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Das passiert, wenn man sich zu viel Zeit lässt...


29.06.2003 10:49 - Gestartet von mfkne
Zitat: "Den Sonderstatus, dass das Kleinwalsertal sowohl über eine österreichische, als auch über die deutsche Vorwahl erreichbar ist, wollten die beiden Telefongesellschaften aus wirtschaftlichen Gründen bereits im September vergangenen Jahres aufheben."

Innerhalb dieser Zeit (ein dreiviertel Jahr) kann man problemlos neue Prospekte etc. drucken lassen. Aber erst kämpft man gegen die einem nicht passende Regelung und dann wird's unangenehm (siehe Einwegpfand: Regelung jahrelang bekannt, niemand in der Industrie tut was, umständliche Handhabung).
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[1] fhz antwortet auf mfkne
29.06.2003 11:50
Benutzer mfkne schrieb:
Innerhalb dieser Zeit (ein dreiviertel Jahr) kann man problemlos neue Prospekte etc. drucken lassen. Aber erst kämpft man gegen die einem nicht passende Regelung und dann wird's unangenehm (siehe Einwegpfand: Regelung jahrelang bekannt, niemand in der Industrie tut was, umständliche Handhabung).

Nur als Anmerkung, ein dreiviertel Jahr ist in diesen zeitlichen Dimensionen sehr sehr wenig ->

"Drucken können" ist ja nicht das Problem, sondern viel mehr die Finanzierung solcher Prospektwälder und vor allem die Distributionssache, denn was ist mit den Touristen, die aus den Vorjahren Prospekte mit nach Hause genommen haben? Oder die Einträge in privaten Adressbüchern?
Und wenn man sich die touristischen Zielgruppen anschaut, sind es doch nicht zuletzt oft ältere Herrschaften, die gewiss irrtiert sein dürften, wenn sie seit den 1960ern oder 1970ern eine Vorwahl benutzt haben, die dann aber auf einmal nicht mehr die Richtige sein sein.
Man unterschätze nicht die Zahl der Übernächtungsgäste!



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[1.1] svennie_p antwortet auf fhz
29.06.2003 12:23

Nur als Anmerkung, ein dreiviertel Jahr ist in diesen zeitlichen Dimensionen sehr sehr wenig ->

Es war aber eine Verlängerung um ein dreiviertel-jahr.. gewusst hat man das Länger..

Vorjahren Prospekte mit nach Hause genommen haben? Oder die Einträge in privaten Adressbüchern?

Bis vor kurzem gab es noch die Ansage einer neuen Rufnummer unter der alten.. warum machen die das nicht?

Und wenn man sich die touristischen Zielgruppen anschaut, sind es doch nicht zuletzt oft ältere Herrschaften, die gewiss irrtiert sein dürften, wenn sie seit den 1960ern oder 1970ern eine Vorwahl benutzt haben, die dann aber auf einmal nicht mehr die Richtige sein sein. Man unterschätze nicht die Zahl der Übernächtungsgäste!

Ja, aber auch nicht die Fähigkeiten der Menschen. Wenn jemand seit den 70ern dahin in den Urlaub fährt und nun geht die Nummer nicht mehr, dann wird er sicherlich nicht sagen: "So'n Mist, fahr ich nach Mallorca".. Ansonten: Um soviele Nummern geht es doch nicht, oder? Die Touri-Zentrale könnte sich doch in Deutschland einen Anshcluß legen lassen und dort ein Band laufen lassen oder nach Ö weiterleiten. Und die "Kleinen" hatten lange genug Zeit ihren Gästen bescheid zu sagen..

Also, ich kann die Aufregung auch nicht verstehen.
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[1.1.1] cf antwortet auf svennie_p
30.06.2003 16:32
Benutzer svennie_p schrieb:

Nur als Anmerkung, ein dreiviertel Jahr ist in diesen zeitlichen Dimensionen sehr sehr wenig ->

Es war aber eine Verlängerung um ein dreiviertel-jahr.. gewusst hat man das Länger..

Vorjahren Prospekte mit nach Hause genommen haben? Oder die Einträge in privaten Adressbüchern?

Bis vor kurzem gab es noch die Ansage einer neuen Rufnummer unter der alten.. warum machen die das nicht?

Und wenn man sich die touristischen Zielgruppen anschaut, sind es doch nicht zuletzt oft ältere Herrschaften, die gewiss irrtiert sein dürften, wenn sie seit den 1960ern oder 1970ern eine Vorwahl benutzt haben, die dann aber auf einmal nicht mehr die Richtige sein sein. Man unterschätze nicht die Zahl der Übernächtungsgäste!

