geld kostet.

Offen ist noch die Anfrage bei der Verbraucherzentrale und bei der Landesbeauftragen für Datenschutz in NRW. Letztere Stelle prüft noch und wartet auf Rückmeldung. Denn datenschutzrechtlich scheint der Laden nicht ganz sauber zu sein, dass ändert aber nichts an dem Vertrag und an der damit verbundenen Zahlungspflicht.

Meine Empfehlung:

- hört Euch AGBs immer bis zum Ende an!
- habt Ihr zugestimmt, dann zahlt besser sofort die 54,- Euro bevor Anwaltsgebühren (bei mir mehr als 40 Euro) die Kosten hochtreiben
- ruft die Nummer erst gar nicht an, wenn ihr nicht wirklich ein Interesse habt
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[1] schmittie antwortet auf WMG1970
11.08.2006 15:12
Hi,

ich war ja nun echt lang nicht mehr auf dieser Seite. Nun kommt man grad von der Arbeit, geht online, schaut nach Monaten mal wieder auf dieser Seite vorbei und dann liest man sowas. Da musste ich antworten!
Ich habe keine Lust auf den gesamten langen Beitrag einzugehen, ich versuche die Antwort möglichst kurz zu halten.
Meiner Einschätzung nach muss es sich bei dem Verfasser dieses Beitrags um einen Solidus-MiartbeiterIn handeln. Das kann ich allerdings weder beiweisen, noch lohnt eine Diskussion darüber. Jeder soll selbst einmal den Beitrag lesen, sich vergangene Beiträge aus längst vergangenen Tagen durchlesen und sich sein eigenes Bild machen... :-)
Den Inhalt kann ich absolut nicht teilen!
Für alle die sich immer noch für dieses Thema interessieren, oder betroffen sind empfehle ich folgenden Beitrag, der meiner Meinung nach das produktivste war, was seit langem hier veröffentlicht wurde:
https://www.teltarif.de/forum/x-dialer/141-...

Es ist einfach mal so, dass Solidus in der Beweispflicht ist und allein durch Drücken einer Taste, die auch missbräuchlich gedrückt werden kann, kann doch sicher kein Vertragsabschluss nachgewiesen werden. Eben wegen u.a. solcher Fehler die passieren können, hat der Gesetzgeber auch das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen eingeführt.
Strafrechtlich, dies vermutete ich auch schon in meinen früheren Beiträgen, scheint diese Angelegenheit nicht relevant zu sein.
Doch, das weiss man auch als Laie, ist stark zu differenzieren zwischen strafrechtlichen Sachverhalten und zivilrechtlichen. Und zivilrechtlich ist dieser Sachverhalt eben nicht so eindeutig wie in der rechtlichen Einschätzung aufgeführt. Zu diesem Schluss komme ich zumindest nach meinen rechtlichen Erkundigungen.
Es gab, so ergab zumindest meine private Recherche, strafrechtliche Ermittlungen gegen Firmen mit ähnlichen Geschäftsmodell. Die Statsanwaltschaften mussten, so las ich zumindest, aber wohl die Ermittlungstätigkeiten einstellen, eben wegen der fehlenden strafrechtlichen Relevanz.
Merwürdig ist finde ich schon, dass Dean und seiner Firma im September ein Prozess wegen "Cold Calls" erwarten soll.

Folgendes Zitat macht die Ausführungen in "Solidus und die rechtliche Einschätzung" in meinen Augen unglaubwürdig:
"Auch die Kripo hat meine Anzeige abgewiesen, eben auch weil man ein paar Telefonate hatte und keinen Betrug feststellen konnte. Ganz im Gegenteil, die haben mich in die Mangel genommen, warum ich überhaupt auf die Idee kommen würde, eine Anzeige zu machen, als für die von mir beauftrage Dienstleistung zu zahlen."

Dass das vorgekommen sein soll ist absolut unwahrscheinlich! Denn, dass die Dienstleistung beauftragt wurde ist nicht bewiesen und wenn ein Staatsorgan sich zu einer solchen Aussage hinreißen lässt, na dann mal gute Nacht... Da wird man bestimmt nicht durch die Mangel genommen, so ein ausgemachter Blödsinn. Das wird die Anzeige aufgenommen, hoffentlich geprüft und dann entschieden ob strafrechtlich was relevant ist oder auch nicht!
Und man darf nicht vergessen, dass bei anderen Firmen die Staatsanwaltschaft wegen eines solchen Vorfalls ermittelt haben soll!

Wie gesagt, nach meinen Recherchen ist das Geschäftsmodell zivilrechtlich eben nicht einwandfrei, was u.a. wahrscheinlich auch dadurch bestätig wird, dass Solidus und Co. noch keinen Prozess angestrengt haben.

Es gibt sicher noch vieles zu sagen bzw. zu antworten, ich kürze das hier jetzt allerdings einmal ab.

Nicht einschüchtern lassen!

Und, wer schreibt einem eigentlich vor, dass man dazu verpflichtet ist seine Adressdaten am Telefon heraus zu geben!?!? Wo kämen wir denn da hin...

Grüße Schmittie


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[1.1] Renegade antwortet auf schmittie
11.08.2006 17:01
Benutzer schmittie schrieb:
Hi,

ich war ja nun echt lang nicht mehr auf dieser Seite. Nun kommt man grad von der Arbeit, geht online, schaut nach Monaten mal wieder auf dieser Seite vorbei und dann liest man sowas. Da musste ich antworten!
Ich habe keine Lust auf den gesamten langen Beitrag einzugehen, ich versuche die Antwort möglichst kurz zu halten. Meiner Einschätzung nach muss es sich bei dem Verfasser dieses Beitrags um einen Solidus-MiartbeiterIn handeln. Das kann ich allerdings weder beiweisen, noch lohnt eine Diskussion darüber. Jeder soll selbst einmal den Beitrag lesen, sich vergangene Beiträge aus längst vergangenen Tagen durchlesen und sich sein eigenes Bild machen... :-)
Den Inhalt kann ich absolut nicht teilen!
Für alle die sich immer noch für dieses Thema interessieren, oder betroffen sind empfehle ich folgenden Beitrag, der meiner Meinung nach das produktivste war, was seit langem hier veröffentlicht wurde:
https://www.teltarif.de/forum/x-dialer/141-...

