Diskussionsforum
  • 14.02.2003 11:50
    flabbergaster schreibt

    die 13. Fee...

    aus dem Märchen des Hochmittelalters kam, sah und sagte: DUMPNET möge nicht sterben, sondern nur in einen 100 jährigen DUMPfenSchlaf verfallen.

    Wie ist sowas heutzutage, anfang des 21. jahrhunderts noch möglich, dass jemand jemand anders für eine Null-Leistung, wie es z.B. eine technisch mißglückte (Fehl-) Verbindung ist, die ja immer wieder mal vorkommen kann, ein saftiges Entgelt draufbrummt?

    Das wäre eine Abgabe. Wie sie im Zivilrecht, wo Geschäftspartner an sich GLEICHRANGIG sind, gar nicht vorkommen duerfte, sondern nur im Umgang von Rittern mit ihren Leibeigenen.

    Das ist ganz und gar nicht cool, da hilft auch das ganze Reklamegetöse nichts, sondern obrigkeitsstaatlich-ritterrüstungsklirrend.

    Absolut aus vordemokratischer zeit stammendes Geschäftsgebaren! und das betrifft keineswegs nur Dumpnet sondern alle übrigen die so verfahren, und zu denen sich D.n. ja *von oben her* dazugesellt hat.

    IMHO, 4,99 cent sind immer noch zu hoch. jedes millicent, das ohne gegenleistung aus der tasche gezogen wird.

    Warum koennen die Internet-Kaufleute heutzutage keine normale Dreisatzrechnung mehr machen, um Fixkosten in ausbringungsabhaengige (sprich: sekundenabhaengige /minutenabhaengige) entgelte umzulegen? meines wissens muss man dazu nur dividieren.... der kaufmann vom Milchladen an der Ecke kann das schon lange, und traegt auch unternehmerisches Risiko, wofür er auch RESPEKT verdient.

    Während man bei 'Unternehmern' die dermassen risikoscheu sind, dass sie am liebsten ihre Kunden die Miete fürs Kühlregal Ladenmiete in Monatsraten abstottern lassen, eher die nase rümpft.

    Wer Grundgebuehren etc. verlangt, beweist nach den Regeln der Volkswirtschaftslehre, Abt. Mikroökonomie, dass er soviel Marktmacht besitzt, dass er seine Fixkosten seinen Kunden aufzwingen darf. _Das_ wäre ein Fall für die Regulierungsbehörde, solchen Indizien nachzugehen!

    Das musste auch mal gesagt werden!

    ciao & gute Besserung!

    fl.g.

    >>:-(

  • 14.02.2003 13:00
    matrino antwortet auf flabbergaster
    Hallo,

    recht magst du haben, doch risikoscheu hin oder her. Nenne mir einen realistischen Minutenpreis, den du gerecht finden würdest und der nicht mit einer Einwahlgebühr behangen ist.

    Ich kann dir jetzt schon sagen, doch damit meine ich nicht dich, sondern jeden Endkunden, dass durch die Billigaktionen großere Provider das Preisniveau dermaßen gesunken ist, dass auch kleinere Provider versuchen da mit zu halten.

    Dies lässt sich jedoch nur mit einer Einwahlgebühr finanzieren, denn ohne die würden Verluste ins Unermessliche steigen und Dumpingaktionen ausbleiben.

  • 14.02.2003 14:15
    fruli antwortet auf matrino
    0-24h weniger als 1 Cent/min ohne Einwahlstrafe und ohne Mindestumsatz mit 60/6
    Benutzer matrino schrieb:

    > Nenne mir
    >
    einen realistischen Minutenpreis, den du gerecht finden
    >
    würdest und der nicht mit einer Einwahlgebühr behangen ist.

    rund um die Uhr 1 Cent/min ohne maliziöse Einwahlstrafe, mit Minutentakt und ohne Mindestumsatz wäre z.B. ok.

