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das wäre das Ende


13.11.2002 20:21 - Gestartet von mungojerrie
Hallo,

eigentlich gehöre ich ja nicht zu den Leuten, die direkt eine Katastrophe sehen, aber so eine Entscheidung wäre wohl das Ende des cbc Verfahrens. Wer will schon zehn verschiedene Rechnungen pro Monat begleichen? Mal davon abgesehen müßten dann alle Konkurrenten wohl einen Mindestumsatz verlangen, um mindestens das Porto wieder reinzubekommen.

Also ich kann nur hoffen, die Telekom verliert diesen Streit - oder der Gesetzgeber schreitet ein... hups, die Kassen sind ja leer, die Entscheidung würde der Telekom mehr Gewinn bringen und der Staat ist Großaktionär... Die Telekom wird wohl dich gewinnen :/

Mungojerrie
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[1] alexander-kraus antwortet auf mungojerrie
13.11.2002 20:37

Katastrophe sehen, aber so eine Entscheidung wäre wohl das Ende des cbc Verfahrens.
Ob es das Ende ist, glaube ich nicht, denn Anbieter, wie z.B. Tele2 machen Ihr Inkasso schon seit Jahren selbst.

Wer will schon zehn verschiedene Rechnungen pro Monat begleichen? Mal davon abgesehen müßten dann alle Konkurrenten wohl einen Mindestumsatz verlangen, um > mindestens das Porto wieder reinzubekommen.
Das wird sich zeigen. - Ich habe zu den Anfangszeiten den CbC auch immer auf die aktuell billigsten Preise geschaut. - Inzwischen wird mit dem 0190-0xx Anbieter telefoniert, der gerade frei ist, und keine Einwahlstrafe verlangt. - Os das nun 2 oder 2,5 Ct/Min sind, ist mir dabei egal.
Ich bin bei 3U Preselected, und bin zufrieden damit. - Sind nie die billigsten, aber dafür hat man immer eine freie Leitung, was mir wichtiger ist, als 0,2 Ct/Min zu sparen.

Mfg
Alexander Kraus

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[1.1] mungojerrie antwortet auf alexander-kraus
13.11.2002 20:52
Dann willkommen im Club der 3U Preselecteten ;)

Mir geht es nur um folgendes: die wenigsten Kunden sind bereit, sich irgendwo voreinstellen zu lassen oder mehrere Rechnungen zu zahlen. Vergleich einfach mal: wieviele Kunden hat Tele2 mit der Kundenzahl der DTAG.

Wenn die Entscheidung durchgeht, dann müssen die Leute eine Rechnung an mehrere Anbieter teilweise überweisen - im Klartext, es gibt teueres Durcheinander. Dann müßten die Firmen versuchen, eigene Abrechnungssystem aufzubauen und dann eigene Rechnungen verschicken - aber da ist dann das große Problem und es besteht die Gefahr, daß sich die Leute dann einfach so was verrücktes wie "ActivPlus" zulegen und sich denken: dann telefoniere ich eben mit der Telekom.

Und wenn der Punkt erreicht ist, sind wie preislich wieder bei 1998.

Mungojerrie

PS: hat 3U ein eigenes Rechnungswesen? Ich denke nicht.
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[1.1.1] dww antwortet auf mungojerrie
13.11.2002 21:30
Benutzer mungojerrie schrieb:
Dann willkommen im Club der 3U Preselecteten ;)

Mir geht es nur um folgendes: die wenigsten Kunden sind bereit, sich irgendwo voreinstellen zu lassen oder mehrere Rechnungen zu zahlen. Vergleich einfach mal: wieviele Kunden hat Tele2 mit der Kundenzahl der DTAG.
Soll das ein Witz sein? Die Kunden überhäufen einen regelrecht mit Vollanschluss-Wechselwillen-Bekundungen. Natürlich hat Pink Panther die meisten Kunden aber warum wohl? Außerdem sind die auch anmeldepflichtig. Davon ab: Wie lange gibt es die Telekom schon (und wie lange wirds die noch geben) und wie lange gibt es Tele2? Und wem gehören die Leitungen? Was wäre, wenn Tele2 40 Millionen Kunden hätte? Wenn Tele2 10 EUR Grundgebühr für Analog und 20 für isdn anbieten würde und dazu die jetzigen Tarife und wenn Tele2 es schaffen würde, mit der Werbung auch Leute ohne Fernseher und Internet und mit mangelder Ahnung zu erreichen, wer würde dann mehr Kunden haben? Kein Mitbewerber hat ein ernsthaftes Interesse daran, die Telekom abzulösen. Das würde auch nicht funktionieren. Die Frage ist nur, wer nach der Keule von der Telekom noch übrig bleibt. Da dürfte Vorteile haben, wer sich schon etwas auskennt.
Wenn die Entscheidung durchgeht, dann müssen die Leute eine Rechnung an mehrere Anbieter teilweise überweisen - im Klartext, es gibt teueres Durcheinander. Dann müßten die Firmen versuchen, eigene Abrechnungssystem aufzubauen und dann eigene Rechnungen verschicken - aber da ist dann das große Problem und es besteht die Gefahr, daß sich die Leute dann einfach so was verrücktes wie "ActivPlus" zulegen und sich denken: dann telefoniere ich eben mit der Telekom.
Nein, nicht ganz. Die Leute haben auch Tele2 mit Einwahlgebühr noch dem aktivPlus vorgezogen. Vielen geht es nicht um den Preis, sondern nur um das "Böse-Telekom"-Prinzip.
Und wenn der Punkt erreicht ist, sind wie preislich wieder bei 1998.

