Diskussionsforum
  • 15.12.2015 11:09
    Kathyli schreibt

    Satelliten-Internet ist für mich keine Alternative

    Möchte dazu auch etwas sagen.
    Ich habe mir vor Kurzem ein Haus auf dem Land gekauft. Habe mich vorab über eine Internet Verfügbarkeit informiert. Es stand fest, dass kein Internet über DSL, oder über Kabelanschluss zur Verfügung steht. Allerdings Satelliten-Internet von bis zu 50 MB/s. Habe deshalb getrost das Haus gekauft und einen Vertrag mit einem Anbieter zu Satelliteninternet abgeschlossen. Ich kann nur sagen, man surft furchtbar langsam. Eigentlich hätte ich eine 1.6 GB/s Leitung laut Vertrag. Diese steht mir so gut wie nie zur Verfügung egal zu welchen Uhrzeiten. Ich habe seither einen Online Monitor mitlaufen, und in der Regel habe ich 30 KB/s bis hin zu 200 KB/s. 1.6 GB/s wären übrigens 1.677.721.6 KB/s. Nur mal als Vergleich für Leute die einfach nicht wissen was Gigabytes, Megabytes, Kilobytes, oder Kilobits sind. Mir steht nicht einmal annähernd das zur Verfügung, was ich auch bezahle. Habe mich diesbezüglich schon oft beschwert, allerdings ohne Erfolg. Die Leitungen von Satelliten-Internet werden unter allen Nutzern aufgeteilt. Selbst der langsamste Tarif, den diese anbieten mit einer 6000 er Leitung, das wären 600 KB/s, steht mir nicht annähernd zur Verfügung, das heißt ich überzahle prinzipiell jeden Tarif. Wer jetzt meint ein Anbieterwechsel wäre sinnvoll, der liest sich mal die 20 seitigen AGB´s von den Anbietern durch. Das Downgrade in einen günstigeren Tarif, den sie ja nach Prüfung nichtmal zur Verfügung stellen, kostet dann nochmal extra 49 € für den Tarifwechsel.
    Nachdem man keinerlei Ausweichmöglichkeiten hat, kann man im Prinzip nichts dagegen machen. In den AGB hat sich der Anbieter dagegen bereits abgesichert. Wenn ich eine 16000er Leitung bezahle, dann erwarte ich normalerweise, dass mir diese zur Verfügung gestellt wird, wenigstens annähernd, da die Wetterlage ja ebenfalls noch einiges beeinflusst. Jedoch wer mich mit 30 KB/s durch den Internet Alltag schickt, und gleichzeitig werben sie noch mit schnellen Internetverbindungen über Satellit, kommt damit auch noch davon. Beim Vertragsabschluss stand nichts dabei, dass diese Leitung von etwa 50 Leuten geteilt wird, und es somit in Stoßzeiten sehr langsam werden kann. Stoßzeiten sind wohl anscheinend immer, denn ich lasse einen Online Monitor ständig laufen, und es ist völlig egal ob Mitten in der Nacht oder früh morgens, oder abends oder am Wochenende.
    Abgesehen davon, dass mir von Anfang an die schlechte Latenz bewusst war. Man wollte mir zuerst weiß machen, dass dies mit der Latenz zusammenhängt. Meine Latenz, sprich Ping hat allerdings nichts mit der Downloadgeschwindigkeit zu tun. Eine sehr hohe Ping ist schlecht bei z.B. Online-Gaming, Webcamming, Telefonieren übers Internet wie z.B. Skype. Hat aber nichts mit der Geschwindigkeit mit der ich z.B. ein Spiel oder einen Film (legal auf Netflix) downloade bzw. streame zu tun. Für viele hört sich das wie chinesisch an. Für Leute die sich auskennen allerdings nicht. Erst als sie merkten, ich kenne mich aus, teilten mir Servicemitarbeiter mit, sie können mich aus menschlicher Sicht verstehen aber nichts dagegen tun. Das war mir auch klar, aber meine 1.6 MB/s hätte ich dann schon doch gerne. Ich wette, die meisten Leute wissen nicht, was Ping oder Latenz bedeutet, oder vermuten bei einer langsamen Verbindung, dass es an ihrem Computer liegt. Die meisten haben ja leider einfach zu wenig Wissen um mit diesem Medium richtig umzugehen. Wenn der Computer nach einiger Zeit langsam wird, schmeißen ihn die Leute weg oder bringen ihn zur Reparatur in Fachgeschäfte weil sie gar nicht kapieren, dass einfach nur Viren oder Malware drauf sind, die man halt mal entfernen muss. Die wenigen Leute die Ahnung haben und merken, dass nicht die Verbindungsgeschwindigkeit geliefert wird wie vertraglich vereinbart, können auch nichts machen. Man könne ja gänzlich auf Internet verzichten. Ich bin/war allerdings ein extremer Gamer und nutzte quasi für alles Internet. Mir war klar, Online-Gaming werde ich vergessen können allein schon aufgrund der Ping. Das wusste ich als ich das Haus kaufte. Aber Singleplayer-Games zu downloaden sollten kein Problem sein. Wenn ich zum Download von Fallout 4 jezt 7 Tage brauche obwohl es eigentlich nur einige Stunden brauchen sollte, finde ich das nicht toll. Aber ich finde es auf dem Land einfach zu schön. Ich habe einen älteren Bauern als Nachbarn und ein großes Grundstück, das ist einfach ein Traum so zu leben, nicht ständig in riesigen Wohnblocks mit 100 anderen Mietparteien nebeneinander. Man hat aber keinerlei Möglichkeiten an ein zumindest für mich annehmbares Internet zu kommen. LTE für Zuhause haben Volumenbegrenzungen. In der Regel werden maximal 30 GB LTE angeboten, danach wird es auf 384 Kbits gedrosselt. Zur Info 384 Kbits sind etwa 48 KB/s. Diese Verträge sind zum einen super teuer. 