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GÄHHHHHHN...


19.12.2002 16:20 - Gestartet von peeeeet
Und wieder die alte Geschichte...

Erstmal Kunden gewinnen und gaaaaaaaaanz feste binden (Anschlußgebühr, Modemkosten, lange Anschluß-Wartezeiten etc.).

Danach werden dann kräftig die Preise erhöht und einfach nur abkassiert!
Glaubt hier wirklich jemand an das Märchen vom bösen Powerloader, der die alte Großmutter kaputt lädt?!

Einige scheinen das kleinste Einmaleins des Marketings nicht im geringsten zu durchschauen: Diese Kalkulationen und die Preiserhöhungen standen schon fest, bevor der erste DSL-Anschluß geschaltet wurde! Die Taktik ist auch nicht besonders neu, siehe Mobilfunkmarkt vor 2 Jahren...

Wer dran glaubt, daß asoziale Downloadsüchtige alles kaputt machen und die Firmen in den Konkurs treiben - bald kommt ja auch das Christkind. Denn eins muß ja "wahr" bleiben, DSL wurde nicht erfunden um viel Traffic zu erzeugen, neeeeeeeeeein :)) Das nette Angebot wird nur in schändlicher Weise missbraucht - ich gebs zu: Das konnte vorher niemand wissen, daß das so ausartet!

Noch was zum Nachdenken: Bei Arcor kann man laden so viel und so lange man will! Wenn dabei so sehr draufgelegt werden würde, dann könnte Arcor ein gemeinnütziger Verein werden und die Gebühren würden dann zu Spenden. Irgendwer scheint ja noch dran zu verdienen - trotz allem.

Also hier (bei 1&1) wird einfach abkassiert, wieviel wage ich nicht zu sagen - aber auch mit 0,5 cent hat irgendwer was verdient! Aber was hat denn der Kunde für eine Chance? Schließlich ist man ja froh, daß man seinen DSL-Anschluß hat.

Wäre ich 1&1-Kunde, ich würde schon aus Prinzip kündigen.
Auf der anderen Seite, warum sollten die Menschen bei 1&1 besser sein als die anderen. Die Kundenzahlen scheinen wohl ganz gut zu sein. Wäre ich Herr 1&1, ich würde auch die Preise erhöhen und mich kringelig lachen...

--- Also nochmal:
--- Kunde gewinnen, etwas mästen und dann beginnt das muntere
--- Ausnehmen soweit es eben geht!

Also nicht beschweren, sondern handeln oder einfach bezahlen.

Eine Info noch zum Schluß: Es gibt in der gesamten Telekommunikationsbranche nur einen Grund Preise zu ERHÖHEN: Nämlich um den Nettogewinn zu steigern! Die Technik selbst wird von Sekunde zu Sekund günstiger...


Frohes Fest, ärgert Euch nicht zuviel und laßt doch beim Thema Telekommunikation die Emotionen unten - es geht doch um nix wirklich WICHTIGES!

bis denne

peeeeet (Marketing-Mitarbeiter in der Telekommunikationsbranche, der Feierabend hat)
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[1] derproblemlöser antwortet auf peeeeet
19.12.2002 22:01
Benutzer peeeeet schrieb:
Und wieder die alte Geschichte...

Erstmal Kunden gewinnen und gaaaaaaaaanz feste binden (Anschlußgebühr, Modemkosten, lange Anschluß-Wartezeiten etc.).

Danach werden dann kräftig die Preise erhöht und einfach nur abkassiert! Glaubt hier wirklich jemand an das Märchen vom bösen Powerloader, der die alte Großmutter kaputt lädt?! Telekommunikationsbranche, der Feierabend hat)

Ich glaube an garnichts mehr außer an Dödel, die Verträge abschließen, verbilligte Handys/DSL-Modems abfassen und nur auf die nächste Gelegenheit warten, um SONDERKÜNDIGUNGSRECHT zu rufen.
Was daran illegal ist? Nichts. An 1,2 Cent pro zusätzlichem MB aber auch nicht.

"Hauptsache ich..." - diese scheisz Mentalität der Deutschen kotzt mich unglaublich an.

Rentner: "Hauptsache meine hohe Rente ist sicher. Was interessieren mich die Schulden, die meine Generation den Jungen hinterläßt. Sollen sie doch meine und ihre Rente bezahlen, was interessierts mich?! Mir gehts gut..."