Es ist einfach mal so, dass Solidus in der Beweispflicht ist und allein durch Drücken einer Taste, die auch missbräuchlich gedrückt werden kann, kann doch sicher kein Vertragsabschluss nachgewiesen werden. Eben wegen u.a. solcher Fehler die passieren können, hat der Gesetzgeber auch das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen eingeführt.
Strafrechtlich, dies vermutete ich auch schon in meinen früheren Beiträgen, scheint diese Angelegenheit nicht relevant zu sein.
Doch, das weiss man auch als Laie, ist stark zu differenzieren zwischen strafrechtlichen Sachverhalten und zivilrechtlichen. Und zivilrechtlich ist dieser Sachverhalt eben nicht so eindeutig wie in der rechtlichen Einschätzung aufgeführt. Zu diesem Schluss komme ich zumindest nach meinen rechtlichen Erkundigungen. Es gab, so ergab zumindest meine private Recherche, strafrechtliche Ermittlungen gegen Firmen mit ähnlichen Geschäftsmodell. Die Statsanwaltschaften mussten, so las ich zumindest, aber wohl die Ermittlungstätigkeiten einstellen, eben wegen der fehlenden strafrechtlichen Relevanz. Merwürdig ist finde ich schon, dass Dean und seiner Firma im September ein Prozess wegen "Cold Calls" erwarten soll.

Folgendes Zitat macht die Ausführungen in "Solidus und die rechtliche Einschätzung" in meinen Augen unglaubwürdig: "Auch die Kripo hat meine Anzeige abgewiesen, eben auch weil man ein paar Telefonate hatte und keinen Betrug feststellen konnte. Ganz im Gegenteil, die haben mich in die Mangel genommen, warum ich überhaupt auf die Idee kommen würde, eine Anzeige zu machen, als für die von mir beauftrage Dienstleistung zu zahlen."

Dass das vorgekommen sein soll ist absolut unwahrscheinlich! Denn, dass die Dienstleistung beauftragt wurde ist nicht bewiesen und wenn ein Staatsorgan sich zu einer solchen Aussage hinreißen lässt, na dann mal gute Nacht... Da wird man bestimmt nicht durch die Mangel genommen, so ein ausgemachter Blödsinn. Das wird die Anzeige aufgenommen, hoffentlich geprüft und dann entschieden ob strafrechtlich was relevant ist oder auch nicht! Und man darf nicht vergessen, dass bei anderen Firmen die Staatsanwaltschaft wegen eines solchen Vorfalls ermittelt haben soll!

Wie gesagt, nach meinen Recherchen ist das Geschäftsmodell zivilrechtlich eben nicht einwandfrei, was u.a. wahrscheinlich auch dadurch bestätig wird, dass Solidus und Co. noch keinen Prozess angestrengt haben.

Es gibt sicher noch vieles zu sagen bzw. zu antworten, ich kürze das hier jetzt allerdings einmal ab.

Nicht einschüchtern lassen!

Und, wer schreibt einem eigentlich vor, dass man dazu verpflichtet ist seine Adressdaten am Telefon heraus zu geben!?!? Wo kämen wir denn da hin...

Grüße Schmittie


Guter Beitrag, Schmittie! Weisst Du (oder jemand anderes) zufällig, inwiefern das Ausspionieren der Rufnummer durch Solidus legitim ist? Klar, Netzbetreiber dürfen das. Polizei und Feuerwehr natürlich auch. Dafür gibt es doch bestimmt eine gesetzliche Regelung.

Gruss Renegade
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[1.1.1] Wibu antwortet auf Renegade
17.08.2006 17:05
Benutzer Renegade schrieb:

Guter Beitrag, Schmittie! Weisst Du (oder jemand anderes) zufällig, inwiefern das Ausspionieren der Rufnummer durch Solidus legitim ist? Klar, Netzbetreiber dürfen das. Polizei und Feuerwehr natürlich auch. Dafür gibt es doch bestimmt eine gesetzliche Regelung.

Schau mal in § 1 und § 7 UWG (Gesetz gegen den unlauterem Wettbewerb) Ein Urteil gibts auch: Az. 6 U 36/03 vom 24. Juli 2003, OLG Frankfurt.

Gruß wibu

P.S. Wirklich klass Beitrag, Schmittie.
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[1.2] WMG1970 antwortet auf schmittie
17.08.2006 13:17
Hallo,

nein, nein, nein, ich bin kein Mitarbeiter oder gar Sympathisant von diesem Unternehmen. Ich habe mir lediglich die Mühe gemacht, mal meine Erfahrungen und die erhalten Experten-Feedbacks zusammenzutragen. Wenn Du das Forum verfolgt hast, dann wirst du unter meiner User-ID auch einen Aufrud gegen Solidus sehen. Gut, ich kann es jetzt und hier nicht beweisen, dass ich nicht zu dem Clan gehöre, aber es ist so!

