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Diese bitteren online Kommentare


13.01.2023 21:31 - Gestartet von Blue_Fire
Es wird immer besser, zusätzlich multi operator core network, was besser als roaming ist. Es geht in großen Schritten voran.
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[1] wolfbln antwortet auf Blue_Fire
13.01.2023 22:34

2x geändert, zuletzt am 13.01.2023 22:44
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Es wird immer besser, zusätzlich multi operator core network, was besser als roaming ist. Es geht in großen Schritten voran.

Es geht voran, aber zu langsam und schlecht.
Nehmen wir dein Beispiel: MOCN, was Du da oben nennst.
Diese Art von Sharing ist besser als Roaming. OK.

Aber die Vereinbarung betrifft nur 1000 Sender jeden Betreibers.
Und dann auch nur Band 20 LTE mit nur sektorweisen Freigabe.
Also wenn der abgehende Betreiber sagt der Sektor sei voll, geht nix.
Die Telekom hat alleine über 35.000 Standorte, was sind da 1000?

Für das Flächenland Bayern wurden gestern valide Zahlen vorgestellt:
White Spots d.h. kein Betreiber versorgt in 4G: auf 4,4 % der Fläche.
Grey Spots d.h. nur 1 oder 2 Betreiber versorgen in 4G: auf 21,8 % der Fläche.

In Stadtstaaten ist es sicher anders, aber das Verhältnis Whitespots zu Greyspots schockiert wirklich. Ich dachte vielleicht 1:3, aber es liegt bei fast 1:5.
Das ist viel zu hoch. Wie lange sollen die Leute noch warten?
Es kann doch nicht auf über 1/5 der Landesfläche (hier Bayerns) ein Glückspiel sein, gerade beim richtigen Betreiber zu sein, um LTE zu bekommen. Sollen alle dort mit drei SIM-Karten rumrennen. Wo leben wir denn?
Notfalls muss eben Roaming, MOCN oder MORAN vorgeschrieben werden. Die neu gebauten Whitespot Positionen beziehen alle 3 Betreiber, aber die Greyspots bleiben ein großes Problem.
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[1.1] Blue_Fire antwortet auf wolfbln
13.01.2023 22:53

2x geändert, zuletzt am 13.01.2023 22:58
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Ich glaube viele jammern auf einem hohen Niveau.

Erstmal steht jeder mobilfunkkunde in der Pflicht sich ein ordentliches Telefon zu kaufen. Eines welches möglichst viele Bänder empfangen kann und natürlich 5g.

Dann kommt die Frage wer ist nicht in der Fläche?

Und wie gut sind die Daten zur Erhebung des aktuellen mobilfunkempfangs?

Glaub mir die neue Station wirkt sich erst mittelfristig auf die netzempfangskarten aus, die auf crowdmessungen oder messfahrten basieren.

Also zeigt sich es ist nur o2 Telefonica, die einfach viel zu lange nicht investiert haben. Ich rate mal ganz stark dass es sich um das Telekom Netz handelt was sich in den meisten Fällen, dort befindet.

Ist halt Pech gehabt wenn man den falschen Netz ist o2 kann nicht auf der Welle der anderen reiten, auch die müssen investieren.

Ewige und ewige genehmigungsverfahren beleidigte Kommunen die ihre Infrastruktur nicht gern zur Verfügung stellen. Dann auch noch Dutzende weitere verwaltungstechnische Hindernisse und nicht zuletzt die 5g Gegnerschaft in der Bevölkerung.

Dies zusammen mit einer begrenzten Kapazität an Aufbau, Firmen die facharbeiter eingestellt haben und Preise für Einkauf und so weiter so wie höheren Anforderungen an ein Huawei und China freies mobilfunknetz.
Hier muss quasi ausschließlich im Westen eingekauft werden.

Nicht zu vergessen die notwendigen glasfaseranbindungen die auch gebaut werden müssen.

Wenn man nach den Kommentatoren hier im Forum geht ist es alles ganz ganz schrecklich. Aber nein so schlimm ist es nicht. Ich würde sagen zwei minus oder zwei null.

Wie gesagt wenn du die richtigen Stationen für mocn wählst dann passiert da gar nichts.
Ansonsten macht man eben Infrastruktur sharing und baut noch eine Anlage drauf.

Da ist so viel Fahrt drauf und da wird so viel neu aufgebaut, am besten man wechselt ins Telekom Netz um den meisten Ausbau zu fördern.

Aber wahrscheinlich sind das die größten sparfüchse die am lautesten schreien. Immer schön ausbaufordern aber auch bei drillisch 3,99 € Zahlen im Monat super.