30 GB sind im Prinzip auch nicht zu gebrauchen, das ist schnell weg. Nachkaufen von mehr Datenvolumen ist noch teurer. Selbst für das Satelliteninternet zahle ich momentan 40 € monatlich + deren Hardware ab. Die Telekom hat zwar vor Kurzem LTE Tarife ohne Volumenbegrenzung herausgebracht (das war kurz mein Lichtblick), dazu ist aber auch leider eine DSL-Leitung erforderlich. Es teilt sich auf zwischen LTE Funk und DSL Leitung. Also schade, für mich leider nicht nutzbar, da ja keine DSL-Leitung vorhanden ist. Auf dem Land leben eben nicht nur alte Leute denen das egal ist, die oft nichtmal einen Computer zuhause haben. Nein dort leben auch junge Leute. Mal abgesehen davon, dass alte Leute auch einen Computer nutzen, wenn auch nicht in solchem Umfang. Mir ist klar, dass es sich wirtschaftlich lohnen sollte, dort Kabel zu verlegen. Wobei der nächste Ort etwa 3 KM weit weg ist, und dort DSL zur Verfügung steht. Es werden aber jährlich Subventionen vom Staat bezahlt um den Ausbau anzutreiben. Trotzdem sind wir in Sachen DSL Ausbau das Schlusslicht in der ganzen EU. Wenn man sich jetzt mal vorstellt, dass Länder wie Rumänien oder Portugal bessere Internetverbindungen auf ländlichen Gebieten zur Verfügung haben als in Deutschland, dann kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf fassen...Ich würde sagen, solange man hin und wieder nur etwas googelt, sei es eine Adresse oder Telefonnummer...dann hat man keine Probleme auf dem Land. Ich hatte vorher einen Vertrag mit 1&1 für 1.6 GB/s und dafür nur 19.99 € bezahlt, und die versprochene Verbindung stand mir auch immer zur Verfügung. War ich sehr zufrieden damit. Und nun auf dem Land bezahle ich das doppelte und habe fast nichts davon. Selbst wenn eines Tages einmal LTE ohne Volumenbegrenzung zur Verfügung steht, ist das auch keine Lösung, denn dann schließen das zu viele Leute ab, und da es über Funk läuft, wäre da genauso das Funknetz überlastet. Deshalb wird es auch erstmal noch gaaaanz lange kein LTE ohne Drosselung geben, weil dazu erstmal in großem Maße das Funknetz ausgebaut werden muss. Und das kostet Geld und das dauert. Und es wird mit Sicherheit nicht in ländlichen Gebieten damit begonnen. Was bringt es schon, ein teurer Netzausbau für ein paar 100 Leutchen. Rein wirtschaftlich gesehen verstehe ich das sehr wohl. Aber wenn schon Subventionen dafür gezahlt werden, sollte es doch möglich sein. In anderen Ländern ist es schließlich anscheinend möglich. Schade ist das muss ich sagen. Kann man nur hoffen, dass irgendwann doch mal DSL ausgebaut wird. Ich komme ursprünglich aus München, habe dort 850 € für eine Ein-Zimmer-Wohnung bezahlt. Verdient habe ich 1250 €. Mir blieben demnach grade mal 400 € übrig. Selbst Hartz-4 wäre lukrativer gewesen, denn die bekommen eine Wohnung bezahlt mit angemessenen großem Wohnraum und noch 404 € ausbezahlt. Mit Partner und einem Kind ist das aber unmöglich in einer 1-Zimmer-Wohnung zu leben, die Mietpreise für eine 3-4 Zimmer Wohnung sind horrend hoch. Da kann man eigentlich schon nur noch aufs Land ziehen, und genau deshalb sind wir aufs Lande gezogen. Aber dort bekommt man halt schlechtes Internet. Es stellt lediglich eine Internetverbindung zur Verfügung, damit man überhaupt etwas hat und dafür zahlt man nicht zu knapp. Am liebsten würde ich zur Telekom wechseln, da werde ich wenigstens keine Katze als Pferd verkauft wird, und ich weiß über meine Drosselung zu 48 KB/s nach 30 GB Highspeed bescheid. Finde ich gut. Also nicht die Drosselung an sich, am Liebsten wäre mir natürlich keine Drosselung...aber der Fakt, dass sie es hinschreiben, dass es gedrosselt wird. Habe mich nämlich extra für Satelliteninternet entschieden, weil hier mit schneller Verbindung ohne Volumenbegrenzung und Drosselung geworben wird. Dafür wird es aber durch so viele Leute aufgeteilt, dass es langsam ist. So langsam wie das ist, hätte ich auch zur Telekom mit einer Drosselung gehen können, damit wäre ich sogar noch schneller und zudem noch günstiger dran.
    Aber jetzt hänge ich ja in einem 24-Monats-Vertrag drinnen und muss die tolle Hardware des Sat-Anbieters abzahlen. Sonst würd ich jetzt wechseln. Habe extra den Namen des Anbieters über den ich etwas schlechtes zu sagen habe weggelassen.
  • 12.02.2018 09:04
    mho73 antwortet auf 6341
    Benutzer 6341 schrieb:
    > Halla,
    >
    > Warum nehmen Sie keinen Richtfunk ??

