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Doch, es macht einen Unterschied!


31.01.2011 13:50 - Gestartet von ttfried
Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis: beim Telefonieren reden die Leute durchaus anders als wenn sie sich mit dem Sitznachbarn unterhalten.

In der S-Bahn stört es seit Jahren nicht, wenn sich die Leute unterhalten. Das grummelt eher vor sich hin; die Stimmlage ist eher dunkel, weich und ohne große "Power". Das kann man gut überhören. Wenn sie aber zum Handy greifen, wird die Stimme hart, laut. Das tönt meterweit und über die Fahrgeräusche hinweg und kann sehr penetrant, weil kaum zu überhören, sein.

In der U-Bahn desgleichen.

Warum sollte es im Flugzeug anders sein?

Vor allem: in der Bahn kann ich, wenn so ein Bussiness-Hektiker die Arbeit mitbringt, das Abteil wechseln. Im Flugzeug nicht.
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[1] PeterOZ antwortet auf ttfried
31.01.2011 13:58
Benutzer ttfried schrieb:

Vor allem: in der Bahn kann ich, wenn so ein Bussiness-Hektiker die Arbeit mitbringt, das Abteil wechseln. Im Flugzeug nicht.
Man kann ihn höflich bitten, mal kurz nach draußen zu gehen.
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[1.1] Kai Petzke antwortet auf PeterOZ
31.01.2011 14:18
Benutzer PeterOZ schrieb:

Man kann ihn [den nevernden telefonierenden Fluggast] höflich bitten, mal kurz nach draußen zu gehen.

Da draußen auf dem Flügel ist es aber zum Telefonieren VIEL zu laut und windig ;-)


Kai
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[1.1.1] 7VAMPIR antwortet auf Kai Petzke
31.01.2011 16:05
Genau wie früher die Raucherbereiche sollte
telefonieren nur in bestimmten Zonen erlaubt
sein.
Eine bauliche Abgrenzung halte ich dabei nicht
unbedingt für erforderlich.
Aber die Funkversorgung sollte so eingerichtet
werden, dass ausserhalb dieser Bereiche
wirklich NIX geht.

Das Erheben der Stimme beim Telefonieren ist
besonders stark bei Gesprächen, die über
grosse Entfernungen zB ins Ausland oder gar
interkontinental geführt werden.
Im Bewusstsein des Sprechers entsteht wohl
durch die gefühlte Entfernung das Bedürfnis
laut zu werden, obwohl das bekanntlich seit
ca 30 Jahren nicht mehr nötig ist.

Ich hatte mal das (irON) Vergnügen einer
roamenden Deutschen bei einem Gespräch mit
ihrem Chef in Deutschland zuhören zu dürfen
während sie sich in einem Londoner Vorortzug
UNVERSTANDEN fühlte.
Die Details der Geschäftsbesprechung über die
sie berichtete und das Geschleime mit dem sie
es tat fand ich (irOFF) richtig WIEDERLICH.
Ich will nicht hören was andere anderen
erzählen.

Bitte sprecht ins Handy so leise wie in ein
Haustelefon!

Den ankommenden Ton lauter einstellen oder
ein Headset benutzen wirkt dem Drang zu
brüllen entgegen. Einfach mal versuchen.

01777VAMPIR ª directbox com

::::::::::


Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer PeterOZ schrieb:

Man kann ihn [den nevernden telefonierenden Fluggast] höflich
bitten,
mal kurz nach draußen zu gehen.
JaaaJa...

Da draußen auf dem Flügel ist es aber zum Telefonieren VIEL zu laut und windig ;-)
Kai

Dafür könnte man aber wenigstens über die
Bodenstationen günstig telefonieren und müsste
nicht das sündteure Angebot der Airline nutzen.
*g*

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[1.1.1.1] Kai Petzke antwortet auf 7VAMPIR
31.01.2011 18:26
Benutzer 7VAMPIR schrieb:
Genau wie früher die Raucherbereiche sollte telefonieren nur in bestimmten Zonen erlaubt sein.

