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Man muss nicht übertreiben


19.08.2022 08:02 - Gestartet von Serverlag
Diese Art Anschlüsse sind für keinen gut, weder für die Nutzer noch für die Unternehmen. Die Anschlüsse sorgen immer nur für Probleme somit finde ich es sogar richtig das man das macht. Die sollen weg von dieser Anschluss und wer sich über die Preise beschwert...telekom wird nicht umsonst immer wieder mit Service Preisen gekürt. Man zahlt definitiv mehr, keine Frage. Wenn aber mal was nicht funktioniert, ist die Wahrscheinlichkeit über eine kompetente Lösung bei Telekom tausend mal höher
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[1] marius1977 antwortet auf Serverlag
19.08.2022 08:23

einmal geändert am 19.08.2022 08:24
Benutzer Serverlag schrieb:
Diese Art Anschlüsse sind für keinen gut, weder für die Nutzer noch für die Unternehmen. Die Anschlüsse sorgen immer nur für Probleme somit finde ich es sogar richtig das man das macht.

Welche Probleme macht denn ein analoger Anschluss? Ist doch beim Kunden nur ein „dummes“ Telefon vorhanden. Das braucht weder Strom, Router, Zugangsdaten usw. Es gibt keine Probleme, wenn mal die Leitung Probleme hat usw. Ganz im Gegenteil: Eine DSL-Leitung ist viel mehr anfällig gegenüber Einflüssen. Analog läuft und läuft. Der Servicebedarf ist um ein Vielfaches höher bei Breitbandzugängen.
Vom Thema Notstromversorgung mal ganz abgesehen. Wie oft ist bei uns der Strom ausgefallen hier. Oma Finchen telefoniert problemlos weiter, der Aufzugsnotruf läuft.

Ich finde es sehr gut, dass die Telekom (noch) POTS-Anschlüsse anbietet, solange sie eh das Hauptkupferkabel weiter betreiben muss (SDSL, vermietete TAL).
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[1.1] applexuser antwortet auf marius1977
19.08.2022 09:14
Doch! Analog Anschlüsse haben viel öfter mit Problemen und Störungen zu kämpfen. Ich bin aus der Branche (Telekom) und bearbeite beinahe täglich solche Störungen. Meist sind die älteren technisch-unkenntlichen Leute ein Problem, da sie keine richtige Auskunft über den Status des Telefons geben können. Weiter können zumindest wir in den Shops keine richtige Leitungsdiagnose einleiten. Bei einem Internetanschluss ist das Problem meist innerhalb weniger Minuten gefunden.
Bei Analoganschlüssen muss erfahrungsgemäß (aus meinem Kundenstamm) bei 70-80% der Störungen ein Techniker vor Ort sein. Und das belastet und TK Unternehmen schon sehr, wenn wegen jeder Kleinigkeit ein Techniker zu solchen Anschlüssen muss. Diese Techniker bräuchte man für wichtigere Dinge wie Bereitstellungen. So müssen Neukunden oft ewig auf das Internet warten, weil die Technikerkapazitäten fehlen
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[1.1.1] PeterR antwortet auf applexuser
19.08.2022 09:57
Und genau dafür ist dieser alte analoge Telefonanschluss gut - auch wenn er ein paar Euro mehr kostet.

Das ist noch eines der wenigen Beispiele wo diese Ping Pong Spiel der Telekom (neuen Router beschaffen, Update aufspielen, liegt nicht an uns sondern an Ihne) mal nicht funktioniert.

Der Technikteil bis zur Anschlussdose liegt in 100%er Verantwortung der Telekom und genau die hat sich darum zu kümmern.

IHR Telekom habt uns diesen ganzen digitalen Mist aufgedrückt von wegen alles Easy und jeder hat Smart Home und Smart TV und Smart was weiß ich zu wollen und dafür brauch man das.

Ihr habt die Probleme geschaffen - und ihr löffelt die aus.

Und wenn dadurch 100 mal ein Telekomtechniker sich mit nicht funktionierenden POTS Karten in Anschlusskasten rumärgern muss. Das ist nicht das Problem von Oma Finchen, die genau für dafür mit +2 Euro zusätzlich zur Kasse gebeten wird.

