Ja, aber auch nicht die Fähigkeiten der Menschen. Wenn jemand seit den 70ern dahin in den Urlaub fährt und nun geht die Nummer nicht mehr, dann wird er sicherlich nicht sagen: "So'n Mist, fahr ich nach Mallorca".. Ansonten: Um soviele Nummern geht es doch nicht, oder? Die Touri-Zentrale könnte sich doch in Deutschland einen Anshcluß legen lassen und dort ein Band laufen lassen oder nach Ö weiterleiten. Und die "Kleinen" hatten lange genug Zeit ihren Gästen bescheid zu sagen..

Jo, und bei vielen Prospekten wird es ein Aufkleber mit der neuen Vorwahl für's erste auch tun - und das kostet wirklich nicht die Welt...
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[1.1.1.1] DA ist das Problem
JimBeam antwortet auf cf
30.06.2003 22:14
So nun muss ich mich auch melden,
ich komme aus dem Kleinen Walsertal.
Natürlich kommt das nicht von heute auf morgen, ABER: es soll gesagt sein: eine der antworter sagte das doch schon prospekte nach österreich verschickt wurden, ja natürlich aber nach ÖSTERREICH und da werden wir ja wohl nicht die deutsche vorwahl nutzen oder? Und durch die €uro Umstellung wurden neue Karten, Visitenkarten etc. gedruckt, da stand das aber noch in den Sternen mit der Nummer, also wurden viele Prospekte wegen der €uro Umstellung neu gedruckt, aber mit der alten Vorwahl, weil einfach nicht viele Österreicher zu uns kommen. Die meisten Gäste kommen aus Deutschland.

Und stellt euch doch mal vor wie viele Walser im Deutschen arbeiten!?! Die Kinder gehen auch dort zur Schule, das heisst das Telefongespräche auch noch mal teurer werden.
Es konzertriert sich nunmal einfach richtung Deutschland.

Und kann mir noch jemand wiedersprechen?

MfG
Jim Beam
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[1.1.1.1.1] Mr. Arcor antwortet auf JimBeam
01.07.2003 15:25
Benutzer JimBeam schrieb:
Und stellt euch doch mal vor wie viele Walser im Deutschen arbeiten!?! Die Kinder gehen auch dort zur Schule, das heisst das Telefongespräche auch noch mal teurer werden. Es konzertriert sich nunmal einfach richtung Deutschland.

Und kann mir noch jemand wiedersprechen?

Nein!

Also doch die politische Lösung, das Kleinwalsertal wird Deutschland zugeschlagen. Auch nicht gut? Ach so, die Steuersätze sind in Österreich niedriger, besonders wenn man zum Arbeiten ins Ausland fahren muss.

Alles kann man eben nicht haben und nichts bleibt wie es war.
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[1.1.1.1.1.1] JimBeam antwortet auf Mr. Arcor
01.07.2003 21:22
Ja...
hmm wie das genau mit den steuern ist weis ich nicht, ich weis nur das wir die gleichen preise haben wie die Deutschen, leider auch benzin, und heute ist es auch passiert, wir haben keine 2 vorwahlen mehr, aber schon die ersten probleme, diverse personen sind überhauptnichtmehr erreichbar, mit keiner vorwahl, mit der deutschen kommt das übliche piepsen und dann: Vorwahl wurde geändert. nummer ins kleinwalsertal blablabla. ma gucken was sich da unser oberhaupt ausgedacht hat, die begründung warum wir sie haben müssen. bin echt gespannt drauf.
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[1.2] REMchen antwortet auf fhz
29.06.2003 16:23
Benutzer fhz schrieb:
Benutzer mfkne schrieb:
Innerhalb dieser Zeit (ein dreiviertel Jahr) kann man problemlos neue Prospekte etc. drucken lassen. Aber erst kämpft man gegen die einem nicht passende Regelung und dann wird's unangenehm (siehe Einwegpfand: Regelung jahrelang bekannt, niemand in der Industrie tut was, umständliche Handhabung).

Nur als Anmerkung, ein dreiviertel Jahr ist in diesen zeitlichen Dimensionen sehr sehr wenig ->

"Drucken können" ist ja nicht das Problem, sondern viel mehr die Finanzierung solcher Prospektwälder und vor allem die Distributionssache, denn was ist mit den Touristen, die aus den Vorjahren Prospekte mit nach Hause genommen haben? Oder die Einträge in privaten Adressbüchern?
Und wenn man sich die touristischen Zielgruppen anschaut, sind es doch nicht zuletzt oft ältere Herrschaften, die gewiss irrtiert sein dürften, wenn sie seit den 1960ern oder 1970ern eine Vorwahl benutzt haben, die dann aber auf einmal nicht mehr die Richtige sein sein. Man unterschätze nicht die Zahl der Übernächtungsgäste!