Im ICE gibt es jeweils Extra-Wagen für die, die nicht von der Handy-Sucht lassen können, und für die, die ungestört fahren wollen, ja bereits seit etlichen Jahren. Was einen offensichtlich lernresistenten und bildzeitungslesenden Oberlehrer, der mir leider mal schräg gegenüber saß, aber nicht hinderte, mir im *Handy-Wagen* anzudrohen, das Gerät unter Anwendung von Gewalt abzunehmen und im nächsten Bahnhof ins Gleis zu schmeißen, und meine Hinweise, er möge in den *Ruhewagen* gehen, wo ich ihn garantiert nicht stören werde, als Affront gegen ihn abzutun.


Kai
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[1.1.1.1.1] 7VAMPIR antwortet auf Kai Petzke
31.01.2011 18:55

einmal geändert am 31.01.2011 19:16
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Im ICE gibt es jeweils Extra-Wagen für die, die nicht von der Handy-Sucht lassen können, und für die, die ungestört fahren wollen, ja bereits seit etlichen Jahren. Was einen offensichtlich lernresistenten und bildzeitungslesenden Oberlehrer, der mir leider mal schräg gegenüber saß, aber nicht hinderte, mir im *Handy-Wagen* anzudrohen, das Gerät unter Anwendung von Gewalt abzunehmen und im nächsten Bahnhof ins Gleis zu schmeißen, und meine Hinweise, er möge in den *Ruhewagen* gehen, wo ich ihn garantiert nicht stören werde, als Affront gegen ihn abzutun.
Kai

Das war es wohl, was der Erfinder meinte als
er sein neuestes Werk "PEACEMAKER" nannte...

Der Erfinder des Faustkeils ist ja leider
nicht namentlich bekannt.
Aber er hatte sicherlich ein vergleichbares
Anliegen wie Samuel COLT.

Aber vielleicht würde eine deutliche
Kennzeichnung der Zonen schon genügen
Frieden zu stiften.

01777VAMPIR ª directbox com
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[1.1.1.2] Hightower antwortet auf 7VAMPIR
07.02.2011 10:31
Benutzer 7VAMPIR schrieb:
Aber die Funkversorgung sollte so eingerichtet werden, dass ausserhalb dieser Bereiche
wirklich NIX geht.

Nun, ich denke da ist eher Eigenverantwortung gefragt. Und evtl. muss auch das Zugpersonal die Verbote durchsetzen. (Ich denke das würden sie auch machen, wenn jemand anfangen würde zu rauchen.)

Störsender finde ich nicht gut, denn evtl. braucht man im Notfall trotz Ruhezone eine Verbindung zur Notrufzentrale und zweitens sollte es nicht stören, wenn ich mit lautlosem Handy eine SMS lese oder schreibe.
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[1.1.1.2.1] 7VAMPIR antwortet auf Hightower
07.02.2011 15:46
Benutzer Hightower schrieb:
Benutzer 7VAMPIR schrieb:
7V Aber die Funkversorgung sollte so eingerichtet
7V werden, dass ausserhalb dieser Bereiche
7V wirklich NIX geht.
Nun, ich denke da ist eher Eigenverantwortung gefragt. Und evtl. muss auch das Zugpersonal die Verbote durchsetzen. (Ich denke das würden sie auch machen, wenn jemand anfangen würde zu rauchen.)
Grade das Beispiel Rauchen in geschlossenen
Räumen hat gezeigt, dass zu viele Leute völlig
rücksichtslos rauchen, lärmen und sich auch
ansonsten ausbreiten.
Es genügt ja wenn das wenige tun um alle zu
beeinträchtigen.
Nur wenn sie durch klare Verbote und beinharte
Durchsetzung gezwungen sind, funktioniert die
"Rücksicht".