Klar nehmen wir die besten Angebote aber dann sollte man direkt zum netzbetreiber gehen um zumindestens das Geld dort zu lassen. Ein Tarif direkt beim netzbetreiber oder einer seiner Töchter fördert den mobilfunkausbau mehr.

Ebenso gibt es die infrastrukturgesellschaft für mobilfunkförderung welche wiederum eine weitere Beschleunigung und Unterstützung durch dritte für die mobilfunkausbau liefert.

Das gab es vorher nicht.

Alles in allem geht es viel deutlicher Voran, als es irgendwelche Kommentatoren wahrhaben wollen.

Und immer schön gleich das horrorszenario für Multi Operator core Network zeichnen. Das macht man in irgendeinem brandenburgischen Dorf wo zehn Leute wohnen okay. Da wird die Station auch die Kunden der drei Betreiber schaffen. Und wenn man zu oft rausfliegen sollte wie du sagst, dann stellt eben der mieter fest er muss doch selber Technik dranhängen.

Ich melde immer der Telekom Mobilfunk Löcher und sie prüfen das.

Wer denkt er müsste mit drei Karten rumlaufen der hat auch o2.

Ich habe alle drei Karten muss aber seitdem ich das Telekom Netz nutze gar nicht mehr über den Wechsel nachdenken. Es gibt auch dort Löcher aber auch diese sind verhältnismäßig deutlich weniger als in den anderen.
Hier einfach noch warten bis mocn aktiviert ist und dann ist das auch Geschichte?!

Immerhin wird das Geld da ordentlich eingesetzt.
Dann schauen wir mal was so Anfang Januar so alles gebaut wurde.
https://www.teltarif.de/netzausbau-woche...
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[1.1.1] wolfbln antwortet auf Blue_Fire
14.01.2023 16:43

einmal geändert am 14.01.2023 16:45
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Ich glaube viele jammern auf einem hohen Niveau.

Das ist sicher relativ.
An unseren Anspruch als führende Industrienation gemessen, ist es bisher zu schlecht. Am mitteleuropäischen Durchschnitt, ganz passabel. Aber auch da gibt es wesentlich bessere und auch schlechtere Länder.

Erstmal steht jeder mobilfunkkunde in der Pflicht sich ein ordentliches Telefon zu kaufen. Eines welches möglichst viele Bänder empfangen kann und natürlich 5g.

Das ist eine ziemlich steile These. 5G wird kommen und ich habe auch schon Gerät.
Aber ohne 5G SA/+ erweitert es nur die Kapazität, aber nicht die Reichweite.
D.h. wo kein 4G ist, ist auch kein 5G im NSA und wo kein 4G ist dann EDGE oder schlimmer noch Funkloch einfach zu dürftig.

Dann verbauen inzwischen alle 3 Betreiber n28 (700 MHz), die häufig in LTE800 (B20) ankert. Diese sog. Lowband ENDC können nur wenige sehr teure Geräte. Es gibt auch keine Infos der Hersteller oder Netzbetreiber, welche das können und welche das nicht. Allein o2 hat schon mehrere Tausend n28/B20 Stationen.

Dann kommt die Frage wer ist nicht in der Fläche?

Die Frage verstehe ich nicht, mal der eine, mal der andere und mal der dritte.

Und wie gut sind die Daten zur Erhebung des aktuellen mobilfunkempfangs?

Diese Frage muss man aber insbesondere den Netzbetreibern stellen. Das Orange bei o2 oder das hellere rot bei Vodafone ist leider meistens eben ein Funkloch. Die Angaben sind eher zu gut als zu schlecht, wobei Updates manchmal brauchen .

Glaub mir die neue Station wirkt sich erst mittelfristig auf die netzempfangskarten aus, die auf crowdmessungen oder messfahrten basieren.

Die Netzkarten der Betreiber sind schon von denen selbst und hochgerechnet mit Gelände- und GIS-Modell. Allerdings nicht vor Ort gemessen, sondern errechnet. Die Crowd-Messungen basieren auf echten Nutzungen. Da kommen natürlich auch einschränkende Faktoren wie Indoor, Vertrag, Handys usw. zum tragen.

Also zeigt sich es ist nur o2 Telefonica, die einfach viel zu lange nicht investiert haben. Ich rate mal ganz stark dass es sich um das Telekom Netz handelt was sich in den meisten Fällen, dort befindet.

Das kann man so generell nicht sagen. Es gibt auch Gegenbeispiele und o2 hat sehr viel investiert in den letzten Jahren. Sie haben Standorte, wo Telekom ein Funkloch hat, aber häufiger ist es andersrum und Vodafone so dazwischen, allerdings nach Region etwas verschieden.

Ist halt Pech gehabt wenn man den falschen Netz ist o2 kann nicht auf der Welle der anderen reiten, auch die müssen investieren.