Benutzer applexuser schrieb:
Doch! Analog Anschlüsse haben viel öfter mit Problemen und Störungen zu kämpfen. Ich bin aus der Branche (Telekom) und bearbeite beinahe täglich solche Störungen. Meist sind die älteren technisch-unkenntlichen Leute ein Problem, da sie keine richtige Auskunft über den Status des Telefons geben können. Weiter können zumindest wir in den Shops keine richtige Leitungsdiagnose einleiten. Bei einem Internetanschluss ist das Problem meist innerhalb weniger Minuten gefunden. Bei Analoganschlüssen muss erfahrungsgemäß (aus meinem Kundenstamm) bei 70-80% der Störungen ein Techniker vor Ort sein. Und das belastet und TK Unternehmen schon sehr, wenn wegen jeder Kleinigkeit ein Techniker zu solchen Anschlüssen muss. Diese Techniker bräuchte man für wichtigere Dinge wie Bereitstellungen. So müssen Neukunden oft ewig auf das Internet
warten, weil die Technikerkapazitäten fehlen
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[1.1.1.1] applexuser antwortet auf PeterR
19.08.2022 11:16
Dass du Fan der älteren Anschlüsse bist, will ich nicht bemängeln. Jedem das Seine.
Um noch mal auf die Geschichte mit den Technikern sprechen zu kommen: Die meisten Techniker stellen vor Ort fest, dass das Telefon entweder veraltet ist, einen Defekt aufweist oder falsch angeschlossen wurde. Das meine ich. Wenn was an der Leitung ist, ist was an der Leitung. Das passiert aber eben bei der Telekom weniger häufig als bei anderen Anbietern.

Und zur Technikerauslastung. Schon lustig, wie alles auf die Telekom geschoben wird. Aber würde es unsere Techniker nicht geben, gäbe es deutschlandweit noch mehr Störungen.

Denn die Techniker der Telekom dürfen nicht nur T Kunden ansteuern, nein sie MÜSSEN auch Fremdkunden von Vodafone O2 usw. entstören, weil die selbst nur wenige Techniker haben.

Ich heiße nicht alle Entscheidungen der Telekom gut, arbeite dort auch schon nicht mehr(hatte andere Gründe).
Trotzdem bin ich ein Fan der Digitalisierung, da sie einiges einfacher macht. Aber es gibt auch welche, die an den alten Systemen hängen - Jedem das seine.

Ich kann nur sagen, dass ich bei meiner Zeit in der Telekom festgestellt hab, dass die meisten Anschuldigungen von Kunden Irrglauben sind und Entscheidungen anders getroffen werden, als die Öffentlichkeit es mitbekommt. Genauso die Preisstruktur. Die Telekom ist Deutschlands größter Anbieter, der am meisten ausbaut und dementsprechend Kosten hat. Darunter fallen auch Gehälter von über 200.000 Mitarbeiter.

Um die Betriebskosten, Ausbaukosten und Investionskosten zu decken, eben solche Preise.
Und ein Fact, den so gut wie niemand weiß. Die Telekom muss jede Preisreduktion von der Bundesnetzagentur absegnen lassen. Denn wenn die Telekom so günstig wie andere Anbieter wäre, hätte sie ein Monopol.
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[1.1.1.1.1] krassDigger antwortet auf applexuser
19.08.2022 13:26

3x geändert, zuletzt am 19.08.2022 13:28
Benutzer applexuser schrieb:
Um noch mal auf die Geschichte mit den Technikern sprechen zu kommen: Die meisten Techniker stellen vor Ort fest, dass das Telefon entweder veraltet ist,
Wie genau kann denn bitte ein Analogtelefon veraltet sein?
Zumal nicht wenige Kunden der genannten Zielgruppe noch laufende Mietverträge über ein Wählscheibentelefon haben, das teilweise sogar noch ohne Stecker fest mit der Dose verschraubt ist (wie ein E-Herd). Also muss sich der Techniker darum kümmern, dass das funktioniert. Der Kunde kann dort gar nicht etwas anderes anschließen.


Denn die Techniker der Telekom dürfen nicht nur T Kunden ansteuern, nein sie MÜSSEN auch Fremdkunden von Vodafone O2 usw. entstören, weil die selbst nur wenige Techniker haben.
Das ist eine Verdrehung der Tatsachen, die Mitbewerber DÜRFEN GARNICHT an der TAL etwas machen, weil die TAL der Telekom gehört.
Mal davon abgesehen, dass die Mehrzahl der Techniker die FÜR die Telekom arbeitet schon lange nicht mehr BEI der Telekom arbeitet, sondern bei Subunternehmen.