Störsender finde ich nicht gut, denn evtl. braucht man im Notfall trotz Ruhezone eine Verbindung zur Notrufzentrale und
Sehr richtig. Darum habe ich auch keine
Störsender vorgeschlagen. Mir genügt es,
keine Verstärkersysteme einzubauen. Allerdings
wird man wohl mit Personaleinsatz die Ruhe
durchsetzen müssen, wenn Verbindungen
technisch möglich sind.

zweitens sollte es nicht stören, wenn ich mit lautlosem Handy eine SMS lese oder schreibe.
Auch dagegen ist nichts einzuwenden.
Dann musst Du aber bereit sein
Aufsichtspersonal einzustellen.
Sonst hast Du sofort wieder Chaos und
Forderungen nach völliger Blockade.

01777VAMPIR ª directbox com
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[1.2] ttfried antwortet auf PeterOZ
31.01.2011 20:45
Vor allem: in der Bahn kann ich, wenn so ein Bussiness-Hektiker die Arbeit mitbringt, das Abteil wechseln. Im Flugzeug nicht.

Man kann ihn höflich bitten, mal kurz nach draußen zu gehen.


Das ist kontraproduktiv.
Da erhöht er den Luftwiderstand, verringert die Geschwindigkeit und dann greifen alle anderen zum Handy, wählen die Nummer und plärren "Das Flugzeug ist zu langsam, ich komme zu spät zum Termin!" rein.

Vielleicht sollte man im Frachtraum, wo Platz ist für Koffer und Taschen, auch eine Ecke für Plaudertaschen einrichten ;-)
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[1.2.1] klappehalten antwortet auf ttfried
02.02.2011 14:50
Benutzer ttfried schrieb:
Vielleicht sollte man im Frachtraum, wo Platz ist für Koffer und Taschen, auch eine Ecke für Plaudertaschen einrichten ;-)

Ich sehe da gerade ein Bild vor mir. Telefonierende Fluggäste werden mit dem Gepäcktransport über den Flugplatz gekarrt :D

Grüße kh
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[2] mikiscom antwortet auf ttfried
02.02.2011 13:37

In der S-Bahn stört es seit Jahren nicht, wenn sich die Leute unterhalten. Das grummelt eher vor sich hin; die Stimmlage ist eher dunkel, weich und ohne große "Power". Das kann man gut überhören. Wenn sie aber zum Handy greifen, wird die Stimme hart, laut. Das tönt meterweit und über die Fahrgeräusche hinweg und kann sehr penetrant, weil kaum zu überhören, sein.

Das ist mir auch schon genau so aufgefallen. Dürfte daran liegen, dass man den Gesprächspartner im Handy leiser hört als den Sitznachbarn und dann automatisch lauter redet weil man denkt, dass der Gesprächspartner einen sonst nicht versteht.

Daher rufe ich aus dem Bus usw. selbst nie an und wenn mich einer anruft, sag ich dem nur dass ich den in x Minuten (wenn die Fahrt zu Ende ist) zurückrufe und fertig. Und das bewusst so ruhig wie möglich. Zwar schon dass der andere es versteht, aber nicht der ganze Bus.

Nur Internet finde ich in Ordnung, da es keine Geräusche für andere Fahrgäste verursacht. Das sollte wohl auch im Flugzeug so sein.
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[3] zweitervonhinten antwortet auf ttfried
14.08.2012 06:46

einmal geändert am 14.08.2012 06:48
Benutzer ttfried schrieb:


Warum sollte es im Flugzeug anders sein?

Vor allem: in der Bahn kann ich, wenn so ein Bussiness-Hektiker die Arbeit mitbringt, das Abteil wechseln. Im Flugzeug nicht.

ich selber hasse s- & u-bahn telefonierer und business-bahn-telefonierer sind alles andere als professionell. die zug-themen kennen wir alle (business und privat). allerdings habe ich mich inzwischen entspannt. im immer hektisch und schneller werdenden arbeitsalltag bleibt am tage keine zeit für ein privates (soweit man es in der bahn so nennen kann) telefonat und so finde ich ein gespräch zur zwischenmenschlichen kommunikation besser als nur ein LIKE auf unseren profilen und fahre weiter gerne im ice-ruheabteil und liebe handyfreie flüge.

öffentliches telefonieren ist oftmals so ed hardy.