Weiter oben in diesem Thread wird auch meiner Einschätzung nach sehr gut zwischen Strafrecht und Zivilrecht aufgesplittet. Bei meiner Zusammenfassung habe ich versucht beides zu betrachten.
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[1.2.1] schmittie antwortet auf WMG1970
17.08.2006 13:36
Hi,

ich weiß ja nicht wer du bist, ich kenne auch Deinen Sachverhalt nicht, weiß nicht was Du gesagt hast, was Du getan hast. Und so lange Du die Wahrheit sagst, brauchst Du doch auch nix zu befürchten. :-)

Das ganze ist im Endeffekt, wie ich schrieb, eine zivilrechtliche Angelegenheit.
Die hat einen Polizisten in seiner Funktion nicht zu interessieren, basta!

Good luck!
Schmittie
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[2] bacardi antwortet auf WMG1970
12.08.2006 00:46
Benutzer WMG1970 schrieb:
(Vorrausgesetzt hierfür ist, dass man mehr als einmal bei Solidus angerufen hat und auch die AGBs angehört hat)
Das war bei vielen hier schon mal nicht der Fall!

Solidus bietet bekanntlich den Service der Düsseldorfer Festnetznummer an und wirbt mit 3 Cent* pro Minute und dem Kleinvermerk auf ein Abo im Monat von 54,- Euro (Auf 30 Tage gerechnet, maximal eine Stunde pro Tag). Wer hier zum ersten Mal anruft bekommt als erstes die AGBs zu hören. Dieses ist eine rechtlich ziemlich entscheidene Sache, da die Bedingungen dort genannt werden, zwar erst nach sieben Minuten, aber der Anbieter macht hier nichts verstecktes und stellt seine Konditionen offen. Wer diese mit der 1 abbricht, kommt direkt in den Chat Service.
Solidus müsste beweisen, dass in dem konkreten Telefonat die AGB verpflichtend zumindest teilweise zu hören waren (nicht nach dem Motto: wenn Sie wünschen, können Sie die AGB anhören). Außerdem muss dem Anrufer klar gewesen sein, dass er mit dem Drücken der 1 einen Vertrag schließt, dessen Bedingungen er darüber hinaus kennt und denen er gewillt ist zuzustimmen. So ist nunmal die deutsche Rechtsprechung, entsprechende Urteile habe ich in einem früheren Beitrag zur Genüge dargelegt:
https://www.teltarif.de/forum/x-dialer/121-...

Unter anderem wird darin auch erläutern, dass es nicht pauschal reicht, vorzutragen, dass der Tarif angesagt wird und durch Drücken einer Zahl bestätigt werden muss! Ist ein rechtskräftiges Urteil, mehrfach in dieser Art vorliegend, muss man mehr sagen?

Hiermit ist der Vertrag durch eine Explizte Bestätigung zustande gekommen, durch wen am Telefon sei noch dahingestellt und später rechtlich relevant betrachtet.

Der Anschlußinhaber haftet grundsätzlich erst einmal für seinen Anschluß und wenn hier der Chat-Vertrag von geschlossen wurde, so muss auch in einem familiären Verhältnis der Anschlußinhaber zahlen.
Wie soll Solidus beweisen, dass der Anrufer Familienangehöriger war und nicht irgendwer? Es ist unmöglich. Solidus muss ja sogar, um die Rechnung zusenden zu können, auf fragwürdige Weise eine Adresse ausspionieren. Ob die Rechnung an den tatsächlichen Anrufer geht ist letztlich nicht mehr als eine Vermutung!


Auch die Kripo hat meine Anzeige abgewiesen, eben auch weil man ein paar Telefonate hatte und keinen Betrug feststellen konnte. Ganz im Gegenteil, die haben mich in die Mangel genommen, warum ich überhaupt auf die Idee kommen würde, eine Anzeige zu machen, als für die von mir beauftrage Dienstleistung zu zahlen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die Kripo in Düsseldorf, wo das ganze weitergeleitet wurde. Alles in allem waren die Besuche dort sehr unangenehm und ich wurde mehrfach belehrt, die Wahrheit auszusagen, was auch im Zeugenprotokoll aufgenommen wurde.
Na ja, bei ein paar Telefonaten muss allerdings auch davon ausgegangen werden, dass der Anrufer gewillt ist, den Vertragsbestimmungen auch hinsichtlich seiner Pflichten Folge zu leisten. Dürfte bei den meisten Fälle hier aber eher die Ausnahme sein!

Und dann bleiben da immmer noch so einige Fragen, wie z.B. welche seriöse Firma solche Methoden anwendet und eben auch, warum Solidus Adressen ausspionieren muss, um Rechnungen verschicken zu können. Wenn ein Vertrag in beidseitigem Zustimmen geschlossen wird, dann sollten doch zumindest die Vertragspartner bekannt sein! Wie kann ich den einen Vertrag abschließen mit jemandem, den ich gar nicht kenne?
Und warum gibt Solidus keine ladungsfähige Anschrift an?
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[3] schmittie antwortet auf WMG1970
12.08.2006 01:36
Alles was mit Telekommunikation zu tun hat wird im Telekommunikationsgestz (Abk.: TKG) geregelt. Dieses ist, wie jeder andere Gesetzestext auch, öffentlich zugänglich. Ist ja auch so üblich in einer Demokratie, Gott sei Dank! :-)

Wenn man nun wissen möchte, wie sich das bei der Rufnummernunterdrückung verhält, sollte man, wenn man ein wenig in diesem Gesetz herumstöbert, auf § 102 TKG stoßen.
Also einfach mal in eine Suchmaschine eingeben und sich schlau lesen. Wie sich das mit einem Verstoß verhält bekommt man dann auch bei weiterer Lektüre und Recherche heraus. Da bleibt es leider nicht aus sich die Zeit zu nehmen und mal selbst zu lesen, nicht ganz einfach.
Aber, wie sagt man so schön:
Nur der aufgeklärte, informierte Bürger ist ein wehrhafter Bürger. :-)

Also, immer kräftig informieren...

