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Neue Regelung


16.04.2023 11:26 - Gestartet von hotte70
einmal geändert am 16.04.2023 11:29
Weiß nicht, ob die Regelung tatsächlich eine Verbesserung darstellen soll. Aktuell zahle ich über meine Nebenkosten knapp 10 EUR monatlich für den Kabelanschluss, wenn man demnächst tatsächlich einen Einzelvertrag über Vodafone bucht wird diese das Doppelte kosten. Bringt nur den Leuten was, die sich partout gegen Kabel-T verweigern und Alternativen suchen. IPTV hat mir zu viel Verzug, gerade bei Live-Events nervig, DVB-T2 zu wenig Senderauswahl und eine SAT-Antenne ist mir nicht gestattet und sieht am Balkon auch hässlich aus, also bleibt mir nur Kabel, das demnächst doppelt so teuer wird. Danke für nichts.
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[1] Raccoon antwortet auf hotte70
16.04.2023 11:58
Benutzer hotte70 schrieb:
Weiß nicht, ob die Regelung tatsächlich eine Verbesserung darstellen soll. Aktuell zahle ich über meine Nebenkosten knapp 10 EUR monatlich für den Kabelanschluss, wenn man demnächst tatsächlich einen Einzelvertrag über Vodafone bucht wird diese das Doppelte kosten. Bringt nur den Leuten was, die sich partout gegen Kabel-T verweigern und Alternativen suchen.

Ich arbeite bei Vodafone und kann sagen, dass die Kosten nicht doppelt so teuer sind. Alle Kunden die von den Nebenkostenprivileg betroffen sind kriegen von Ort zu Ort, gestaffelt eine Information von Vodafone. Es ist dann möglich den sogenannten Connect Start Tarif zu beantragen, dann bezahlt man auch weiterhin nur 10€ für den Anschluss und es gibt auch nicht wie sonst eine Anschlussgebühr. Wir wollen natürlich versuchen so viele Kunden wie möglich zu halten. Für einen selbst ändert sich dann nur die Art der Bezahlung, statt über die Nebenkosten, wird es dann über Vodafone und einem selbst per Lastschrift abgerechnet. Alternativen wie Waipu sollte man sich dennoch mal anschauen. Gibt Vor und Nachteile, die für sich abgewägt werden müssen.
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[1.1] calc antwortet auf Raccoon
16.04.2023 15:48
Danke für die Klarstellung, hotte!
Bist du im Außendienst tätig? Für welche Region?
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[1.2] 01SirMike01 antwortet auf Raccoon
20.04.2023 13:49
Benutzer Raccoon schrieb:
Benutzer hotte70 schrieb:
Weiß nicht, ob die Regelung tatsächlich eine Verbesserung darstellen soll. Aktuell zahle ich über meine Nebenkosten knapp 10 EUR monatlich für den Kabelanschluss, wenn man demnächst tatsächlich einen Einzelvertrag über Vodafone bucht wird diese das Doppelte kosten. Bringt nur den Leuten was, die sich partout gegen Kabel-T verweigern und Alternativen suchen.

Ich arbeite bei Vodafone und kann sagen, dass die Kosten nicht doppelt so teuer sind. Alle Kunden die von den Nebenkostenprivileg betroffen sind kriegen von Ort zu Ort, gestaffelt eine Information von Vodafone. Es ist dann möglich den sogenannten Connect Start Tarif zu beantragen, dann bezahlt man auch weiterhin nur 10€ für den Anschluss und es gibt auch nicht wie sonst eine Anschlussgebühr. Wir wollen natürlich versuchen so viele Kunden wie möglich zu halten. Für einen selbst ändert sich dann nur die Art der Bezahlung, statt über die Nebenkosten, wird es dann über Vodafone und einem selbst per Lastschrift abgerechnet. Alternativen wie Waipu sollte man sich dennoch mal anschauen. Gibt Vor und Nachteile, die für sich abgewägt werden müssen
In meiner Wohnanlage war ich vorher bei Pyur - das Fernsehangebot war grenzwertig und die zusätzlichen Fernsehkanäle teilweise zu teuer -. Wir sind seit dem Sommer 2022 bei Vodafon. Bis heute wurde kein Werbezettel bzw. Werbebrief im Briefkasten hinterlegt. Wir kennen weder die Servicenummer noch den Handwerksbetrieb der eventuell die Störungen im Kabelnetz beheben kann. Das Fernsehangebot ist absolut unterirdisch. Nur wenn man laut Homepage von Vodafon den zusätzlichen Kasten und für teure Zusatzkosten die restlichen Kanäle übers Internet abonniert, hat man ein teilweise akzeptables Fernsehangebot. Für mich ist Vodafon eine reine Katastrophe.
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[2] upandaway antwortet auf hotte70
16.04.2023 12:24
Warum sollte ein Mieter, der sich für das Unterschichtenfernsehen nicht interessiert und dem DVB-T2 völlig ausreicht, deinen Kabelanschluss subventionieren?
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[3] telpico antwortet auf hotte70
16.04.2023 13:14

einmal geändert am 16.04.2023 13:17
ich denk, dass tendenziell Vodafone langfristig davon profitieren könnte, weil durch die geänderte rechtliche Lage evtl. nach und nach viele Wohnungsgesellschaften dann den Betrieb der untersten Netzebenen an Vodafone veräussern, weil sich das vom Aufwand für die Wohnungsgesellschaften dann nicht mehr lohnen wird, wenn man zukünftig kleinteilig mit jedem Mieter/Eigentümer einen eigenen Vertrag bräuchte. Vodafone wird also einfach gemütlich abwarten können.