Das tun sie schon. Sie haben stark aufgeholt. Sie sind aber momentan die günstigsten und jagen schon mehr Daten durch ihr Netz als Telekom oder Vodafone (einzeln). Der Erfolg und Preis bedeutet halt auch, dass sie ständig nachlegen müssen an Kapazität und da kommt 5G ins Spiel.

Ewige und ewige genehmigungsverfahren beleidigte Kommunen die ihre Infrastruktur nicht gern zur Verfügung stellen. Dann auch noch Dutzende weitere verwaltungstechnische Hindernisse und nicht zuletzt die 5g Gegnerschaft in der Bevölkerung.

Dies zusammen mit einer begrenzten Kapazität an Aufbau, Firmen die facharbeiter eingestellt haben und Preise für Einkauf und so weiter so wie höheren Anforderungen an ein Huawei und China freies mobilfunknetz.
Hier muss quasi ausschließlich im Westen eingekauft werden.

Ja, es gibt Hindernisse. Aber nicht nur bei uns, sondern auch anderswo. Telekom und o2 Netzbetreiber benutzen noch Huawei für 4G, im Ausland sieht es teilweise anders aus und sie mussten es wieder ausbauen.

Nicht zu vergessen die notwendigen glasfaseranbindungen die auch gebaut werden müssen.

Na ja, es muss nicht immer Glasfaser sein. Es gibt inzwischen auch sehr gute Richtfunkverbindungen auch für 5G. Ich bekomme in Berlin an meiner n78 Station, die über Richtfunk angebunden ist über 600 Mbit/s (über Roamingkarte, o2 hat sonst Tariflimit 500 Mbit/s).

Wenn man nach den Kommentatoren hier im Forum geht ist es alles ganz ganz schrecklich. Aber nein so schlimm ist es nicht. Ich würde sagen zwei minus oder zwei null.

ES ist besser geworden, aber nicht gut. Da gibt es noch zu viele Lücken. Auf 1/4 der Landesfläche eine Flächenlandes wie Bayern geht der eine oder der andere nicht. Das ist doch nicht toll.

Wie gesagt wenn du die richtigen Stationen für mocn wählst dann passiert da gar nichts.
Ansonsten macht man eben Infrastruktur sharing und baut noch eine Anlage drauf.

Da ist so viel Fahrt drauf und da wird so viel neu aufgebaut, am besten man wechselt ins Telekom Netz um den meisten Ausbau zu fördern.

Die Telekom hat auch die höchsten Preise in ganz Mitteleuropa. Ihre Filiale Magenta in Österreich ist wesentlich günstiger und schneidet in Netztests besser ab. Das ist die Frage, ob man den teuersten Anbieter unterstützen sollte oder es nicht auch ein günstigerer sein darf, dann mit den Abstrichen .

Aber wahrscheinlich sind das die größten sparfüchse die am lautesten schreien. Immer schön ausbaufordern aber auch bei drillisch 3,99 € Zahlen im Monat super.

Die Leute sehen halt, was sie in Frankreich, Italien, Polen oder Spanien zahlen und da sind wir halt in einer ganz anderen Liga. Diese Länder sind auch gut ausgebaut, aber aufgrund der Preise läuft die Kapa langsam voll. Dennoch muss man Deutschen erstmal erklären, warum alles hier 10x so viel kosten soll.

Klar nehmen wir die besten Angebote aber dann sollte man direkt zum netzbetreiber gehen um zumindestens das Geld dort zu lassen. Ein Tarif direkt beim netzbetreiber oder einer seiner Töchter fördert den mobilfunkausbau mehr.

Das ist auch eine verwegene These. Ob ich die Euro bei o2 oder ihren Resellern lasse, kommt aufs gleiche raus. Alle Sekundärmarken sind Unterfirmen der Netzbetreiber inzwischen. MVNOs gibts kaum mehr und auch 1&1 bzw. Freenet als Reseller geben genau festgelegte Beträge an den NB ab.

Ebenso gibt es die infrastrukturgesellschaft für mobilfunkförderung welche wiederum eine weitere Beschleunigung und Unterstützung durch dritte für die mobilfunkausbau liefert.

Das gab es vorher nicht.

Stimmt. Bund und Länder bauen jetzt Masten an Stellen, wo es sich für die Betreiber nicht lohnt. Sollten das aber nicht eher die Betreiber tun?

Alles in allem geht es viel deutlicher Voran, als es irgendwelche Kommentatoren wahrhaben wollen.

Und immer schön gleich das horrorszenario für Multi Operator core Network zeichnen. Das macht man in irgendeinem brandenburgischen Dorf wo zehn Leute wohnen okay. Da wird die Station auch die Kunden der drei Betreiber schaffen. Und wenn man zu oft rausfliegen sollte wie du sagst, dann stellt eben der mieter fest er muss doch selber Technik dranhängen.

