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O2 hatte nie eigene Festnetz-Leitungen


07.05.2022 19:58 - Gestartet von niknuk
4x geändert, zuletzt am 07.05.2022 20:07
Zumindest dann nicht, wenn man unter einer "Festnetz-Leitung" die "letzte Meile" (Teilnehmeranschlussleitung, TAL) versteht. Die TAL musste immer von der Telekom angemietet werden. Was sie allerdings hatten, war eigene Vermittlungstechnik. Die kam zum einen von der von Telecom Italia übernommenen Hansenet/Alice (konventionelles ISDN/DSL), zum anderen von Telefonica (All-IP, NGN). Ob O2 schon vor der Alice-Übernahme eigene Festnetz-Vermittlungstechnik hatte, weiß ich nicht, aber eigene TAL hatte O2 nie.

Es erstaunt mich übrigens, dass im Artikel kein Sterbenswörtchen von der Alice-Übernahme steht. Die halte ich nämlich auch für einen wichtigen Meilenstein in der O2-Geschichte.

Gruß

niknuk
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[1] Mister79 antwortet auf niknuk
09.05.2022 10:16

2x geändert, zuletzt am 09.05.2022 10:25
Benutzer niknuk schrieb:

Es erstaunt mich übrigens, dass im Artikel kein Sterbenswörtchen von der Alice-Übernahme steht. Die halte ich nämlich auch für einen wichtigen Meilenstein in der O2-Geschichte.

Gruß

niknuk

Meilenstein im Bezug seine Festnetzsparte komplett zu zerstören? Dann stimmt es. Verkauf von Glasfaser? Jo und heute mit einem Investor die grüne Glasfaser bauen. Alice war nicht grün genug vermutlich. Verweigerung von Zugangsdaten und Kundenverlust von über 2 Millionen im Festnetz binnen 3 Jahre. War ein richtiger Meilenstein. Abschaffen der Fritte und später, kurz vorm Mega Desaster wieder einführen, alles von blau zu rot scheffeln und dann alle Kunden wieder zurück. Erste Alice CRM only und dann zurück zu Salcus. Ja, war ein absoluter Meilenstein, total.

Eine völlige Verschwendung von Kohle, Mitarbeitern und Aufwand für nichts. Das Geld mit dem Erfolg von 3 Millionen Kunden nach dem Kauf zu 1,8 Million kurz vor dem Ende, hätten die mal besser in den Netzausbau gesteckt.

Den Bug zum auslesen der Zugangsdaten wurde durch O2 ja behoben, die anderen im Router haben die nicht angefasst. Zu der Zeit glaubte o2 die Festnetz Kunden erziehen zu können. Ging voll in die Hose und geht zum Meilenstein des Versagens in die o2 Geschichte ein
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[1.1] niknuk antwortet auf Mister79
09.05.2022 10:40
Benutzer Mister79 schrieb:

Meilenstein im Bezug seine Festnetzsparte komplett zu zerstören? Dann stimmt es. Verkauf von Glasfaser? Jo und heute mit einem Investor die grüne Glasfaser bauen. Alice war nicht grün genug vermutlich. Verweigerung von Zugangsdaten und Kundenverlust von über 2 Millionen im Festnetz binnen 3 Jahre.

Beides betraf nur die NGN-Anschlüsse. Hansenet/Alice hatte aber auch noch konventionelle Anschlüsse (ISDN/DSL), die O2 nach der Übernahme noch einige Jahre weiter betrieben hat. Bei denen brauchte man keine Zugangsdaten und konnte somit seine Wunschhardware anschließen. Außerdem war die konventionelle Vermittlungstechnik viel zuverlässiger als die NGN-Server. Ich hatte so einen Anschluss und habe keinen Unterschied zu T-DSL/T-ISDN bemerkt. Doch, einen Unterschied gab es: beim Preis ;-) Der war deutlich günstiger als beim rosa Riesen, bei mehr Inklusivleistungen (z. B. Flatrate für Gespräche vom Festnetzanschluss ins O2-Mobilfunknetz oder bis zu 5 Mobilfunkanschlüsse mit Community-Flatrate)