Die Telekom wird sich erhoffen, dass sich das für sie mindestens kurzfristig ebenso lohnt (die haben die rechtliche Änderung ja schließlich initial aus Eigeninteresse losgetreten). Die werden hoffen, dass dadurch mehr betroffene Endkunden zur Telekom wechseln (zum soliden guten Kupferkabel). Außerdem bindet die notwendige Umstellung auf Vodafone-Seite vermutlich über viele Monate viele wertvolle Ressourcen, die dann nicht im weiteren Glasfaserwettkampf zur Verfügung stehen. Sprich die Telekom hat damit dem grössten Konkurrenten so richtig ordentlich eine reingewürgt im Glasfaser-Endgame.
Die Telekom kann sich das also auch richtig gemütlich machen.

Theoretisch währen nun Wohnungsgesellschaften die Verlierer. Aber da wir wie angesprochen in D sind, werden diese halt in der Praxis andere Wartungspauschalen erhöhen und die bisherigen Verwalter dann mit anderen Verwalterdingen beschäftigen.
Verwalters gonna verwalt. Business als usual. Für Verwalter ist es ausserdem super praktisch, dass in D längerfristig Wohnungsnot herschen wird und damit keine Notwendigkeit da ist, irgendwo überhaupt Anstrengungen abseits vom Erhöhen von Pauschalen zu unternehmen.

Ob sich das für betroffene Endverbraucher jemals lohnt, muss sich noch zeigen. Erstmal wirds teurer. Mehrwert könnte erst dann entstehen, wenn dadurch die Internetversorgung im Haus langfristig besser wird, z.B ein bisher nicht mit Glasfaser erschlossenes Wohnhaus angeschlossen wird, weil man mit der neuen Regelung evtl. die Trägheit der bisherigen Verwaltung aufbrechen kann. Theoretisch könnte es also auch für den Endverbraucher besser werden in einer idealen Welt (sorry, ich war grad am Träumen)
Praktisch wirds wohl eher sehr lange (oder dauerhaft) ein Nachteil für den Endverbraucher sein, einfach weil wir ja unser gutes altes Behörden- und Verwalterdeutschland bestens kennen, wo nichts mehr vorwärts geht und es inzwischen zum guten Ton gehört, nur noch steigende Wartungspauschalen für den Istzustand zu erheben und auch in 2023 in jedem Kundenanschreiben zum Kunden an die schwierige Lage durch den Krieg, auf irgendwelche Coronaprozessprobleme und Schwierigkeiten in der Lieferkette und Fachkräftemangel hinzuweisen. Wirbedauernabermü­ssensielei­derversteh­enkannmannixmachen usw.

Windräder, modernes Internet und eAutos und vorauschauende Unternehmensführung und Zukunftsinvestitionen sind halt inzwischen einfach zu anstrengend in der Vorbereitung, das muss ja auch nicht sein, das stört auch Lobbyisten viel zu sehr beim Geldschschaufeln. Lieber im geräumigen Managementverwalterzimmer mit Aussicht rumträumen, wie man weitere belanglose Handgriffe outsourcen könnte. z.B irgendein fancy chatGPT ausrollen, damit man den Hotlinesupport weiter automatisieren kann zum Gewinnsteigern. Kohlekraftwerke, robuste Kupferkabelwartungsverträge und Glasfaserüberbauten sind ja schließlich auch gute solide Investitionen.

Abschließend bin ich übrigens sehr gespannt, wie intensiv lobbyseitig bei DVBT2 weitergesägt werden wird. Wenn die Lobbyisten sich noch ein bischen mehr anstrengen, ist evt. sogar weit vor 2030 Schluss mit DVBT2. Zukunftsmusik: Evtl. wird dann ja wieder Postversand von DVDs wieder sehr hipp, sofern die Post dann überhaupt noch jeden Haushalt anfährt, ohne ein „wir konnten sie leider nicht antreffen, weil wir bei Mehrparteienhäusern nicht mehr klingeln wollen“.

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[3.1] Wechseler antwortet auf telpico
20.04.2023 14:00
Benutzer telpico schrieb:
Außerdem bindet die notwendige Umstellung auf Vodafone-Seite vermutlich über viele Monate viele wertvolle Ressourcen, die dann nicht im weiteren Glasfaserwettkampf zur Verfügung stehen. Sprich die Telekom hat damit dem grössten Konkurrenten so richtig ordentlich eine reingewürgt im Glasfaser-Endgame.

Nun ja, wenn schon im dörflichen Speckgürtel-Szenario die Take-Up-Raten bei 30 % liegen, wieviel erwartest du dann beim "Glasfaser-Endgame" in MFHs wo das Nebenkostenprivileg zur Anwendung kommt? Mehr als 5-10 %? Da wird jetzt fleißig gebaut, weil irgendeine "Gigabit-Strategie" Milliarden mit der Gießkanne verteilt. Irgendwas gebucht wird da für 55-80 € bestimmt nicht.