Ich male kein Horrorszenario. Ich bin für mehr Kooperation. Also Sharing der Orte, MOCN oder MORAN, vielleicht sogar Roaming. Die bisher einmalige Vereinbarung der 3 jeweils 1000 Standorte zu "tauschen" d.h. zu teilen, ist viel zu wenig. Wenn sich Telekom und Vodafone einig sind, darf o2 nicht mehr sharen, auch wenn sie es wollten oder bräuchten. Das ist viel zu starr und unflexibel. Warum nur ein Band (B20/LTE)? Warum nur sektorweise? Warum nicht auch 5G oder alle Whitespots. In Tunneln oder U-Bahnen wird auch nur eine Indoor-Anlage gebaut. Das ginge auch an den ganzen Whitespots.

Ich melde immer der Telekom Mobilfunk Löcher und sie prüfen das.

Ich melde auch der Telekom Löcher und es tut sich oft nix. Sie haben in Brandenburg immer noch Städte (!) wenn auch sehr kleine mit GSM ohne 4G oder 5G. 3G gab es dort nie, inzwischen wenigstens 4G von VF oder o2. Suche mal nach Gartz/Oder oder Lebus.

Wer denkt er müsste mit drei Karten rumlaufen der hat auch o2.

Jepp. Oder eine Roaming SIM, die alle 3 Netze kann (aber nicht zeitgleich).

Ich habe alle drei Karten muss aber seitdem ich das Telekom Netz nutze gar nicht mehr über den Wechsel nachdenken. Es gibt auch dort Löcher aber auch diese sind verhältnismäßig deutlich weniger als in den anderen.
Hier einfach noch warten bis mocn aktiviert ist und dann ist das auch Geschichte?!

Telekom ist bei MOCN weitgehend durch. Die von Vodafone sind schon drin 2022, von o2 kommen 2023 noch ein paar.

Immerhin wird das Geld da ordentlich eingesetzt. Dann schauen wir mal was so Anfang Januar so alles gebaut wurde.

Ja, das habe ich bei Henning auch schon kritisiert. Bitte schreibt, wenn Funkloch geschlossen wird. Von mir aus mit Portrait der Station. Aber jedes Softwareupdate per Mausklick auf 5G DSS ist einfach gaga. 80% des Ausbaus dort sind keine neuen Stationen, sondern mehr Kapazität zumeist im 5G. Das ist auch wichtig, sollte man aber trennen.
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[1.1.1.1] Blue_Fire antwortet auf wolfbln
15.01.2023 04:41
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Ich glaube viele jammern auf einem hohen Niveau.

Das ist sicher relativ. An unseren Anspruch als führende Industrienation gemessen, ist es bisher zu schlecht. Am mitteleuropäischen Durchschnitt, ganz passabel. Aber auch da gibt es wesentlich bessere und auch schlechtere Länder.

Ich muss dazu wirklich echte Statistiken sehen.

Die Dichte der mobilfunkmasten ist das eigentliche Problem. Hier muss es mehr geben. Das ist im Ausland besser. Ich habe neulich mit einer Akquisiteurin für die Deutsche Funkturm und vantage Towers und American Tower company gesprochen.
Da hat sie Monate lang verhandelt, mit der Kommune, um einen Standort auf einer Berufsschule zu bekommen. Einfach so, morgens die E-Mail "abgesagt" "möchten wir nicht." Und die Kommune möchte auch keine Stahlgittermasten in ihrem Bereich. Schleuderbeton ok.

Oder wenn übertrieben hohe Mieten gefordert werden. Wenn private standortvermieter, das im Monat fordern was normalerweise im Jahr gezahlt wird.

Oder wenn sich in einem Dorf mal wieder eine bürgerinitiative bildet, wo dann mal wieder von den Gefahren von 5g, oder wie es immer so schön "G5" genannt wird, geredet wird.

Nicht zu vergessen jede Behörde denkmalschutz, umweltschutz und so weiter möchte mitreden. Es können auch soweit ich weiß keine Kommunen, landes- oder bundesimmobilien verpflichtend bebaut werden mit Mobilfunk. Geschweige denn industrieanlagen oder Gewerbeimmobilien. Es passiert alles auf Freiwilligkeit.

Ursprünglich von Telefonica Markus Haas geforderte Genehmigungsfiktion, ist schon mal ein sehr guter Schritt. Es müssen ebenso kürzere laufzeiten bei genehmigungsverfahren Pflicht sein.

Es ist ganz doll die Bürokratie und mangelnder Zwang.