    Heute schon zu haben:

    Mo-So 9-18 Uhr: Compuserve Pro für 0,9 Cent/min
    Anmeldung, Minutentakt, kein Mindestumsatz, keine maliziöse Einwahlstrafe


    Mo-Fr 18-9h & Sa+So ganztags: germany.net-privat 019122010 (Arcor Easy-Alt-Tarif) für 0,97 Cent/min
    Anmeldung, Minutentakt, kein Mindestumsatz, keine maliziöse Einwahlstrafe
    Achtung: dieser Tarif wird zwar schon lange nicht mehr aktiv von Arcor beworben, ist aber nach wie vor auch für Neukunden verfügbar, indem sie sich beim kostenlosen Arcor-Mail/UMS/Organizer-Dienst einen Account holen und diese Arcor-PIA/UMS-Benutzerdaten zur Einwahl über o.a. Rufnummer 019122010 verwenden.



    Alternativ mit Freenet-Zwangsportal (laesst sich BTW z.B. mittels Netlaunch / wget umgehen):

    Freenet Business: Mo-So 14-20h 0,99 Cent/min
    Anmeldung, Minutentakt, kein Mindestumsatz, keine maliziöse Einwahlstrafe

    Freenet Special: Mo-So 18-8h 0,89 Cent/min
    keine Anmeldung, Minutentakt, kein Mindestumsatz, keine maliziöse Einwahlstrafe






    > Dies lässt sich jedoch nur mit einer Einwahlgebühr finanzieren,
    >
    denn ohne die würden Verluste ins Unermessliche steigen und
    >
    Dumpingaktionen ausbleiben.

    Ein Angebot mit einer maliziöse Einwahlstrafe, die das mehrfache (z.B Arcor-Spar: das 7fache!) des Minutenpreises ausmacht, ist ganz einfach kein Dumping-Angebot, sondern ein Angebot, das auf die Dummheit des Kunden abzielt.
    Mann kann sich ja leicht ausrechnen, dass sich das nur bei einer *garantierten* Verbindungsdauer von einer Stunde und mehr lohnt.



    Genau gleich zielen die Mobilfunk-Anbieter (bzw. Call-by-Call-Anbieter zu Mobilfunk-Zielen) mit ihrer zunehmenden vollen Berechnung der 1. Verbindungsminute bei horrenden Minutenpreisen auf diese Kundendummheit: für den mündigen Kunden IMHO vollkommen inakzeptabel.

    In Frankreich gab es da vor kurzem ein Aufschrei, der durch die ganze Presse hallte. Ergebnis war, dass endlich wieder mehr Angebote mit besserem Takt auf den Markt kamen.

    Das ist in Deutschland auch mal wieder nötig.

    So long.
    fruli
  • 14.02.2003 14:24
    matrino antwortet auf fruli
    RE: 0-24h weniger als 1 Cent/min ohne Einwahlstrafe und ohne Mindestumsatz mit
    Compuserve, Arcor und Freenet: Ich denke die größe dieser drei Beispiele dürfte dir bekannt sein. Die finanzieren das ganze gegen. Freenet sponsorst du als Steuerzahler zudem auch mit, leider.

    1 Ct/min. ist völlig unrealistisch und dann noch ohne Einwahlgebühr. Bei Compuserve ist der Tarif nur mit Anmeldung nutzbar. Compuserve gehört übrigens zu AOL. Einen Tarif ohne Anmeldung in dieser Preisklasse, ohne Einwahlgebühr und dann für einen längeren Zeitraum, ist utopisch.

    Träum weiter :-)
  • 14.02.2003 15:12
    fruli antwortet auf matrino
    Benutzer matrino schrieb:
    > Compuserve, Arcor und Freenet: Ich denke die größe dieser drei
    >
    Beispiele dürfte dir bekannt sein. Die finanzieren das ganze
    >
    gegen.


    > Freenet sponsorst du als Steuerzahler zudem auch mit,
    >
    leider.

    Freenet finanziert die Tarife mit Einnahmen aus dem Zwangs-Portal gegen und macht durch das Zugangsgeschaeft dadurch keine Verluste.


    > 1 Ct/min. ist völlig unrealistisch und dann noch ohne
    >
    Einwahlgebühr.

    Ich nutze das schon seit Jahren. Also unrealistisch?


    > Einen Tarif ohne
    >
    Anmeldung in dieser Preisklasse, ohne Einwahlgebühr und dann
    >
    für einen längeren Zeitraum, ist utopisch.

    Anmeldung ist mir egal, Hauptsache ohne Einwahlstrafe und ohne Mindestumsatz.