Viel Spaß beim lesen!
Ich weiß schon, weshalb ich nie Jura studiert habe! :-)
Schmittie

- Ach ja, hier noch ein Link zu einem "Zeit"-Artikel in dem u.a. auch über den § 102 TKG informiert wird, für die ganz stark interessierten. -
http://www.zeit.de/2006/29/Voice-over-IP
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[4] Avitos2006 antwortet auf WMG1970
12.08.2006 13:21
Ich habe das so gemacht wie hier immer geschrieben wird. Wiederspruch eingelegt, Rechnung nicht bezahlen und dann Anzeige bei der Polizei machen. Hatte auch eine Rechnung bekommen. Die polizei hat das auch alles aufgenommen. Nach ein paar Tagen haben die angerufen und gesagt ich sollnochmal vorbeikommen weil sie noch Fragen haben, ich bin dann da hingegangen und wurde da auch "in die Mangel" genommen und so, genau so wie WMG1970.

Die haben mir den Einzelverbindungsnachweis gezeigt und gesagt sie haben Informationen über Solidus eingeholt und da ist alles OK bei denen, schliesslich habe ich doch auch angerufen. Jedenfalls haben sie mich dann gehen lassen und ich habe dann gleich die Rechnung bezahlt von der Inkassofirma, mit Gebühren und allem.

Ich bin jedenfalls froh das das jetzt vorbei ist, war nicht lustig mit denen.

Stimmt wohl nicht alles was hier immer geschrieben wird.


Benutzer WMG1970 schrieb:
Tach Leidensgenossen,

ich habe mich in den letzten Wochen und fast Monaten intensiv mit der Materie befasst und auch mit Juristen gesprochen und hier ist nun eine zusammenfassende Endeinschätzung:

(Vorrausgesetzt hierfür ist, dass man mehr als einmal bei Solidus angerufen hat und auch die AGBs angehört hat)

Solidus bietet bekanntlich den Service der Düsseldorfer Festnetznummer an und wirbt mit 3 Cent* pro Minute und dem Kleinvermerk auf ein Abo im Monat von 54,- Euro (Auf 30 Tage gerechnet, maximal eine Stunde pro Tag). Wer hier zum ersten Mal anruft bekommt als erstes die AGBs zu hören. Dieses ist eine rechtlich ziemlich entscheidene Sache, da die Bedingungen dort genannt werden, zwar erst nach sieben Minuten, aber der Anbieter macht hier nichts verstecktes und stellt seine Konditionen offen. Wer diese mit der 1 abbricht, kommt direkt in den Chat Service. Hiermit ist der Vertrag durch eine Explizte Bestätigung zustande gekommen, durch wen am Telefon sei noch dahingestellt und später rechtlich relevant betrachtet.

Der Anschlußinhaber haftet grundsätzlich erst einmal für seinen Anschluß und wenn hier der Chat-Vertrag von geschlossen wurde, so muss auch in einem familiären Verhältnis der Anschlußinhaber zahlen. Er müsste nicht zahlen, wenn es dich um R-Gespräche handeln würde und hier gäbe es auch Vergleichsurteile, jedoch für diese unidirektionale Verbindung ist zu haften.

Was sollte man machen?

Man muss auf jeden Fall auf Rechnungen und Mahnungen reagieren und sollte umgehen nach Erhalt das Abo kündigen, damit nicht noch ein zweiter Monat berechnet wird.

Nein, ich bin nicht Dean, sondern selber in die Falle getappt und habe die AGB eben nicht bis zum Ende abgehört und mich über die Rechnung gewundert. Dennoch habe ich wie bereits oben geschrieben die Sachlage prüfen lassen (von diversen Juristen, auch aus dem Bereich IT-Recht) und muss leider diese Aussage hier so machen.

Auch die Kripo hat meine Anzeige abgewiesen, eben auch weil man ein paar Telefonate hatte und keinen Betrug feststellen konnte. Ganz im Gegenteil, die haben mich in die Mangel genommen, warum ich überhaupt auf die Idee kommen würde, eine Anzeige zu machen, als für die von mir beauftrage Dienstleistung zu zahlen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die Kripo in Düsseldorf, wo das ganze weitergeleitet wurde. Alles in allem waren die Besuche dort sehr unangenehm und ich wurde mehrfach belehrt, die Wahrheit auszusagen, was auch im Zeugenprotokoll aufgenommen wurde.

Auch die Regulierungsaufsicht konnte kein Vergehen nachweisen und hat meine Anfrage zurückgewiesen. Die Rufnummer wird nicht missbräuchlich genutzt, da nur normale Telefongebühren berechnet werden. Alles darüber hinaus ist eine explizit beauftragte Dienstleistung, vergleichbar mit einer Software-Servicehotline, welche dann auch Geld kostet.

Offen ist noch die Anfrage bei der Verbraucherzentrale und bei der Landesbeauftragen für Datenschutz in NRW. Letztere Stelle prüft noch und wartet auf Rückmeldung. Denn datenschutzrechtlich scheint der Laden nicht ganz sauber zu sein, dass ändert aber nichts an dem Vertrag und an der damit verbundenen Zahlungspflicht.

Meine Empfehlung:

- hört Euch AGBs immer bis zum Ende an!
- habt Ihr zugestimmt, dann zahlt besser sofort die 54,- Euro bevor Anwaltsgebühren (bei mir mehr als 40 Euro) die Kosten hochtreiben
- ruft die Nummer erst gar nicht an, wenn ihr nicht wirklich
ein Interesse habt
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[4.1] bacardi antwortet auf Avitos2006
12.08.2006 21:44
Benutzer Avitos2006 schrieb:
Ich habe das so gemacht wie hier immer geschrieben wird. Wiederspruch eingelegt, Rechnung nicht bezahlen und dann Anzeige bei der Polizei machen. Hatte auch eine Rechnung bekommen. Die polizei hat das auch alles aufgenommen. Nach ein paar Tagen haben die angerufen und gesagt ich sollnochmal vorbeikommen weil sie noch Fragen haben, ich bin dann da hingegangen und wurde da auch "in die Mangel" genommen und so, genau so wie WMG1970.