Surfer: "Hauptsache, ich kann 60 GB aus meiner Flatrate saugen. Je mehr, je besser. Was interessieren mich die darurch versauten Tarife. Sollen doch andere mich quersubventionieren!"

BMW-Fahrer: "Was interessiert mich die Umwelt, wenn ich mit Tempo 200 alleine im Auto sitzend Entenjagen spiele. Dann müssen eben mehr Leute Radfahren, damit ich meinen Spaß auch in Zukunft noch habe..."

Verdi/Beamtenbund: "Was interessieren uns die Arbeitslosen. Die sind meist eh keine Mitglieder. Hauptsache, die jetzt Beschäftigten bekommen eine satte Lohnerhöhung. Dann müssen eben die Steuern und Sozialabgaben noch weiter rauf. Uns doch egal. Beamte zahlen eh kaum Abgaben."

Politiker: "Was interessiert uns die Zukunft. Hauptsache, wir gewinnen die nächste Wahl und können uns unsere eigenen Taschen vollstopfen. Nach uns die Sinnflut!"
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[1.1] netwriter antwortet auf derproblemlöser
19.12.2002 22:13
Benutzer derproblemlöser schrieb:
Benutzer peeeeet schrieb:
Und wieder die alte Geschichte...

Erstmal Kunden gewinnen und gaaaaaaaaanz feste binden (Anschlußgebühr, Modemkosten, lange Anschluß-Wartezeiten etc.).

Danach werden dann kräftig die Preise erhöht und einfach nur abkassiert! Glaubt hier wirklich jemand an das Märchen vom bösen Powerloader, der die alte Großmutter kaputt lädt?! Telekommunikationsbranche, der Feierabend hat)

Ich glaube an garnichts mehr außer an Dödel, die Verträge abschließen, verbilligte Handys/DSL-Modems abfassen und nur auf die nächste Gelegenheit warten, um SONDERKÜNDIGUNGSRECHT zu rufen.
Was daran illegal ist? Nichts. An 1,2 Cent pro zusätzlichem MB aber auch nicht.

"Hauptsache ich..." - diese scheisz Mentalität der Deutschen kotzt mich unglaublich an.

Rentner: "Hauptsache meine hohe Rente ist sicher. Was interessieren mich die Schulden, die meine Generation den Jungen hinterläßt. Sollen sie doch meine und ihre Rente bezahlen, was interessierts mich?! Mir gehts gut..."

Surfer: "Hauptsache, ich kann 60 GB aus meiner Flatrate saugen. Je mehr, je besser. Was interessieren mich die darurch versauten Tarife. Sollen doch andere mich quersubventionieren!"

BMW-Fahrer: "Was interessiert mich die Umwelt, wenn ich mit Tempo 200 alleine im Auto sitzend Entenjagen spiele. Dann müssen eben mehr Leute Radfahren, damit ich meinen Spaß auch in Zukunft noch habe..."

Verdi/Beamtenbund: "Was interessieren uns die Arbeitslosen. Die sind meist eh keine Mitglieder. Hauptsache, die jetzt Beschäftigten bekommen eine satte Lohnerhöhung. Dann müssen eben die Steuern und Sozialabgaben noch weiter rauf. Uns doch egal. Beamte zahlen eh kaum Abgaben."

Politiker: "Was interessiert uns die Zukunft. Hauptsache, wir gewinnen die nächste Wahl und können uns unsere eigenen Taschen vollstopfen. Nach uns die Sinnflut!"

Ja voll geiles Plädoyer. Richtig gut.
Kein Flachs ehrlich.

Netwriter
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[1.2] MartyK antwortet auf derproblemlöser
19.12.2002 22:40
Benutzer derproblemlöser schrieb:
Benutzer peeeeet schrieb:
Und wieder die alte Geschichte...

Erstmal Kunden gewinnen und gaaaaaaaaanz feste binden (Anschlußgebühr, Modemkosten, lange Anschluß-Wartezeiten etc.).