    Im übrigen sind die DTAG-Inkasso-Gebuehren seitdem der EVN nicht mehr gedruckt wird, die DTAG nur noch für Rechnungs-Zeilen drucken kassiert und nicht mehr am Umsatz beteiligt ist, extrem niedrig fuer die ISPs. Daher sehe ich nicht, warum niedrige Tarife nicht auch ohne Anmeldung angeboten werden koennen.


    > Träum weiter :-)

    Ich träum nicht, sondern nutze genau diese Tarife -wie im übrigen auch viele meiner Bekannten- schon seit einigen Jahren:

    immer unter 1 Cent/min, ohne Einwahlstrafe, ohne Mindestumsatz und mit Minutentakt.

    Im übrigen ist 1 Cent/min für ISPs, die mit einer Einwahl-Infrastruktur arbeiten, die über viele Netz-Zusammenschaltungspunkten mit der DTAG verfügt, durchaus realstisch:

    laut http://www.regtp.de/reg_tele/01434/22/ beträgt der IC-Preis für den IC-Tarif Telekom-O.12 (Verbindungen mit Ursprung im Telefonnetz national der Telekom zum Online-Dienst von ICP) derzeit Mo-So 0-24h 0,0055 Euro pro Minute mit Sekundentakt für Tarifzone I.

    Arcor & Mediaways verfügen über ein derartig engmsschig ausgebautes Netz, dass für sie praktisch nur dieser IC anfällt.

    Damit sind diese Tarife (unter 1 Cent/min ohne Einwahlstrafe mit Minutentakt und ohne Mindestumsatz) für Compuserve (Mediaways-Backbone) / Arcor also durchaus realstisch.

    So long.
    fruli
  • 14.02.2003 15:21
    matrino antwortet auf fruli
    Freenet finanziert die Tarife mit Einnahmen aus dem
    Zwangs-Portal gegen und macht durch das Zugangsgeschaeft
    dadurch keine Verluste.

    Der Werbemarkt im Internet ist am Boden. Freenet hat so gut wir nur noch Eigenwerbung auf seinem Zwangsportal.

    > > 1 Ct/min. ist völlig unrealistisch und dann noch ohne
    > >
    Einwahlgebühr.
    >
    > Ich nutze das schon seit Jahren. Also unrealistisch?
    >
    > > Einen Tarif ohne
    > >
    Anmeldung in dieser Preisklasse, ohne Einwahlgebühr und dann
    > >
    für einen längeren Zeitraum, ist utopisch.
    >
    > Anmeldung ist mir egal, Hauptsache ohne Einwahlstrafe und ohne
    >
    Mindestumsatz.

    Bei Anmeldung ist es was anderes, da kommt kein DTAG-Inkasso hinzu.
    >
    > Im übrigen sind die DTAG-Inkasso-Gebuehren seitdem der EVN
    >
    nicht mehr gedruckt wird, die DTAG nur noch für
    >
    Rechnungs-Zeilen drucken kassiert und nicht mehr am Umsatz
    >
    beteiligt ist, extrem niedrig fuer die ISPs. Daher sehe ich
    >
    nicht, warum niedrige Tarife nicht auch ohne Anmeldung
    >
    angeboten werden koennen.

    *Sichtotlacht

    Sag mal, wo träumst ja wirklich. Denkst du die DTAG hat nur noch für's Zeilendrucken Geld kassiert. Es geht ums Inkasso. Um das Eintreiben der Entgelte und darum das viele Leute nicht zahlen. Diese Kosten müssen abgedeckt und auf die Minutengebühr umgelegt werden. Nexnet ist die zentrale Inkassostelle für diese Dienste und die möchten für Ihre Leistungen auch was haben.

    Wenn du dich anmeldest, dann musst du als Provider nicht über die DTAG gehen und keine Inkassogebühren an die zahlen, sonder du kannst die Abrechnung selber machen. Dadurch, aber nur dadurch können die so günstige Preise anbieten.

    Das geht aber nicht bei IbC ohne Anmeldung!
  • 14.02.2003 16:30
    fruli antwortet auf matrino
    Benutzer matrino schrieb:
    > Der Werbemarkt im Internet ist am Boden.

    Mag sein. Aber uebrigens nicht nur da. Print- und TV-Werbung stehen auch nicht besser da.