Ich habe auch von einem Vermieter gehört, der noch mal alle statischen Gutachten, für einen Dachstandort selber durchrechnen möchte. Ob seine Schornsteine und sein Flur das Tragen.

Das sind so Sachen das wirft uns ganz weit zurück. Hier muss mehr Zwang aufgebaut werden.

Ein anderer Punkt ist wenn Anbieter unbedingt ihre eigenen Masten bauen wollen. Desto finanzstärker desto schlimmer. Hier muss wirklich auch ein bisschen mehr standortscharing gelebt werden.

Ebenso sind höhere versorgungsauflagen Pflicht. Sie sorgen dafür, dass der Zwang multioperator core Network und Standort Scharding, zumindest provisorisch zu nutzen entsteht.


Erstmal steht jeder mobilfunkkunde in der Pflicht sich ein ordentliches Telefon zu kaufen. Eines welches möglichst viele Bänder empfangen kann und natürlich 5g.

Das ist eine ziemlich steile These. 5G wird kommen und ich habe auch schon Gerät.
Aber ohne 5G SA/+ erweitert es nur die Kapazität, aber nicht die Reichweite.

Ich bin mir sicher dass niedrige Bänder wie 700 MHz oder auch zukünftig hoffentlich 600 sehr wohl zu mehr Reichweite beitragen.
Vielleicht hat ja auch die höhere Kapazität, eine positive Auswirkung darauf, Zellatmung in Form von Schrumpfen der Zelle, bei überlast zu verringern.

Das ist überhaupt keine steile These, ich rede nicht von einer gesetzlichen Pflicht sondern einer moralischen. Sich immer über mobilfunkempfang beschweren aber kopflos einfach irgendein xiaomi zu kaufen. Was sich Anbieter seit ich bemängele ist eine mangelnde belebelung mit einem qualitätssiegel. Wie im Ausland z.b Approved by T-Mobile oder so.
Ein Hinweis dass dieses Gerät besonders optimal sich in einem bestimmten Netz nutzen lässt. Bei den zugeteilten Frequenzen optimal damit interagiert.

D.h. wo kein 4G ist, ist auch kein 5G im NSA und wo kein 4G ist dann EDGE oder schlimmer noch Funkloch einfach zu dürftig.

Prinzipiell technisch stimme ich dir dazu, dazu müsste ich mich mehr damit befassen. Seitdem ich 5g habe, wirkt einfach alles besser im Empfang.

Ich weiß nicht woran es liegt, ob das neue Handy mehr Bänder kann oder so, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist mein Empfang seit 5g besser. Es könnte auch an der downloadgeschwindigkeit liegen, die mehr Anwendungen ohne Fehler laufen lässt.

Dann verbauen inzwischen alle 3 Betreiber n28 (700 MHz), die häufig in LTE800 (B20) ankert. Diese sog. Lowband ENDC können nur wenige sehr teure Geräte. Es gibt auch keine Infos der Hersteller oder Netzbetreiber, welche das können und welche das nicht. Allein o2 hat schon mehrere Tausend n28/B20 Stationen.

Ich finde das nicht schlecht ist, in der Regel kommt immer erst die Infrastruktur und dann auch die Umstellung bei den Herstellern. Sowas wird erstmal ausgerollt und in zukünftigen zunehmend verbaut werden.

Es ist absolut kritisch und wichtig dass dann jeder mobilfunkstation niedrigste Bänder mitlaufen.

So gewährleistet du einen maximalen Empfang auch im außenbereich. Es müssen aber auch höhere Bänder mitlaufen, so dass dein Handy möglichst beim Empfang dieser besseren Bänder, auf die höheren Frequenzen verschoben wird.


Dann kommt die Frage wer ist nicht in der Fläche?

Die Frage verstehe ich nicht, mal der eine, mal der andere und mal der dritte.

Hier muss man einfach ehrlich sagen es ist in der Regel immer die Telekom. Ja nicht absolut immer aber allermeistens. Da ist einfach mehr Geld vorhanden und entsprechend investitionswille. Es sind immer die anderen beiden die sich dranhängen. Sie haben jetzt auch zugelegt und Vodafone, ist auch seit ihr und je durchaus auch aktiv.

Es ist nun mal in erster Linie einen Markt von Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit. Es ist durchaus wirtschaftlich, in einem Dorf als erster der Mast-aufsteller zu sein. So spricht sich schneller rum, dass dein Netz das Beste ist. So hast du diesen Ort quasi abgedeckt und erstmal, wenn du alleine dort sendest maximale kundenbindung. diejenigen die dort wohnen, werden dorthin wechseln und ihre Karte auch quer durch Deutschland mitnehmen. Ob woanders Löcher sind stört sie erstmal nicht, weil man öfter danach geht was man zu Hause empfängt.