Danach werden dann kräftig die Preise erhöht und einfach nur abkassiert! Glaubt hier wirklich jemand an das Märchen vom bösen Powerloader, der die alte Großmutter kaputt lädt?! Telekommunikationsbranche, der Feierabend hat)

Ich glaube an garnichts mehr außer an Dödel, die Verträge abschließen, verbilligte Handys/DSL-Modems abfassen und nur auf die nächste Gelegenheit warten, um SONDERKÜNDIGUNGSRECHT zu rufen.
Was daran illegal ist? Nichts. An 1,2 Cent pro zusätzlichem MB aber auch nicht.

"Hauptsache ich..." - diese scheisz Mentalität der Deutschen kotzt mich unglaublich an.

Jaja, die bösen, bösen Kunden. Aber wenn ein Anbieter mal die Gelegenheit nutzt und saftige Gewinne einfahren will (und das ist bei 12 Euro/GB ganz sicherlich der Fall), ist das ok, oder wie?
Gut, dass es nicht nur 1und1 gibt - möge es so bleiben...

Martin
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[1.3] Peterbilt antwortet auf derproblemlöser
20.12.2002 07:05
Benutzer derproblemlöser schrieb:

Verdi/Beamtenbund: "Was interessieren uns die Arbeitslosen. Die sind meist eh keine Mitglieder. Hauptsache, die jetzt Beschäftigten bekommen eine satte Lohnerhöhung. Dann müssen eben die Steuern und Sozialabgaben noch weiter rauf. Uns doch egal. Beamte zahlen eh kaum Abgaben."

OT:

Nur mal so zur Information:
Allein der Bund hat seit 1991 ca. 31 Mrd. EUR (!) bei den Beamten eingespart! Und wenn man das auf die (wesentliche höhere) Anzahl der Landesbeamten umrechnet, kommt ein hübscher dreistelliger Milliardenbetrag an Einsparungen raus.

Und was das Thema 'Abgaben' anbetrifft:
Lohnsteuer: wie jeder Normalsterbliche auch
Arbeitslosen'steuer': bereits vom Brutto abgezogen
Renten'steuer': bereits vom Brutto abgezogen
Krankenversicherung: Beihilfe, d.h. der Arbeitgeber zahlt nicht 50% der Versicherungsbeiträge, sondern nur im Leistungsfall (und das auf einem Level der deutlich unterhalb dem der AOK liegt....). Warum Beihilfe? Ist billiger.....

Wenn Beamte doch angeblich soo teuer sind, warum wurden dann Ende der 80er Jahre die Angestellten bei der Deutschen Bundespost quasi zwangsverbeamtet? (Zu dieser Zeit war von der Pseudoprivatisierung der Post nach keine Rede).
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[1.3.1] Wie blöd darf man sein?
derproblemlöser antwortet auf Peterbilt
20.12.2002 20:16
Ich habe ja soooo Mitleid!!!

Mann, Ihr arroganten Beamten. Kommt doch mal von Eurem hohen Roß runter!!!

1. Geh mal mit Deiner Ausbildung los und finde in der freien Wirtschaft einen Job,
2. und dann forder Deinen alten Nettojahresverdienst inkl. Betriebsrente in gleicher Höhe sowie Unkündbarkeit.

Du wirst nix finden - man wird Dich überall auslachen!

Ich werde wohl fast keine Rente bekommen, bin schon einige Male entlassen worden (ohne Sozialplan, ohne Abfindung) und wußte nicht mehr, wie ich meine Miete bezahlen soll, ohne beim Sozamt zu betteln. Was mir meine Zukunft bringt (trotz mehrerer guter Ausbildungen) ist völlig ungewiß. Ich erwarte nichts Gutes!

Und da kommt so ein Typ daher und jammert??? Spinnst wohl! Ich würde SOFORT jeden Beamtenjob in meiner Branche zu den üblichen Konditionen annehmen. Dann wäre meine Zukunft sicher.

Ich könnte krank werden - und müßte mir keine Sorgen machen.
Ich könnte arbeitsunfähig werden - und müßte mir keine Sorgen machen.
Ich könnte Rentner werden - und müßte mir keine Sorgen machen.
Ich könnte Kinder kriegen - und würde noch mehr Geld verdienen.

Solche Typen wie Dich hab ich gefressen! Als ob Du 31 Milliarden zahlen mußtest. Dir geht es so gut wie 80% der Bevölkerung nicht - aber Du jammerst.

Abschaffen sollte man das Beamtentum, alle unnötigen Kräfte sozialUNverträglich betriebsbedingt kündigen und die Pensionskassen platzen lassen! Pack!