Die haben mir den Einzelverbindungsnachweis gezeigt und gesagt sie haben Informationen über Solidus eingeholt und da ist alles OK bei denen, schliesslich habe ich doch auch angerufen. Jedenfalls haben sie mich dann gehen lassen und ich habe dann gleich die Rechnung bezahlt von der Inkassofirma, mit Gebühren und allem.

Ich bin jedenfalls froh das das jetzt vorbei ist, war nicht lustig mit denen.

Stimmt wohl nicht alles was hier immer geschrieben wird.
Die Missverständnisse resultieren meines Erachtens daraus, dass hier zweierlei verschiedene Dinge verwechselt werden!
Zum einen ist das die strafrechtliche Seite. Wenn ich zur Polizeri gehen und Anzeige wegen Betruges erstatte, so ist es für die Polizei einzig und allein relevant zu prüfen, ob ein Betrugsfall vorliegt oder nicht. Das hier wohl offensichtlich nicht der Fall. Der Umkehrschluss, dass damit die Rechnungen zivilrechtlich einwandfrei sind, ist jedoch keineswegs zulässig. Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte. Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus! Das Nichtvorliegen des Betrugs entbindet Solidus doch nicht von der Pflicht, vor Gericht die Rechtmäßigkeit des behaupteten Vertragsverhältnisses zu belegen. Die dabei auftauchenden, unüberwindbaren Hindernisse habe ich ja bereits anhand von Gerichtsurteilen dargelegt! Eine Ausnahme ist allerdings dann zu machen, wenn der Anrufer z.B. ständig dort anruft, denn das lässt doch eindeutig darauf schließen, dass er in den Vertrag einwilligt. Ein einmaliges Telefonat kann aber nach dem, was in der deutschen Rechtssprechung vorliegt, nicht so ausgelegt werden, wenn der Beweis nicht erbracht wird, dass der Anrufer mit den Bedingungen des Vertrags bekannt gemacht wurde. Das ist ja gerade auch der entscheidende Punkt bei online-Verträgen: man kommtan den AGB einfach unweigerlich nicht vorbei! Gut, mann kann sie einfach in zwei Sekunden überscrollen, aber dann man muss man bestätigen, sie gelesen zu haben. Es würde aber mitnichten ausreichen, wenn da in Analogie zu der mir bekannten Vorgehensweise von Solidus Media etwas stehen würde wie in etwa "Klicken Sie hier, dann geht es weiter. Wenn Sie unsere AGB lesen möchten, dann finden Sie diese auch auf unsere Seite."
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[4.1.1] Cairo Cassandra antwortet auf bacardi
13.08.2006 00:14

einmal geändert am 13.08.2006 00:17
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte. Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC


Benutzer bacardi schrieb:
Benutzer Avitos2006 schrieb:
Ich habe das so gemacht wie hier immer geschrieben wird. Wiederspruch eingelegt, Rechnung nicht bezahlen und dann Anzeige bei der Polizei machen. Hatte auch eine Rechnung bekommen. Die polizei hat das auch alles aufgenommen.
Nach ein paar Tagen haben die angerufen und gesagt ich sollnochmal vorbeikommen weil sie noch Fragen haben, ich bin dann da hingegangen und wurde da auch "in die Mangel" genommen und so,
genau so wie WMG1970.

Die haben mir den Einzelverbindungsnachweis gezeigt und gesagt sie haben Informationen über Solidus eingeholt und da ist alles OK bei denen, schliesslich habe ich doch auch angerufen. Jedenfalls haben sie mich dann gehen lassen und ich habe dann gleich die Rechnung bezahlt von der Inkassofirma, mit Gebühren
und allem.

Ich bin jedenfalls froh das das jetzt vorbei ist, war nicht lustig mit denen.

Stimmt wohl nicht alles was hier immer geschrieben wird.
Die Missverständnisse resultieren meines Erachtens daraus, dass hier zweierlei verschiedene Dinge verwechselt werden! Zum einen ist das die strafrechtliche Seite. Wenn ich zur Polizeri gehen und Anzeige wegen Betruges erstatte, so ist es für die Polizei einzig und allein relevant zu prüfen, ob ein Betrugsfall vorliegt oder nicht. Das hier wohl offensichtlich nicht der Fall. Der Umkehrschluss, dass damit die Rechnungen zivilrechtlich einwandfrei sind, ist jedoch keineswegs zulässig. Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte. Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus! Das Nichtvorliegen des Betrugs entbindet Solidus doch nicht von der Pflicht, vor Gericht die Rechtmäßigkeit des behaupteten Vertragsverhältnisses zu belegen. Die dabei auftauchenden, unüberwindbaren Hindernisse habe ich ja bereits anhand von Gerichtsurteilen dargelegt! Eine Ausnahme ist allerdings dann zu machen, wenn der Anrufer z.B. ständig dort anruft, denn das lässt doch eindeutig darauf schließen, dass er in den Vertrag einwilligt. Ein einmaliges Telefonat kann aber nach dem, was in der deutschen Rechtssprechung vorliegt, nicht so ausgelegt werden, wenn der Beweis nicht erbracht wird, dass der Anrufer mit den Bedingungen des Vertrags bekannt gemacht wurde. Das ist ja gerade auch der entscheidende Punkt bei online-Verträgen: man kommtan den AGB einfach unweigerlich nicht vorbei! Gut, mann kann sie einfach in zwei Sekunden überscrollen, aber dann man muss man bestätigen, sie gelesen zu haben. Es würde aber mitnichten ausreichen, wenn da in Analogie zu der mir bekannten Vorgehensweise von Solidus Media etwas stehen würde wie in etwa "Klicken Sie hier, dann geht es weiter. Wenn Sie unsere AGB lesen möchten, dann finden Sie
diese auch auf unsere Seite."
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[4.1.1.1] bacardi antwortet auf Cairo Cassandra
13.08.2006 08:16
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte. Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC
Die Grauzone besteht selbstverständlich (wie sich auch aus dem Satz leicht erschließen lässt) rechtlich, nicht institutionell! Und genau aufgrund der Existenz dieser RECHTLICHEN Grauzone brauchen wir Gerichte. Und dass die Polizei nicht für die Frage, ob ein Vertrag, der STRAFRECHTLICH ok ist, auch ZIVILRECHTLICH in Ordnung ist, das ist ein Fakt, keine Unterstellung! Die "Unfähigkeit" ist in diesem Zusammenhang zwangsläufig und vor allem kapazitätsbedingt! Wäre die Polizei auch für solche Fragen zuständig, müsste sie wohl morgen etwa 300000 Juristen einstellen.
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[4.1.1.1.1] Cairo Cassandra antwortet auf bacardi
13.08.2006 11:46