Eine Fläche als schlecht zu beschreiben nur weil ein Betreiber dort ist, finde ich nicht richtig. Nicht jeder Betreiber hat dieselbe investitionspolitik. Einer der agiert und investiert produziert am Ende ein besseres Netz. hier muss man nicht die Investition des First mover bestrafen, sondern müssen Kunden sich für das richtige Netz entscheiden. Das ist nun mal Wettbewerb. Einfach zu fordern alle haben gleich zu sein bedeutet die Investitionen des ersten zu bestrafen, einfach nur Nutzenießer tum zu ermöglichen.
Es hat sich einfach der Anbieter durchzusetzen der die meisten Investitionen tätigt. Zwecks Erfüllung von versorgungsauflagen werden aber auch die anderen nachziehen und es gibt auch Orte wo sie besser aufgestellt sind. Anhand von cellmepper sehe ich ganz klar dass die Telekom die meisten Stationen hat.

Und wie gut sind die Daten zur Erhebung des aktuellen mobilfunkempfangs?

Diese Frage muss man aber insbesondere den Netzbetreibern stellen. Das Orange bei o2 oder das hellere rot bei Vodafone ist leider meistens eben ein Funkloch. Die Angaben sind eher zu gut als zu schlecht, wobei Updates manchmal brauchen

Die errechneten theoretischen netzabdeckungskarten der Anbieter sind erstmal ein erster anhaltspunkt.

Was wirklich zählt ist die crowd-messung durch funkloch App oder cellmapper usw. Als auch von diversen Akteuren wie auch der netzagentur beauftragte Firmen.

Eine solche Karte aktualisiert sich erst mit der Zeit. Nicht jedes Mal fährt an derselben Stelle jemand lang. Ich hoffe darauf, dass auch in Zukunft Methoden gefunden werden, solche Messdaten besser zu generieren und zusammenzuführen.

Glaub mir die neue Station wirkt sich erst mittelfristig auf die netzempfangskarten aus, die auf crowdmessungen oder messfahrten basieren.

Die Netzkarten der Betreiber sind schon von denen selbst und hochgerechnet mit Gelände- und GIS-Modell. Allerdings nicht vor Ort gemessen, sondern errechnet. Die Crowd-Messungen basieren auf echten Nutzungen. Da kommen natürlich auch einschränkende Faktoren wie Indoor, Vertrag, Handys usw. zum tragen.

Das habe ich doch nie bezweifelt, du redest an meiner Frage vorbei. Ausbau eines netzbetreibers wirkt sich erst mittelfristig auf solche Karten aus ganz einfach.

Also zeigt sich es ist nur o2 Telefonica, die einfach viel zu lange nicht investiert haben. Ich rate mal ganz stark dass es sich um das Telekom Netz handelt was sich in den meisten Fällen, dort befindet.

Das kann man so generell nicht sagen. Es gibt auch Gegenbeispiele und o2 hat sehr viel investiert in den letzten Jahren. Sie haben Standorte, wo Telekom ein Funkloch hat, aber häufiger ist es andersrum und Vodafone so dazwischen, allerdings nach Region etwas verschieden.

O2 hatte bis 2018 technikchefs die kein Interesse an großinvestitionen getätigt haben. Warum auch investieren, wenn du im Begriff bist E-Plus aufzunehmen. Hier muss erstmal geprüft werden welche Stationen die so haben und wie die in dein Netz passen. Dann muss eine netzintegration durchgeführt und abgeschlossen werden. Alles personalintensiv und kostenintensiv. Geschweige denn ältere Systeme für die ist keine Teile mehr gibt, die du umbauen musst.
Klar hat o2 nicht nichts investiert, doch bis 2018 haben die massiv im Bereich LTE zurückgehangen. Ich habe als Mitarbeiter eines Discounters, die deutschlandweite Karte vom o2 Netz auf LTE Basis rauszoomen können. Lange Jahre waren das nur Inseln. Schau mal bei 5g auf der O2 netzkarte da kannst du wahrscheinlich immer noch nicht ganz rauszoomen, nicht deutschlandweit. Das konntest du jahrelang nur bei GSM. Bei LTE müsste es inzwischen möglich sein weil sie jetzt eine sehr breite Abdeckung haben. Seit 2018 wurde in massiv in das Upgrade mit LTE bei jeder basisstation investiert.

Man kann es O2 zu gute halten aber auch andersrum ist es einfach nur ein aufholen dessen, was schon lange hätte sein müssen. Da haben die Telekom und Vodafone stetiger die ganze Zeit durchgehend investiert. Die Telekom immer am meisten.

Ich habe hier zu Hause das beste Netz mit der Telekom. 90 Mbit im Download über 5g dss.
Dann 40 bis 45 Mbit im Download LTE plus bei Vodafone.
Und 10 MBit manchmal 20 im Download bei o2 über LTE.