Benutzer Peterbilt schrieb:
Benutzer derproblemlöser schrieb:

Verdi/Beamtenbund: "Was interessieren uns die Arbeitslosen. Die sind meist eh keine Mitglieder. Hauptsache, die jetzt Beschäftigten bekommen eine satte Lohnerhöhung. Dann müssen eben die Steuern und Sozialabgaben noch weiter rauf. Uns doch egal. Beamte zahlen eh kaum Abgaben."

OT:

Nur mal so zur Information:
Allein der Bund hat seit 1991 ca. 31 Mrd. EUR (!) bei den Beamten eingespart! Und wenn man das auf die (wesentliche höhere) Anzahl der Landesbeamten umrechnet, kommt ein hübscher dreistelliger Milliardenbetrag an Einsparungen raus.

Und was das Thema 'Abgaben' anbetrifft:
Lohnsteuer: wie jeder Normalsterbliche auch Arbeitslosen'steuer': bereits vom Brutto abgezogen Renten'steuer': bereits vom Brutto abgezogen Krankenversicherung: Beihilfe, d.h. der Arbeitgeber zahlt nicht 50% der Versicherungsbeiträge, sondern nur im Leistungsfall (und das auf einem Level der deutlich unterhalb dem der AOK liegt....). Warum Beihilfe? Ist billiger.....

Wenn Beamte doch angeblich soo teuer sind, warum wurden dann Ende der 80er Jahre die Angestellten bei der Deutschen Bundespost quasi zwangsverbeamtet? (Zu dieser Zeit war von der
Pseudoprivatisierung der Post nach keine Rede).
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[1.3.1.1] rumgucker antwortet auf derproblemlöser
20.12.2002 20:52
Holla, holla, holla. Ich bin ja auch kein Beamtenfreund (und frage mich aktuell, weshalb das Wegräumen von Müll und das Betreiben von Schwimmbädern unbedingt eine Aufgabe von Städten und Gemeinden sein muß). Aber das ist denn doch recht starker Tobak, den Du hier auftischst. Gut, die 31 Milliarden Euro sind natürlich eine Phantasiezahl, und vieles, was der Kollege da über Abgaben und Risiken des Beamtendaseins referiert, ist natürlich blanker Unsinn. Aber dennoch. Immer sachlich bleiben.

So arg viel besser als die der Staatsdiener scheint Deine Einstellung ja auch nicht zu sein. Wenn Du wirklich über mehrere erfolgreiche Ausbildungen verfügst und Deinen Job, vielleicht sogar Deine Jobs, wirklich gut kannst, dann muß es ja an Deiner Einstellung liegen, daß Du schon mehrmals gefeuert worden bist.

Wohlgemerkt: Ich meine jetzt nicht, daß man Dich nicht hätte feuern dürfen, weil Du das kannst, was Du beruflich machst. Ich meine das ganz anders: Wenn Du wirklich eine Top-Kraft bist, warum hast Du dann - offenbar für einen längeren Zeitraum - im Angestelltenverhältnis gearbeitet? Als Freiberufler hättest Du mehr Geld, weniger Abgaben und einen besseren Lebenstandart gehabt. Könnte es sein, daß Du die Sicherheit, auf die die Beamten immer so stehen, in Wirklichkeit selbst auch sehr, sehr gerne hast?

Und noch ein anderes Thema, das auch hier wieder völlig falsch dargestellt wurde: Die jetzigen Rentner, genau wie alle vor Ihnen, haben nichts in ihre Rente einbezahlt. Das ist ja das schreckliche an unserem System. Die Leute, die heute 75 sind oder wie alt auch immer, haben damals Geld bezahlt für die Leute, die damals Renter waren. Für ihre eigene Rente haben sie in der Regel nicht einen Pfennig ausgegeben! Das ist ja das Problem. Mir tut es wirklich leid, wenn jemand 43 Jahre extreme Abzüge vom Lohn hatte und sich heute anhören muß, daß seine Rente in der gewohnten Höhe nicht mehr finanzierbar sein soll. Das ist hart, und für einen Menschen, der mit 16 seine Unterlagen beim Arbeitgeber abgegeben hat und sich dann bis zum Beginn der Rente um gar nichts gekümmert, ist das bestimmt auch schwer zu verstehen. Aber so brutal das klingt: Nur weil die heutigen Rentner Geld für fremde Leute ausgegeben haben, anstatt ihr Geld vernünftig anzulegen, können sie doch nicht von nachfolgenden Generationen verlangen, daß die den gleichen Fehler machen!
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[1.3.1.1.1] hdontour antwortet auf rumgucker
20.12.2002 21:13
Als Freiberufler hättest Du
mehr Geld, weniger Abgaben und einen besseren Lebenstandart gehabt. Könnte es sein, daß Du die Sicherheit, auf die die Beamten immer so stehen, in Wirklichkeit selbst auch sehr, sehr gerne hast?