War ein richtiger Meilenstein. Abschaffen der Fritte und später, kurz vorm Mega Desaster wieder einführen,

Alles NGN-Grütze. Damit musste sich nur ein Teil der O2-Festnetzkunden herumschlagen. Und später, als Telefonica die konventionellen Anschlüsse abgeschafft hat, haben sie auch die Zugangsdaten 'rausgerückt. Ich habe damals eine O2-Box bekommen, die aber noch nicht einmal ausgepackt. Stattdessen habe ich eine ungebrandete (!) Fritzbox 7490 drangehängt und die hat sich sogar selber konfiguriert. Die ebenfalls zugesandten Zugangsdaten habe ich gar nicht gebraucht.

Meinen Hansenet-/Alice-/O2-Festnetzanschluss habe ich seit nunmehr 16 Jahren. Nie Probleme gehabt. Hätte mir Hansenet allerdings schon 2006 einen NGN-Anschluss samt der grottigen Sphairon-Hardware aufs Auge drücken wollen (wie sie es später als Alice bei vielen Kunden getan haben), wäre ich dort gar nicht erst Kunde geworden. War aber glücklicherweise nicht so.

Gruß

niknuk
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[1.2] 1franke antwortet auf Mister79
09.05.2022 18:25
Alice CRM only und dann zurück zu Salcus. Ja, war ein absoluter Meilenstein, total.

Und Salcus kannst du auch bald hinterher winken und dich verabschieden. Meilensteine halt...
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[1.2.1] Mister79 antwortet auf 1franke
09.05.2022 20:49
Benutzer 1franke schrieb:
Alice CRM only und dann zurück zu Salcus. Ja, war ein absoluter Meilenstein, total.

Und Salcus kannst du auch bald hinterher winken und dich verabschieden. Meilensteine halt...

Ja winke winke und was hat es damit zu tun das man von dem einen alles hat rüber geschoben hatte und dann wieder zurück?

Mir Latten was die nutzen, seiner Zeit war es bullshit was die gemacht haben.

Alice war sicher vieles aber kein Meilenstein von einer Integration im Festnetz und schon gar kein Beispiel für gute Altkundenbetreuung. Gab ja lange die blaue Seite und die rote. Altkunden blau konnten kein VDSL buchen, rot ja, später dann Max 50 Mbit aber rüber konnte man als Kunde nur durch Kündigung und Neuanschluss. Wenn die bald ein anderes nutzen, toll. Ändert aber nichts daran das die Alice Pbernahme eine Katastrophe gewesen ist.
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[1.2.1.1] 1franke antwortet auf Mister79
09.05.2022 21:28
Alice war sicher vieles aber kein Meilenstein von einer Integration im Festnetz und schon gar kein Beispiel für gute Altkundenbetreuung.

Hmm.. gute Altkundenbetreuung? Sagt mir nichts ;)

Ändert aber nichts daran das die Alice Pbernahme eine Katastrophe gewesen ist.

Es war eine Verzweiflungsaktion, weil man endlich als "Big Player" anerkannt werden wollte. Ob es geklappt hat? Jeder sagt was anderes..
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[1.2.1.1.1] Mister79 antwortet auf 1franke
09.05.2022 21:51
Benutzer 1franke schrieb:


Es war eine Verzweiflungsaktion, weil man endlich als "Big Player" anerkannt werden wollte. Ob es geklappt hat? Jeder sagt was anderes..

Also, dann lässt man die Kiste also so fahren: Ich übernehme, besitze dann über 3Millionen Kunden, verliere jeden Monat mehr als neue dazu kommen, im Forum laufen die Leute Sturm, ich verweigere dennoch die Zugangsdaten und versuche die Leute auf die Homebox zu zwingen, verliere weiter Kunden, stelle das TV Produkt ab, verliere massiv Kunden, verweigere die Aufnahme von FRITZ!Boxen im Sortiment, verliere noch mehr Kunden, stopfe den Bug zum auslesen der Daten und lasse die anderen Probleme unangetastet, habe M Ende um die 1,8 Millionen Kunden noch übrig und erfülle dann alle Forderungen aus dem Forum.

Ja so wird man als Big Player anerkannt. Richtig