    Weil es keinen gibt vielleicht? Nur so als Idee...
  • 12.02.2018 16:24
    6341 antwortet auf mho73
    Hallo,

    Sie sagten, dass es aber in Ihrer Nähe schon DSL-ANSCHLUSS gibt ! Sicher gibt Ihnen jemand gegen Bezahlung Zugang zu seinem DSL-ANSCHLUSS, den können Sie mehrere Kilometer mit Wlan-Richtfunk überbrücken!
    Sie müssen beide Antennen so hoch setzen, dass Sichtkontakt besteht. Die Hardware und Software ist billig, es gibt mehrere Videos darüber auf YouTube !!
    Bei mir möchten Freifunker auch solch eine Antenne errichten, ich bekomme als Gegenleistung kostenloses Internet !

    Gruß: Konrad Lesch
  • 12.02.2018 10:15
    x-user antwortet auf Kathyli
    Benutzer Kathyli schrieb:

    > Satelliten-Internet von bis zu 50 MB/s. Habe deshalb getrost
    > das Haus gekauft und einen Vertrag mit einem Anbieter zu
    > Satelliteninternet abgeschlossen. Ich kann nur sagen, man surft
    > furchtbar langsam. Eigentlich hätte ich eine 1.6 GB/s Leitung
    > laut Vertrag. Diese steht mir so gut wie nie zur Verfügung egal
    > zu welchen Uhrzeiten. Ich habe seither einen Online Monitor
    > mitlaufen, und in der Regel habe ich 30 KB/s bis hin zu 200
    > KB/s.

    Da hast du offenbar die Katze im Sack gekauft. Gab es denn keine Testphase mit Rücktrittsoption? Welchen Anbieter hast du da?

  • 17.05.2018 16:07
    syntom antwortet auf Kathyli
    Benutzer Kathyli schrieb:
    > Möchte dazu auch etwas sagen.
    > Ich habe mir vor Kurzem ein Haus auf dem Land gekauft. Habe
    > mich vorab über eine Internet Verfügbarkeit informiert. Es
    > stand fest, dass kein Internet über DSL, oder über
    > Kabelanschluss zur Verfügung steht. Allerdings
    > Satelliten-Internet von bis zu 50 MB/s. Habe deshalb getrost
    > das Haus gekauft und einen Vertrag mit einem Anbieter zu
    > Satelliteninternet abgeschlossen. Ich kann nur sagen, man surft
    > furchtbar langsam. Eigentlich hätte ich eine 1.6 GB/s Leitung
    > laut Vertrag. Diese steht mir so gut wie nie zur Verfügung egal
    > zu welchen Uhrzeiten.

    Irgendwie finde ich den Post sehr lustig. Sie schreiben, dass Sie eine 1.6 GB/s Leitung laut Vertrag haben. Wie soll das bitte gehen?
    1.6 GB/s wären 12800 (zwölftausendachthundert!) MBit/s. Die Telekom hat bei VDSL max. 100 MBit/s
    Somit gehe ich aus, dass Sie doch nicht so ganz im klaren sind, was sie eigentlich gebucht haben etc.pp

    Ich reagiere übrigens deshalb auf den Beitrag, weil ich im Ferienhaus eine Satelliten-Internet Verbindung über Tooway (www.satinternet.com) besitze. Es gibt KEINEN Satelliten Betreiber, der 50 Mbit/s anbietet. Ich habe einen Vertrag bei dem ich 20 Mbit/s im Downstream und 6 Mbit/s im Upstream habe - und ... diese kommen immer an. Aufgrund der Latenz sollte man schon einen Speedtest nutzen, der auch mit dieser Infrastruktur funktioniert. Dieser z.B.: http://speedprob­e.skylogicnet.com
  • 17.05.2018 19:34
    corioli antwortet auf syntom
    Benutzer syntom schrieb:
    > Irgendwie finde ich den Post sehr lustig.

    Geisterthread...2015...

    Inzwischen kann der Threadstarter bestimmt schon GByte von MByte unterscheiden

    Gruß
    Corioli