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Europa


12.11.2002 11:36 - Gestartet von Christian Kramer
Europa kommt - und bei der Telekom Deutschland und Austria jetzt kleinkarierter Nationalismus?
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[1] CHEFE antwortet auf Christian Kramer
12.11.2002 11:50
Benutzer Christian Kramer schrieb:
Europa kommt - und bei der Telekom Deutschland und Austria jetzt kleinkarierter Nationalismus?

Ich würd mal sagen, daß es hier eher ums Geld als um Nationalismus geht...
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[1.1] REMchen antwortet auf CHEFE
12.11.2002 17:37
Na und? Den Tourismus-Verbänden gehts doch auch nur ums Geld.

Wieso allerdings werden 4 Millionen €uro Einnahmeverluste durch Gästerückgang befürchtet? Nur wegen einer Telefonvorwahl??? Ich fahr doch nicht ins Kleinwalstertal in den Urlaub, um mir dann auch dort den Kopf zu zerbrechen, bei welcher Vorwahl ich welchen Cent sparen kann. Urlaub ist Urlaub. *nixversteh*

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[1.1.1] Exciter antwortet auf REMchen
13.11.2002 15:04
Benutzer REMchen schrieb:
Na und? Den Tourismus-Verbänden gehts doch auch nur ums Geld.

Das ist wohl wahr!

Wieso allerdings werden 4 Millionen €uro Einnahmeverluste durch Gästerückgang befürchtet? Nur wegen einer Telefonvorwahl??? Ich fahr doch nicht ins Kleinwalstertal in den Urlaub, um mir dann auch dort den Kopf zu zerbrechen, bei welcher Vorwahl ich welchen Cent sparen kann. Urlaub ist Urlaub. *nixversteh*

Ich kann mir vorstellen, daß viele Urlauber des Kleinwalsertals ihren Urlaub selbst buchen, also bei der Touristinformation oder Pensionen anrufen, um sich zu informieren. Wenn diese Leute aber jetzt "ins Ausland" telefonieren müssen (Das kriegen die meisten schon irgendwie mit!), denken sie sich: "Wir fahren woanders hin!"

Ist nur 'ne Theorie.


Gruß vom Exciter
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[1.2] wohl doch nationale Befindlichkeiten
Justin25 antwortet auf CHEFE
13.11.2002 16:14
Benutzer CHEFE schrieb:
Benutzer Christian Kramer schrieb:
Europa kommt - und bei der Telekom Deutschland und Austria jetzt kleinkarierter Nationalismus?

Ich würd mal sagen, daß es hier eher ums Geld als um Nationalismus geht...


Ob es wirklich am Geld liegen sollte, dass man die deutschen Vorwahlen für Sondergebiete in Österreich abschaffen will?
Welchen Aufwand macht es denn, die alte Regelung beizubehalten?

Vor allem: wenn die Deutsche Telekom tatsächlich so etwas wie Ordnung in ihr System der Vorwahlen bringen will, dann wäre dies an anderer Stelle angebrachter. Wer zum Beispiel in Köln wohnt, ist nicht unbedingt über die 0221 erreichbar. Historisch gewachsen eben.

Ich vermute viel mehr, dass es sich doch um nationale Befindlichkeiten handelt. Denn das Kleinwalsertal ist nicht der einzige Fall, wo ein Ort von zwei ehemals hoheitlichen Institutionen versorgt wird.
Man blicke nach Büsingen am Hochrhein, eine deutsche Enklave in der Schweiz, die auch zwei Postleitzahlen und zwei Vorwahlen besitzt und zollrechtlich zur Schweiz gehört.
Ist hier irgendeine Änderung vorgesehen der PLZ oder Vorwahlen geplant?

Und gerade da könnte ich es mir noch am ehesten vorstellen, weil die Schweiz nicht Teil der EU ist.
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[1.2.1] invi antwortet auf Justin25
01.07.2003 09:41
Benutzer Justin25 schrieb:

Ob es wirklich am Geld liegen sollte, dass man die deutschen Vorwahlen für Sondergebiete in Österreich abschaffen will? Welchen Aufwand macht es denn, die alte Regelung beizubehalten?
[...]
Man blicke nach Büsingen am Hochrhein, eine deutsche Enklave in der Schweiz, die auch zwei Postleitzahlen und zwei Vorwahlen besitzt und zollrechtlich zur Schweiz gehört. Ist hier irgendeine Änderung vorgesehen der PLZ oder Vorwahlen geplant?

Tatsächlich wollte die Telekom Austria, die das Gebiet versorgt, den Staatsvertrag mit der Deutschen Telekom nicht verlängern. Ich würde mal davon ausgehen, daß die DTAG Geld für die Leistungen erhält, die sie für die Telekom Austria erbringt (Interconnect), gleichzeitig die Telekom Austria aber den Kunden in den Zollausschlußgebieten sogar weniger berechnen kann als allen anderen (Sondertarif nach Deutschland).

Ich frage mich, ob die betroffenen Nummern portiert werden können. In diesem Fall wäre es eine nette Produktidee, die Portierung der Rufnummer mit Weiterleitung auf den österreichischem Anschluß kombiniert anzubieten. Das könnte eigentlich sogar die DTAG tun und dann eben von den Anschlußinhabern kassieren statt von der Telekom Austria.

Viele Grüße
Invi
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[1.2.1.1] Mr. Arcor antwortet auf invi
01.07.2003 15:18
Benutzer invi schrieb:
Ich frage mich, ob die betroffenen Nummern portiert werden können. In diesem Fall wäre es eine nette Produktidee, die Portierung der Rufnummer mit Weiterleitung auf den österreichischem Anschluß kombiniert anzubieten. Das könnte eigentlich sogar die DTAG tun und dann eben von den Anschlußinhabern kassieren statt von der Telekom Austria.

Rufnummern in ein anderes Land zu portieren bringt da nichts, denn dieses andere Land müsste dann ja angewählt werden und exakt dies wollten die Kleinwalsertaler verhindern.

Wenn es die Fremdenverkehrsspezialisten ernst gemeint hätten, hätten sie ja längst eine Servicerufnummer mit einem ausgefeilten Rufnummernplan schalten können. Man wusste dies seit Jahren.

Ähnlich wäre es gelaufen, wenn man die „alten deutschen Rufnummern“ in einer deutschen Vermittlung gehostet und Rufterminierung zu den Zielen in Österreich eingestellt hätte.

Allerdings hätte man in beiden Fällen die Kosten für incomming Calls übernehmen müssen und da sind wir wieder beim Geld. Ohne Moos nichts los, das gilt fürs Telefonieren ebenso wie fürs Übernachten in Mittelberg.

Dafür wird die Klage wird etwas Publicity sorgen.