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Die Frage ist falsch gestellt


08.06.2022 21:45 - Gestartet von niknuk
einmal geändert am 08.06.2022 21:47
Es muss heißen "welchen Vorteil hat das 'bessere' (und damit teurere) Netz?"
Ich sehe keinen praktischen Nutzen in 600 Mbit/s auf einem Mobil(!)gerät. Von einer derart hohen Geschwindigkeit profitiert man unterwegs genau gar nicht. Sogar die 300 Mbit/s, die man im angeblich schlechteren Netz von O2 erreicht, sind erheblich mehr als man für mobile Anwendungen braucht. Beim schlechtesten Wert (100 Mbit/s) von Vodafone kommt man so langsam in die Nähe von für mobile Geräte sinnvollen Geschwindigkeiten, aber selbst die Hälfte davon reicht für die meisten mobilen Anwendungen dicke aus. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn mir jemand eine mobile (!) Anwendung nennt, die zwingend (!) 100, 300 oder gar 600 Mbit/s benötigt. Und nein, Cloud-Nutzung ist kein Argument, denn ob ein 4-MB-Foto 0,25 oder 1 Sekunde zum Upload braucht, ist schnurzpiepegal.

Beim Festnetz sieht das anders aus, da hat man es mit größeren Datenmengen zu tun und da muss der Anschluss nicht selten auch mehrere Nutzer versorgen können. Außerdem machen Dinge wie 4k-Streaming nur auf einem Smart-TV oder vielleicht noch auf einem PC-Display Sinn, auf einem Smartphone-Display sieht man dagegen so gut wie keinen Unterschied zu Full HD.

Der Wettlauf um immer höhere mobile (!) Bandbreiten ist eine für die Nutzer teure Sackgasse. Aber man muss sich als Kunde ja nicht darauf einlassen.

Gruß

niknuk
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[1] Esprimo#1 antwortet auf niknuk
08.06.2022 23:11
Grundsätzlich stimme ich dem zu, 100 Mbit oder mehr braucht man im Mobilfunknetz selten.

Aber: die Praxis zeigt was anderes.

Ich habe alle Netze durch.
17 Jahre Eplus. Dann 2 Jahre Vodafone, 4 Jahre Telekom mit 5G und Steam on, aktuell O2 Business. Dazu auch viele reseller innerhalb der Familie.

Ich wohne in einer mittelgroßen Kreisstadt, 2012 bat die Telekom Glasfaser verlegt, 2020 die ersten 5g Masten.

Kurzum: Das Netz der Telekom ist super. Immer online, auch im Gebäude und die Schwubsidität ist klasse. Aber teuer.

bin seit einem Jahr bei O2 mit 5G. Netz vorhanden, Ausschlag toll. Trotzdem ist die Bandbreite schlecht. LTE oft nur 10 bis 20 Mbit, 5G bis 50 Mbit.

Es hapert am Backend. Zuviele Nitzer legen das Netz lam. Ping von 150ms gegenüber Telekom im30er Bereich.

Fazit: auch bei geringer Nutzung ist das Netz der Telekom einfach flotter und damit angenehmer. Aber O2 funktioniert auch. Das Preis/Leistungsverhältnis ist in beiden Netzen angemessen.
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[1.1] sleepyjoe antwortet auf Esprimo#1
09.06.2022 07:10

einmal geändert am 09.06.2022 07:11
Benutzer Esprimo#1 schrieb:
Grundsätzlich stimme ich dem zu, 100 Mbit oder mehr braucht man im Mobilfunknetz selten.

Im Mobilfunknetz liegen zudem selten 100MBit an. Nicht annähernd. Egal ob Vodafone, o2, Telekom.


Fazit: auch bei geringer Nutzung ist das Netz der Telekom einfach flotter und damit angenehmer. Aber O2 funktioniert auch. Das Preis/Leistungsverhältnis ist in beiden Netzen angemessen.

Das gilt in deinem Fall, aber kann man so leider nicht verallgemeinern.

Telekom hat ein stabiles Netz, keine Frage.

Aber im Mobilfunk habe ich auch bei o2 keine Probleme. Hier ist o2 in meinem Vergleich deutlich vorn.

Selbst wenn ich bei Telekom bessere Datenraten hätte, dann wäre es mir den Aufpreis nicht wert.

Eher noch wegen der Verfügbarkeit irgendwo auf dem Land. Aber da bin ich zu
selten. Und habe sowieso ein dienstliches Handy mit Telekom für diese Fälle. Nutze ich aber eher zum Testen.


Im Festnetz ist das "Preis/Leistungsverhältnis" statt "angemessen" je nach Standort eher als "jenseits von Gut und Böse" zu bezeichnen.
So zahlt man früher oder später (nach Ablaufen der Lockangebote) annähernd das gleiche, egal ob man 16 Mbit, 50 Mbit oder 100 MBit anliegen hat.

Aber wo man besonders viel zahlt und besonders wenig bekommt, gibt es oft auch kaum nennenswerte Alternativen.