Mungojerrie

PS: hat 3U ein eigenes Rechnungswesen? Ich denke nicht.
Und trotzdem wird 3U ein gutes Weiterbestehen prognostiziert. Neben Tele2 und einem anderen VNB übrigens.

Nochwas wegen der Anzahl der Preselection-Kunden bei Tele2. Dies ist nicht der einzige Vertriebsweg mit automatischer Vorwahl, der andere macht auch nochmal 30% aus und was dann übrig bleibt, sind CbC-Kunden.

Und wenn auch bei der Telekom 80% der Kunden preselected sind, was nützt es, wenn davon wiederum 60% nur CbC nutzen. Die Grundgebühr allein bringt es nicht. Darum hat die Telekom ja jetzt auch reagiert und wir dürfen uns im Februar wieder freuen.
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[2] Hagen21 antwortet auf mungojerrie
13.11.2002 20:57
Ich bin bei 3U Preselected, und bin zufrieden damit. - Sind nie die billigsten, aber dafür hat man immer eine freie Leitung, was mir wichtiger ist, als 0,2 Ct/Min zu sparen.

Und dazu noch Sekundentakt und akzeptable Auslandsgespräche, für die man zur Not immer noch cbc nutzen kann.

Wenn man als 3U-Preselect-Kunde einmal im Monat zu denen überweisen muss, wäre mir es das noch wert.

Auf jeden Fall werde ich nicht zu den teuren Telekomtarifen telefonieren.
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[] Q antwortet auf
13.11.2002 21:38
"Zwar ist die Deutsche Telekom
weiterhin bereit, die vertelefonierte Gesamtsumme, getrennt nach
jeweils genutzten Telekommunikationsanbietern, auf der Rechnung
aufzuführen, doch sollen die Kunden dann die einzelnen
Rechnungsbeträge direkt an den jeweiligen Anbieter begleichen."
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[1] Kai Petzke antwortet auf Q
13.11.2002 21:48
Benutzer Q schrieb:
"Zwar ist die Deutsche Telekom weiterhin bereit, die vertelefonierte Gesamtsumme, getrennt nach jeweils genutzten Telekommunikationsanbietern, auf der Rechnung aufzuführen, doch sollen die Kunden dann die einzelnen Rechnungsbeträge direkt an den jeweiligen Anbieter begleichen."

Dann lies §15 TKV weiter: "Die Zahlung an den Rechnungsersteller hat befreiende Wirkung auch gegenüber den anderen auf der Rechnung aufgeführten Anbietern."

Das Problem ist aber, dass die TKV nur eine "Verordnung" ist, und man sich schon fragen kann, ob etwas so zentrales wie offenes Call-by-Call auf dem Weg der Verordnung eingeführt werden darf. Denn hier werden ja andere Gesetze - zum Beispiel, dass jedes Unternehmen grundsätzlich seine Kundenbeziehungen frei gestalten kann und mitnichten verpflichtet ist, für andere abzurechnen - durch die Verordnung beeinträchtigt. Und genau das dürfen Verordnungen normalerweise nicht.

Die Regierung wäre also gut beraten, den zitierten §15 TKV bei der eh anstehenden TKG-Novelle auch gleich in das TKG einzubauen, was dann rechtssicher sein sollte. Nur ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es die Opposition verhindern oder verwässern wird, weil ja "der freie Markt damit behindert wird". Wenn die Regierung hingegen nicht versucht, das offene CbC im TKG festzuschreiben, dann wird es die Opposition auch nicht tun, und der Regierung "Untätigkeit, Verrat am Verbraucher und Günstlingswirtschaft für die Telekom" vorwerfen.


Kai
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[1.1] mungojerrie antwortet auf Kai Petzke
13.11.2002 21:57
Kai, du bringst es auf den Punkt.

Mungojerrie