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Jetzt haben sie ganz dickes Problem


28.04.2022 14:55 - Gestartet von wolfbln
Das war abzusehen und jetzt ist der Katzenjammer da. Ab Juli müssen StreamOn und Pässe eingestellt werden und ab Sommer nächsten Jahres auch für Bestandskunden.

Vodafone kann sich schlanken Fuß machen, denn die Pässe sind nur Add-ons zum Tarif, nicht fester Bestandteil. Wenn sie clever waren, steht irgendwo, dass wenn ein Zusatzangebot eingestellt wird, das nicht auf den Hauptarif Auswirkungen hat.

Viel größere Probleme hat die Telekom. Denn da ist StreamOn fester und maßgeblicher Tarifbestandteil. Das ist juristisch großer Unterschied. Sie wird den Tarif ab diesen Sommer nicht mehr anbieten dürfen und ab nächsten Sommer dürfen auch keine Kunden mehr Zero-Rating nutzen.

Bei Altverträgen ist da kein großes Problem. Diese Kunden sind notfalls kündbar, ihre Geräte abbezahlt und können mit ein paar Zuckerl auf neue Tarife migriert werden. Immer ihre Zustimmung vorraussetzend.

Denn der Betreiber muss von sich aus aufgrund der gesetzlichen Vorgaben den Tarif ändern. Das wird bei Neukunden zum Problem. Denn die bezahlen das Handy ja mit dem Tarif und der muss geändert werden. Das wird in allen Fällen teuer für die Telekom. Entweder sie bietet jedem StreamOn Kunden eine unlimitierte Datenflat zum gleichen Preis an. Dann können die praktisch nicht nein sagen. Oder der Kunde kann ablehnen. Nur was wird dann aus dem 1€ Handy? Ganz schön vermasselt. Sie hätten zumindest das Neukundengeschäft mit StreamOn einstellen müssen als das vor 1 Jahr absehbar war.
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[1] HundS antwortet auf wolfbln
28.04.2022 16:50
Benutzer wolfbln schrieb:

Viel größere Probleme hat die Telekom. Denn da ist StreamOn fester und maßgeblicher Tarifbestandteil. Das ist juristisch großer Unterschied. Sie wird den Tarif ab diesen Sommer nicht mehr anbieten dürfen und ab nächsten Sommer dürfen auch keine Kunden mehr Zero-Rating nutzen.

Gefühlt erinnere ich mich bei den von mir angeschlossenen Telekomverträgen an einen Passus, wonach StreamOn als Option (!) mit einer MLZ von einem Monat kostenfrei hinzugebucht werden konnte/musste. Ein Schlupfloch oder gar gezielte Exitstrategie ?
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[1.1] spezi10 antwortet auf HundS
28.04.2022 17:00
Benutzer HundS schrieb:

Gefühlt erinnere ich mich bei den von mir angeschlossenen Telekomverträgen an einen Passus, wonach StreamOn als Option (!) mit einer MLZ von einem Monat kostenfrei hinzugebucht werden konnte/musste.

Die StreamOn-Optionen sind auch heute noch Zubuchoptionen. MVLZ gibt es keine, die Optionen sind täglich kündbar.
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[2] Burny88 antwortet auf wolfbln
28.04.2022 16:58
StreamOn war und ist keine Inklusivleistung, sondern eine kostenlos zubuchbare Option.
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[2.1] Katoteki antwortet auf Burny88
28.04.2022 18:27
Benutzer Burny88 schrieb:
StreamOn war und ist keine Inklusivleistung, sondern eine kostenlos zubuchbare Option.

Viele haben den Vertrag wegen StreamOn gebucht.
Bin gespannt wie das die Gerichte sehen, wenn Kunden sich wehren um aus den Vertrag zu kommen.
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[2.2] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf Burny88
03.05.2022 01:44
Benutzer Burny88 schrieb:
StreamOn war und ist keine Inklusivleistung, sondern eine kostenlos zubuchbare Option.

Ich denke nicht, dass das so eine rechtlich sinnvolle Interpretation des Vertrages ist. Ich denke eher, dass ein Teil der vertraglich geschuldeten Leistung ist, die Buchung dieser Option zu dem vereinbarten Preis zu ermöglichen.
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[3] Hansi01 antwortet auf wolfbln
28.04.2022 19:01
Ich glaube eher, dass Vodafone ein Problem hat, denn anders als bei der Telekom kann man Streaming-Pässe gegen Aufpreis und nur mit einer Laufzeit bis zum Ende des Vertrages hinzubuchen. Diese sind dann tatsächlich Vertragsbestandteil für die gesamte Vertragslaufzeit.

Benutzer wolfbln schrieb:

Vodafone kann sich schlanken Fuß machen, denn die Pässe sind nur Add-ons zum Tarif, nicht fester Bestandteil. Wenn sie clever waren, steht irgendwo, dass wenn ein Zusatzangebot
eingestellt wird, das nicht auf den Hauptarif Auswirkungen hat.
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[3.1] Uwe 64 antwortet auf Hansi01
29.04.2022 05:36
Vodafone hat kein wirkliches Problem. Bei Vodafone steht: Vodafone GigaPass: Surfen ohne Datenverbrauch*. Schaut man Richtung *, was findet man da? *Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Also kann man das auch fix ändern und die Pässe einfach einstampfen.
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[3.2] Otomo antwortet auf Hansi01
30.04.2022 09:56
Vodafone kann sich schlanken Fuß machen, denn die Pässe sind nur Add-ons zum Tarif, nicht fester Bestandteil. Wenn sie clever waren, steht irgendwo, dass wenn ein Zusatzangebot eingestellt wird, das nicht auf den Hauptarif Auswirkungen hat.

da der Pass nur ein Zusatzoption ist, und nichts mit der Laufzeit des Haupttarifs zu tun hat, ist das tatsächlich unabhängig voneinander.
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[4] hans91 antwortet auf wolfbln
28.04.2022 20:00

einmal geändert am 28.04.2022 20:00
Beide Unternehmen haben sich Schlupflöcher gelassen. Da das Ganze schon lange absehbar war, werden auch beide eine Exit-Strategie haben. Ich gehe davon aus, dass man Bestandskunden erst einmal mit mehr Volumen versorgen wird.

Perspektivisch ist das vermutlich das Ende volumenbegrenzter Vertragstarife jenseits der 40 Euro/Monat. Künftig wird dann für Bandbreite gezahlt werden, so wie es O2 ja schon längst praktiziert und im Festnetz seit Ewigkeiten die Norm ist. Wenn erst mal 5G NB da ist, ergibt das auch wieder Sinn. Bis dahin müssen sich die notleidenden Anbieter irgendwie durchwurschteln.