Naja, *so* groß kann der wirtschaftliche Schaden nun auch wieder nicht sein, der durch das Drucken neuer Prospekte entsteht. Dann müssten die deutschen Tourismusunternehmen ja schon längst pleite sein. Schließlich mussten in den vergangenen Jahren gleich *zweimal* alle Prospekte neu gedruckt werden: Einmal wegen der neuen Postleitzahlen, und dann wegen der neuen Euro-Währung. Und wenn die "älteren Herrschaften" sich an neue Postleitzahlen und sogar neue Währung gewöhnen konnten, dann werden sie das mit einer neuen Vorwahl wohl auch noch halbwegs schaffen. Welches verkalkte Klischee hast Du eigentlich von solchen "älteren Herrschaften" ?

Fragt sich
das REMchen
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[1.2.1] Verquere Logik
hrgajek antwortet auf REMchen
01.07.2003 16:15
Hallo,

ich möchte gerne mal wissen, was daran so extra teuer sein soll, wie bisher die Gespräche von Deutschland aus nach Walsertal zu vermitteln. Kostenmäßig machts für den Anrufer kaum was aus, es ist nur umständlicher zu wählen, und bei den älteren Urlaubern ist "Ausland = teuer", als wählen sie ungern 00...

Kostet die deutsche Vorwahl für die Telekom eine "Miete" bei RegTP? (Das könnte man den Gemeinden als Infrastruktur-Kosten berechnen und das würden die sicher gerne bezahlen)

Anrufe die (zumeist) von Deutschland (oder Österreich) über die +43-5517 kommen, laufen doch hochwahrscheinlich von Österreich zurück über Deutschland ins (österreichische) Walsertal geroutet (oder haben die über den Berg ne Leitung gelegt? :-)

(Also von Deutschland -> Österreich -> Deutschland -> österr. Walsertal :-)

Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da könnte man doch sicher kundenfreundlichere Lösungen finden :-(

Vermutlich haben da mal wieder irgendwelche ängstlichen Kostenrechner Angst vor dem (un)beliebten Präzedenz-Fall. (Wenn Kleinwalsertal, dann auch Schweizer Enklaven auf deutschem Grund und evtl. gibts noch mehr solche Fälle?)

Den grenznahen "vis-a-vis"-Tarif hat "T" ja auch abgeschafft, was dank der neuen (günstigen) Auslandspreise kein Problem mehr darstellt, solange man nicht ausländische Mobilnetze erreichen muß, denn die sind nachwievor grausam teuer :-(

Mal ne Frage: Hat Kleinwalsertal GSM-Versorgung? Womit?
A1, T-Mobile.at, Connect? oder vielleicht zufällig doch D1,D2,EPlus, o2? :-)

Grübelnd

Henning Gajek


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[1.2.1.1] talk antwortet auf hrgajek
01.07.2003 17:40
Hallo,

Benutzer hrgajek schrieb:
ich möchte gerne mal wissen, was daran so extra teuer sein soll, wie bisher die Gespräche von Deutschland aus nach Walsertal zu vermitteln.

Die Telekom Austria wird sicher für die Gespräche etwas abbekommen - und wenn viele Nutzer eh über 010xy telefonieren
(und die DTAG damit nur den IC sieht, von dem sie dann wohlmöglich noch was abgegeben muß), sagt sich die Telekom dann wohl: Wozu machen wir das noch, wenn man es uns eh nicht dankt?

bei den älteren Urlaubern ist "Ausland = teuer", als wählen sie ungern 00...

Tja... die ganzen Vorteile (wie z.B. früher DM statt ATS) mitnehmen wollen, aber die Nachteile nicht, das ist einfach...

Aber bei manchen Carriern war ja ein Gespräch nach Österreich teilweise schon billiger als ein innerdeutsches Ferngespräch
(gewesen).

Kostet die deutsche Vorwahl für die Telekom eine "Miete" bei RegTP?

Interessante Frage. Da es sich ja um eine "Altlast" aus Bundespost-Zeiten handelt, würde ich dies verneinen. Es wäre aber ne Spekulation wert, was passieren würde, wenn in D ein neues Ortsnetz entstehen würde. Wahrscheinlich würden aber auch dann keine Kosten anfallen - das Ortsnetz gehört ja keinem Betreiber.