einmal geändert am 13.08.2006 11:49
Wenn man sich die Antwort von "bacardi" durchliest kommt man unweigerlich zu dem Schluss das "bacardi" mal wieder zuviel Bacardi getrunken hat... na denn Prost, "bacardi" einer geht noch...



Benutzer bacardi schrieb:
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte.
Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC
Die Grauzone besteht selbstverständlich (wie sich auch aus dem Satz leicht erschließen lässt) rechtlich, nicht institutionell! Und genau aufgrund der Existenz dieser RECHTLICHEN Grauzone brauchen wir Gerichte. Und dass die Polizei nicht für die Frage, ob ein Vertrag, der STRAFRECHTLICH ok ist, auch ZIVILRECHTLICH in Ordnung ist, das ist ein Fakt, keine Unterstellung! Die "Unfähigkeit" ist in diesem Zusammenhang zwangsläufig und vor allem kapazitätsbedingt! Wäre die Polizei auch für solche Fragen zuständig, müsste sie wohl morgen etwa
300000 Juristen einstellen.
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[4.1.1.1.1.1] bacardi antwortet auf Cairo Cassandra
13.08.2006 19:02
Ich erstarre in Erfurcht vor der Kreativität, Tiefgründeigkeit sowie der Inhalts- und Zusammenhangslosigkeit dieses Beitrags!

Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Wenn man sich die Antwort von "bacardi" durchliest kommt man unweigerlich zu dem Schluss das "bacardi" mal wieder zuviel Bacardi getrunken hat... na denn Prost, "bacardi" einer geht noch...



Benutzer bacardi schrieb:
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte.
Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC
Die Grauzone besteht selbstverständlich (wie sich auch aus dem Satz leicht erschließen lässt) rechtlich, nicht institutionell!
Und genau aufgrund der Existenz dieser RECHTLICHEN Grauzone brauchen wir Gerichte. Und dass die Polizei nicht für die Frage, ob ein Vertrag, der STRAFRECHTLICH ok ist, auch ZIVILRECHTLICH in Ordnung ist, das ist ein Fakt, keine Unterstellung! Die "Unfähigkeit" ist in diesem Zusammenhang zwangsläufig und vor allem kapazitätsbedingt! Wäre die Polizei auch für solche Fragen zuständig, müsste sie wohl morgen etwa
300000 Juristen einstellen.
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[4.1.1.1.1.1.1] Cairo Cassandra antwortet auf bacardi
13.08.2006 20:20
Bist Du noch immer oder schon wieder mit Bacardi betrunken? tstststs...
CC


Benutzer bacardi schrieb:
Ich erstarre in Erfurcht vor der Kreativität, Tiefgründeigkeit sowie der Inhalts- und Zusammenhangslosigkeit dieses Beitrags!

Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Wenn man sich die Antwort von "bacardi" durchliest kommt man unweigerlich zu dem Schluss das "bacardi" mal wieder zuviel Bacardi getrunken hat... na denn Prost, "bacardi" einer geht
noch...



Benutzer bacardi schrieb:
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte.
Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC
Die Grauzone besteht selbstverständlich (wie sich auch aus dem Satz leicht erschließen lässt) rechtlich, nicht institutionell!
Und genau aufgrund der Existenz dieser RECHTLICHEN Grauzone brauchen wir Gerichte. Und dass die Polizei nicht für die Frage, ob ein Vertrag, der STRAFRECHTLICH ok ist, auch ZIVILRECHTLICH in Ordnung ist, das ist ein Fakt, keine Unterstellung! Die "Unfähigkeit" ist in diesem Zusammenhang zwangsläufig und vor allem kapazitätsbedingt! Wäre die Polizei auch für solche Fragen zuständig, müsste sie wohl morgen etwa
300000 Juristen einstellen.
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[4.1.1.1.1.1.1.1] bacardi antwortet auf Cairo Cassandra
13.08.2006 21:16
Manche Dinge werden zwar durch penetrante Wiederholung nicht unbedingt geistreicher, aber wenn es dir so eine Freude bereitet: ich bin natürlich immer betrunken und trinke jeden Tag 5 Liter Bacardi!

Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Bist Du noch immer oder schon wieder mit Bacardi betrunken? tstststs...
CC


Benutzer bacardi schrieb:
Ich erstarre in Erfurcht vor der Kreativität, Tiefgründeigkeit sowie der Inhalts- und Zusammenhangslosigkeit dieses Beitrags!

Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Wenn man sich die Antwort von "bacardi" durchliest kommt man unweigerlich zu dem Schluss das "bacardi" mal wieder zuviel Bacardi getrunken hat... na denn Prost, "bacardi" einer geht
noch...



Benutzer bacardi schrieb:
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Aha, na da schau' her..

bacardi schreibt:
"Für die Beurteilung dieser Frage ist die Polizei jedoch weder zuständig noch fähig, dies ist eine Sache der Gerichte.
Und es gibt nunmal in unserem Rechtsstaat mehr als nur Betrug und alles in Ordnung. Irgendwo in der großen Grauzone dazwischen befinden wir uns hier mit dem Fall von Solidus!"

Soll das heissen das zwischen der Polizei und den Gerichten eine "grosse Grauzone" liegt, in unserem Rechtsstaat? - Wird der Polizei hier "Unfähigkeit" und "keine Zuständigkeit" atestiert ? Interessant, sehr interessant...

CC
Die Grauzone besteht selbstverständlich (wie sich auch aus dem Satz leicht erschließen lässt) rechtlich, nicht institutionell!
Und genau aufgrund der Existenz dieser RECHTLICHEN Grauzone brauchen wir Gerichte. Und dass die Polizei nicht für die Frage, ob ein Vertrag, der STRAFRECHTLICH ok ist, auch ZIVILRECHTLICH in Ordnung ist, das ist ein Fakt, keine Unterstellung! Die "Unfähigkeit" ist in diesem Zusammenhang zwangsläufig und vor allem kapazitätsbedingt! Wäre die Polizei auch für solche Fragen zuständig, müsste sie wohl morgen etwa
300000 Juristen einstellen.
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[4.1.1.1.1.1.1.1.1] Renegade antwortet auf bacardi
14.08.2006 08:40
Benutzer Cairo Cassandra schrieb:
Das musst Du wohl auch weil Du Deine geistigen Entgleisungen sonst nicht ertragen könntest, Du alkoholischer Schwachkopf!
CC


Oh, CC! Ist es mal wieder soweit. Dissing time, hm? Hast Du denn noch immer kein anderes Forum gefunden, um Deinen schrägen Neigungen nachzugehen? Ist ja auch nicht so einfach, ein Forum zu finden, in dem der Admin persönliche Beleidigungen ungestraft lässt. Na dann, viel Spass noch beim dissen. Beschimpf mich jetzt, sonst bin ich enttäuscht...

Dein Abtrünniger


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[5] kehmi antwortet auf WMG1970
15.08.2006 18:14
Warum "Leidensgenossen"? Ich habe diese Nummer erst gar nicht gewählt und soll dennoch bezahlen? Da ich nicht angerufen habe, kenne ich auc die AGBs nicht (muss ich ja auch nicht, wenn ich von denen nichts möchte).
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[5.1] schmittie antwortet auf kehmi
16.08.2006 13:49
Hallo,

auf dem Thema Polizei rumzureiten ist glaub ich nicht sonderlich produktiv.

Nur zur Info, die ich von einem Freund und Kollegen bekommen habe. Die Bundesnetzagentur solle wegen eines Verstoßes gegen §102 TKG ermitteln. Würde ein Verstoß gegen §102 TKG vorliegen, dann wäre das allerdings wohl nicht mehr als eine Ordnungswidrigkeit, die entsprechend mit einem Bußgeld belegt werden würde.

Was so alles am Telefon an angeblichen Erpressungsversuchen gemacht werden solle ist schwer, wenn nicht gar nicht beweisbar. Die Polizei kommt da wohl nicht unbedingt weiter... Denn man muss Betrugsvorwürfe bzw. Erpressungsvorwürfe immernoch nachweisen können.
Und was rechtlich stimmt (zivilrechtlich wie strafrechtlich) kann man leider, oder besser Gott sei Dank, nur wirklich durch eine entsprechende Rechtsberatung erfahren, die jeder für sich selbst einholen muss, ein Forum bringt da schlussendlich nicht viel!

Und um zu wissen bzw. zu erfahren, dass im Rechtsstaat nicht immer alles glatt läuft und es auch schwarze Schafe bei der Polizei gibt, dazu bracht man nicht in die Presse zu schauen oder die Bücher des Journalisten Jürgen Roth gelesen zu haben. :-)

Alles Gute und tschüsss...
Schmitie
PS: Solidus ist ja nicht blöd... :-)
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[5.1.1] schmittie antwortet auf schmittie
17.08.2006 10:47
Einen wunderschönen guten Morgen,

es müsste eigentlich aufgefallen sein, dass sich das ganze seit Monaten im Kreis dreht.
Jetzt gibt es ein neues Thema, das Thema Polizei und Moral. Und ich gehe mal ganz stark davon aus, dass die nächste Zeit genauso darauf rumgeritten wird, wie auf den ganzen anderen Dingen die so diskutiert wurden. Ist ja auch klasse, wenns Spaß macht, ist ein interessantes Thema. Bringt bei dieser Problematik aber nicht weiter.

1. Ein Forum kann lediglich zum Meinungsaustausch dienen. Erkenntnisse, die einem das Gefühl von Rechtssicherheit geben, kann man hier schlussendlich nicht bekommen. Da muss man zu einem von diesen so viel gescholtenen Juristen gehen.
Aber bitte bedenken: Bei Bäckern gibt es genauso viele fragwürdige Gestalten, wie bei der Polizei oder beim Handyverkäufer, Juristen oder den am meisten gescholtenen Politikern. Vielleicht nicht immer pauschalisieren.