wer hat dir denn erzählt, daß man als Freiberufler mehr verdient und weniger Abgaben zahlt?

Mehr verdienen mag ja sein, wenn man rein die Zahlen sieht (incl. MwSt die aber dem Staat gehört) und den Faktor Zeit wegläßt. Ich würde auch mal gerne nur 10,5 Monate im Jahr arbeiten und für 13 oder 14 Monate Geld bekommen.

Wer hätte denn die Sicherheit der Beamten nicht gerne?
CU
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[1.3.1.1.1.1] rumgucker antwortet auf hdontour
20.12.2002 21:25
Nochmal hallo!

Erzählt hat mir das niemand mit den Vorteilen einer freiberuflichen Tätigkeit. Die Sache ist viel einfacher: Ich bin seit 14 Jahren Freiberufler (na gut, mit einer kurzen Pause von etwa 10 Monaten, da konnte ich die Festanstellung vorübergehend nicht vermeiden, in der Zeit habe ich auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, Rente bekomme ich natürlich trotzdem von denen keinen Cent, das war mein Beitrag zur Solidargemeinschaft). Und in diesen 14 Jahren habe ich genau die Erfahrungen gemacht, die ich angeführt habe: Mehr Geld, weniger Abgaben, besserer Lebensstandart.
Glaub' mir, für mich persönlich stimmt das. Ein kleines Beispiel: Ich zahle zur Zeit etwa 220 Euro Krankenkassenbeitrag im Monat. Dafür komme ich bei jedem Arzt schnell dran, muß keinen "Heilkostenplan" bei Zahnersatz aufstellen und brauche nicht mal ein Bonusheft. Wäre ich mit meinem Einkommen festangestellt, würde ich ca. 800 Euro Beitrag zahlen. Klar, die Hälfte davon würde dann mein Arbeitgeber übernehmen, aber es blieben immer noch 400 Euro für mich. Und dafür würde ich sehr viel weniger bekommen als jetzt für meine 220, die keinen Arbeitgeber was zusätzlich kosten.
Ich weiß genau, was jetzt bestimmt bald von irgendwem als Antwort kommt (nicht nur von den Beamten): Das sei ungerecht, warum zahlen nicht auch Selbständige (die übrigens was ganz anderes sind als Freiberufler) in die gesetzlichen Sozialversicherungen ein (Gegenfrage: Warum sollten sie?), kann man nicht durch neue Steuern, Steuererhöhungen, Zwangsmitgliedschaften in diversen wirtschaftlich Absurden Versicherungen (Renten- und Pflegeversicherung, AOK, Arbeitslosenversicherung)die Freiberufler und Selbständigen in die Knie zwingen. Meine Antwort darauf: Wenn man das alles per Gesetz macht, kann man das. Wozu das allerdings in einem Land, das eine geringere Selbständigenquote hat als z. B. Portugal, unbedingt tun will, ist mir unverständlich.
Ich für meinen Teil würde aber einer bestimmten Grenze der Abgabenerhöhung meine teils zugebenermaßen anstrengende Tätigkeit aufgeben und meinen gewohnten Lebensstandart mit Hilfe des Sozialamtes aufrecht erhalten, ohne Arbeit, so wie das viele andere schon tun.
Was nun aber Deinen Wunsch nach 14 Monatsgehältern und weitreichender Sicherheit angeht, verstehen kann ich das, kann wohl jeder. Aber glaube nicht, daß das nur Vorteile hat. Wenn man nicht dafür bezahlt wird, daß man etwas bestimmtes zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt, sondern lediglich dafür, daß man jeden Werktag zur selben Zeit am selben Ort verbringt, ist das der Kreativität nicht gerade zuträglich. Oder hast Du schon mal einen glücklichen Beamten gesehen?