Die RegTP kassiert ja auch normalerweise eher für neue Rufnummernblöcke in Ortsnetzen.

Anrufe die (zumeist) von Deutschland (oder Österreich) über die +43-5517 kommen, laufen doch hochwahrscheinlich von Österreich zurück über Deutschland ins (österreichische) Walsertal geroutet (oder haben die über den Berg ne Leitung gelegt? :-)

In dem älteren Artikel stand sinngemäß, daß der Anschluß in den 50er Jahren nur von deutscher Seite erfolgen konnte, sich aber die Infrastruktur mittlerweile geändert hätte.

Bei groups.google.com gab´s auch mal einen Artikel, nachdem im Kleinwalsertal österreichische Telefonzellen herumstehen und IIRC für Deutschland die 0049 vorgewählt werden muß.

TK-technisch dürfte man heute also vermutlich schon an Österreich hängen. Und man muß ja nicht unbedingt ein Kabel über den Berg legen (ist das Tal von Österreich aus wirklich so schwer zu erreichen?), ein paar Richtfunkstrecken auf den selbigen und von dort weiter nach Österreich tun´s auch.

Im deutschen Ortsnetz 08329 ist auch kein einziger RNB zugeteilt... ;-)

Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da könnte man doch sicher kundenfreundlichere Lösungen finden :-(

Der dortige Torismusverband könnte sich ja in Deutschland eine
0800- oder 0180-Nummer (hier dann am besten 01802 oder 01801) mit Durchwahl schalten lassen. Die Durchwahl wäre dann die Teilnehmerrufnummer der Wirte, Hotels, Gaststätten, die sich daran beteiligen.

Also für den Anschluß 12345, dann sowas wie
01802-08329-12345 oder
01801-08329-12345

Die entsprechenden Blöcke unter 01801 und 01802 wären sogar noch frei. :)

(Wenn Kleinwalsertal, dann auch Schweizer Enklaven auf deutschem Grund und evtl. gibts noch mehr solche Fälle?)

Gibt es nicht in der Schweiz eine deutsche Enklave?

Mal ne Frage: Hat Kleinwalsertal GSM-Versorgung? Womit? A1, T-Mobile.at, Connect? oder vielleicht zufällig doch D1,D2,EPlus, o2? :-)

Gab es nicht mal im Usenet eine Diskussion, in der gesagt wurde, daß die Versorgung mit dt. Netzen dort eher schlecht sei?

cu talk
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[1.2.1.2] JimBeam antwortet auf hrgajek
01.07.2003 21:24
zu der frage mit GSM wir haben bis kurz vor der "Grenze" deutsches netz. danach alle übrigen österreichischen, haben dafür aber auch ne menge masten bezahlt, in meiner umgebung kann ich zumindest mal 5 stück nennen. deutsches netz hat hier keine chance ;0)
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[1.2.1.2.1] hrgajek antwortet auf JimBeam
01.07.2003 21:43
Hallo,

wenn schon die oesterr. GSM-Netze schon schon ins Tal vorgestossen sind, ist verstaendlich, dass man da jetzt Fakten schaffen wollte (g)

Mal eben aus D 08329 angerufen... "Ditatue Die Vorwahl hat sich geaendert, bitte waehlen Sie 00435517"

Nicht schön, aber die Anrufer verstehen hoffentlich, was sie zu tun haben.


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[1.2.1.2.1.1] JimBeam antwortet auf hrgajek
01.07.2003 22:01
wenns deutsche sind vielleicht mit glück, die alten stammgäste verstehens nimmer und die jugend dröhnt sich die birne so voll das se das titatue wie du das so schön nennst für mucke halten.

und die holländer verstehen eh nur käse :0)

sch***** isses trotzdem
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[1.2.1.2.1.1.1] teleatlas antwortet auf JimBeam
02.07.2003 12:03
Benutzer JimBeam schrieb:
wenns deutsche sind vielleicht mit glück, die alten stammgäste verstehens nimmer und die jugend dröhnt sich die birne so voll das se das titatue wie du das so schön nennst für mucke halten.

und die holländer verstehen eh nur käse :0)

sch***** isses trotzdem

Vielleicht sollte man auch mal die Telefonnummern im Internet ändern, das sollte wohl ohne großen (Kosten-) Aufwand zu erreichen sein.
Und noch ein Tipp für die Zukunft (falls auch die Post die deutschen PLZ abschaffen will): stellt die Adressen um. Bei einem Standardbrief ist es egal, ob ich ihn nach Deutschland oder Österreich schicke.