Alle hängen sie am selben Mast, er hat keine richtfunkschlüssel also ist der festnetztechnisch angebunden. War ich direkt um die Station sehr hohe bandbreiten habe wird das Glasfaser sein. Bei mir in der Bude kommen von jedem Netz ein bis maximal zwei Balken an.

Ist halt Pech gehabt wenn man den falschen Netz ist o2 kann nicht auf der Welle der anderen reiten, auch die müssen investieren.

Das tun sie schon. Sie haben stark aufgeholt. Sie sind aber momentan die günstigsten und jagen schon mehr Daten durch ihr Netz als Telekom oder Vodafone (einzeln). Der Erfolg und Preis bedeutet halt auch, dass sie ständig nachlegen müssen an Kapazität und da kommt 5G ins Spiel.

Das würde ich gerne mal schwarz auf weiß sehen das O2 mehr Daten durch das Netz jagt.
Durch unlimited könnte das theoretisch sein, jedoch fließen bei der Telekom die Daten am schnellsten ab. Dementsprechend ist das auch eine ganze Menge was dadurch knallt.


Ewige und ewige genehmigungsverfahren beleidigte Kommunen die ihre Infrastruktur nicht gern zur Verfügung stellen. Dann auch noch Dutzende weitere verwaltungstechnische Hindernisse und nicht zuletzt die 5g Gegnerschaft in der Bevölkerung.

Dies zusammen mit einer begrenzten Kapazität an Aufbau, Firmen die facharbeiter eingestellt haben und Preise für Einkauf und so weiter so wie höheren Anforderungen an ein Huawei und China freies mobilfunknetz.
Hier muss quasi ausschließlich im Westen eingekauft werden.

Ja, es gibt Hindernisse. Aber nicht nur bei uns, sondern auch anderswo. Telekom und o2 Netzbetreiber benutzen noch Huawei für 4G, im Ausland sieht es teilweise anders aus und sie mussten es wieder ausbauen.

Ja mit Huawei hast du recht.

Nicht zu vergessen die notwendigen glasfaseranbindungen die auch gebaut werden müssen.

Na ja, es muss nicht immer Glasfaser sein. Es gibt inzwischen auch sehr gute Richtfunkverbindungen auch für 5G. Ich bekomme in Berlin an meiner n78 Station, die über Richtfunk angebunden ist über 600 Mbit/s (über Roamingkarte, o2 hat sonst Tariflimit 500 Mbit/s).

Ich glaube wir wollen hier einander immer nur widersprechen. Bei 5g muss ganz klar auf Glasfaser gesetzt werden. Das ist ja nur eine provisorische Krücke mit Richtfunk. Richtfunk Strecken können bis 10 GBit aber wegen ständiger technologiewechsel ist die Latenz bei Glasfaser am besten. Das worum es bei 5g geht. Was die glasfaseranbindungen angeht wird deutschlandweit massiv aufgeholt. Es wird immer Ausnahmen geben wo eine Anbindung nicht realistisch ist. Dafür ist Richtfunk daneben eine Lösung.

Wenn man nach den Kommentatoren hier im Forum geht ist es alles ganz ganz schrecklich. Aber nein so schlimm ist es nicht. Ich würde sagen zwei minus oder zwei null.

ES ist besser geworden, aber nicht gut. Da gibt es noch zu viele Lücken. Auf 1/4 der Landesfläche eine Flächenlandes wie Bayern geht der eine oder der andere nicht. Das ist doch nicht toll.

Ich würde den deutschen Netzen eine zwei, zwei Minus und eine 3+ geben.

Jetzt in den 2020er Jahren werden wir massives Sprünge erleben und es wird in ein bis zwei Jahren deutlich besser sein.
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[1.1.2] unixasket antwortet auf Blue_Fire
23.01.2023 17:34
Benutzer Blue_Fire schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb: Ich glaube viele jammern auf einem hohen Niveau.

Erstmal steht jeder mobilfunkkunde in der Pflicht sich ein ordentliches Telefon zu kaufen. Eines welches möglichst viele Bänder empfangen kann und natürlich 5g.

Viele LTE Bänder ja, aber um überhaupt Empfang zu haben benötigt man kein 5g. Wo 5g ist, gibt es auch 4g.

Also zeigt sich es ist nur o2 Telefonica, die einfach viel zu lange nicht investiert haben. Ich rate mal ganz stark dass es sich um das Telekom Netz handelt was sich in den meisten Fällen, dort befindet.