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[1.3.1.1.1.1.1] knuddeltim antwortet auf rumgucker
21.12.2002 20:50
Beispiel: Ich zahle zur Zeit etwa 220 Euro Krankenkassenbeitrag im Monat. Dafür komme ich bei jedem Arzt schnell dran, muß keinen "Heilkostenplan" bei Zahnersatz aufstellen und brauche nicht mal ein Bonusheft. Wäre ich mit meinem Einkommen festangestellt, würde ich ca. 800 Euro Beitrag zahlen. Klar, die Hälfte davon würde dann mein Arbeitgeber übernehmen, aber es blieben immer noch 400 Euro für mich. Und dafür würde ich sehr viel weniger bekommen als jetzt für meine 220, die keinen Arbeitgeber was zusätzlich kosten.
Ich weiß genau, was jetzt bestimmt bald von irgendwem als Antwort kommt (nicht nur von den Beamten): Das sei ungerecht, warum zahlen nicht auch Selbständige (die übrigens was ganz anderes sind als Freiberufler) in die gesetzlichen Sozialversicherungen ein (Gegenfrage: Warum sollten sie?),

als selbstständiger ist man auch weniger krank, den hier gilt der grundsatz ohne arbeit kein lohn (der im vertraglichen arbeitsverhältnis zwar auch gilt, aber durch sozialistische und kommunistische strömungen in den letzten jahren schritt für schritt ausgehobelt wurde). als selbstständiger überlege ich mir doch zweimal, ob ich wegen dem kleinen hustenanfall gleich zum arzt renne und mich dort für 4 wochen wegen "grippe" krankschreiben lasse, oder ob ich mir im supermarkt eine grosspackung wick-medinait hole und nach zwei tagen wieder bei 100% laufe. und jetzt kommt mir hier nicht mit krankentagegeld, meine tagessätze liegen "geringfügig" höher.

-tim!
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[1.4] boeserbert antwortet auf derproblemlöser
20.12.2002 09:27
Ich glaube an garnichts mehr außer an Dödel, die Verträge abschließen, verbilligte Handys/DSL-Modems abfassen und nur auf die nächste Gelegenheit warten, um SONDERKÜNDIGUNGSRECHT zu rufen.
Was daran illegal ist? Nichts. An 1,2 Cent pro zusätzlichem MB aber auch nicht.

'Hauptsache ich...' - diese scheisz Mentalität der Deutschen kotzt mich unglaublich an.

Rentner: 'Hauptsache meine hohe Rente ist sicher. Was interessieren mich die Schulden, die meine Generation den Jungen hinterläßt. Sollen sie doch meine und ihre Rente bezahlen, was interessierts mich?! Mir gehts gut...'
Ja, genau!
Wäre ich jetzt Rentner der z.B. 43 Jahre eingezahlt hätte,
würde ich natürlich auf die Hälfte meiner Rente verzichten!
Da muß man dem armen Staat schon unter die Arme greifen!
Du amüsierst mich, Hofnarr, mach mehr Witze! :-)))))

Surfer: 'Hauptsache, ich kann 60 GB aus meiner Flatrate saugen. Je mehr, je besser. Was interessieren mich die darurch versauten Tarife. Sollen doch andere mich quersubventionieren!'

BMW-Fahrer: 'Was interessiert mich die Umwelt, wenn ich mit Tempo 200 alleine im Auto sitzend Entenjagen spiele. Dann müssen eben mehr Leute Radfahren, damit ich meinen Spaß auch in Zukunft noch habe...'

Verdi/Beamtenbund: 'Was interessieren uns die Arbeitslosen. Die sind meist eh keine Mitglieder. Hauptsache, die jetzt Beschäftigten bekommen eine satte Lohnerhöhung. Dann müssen eben die Steuern und Sozialabgaben noch weiter rauf. Uns doch egal. Beamte zahlen eh kaum Abgaben.'

3 Prozent von denen am Ende 1,735 über bleiben!!!
Und das nach 31 Monaten nichts!
Mann, das ist wirklich zu viel, Du hast Recht!
Und ich wieder was zu lachen, :-)))

Politiker: 'Was interessiert uns die Zukunft. Hauptsache, wir gewinnen die nächste Wahl und können uns unsere eigenen Taschen
vollstopfen. Nach uns die Sinnflut!'