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Aiwanger entlarvt die Lügen der Anbieter


24.01.2023 07:47 - Gestartet von wolfbln
2x geändert, zuletzt am 24.01.2023 08:01
Man kann politisch zu Aiwanger stehen wie man will, hier hat er aber ein Thema für sich gefunden, mit dem er punkten kann, egal ob bei links oder rechts.

Er misst schon zum vierten Mal in seinem Bundesland nach und kommt dabei auf andere Zahlen als die Anbieter. Man kann Bayern da Symbolhaft für jedes Flächenland sehen. Auch mit der CSU an der Macht ist der Ausbau dort nur durchschnittlich und sein eigenes Länderbauprogramn kommt auch nicht voran wie von Nord bis Süd im Land.

Die Fachfirma Rhode & Schwarz steht außer Zweifel und nutzt die gleichen Netzscanner wie die Provider. Hier zeigt sich, dass man den Jubelmeldungen der Provider nicht glauben darf. Dass sie "schönen" oder knallhart lügen.

Selbst Aiwanger scheut sich nicht der BNetzA "Schönrechnerei" vorzuwerfen und unterstellt ihr damit auf die Providerseite zu wechseln, damit sie gut aussieht. Er sagt richtig, dass eine Bundesbehörde hier nicht Partei ergreifen sollte.

Es ist wirklich dringend, dass die BNetzA selbst (über Fachfirmen) nachmisst, wie das die Regulierer in anderen Ländern (z.B. ARCEP in Frankreich) machen und aus den eigenen Ergebnissen dann Konsequenzen zieht.

Die 78% bis 90% bedeuten große Lücken und die Addition der drei Anbieter in der Betrachtung ist der blanke Hohn ggü. dem Nutzer, der keine 3 SIM Karten hat. Nach anderen Studien für Bayern sind die Greyspots (nur 1 oder 2 Betreiber versorgen) 5x größer als die Whitespots (keiner versorgt).

Selbst die gemessene Abdeckung von o2 etwa ist im 4G bereits deutlich schlechter als im 4G&5G NSA. Das ist in den Gebieten der Fall, wo z.B. nur B20 existiert und jetzt n28 dazukommt. Problem ist, dass nur ganz wenige 5G-Handys das auch aggregieren können. Das sagt o2 nicht und auch in der Studie wird von "modernen Smartphones" gesprochen und dabei "vergessen", dass der überwiegende Teil der 5G (!) Geräte (einschl. aller iPhones) das gar nicht sind.

Was nun? Aiwanger verlangt Strafen. Das ist wohl der normale Reflex. Nur wie? Bei den fehlenden Whitespots muss man sich jede Position anschauen und sehen, ob es am Provider liegt oder anderen Gründen.

Bei der fehlenden Straßen- oder Schienenabdeckung ist es schwieriger. Wie und wen soll man strafen, wenn ein Abschnitt nicht abgedeckt ist? Die Provider können es sich ja gegenseitig anrechnen lassen und damit ist nicht klar, auf wessen Kosten die Verfehlung (der Nichtabdeckung) geht. Das wir schwer nachzuweisen sein, wenn ein Blame Game entsteht.

Aiwanger ist gegen eine Versteigerung, sondern für Vergabe mit harten Auflagen. Nur dieses System hat bisher ansatzweise nicht geklappt. Es wird zu wenig kontrolliert und daraus Konsequenzen gezogen. Ich kenne immer noch Autobahnen wo ein 4G-Loch ist, weil der Betreiber dort nur mit 2G steht und die Anbindung "schwierig" ist. Dabei sollte das dort schon vor 2 Jahren erfüllt gewesen sein.

Was tun? Jedenfalls muss nächstes Mal diese gegenseitige Anrechnung vom Tisch. Keiner (außer mir zum mappen) rennt mit 3 SIM Karten rum. Die Aufgaben bis Ende 2024 sind gewaltig. Es wird zwar viel gebaut, aber für die restlichen Bundesstraßen und sämtliche Landstraßen braucht es mehrere Tausend neue Sender in den nächsten 2 Jahren und die sehe ich bisher nur teilweise in der Planung d.h. dann auch nicht stehen.

Also was tun? In 2 Jahren entsteht wieder das gleiche Problem, weil man 2019 Fehler gemacht hat in der Auktion. Aber Vergaben gegen Auflagen statt Auktionen funktionieren nur, wenn man das dann genau nachprüft, ggf. Verstöße ahndet und dann auch klar ist, wer für welches Loch verantwortlich ist. Das kann bei dem Design einer gegenseitigen Anrechnung nicht klappen und ver@rscht den Nutzer.
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[1] Blue_Fire antwortet auf wolfbln
24.01.2023 12:27
Folgendes brauchen wir:

Harte Deadlines und Strafen für die Bahn bei Umstellung auf LTE-Rail

Laufende crowd Messungen

Standard miet Preise für Standorte auf staatlichen Gebäuden

Zwang für staatliche Stellen ihre Grundstücke, Gebäude zur Verfügung zu stellen und Masten zu dulden.

Auch für privat Besitzer anwendbarer Zwang zur Duldung von Masten

Härtere Versorgungsauflagen so dass mehr Standort Sharing oder sogar MOCN indirekt erzwungen werden

Zustimmungsfiktion, verpflichtende Antwort Zeiten bei Genehmigungen und auch Ausweisung geeigneter Flächen für Mobilfunk, wie bei Windrädern.

Maximal eine Ablehnung eines Antrages mit Pflicht zur Nennung einer Standort Alternative.

Smallcells nahezu Genehmigungsfrei.

Dienste Anbieter Verpflichtung für Anbieter, Netzbetreiber.