Nicht immer. Ich nutze alle 3 Netze, d. h. ich brauche auch Vodafone und O2 weil es ganz viele Ecken gibt, in denen ich keinen Telekom Empfang habe (oder nur 2g). Bei mir zuhause geht nur Vodafone wirklich gut (O2 und Telekom zum telefonieren noch ausreichend), bei einer Freundin geht nur o2. Bei mir in der Arbeit gehen Vodafone und o2 bis ins Untergeschoß gut (Antennen auf dem Nachbardach), aber Telekom nur in den oberen Stockwerken (es gibt da Büros im Untergeschoß, welches nur ein halbes Untergeschoß, also mit Fenstern ist). Im gesamten Jachenauer Tal hat die Telekom nur einen reinen 2g Standort, der nicht mal das ganze Tal abdecken kann. Dort haben Vodafone und o2 einen gemeinsamen Standort mit 4g, der aber auch nicht das ganze Tal erreicht.

Entscheidend für das persönliche Versorgungsempfinden ist aber eben auch, wie lange man in wie gut versorgten oder nicht versorgten Gebieten sich aufhält. Das kann eben je nachdem wo man so unterwegs ist, persönlich sehr unterschiedlich sein. Ich war dieses Wochenende unterwegs und hatte nur zu etwa 50 % überhaupt (in irgend einen Netz) Empfang. Die anderen 50 % waren zum größten Teil nur 2G (in allen Netzen) oder zum kleineren Teil 3g (per Roaming aus dem Nachbarland, obwohl noch in D) oder auch mal 4g in einem Netz, aber nie (!) 4G in mehreren Netzen. Dort wo ich übernachtet habe, hatte ich nur 2g nur von o2. Zugegeben: Ich war in einer unbewohnten, bergigen Gegend unterwegs (aber es heißt ja Mobilfunknetz) und mir ist klar dass 4g in jeder Berghütte und in jedem Waldabschnitt realitätsfern ist.

Ich gebe dir aber recht darin, dass es viele Leute gibt, die ein möglichst günstiges Angebot im O2 Netz nutzen und dies tun, obwohl sie vielleicht in einem anderen Netz besseren Empfang hätten. Und ich gebe dir auch recht darin, dass recht viel gemeckert wird und manchmal auch zu Unrecht (oft aber auch zurecht).
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[1.2] Wechseler antwortet auf wolfbln
13.01.2023 23:14
Benutzer wolfbln schrieb:
Grey Spots d.h. nur 1 oder 2 Betreiber versorgen in 4G: auf 21,8 % der Fläche.
Sollen alle dort mit drei SIM-Karten rumrennen. Wo leben wir denn?

In Entwicklungsländern sind Mobiltelefone mit vier SIM-Slots genau deshalb völlig üblich. Man muß dann halt nur die richtige Bezeichnung für das Land "Bayern" wählen und die Konsequenzen beim Endgerät ziehen.
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[1.2.1] Uwe 64 antwortet auf Wechseler
14.01.2023 08:13
Benutzer Wechseler schrieb:
In Entwicklungsländern sind Mobiltelefone mit vier SIM-Slots genau deshalb völlig üblich. Man muß dann halt nur die richtige Bezeichnung für das Land "Bayern" wählen und die Konsequenzen beim Endgerät ziehen.
Na ja Mobiltelefone mit vier SIM-Slots sind doch von gestern. Heutzutage gibt es doch schon eSIM.me, ein Service von der Telco Village GmbH. Da kann man sich bis zu 30 eSIM-Profile auf das Gerät laden, sofern man ein Android Gerät hat.
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[1.2.1.1] Wechseler antwortet auf Uwe 64
14.01.2023 10:58
Benutzer Uwe 64 schrieb:
Benutzer Wechseler schrieb:
In Entwicklungsländern sind Mobiltelefone mit vier SIM-Slots genau deshalb völlig üblich. Man muß dann halt nur die richtige Bezeichnung für das Land "Bayern" wählen und die Konsequenzen beim Endgerät ziehen.
Na ja Mobiltelefone mit vier SIM-Slots sind doch von gestern.

Absolut nicht, in Entwicklungsländern, wo es je nach Ort immer nur ein bis zwei funktionierende Netze gibt, braucht man die.

Heutzutage gibt es doch schon eSIM.me, ein Service von der Telco Village GmbH. Da kann man sich bis zu 30 eSIM-Profile auf das Gerät laden, sofern man ein Android Gerät hat.

Auf eine SIM-Karte meinst du, aber dann hat immer noch nur ein Netz gleichzeitig.
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[1.2.1.1.1] Blue_Fire antwortet auf Wechseler
23.01.2023 22:06
Doch ich sehe eine Pflicht darin, sich zertifizierte Handys mit größt möglichen Spektren zu besorgen.

...

Das hast du in einem Tal einen Punkt gefunden.