2. Es gibt bestimmt bestimmte Rechtsgrundsätze, die einem auch ohne spezielle Rechtskenntnis bekannt sein müssten. So z.B., dass wenn einem jemand eine Rechnung schickt, dieser auch beweisen muss, dass die auf einem zustande gekommenen Vertrag beruht. Und jeder kann ja einmal nachdenken, ob das durch einen Einzelverbindungsnachweis, der u.U. gar nicht bestehen dürfte, da es ja so sein soll, dass einige Ihre Rufnummernübermittlung durch ihren Telefonanbieter haben unterdrücken lassen und trotzdem auf einem Einzelverbindungsnachweis einer Firma stehen, beweisbar ist.
Jeder auf den das zutreffen sollte, sollte noch einmal darüber nachdenken.
Meine Meinung, nachdem ich mich echt lange, wahrscheinlich zu lange darüber informiert habe ist (ich wiederhole mich zum xten Mal :-) ), dass das was da gemacht wird wohl nicht strafrechtlich relevant ist, aber (in unseren Rechtstaat spielt ja auch der Einzelfall eine Rolle) schwer für die Firma Solidus und Kollegen vor Gericht beweisbar, so dass auf Mittel der "legalen Einschüchterung" (in Anführungszeichen! :-) ) zurück gegriffen wird, um an das Geld zu kommen.
Keine seriöse Firma, meiner Meinung nach.

3. Niemand in einem Forum weiss wer hier mit wem diskutiert. Das ist die Natur eines Forums. Anonymität. Demokratie global.
Da ist vielleicht vom reichen Millionär über den Normalbürger, Polizisten usw., bis hin zum Verwarlosten alles dabei. Keine Ahnung.
Sicher sind einige der Mitdiskutanten auch von Solidus. Und das macht eine Diskussion für betroffene natürlich schwer. Denn jeder verstreut Informationen (ob falsch oder richtig) die in seinem Interesse sind. Das ist aber bestimmt jedem hier klar, nur vergegenwärtigt man sich das eben nicht immer. Deshalb sollte jeder Informationen die man hier bekommt mit Vorsicht genießen und eine Rechtsberatung seines Vertrauens hinzu ziehen, das kann auch der eigene Verstand sein!

Diese Diskussion wird wohl noch etliche Monate von statten gehen. Ganz klar.
Dabei viel Erfolg!
Schmittie
PS: Mal schauen, vielleicht geht das ganze ja doch noch irgendwann mal vor den BGH. Nur glaube ich, dass Solidus nicht soweit gehen würde! Wie gesagt, die sind ja auch nicht blöd... :-)
Und, ich weiss gar nicht, ob ich das schon so ausdrücklich gesagt hatte: Ich habe kein Verständnis für Leute, die andauernd wohlwissentlich, vielleicht auch noch in diesem Forum blättern, bei dieser Nummer von Solidus anrufen und dann meinen sie wären im Recht!
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[5.1.1.1] Sehr richtig, klasse Posting!
WMG1970 antwortet auf schmittie
17.08.2006 13:28
Kein Beitrag
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[5.1.1.1.1] Anruf von Conkred
Corps73 antwortet auf WMG1970
17.10.2006 21:32
Hab ja schon lange lange nix mehr von der ganzen Sache gehört gehabt. Die Tage hab ich nen anruf con Konkred bekommen. Erkundigten sich zuerst nach meinem Nahmen, und ob sie bei der Richtigen Adrese seinen. Danach sagten sie wer sie sind und ihr anliegen. --Alles in nettem Ton. Also völlig o.k. .....sie hätten ja so viel Mahnungen geschickt etc.......
Habe gleich gesagt das ich das nicht bezahlen werde und warum.
Daraufhin wurde das espräch nett beendet.
Frage mich, wann sie den gerichtlichen Weg gehen? Und warum das noch nicht passiert ist. (schon lange am laufen, die Sache).

Hat schon mal jemand nen Gerichtlichen Mahnbescheid bekommen?
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[5.1.1.1.1.1] Renegade antwortet auf Corps73
18.10.2006 08:47

einmal geändert am 18.10.2006 11:40
Benutzer Corps73 schrieb:
Hab ja schon lange lange nix mehr von der ganzen Sache gehört gehabt. Die Tage hab ich nen anruf con Konkred bekommen. Erkundigten sich zuerst nach meinem Nahmen, und ob sie bei der Richtigen Adrese seinen. Danach sagten sie wer sie sind und ihr anliegen. --Alles in nettem Ton. Also völlig o.k. .....sie hätten ja so viel Mahnungen geschickt etc.......
Habe gleich gesagt das ich das nicht bezahlen werde und warum. Daraufhin wurde das espräch nett beendet.
Frage mich, wann sie den gerichtlichen Weg gehen? Und warum das noch nicht passiert ist. (schon lange am laufen, die Sache).

Hat schon mal jemand nen Gerichtlichen Mahnbescheid bekommen?

Ich hatte gestern exakt das gleiche Telefonat mit einer Frau Schütt von ConKred. Sie bot mir eine Ratenzahlung an. Und ich bat darum, dann doch endlich das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten, statt monatelang damit zu drohen und zu nerven. Ich sagte ihr, dass ich einem MB widersprechen werde, und dann die mögliche Klage erwarte. Sie hat sich alles notiert, fertig. Das ganze Theater läuft nun schon seit sechs Monaten, erst fand ich es noch lustig, langsam geht´s mir auf die Ketten. Mr. Dean, wenn Sie das lesen: Ich hab kein Bock mehr, mich mit Ihrer Komödie zu beschäftigen!!! You´re beginning to offend me. Lassen Sie es uns zu Ende bringen, meinetwegen vor Gericht!