    Trotzdem erhaelt jeder 0815-Freenet-Surfer ohne einige Verrenkungen bei jeder Freenet-Einwahl das Freenet-Zwangs-Portal vorgesetzt. Deshalb waere BTW eine maliziöse Verbindungsstrafe fuer Freenet auch nicht so gut: mit Verbindunsstrafe weniger Einwahlen und damit weniger Zwangs-Portal-Aufrufe.

    > Freenet hat so gut wir
    >
    nur noch Eigenwerbung auf seinem Zwangsportal.

    Also ich seh da noch einiges an Fremdwerbung.

    >> Im übrigen sind die DTAG-Inkasso-Gebuehren seitdem der EVN
    >> nicht mehr gedruckt wird, die DTAG nur noch für
    >> Rechnungs-Zeilen drucken kassiert und nicht mehr am Umsatz
    >> beteiligt ist, extrem niedrig fuer die ISPs. Daher sehe ich
    >> nicht, warum niedrige Tarife nicht auch ohne Anmeldung
    >> angeboten werden koennen.

    > Sag mal, wo träumst ja wirklich. Denkst du die DTAG hat nur
    >
    noch für's Zeilendrucken Geld kassiert. Es geht ums Inkasso.

    Das Inkasso ist bei den Gebuehren von weniger als 1,5 Cent pro Rechnungszeile schon mit drin, falls der Kunde ordentlich zahlt, nicht reklamiert und nicht in Zahlungsverzug gegenueber der DTAG geraet.


    > Um das Eintreiben der Entgelte und darum das viele Leute nicht
    >
    zahlen.

    Dann wuerde ich mal fragen: warum zahlen diese vielen Leute nicht und warum muessen diese Entgelte nachtraeglich eingetrieben werden?

    Fühlen sie sich abgezockt, weil die ISPs keinen EVN mehr liefern, Einwahlstrafen-Verdummungs-Tarife anbieten und die Leute daher nicht mehr richtig nachvolliehen koennen, fuer genau welche Leistungen sie denn zahlen sollen?


    > Diese Kosten müssen abgedeckt und auf die Minutengebühr
    >
    umgelegt werden. Nexnet ist die zentrale Inkassostelle für
    >
    diese Dienste und die möchten für Ihre Leistungen auch was
    >
    haben.

    Wenn jeder Anbieter mit DTAG-Inkasso wie Freenet vorbildlich einen Online-EVN zur Verfügung stellen wuerde & die Tarife einfach nachvollziehbar waeren ohne Einwahlstrafen-Falle, wuerden IMHO weniger Leute nicht zahlen und damit die NexNet-Inkasso-Gebuehren stark sinken.

    Wenn ich auf der DTAG-Rechnung sehe: Gebuehren fuer Anbieter X, Y Stunden gesurft und dann ploetzlich wegen der Einwahlstrafe ein rechnerischer Minutenpreis rauskommt, der das Doppelte des beworbenen Minutenpreises betraegt, werde ich natuerlich eher auf die Idee kommen, zu reklamieren und nicht zu bezahlen und damit die NexNet-Mahnmaschine anstossen.

    Zum anderen verschickt doch Nexnet Mahnungen mit erheblichen Mahngebuehren an die saeumigen Zahler. Weshalb muessen da also die Nexnet-Mahnkosten auf den Minutenpreis umgelegt werden, wenn Nexnet doch die Mahnkosten direkt auf die saeumigen Zahler weitergibt?


    > Wenn du dich anmeldest, dann musst du als Provider nicht über
    >
    die DTAG gehen und keine Inkassogebühren an die zahlen, sonder
    >
    du kannst die Abrechnung selber machen. Dadurch, aber nur
    >
    dadurch können die so günstige Preise anbieten.

    Tut mir leid. Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Gerade 3U 01078 sind seit Anfang an z.B. im Sprachtelefonie-Bereich auf dem deutschen Markt gerade deshalb so profitabel, weil sie auch bei Anmeldepflicht (Preselection) DTAG-Inkasso in Anspruch nehmen und dadurch schlank bleiben koennen.

    Auch Freenet & Arcor (mit Ausnahme vonm Tarif Arcor Power mit 20h Mindestumsatz) nehmen bei allen anmeldepflichtigen Schmalband-Internet-Tarifen seit jeher DTAG-Inkasso in Anspruch.
    Wenn das nicht guenstiger fuer sie waere, wuerden sie das wohl kaum machen.

    So long.
    fruli