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UKW-Abschaltung


10.04.2022 13:09 - Gestartet von DLF-UKW-Hörer
einmal geändert am 10.04.2022 13:11
Es mag ja sein, dass die Senderbetreiber Strom sparen, wenn UKW abgeschaltet wird. Jedoch verbraucht ein DAB+-Empfänger deutlich mehr Strom als ein UKW-Radio. Mein UKW-Empfänger läuft mit einem Batteriesatz problemlos eine ganz Woche und mehr. Ein Digital-Radio - wenn es denn überhaupt mit Batterien betrieben werden kann - läuft maximal 6 Stunden. Und was nutzt mir im Katastrophenfall ein netzbetriebenes Radio, wenn der Strom ausfällt? Das was die Betreiber an Strom sparen, dürfen die Nutzer mehrfach aufwenden.
Und ein Digital-Radio funktioniert nur solange die Empfangsfeldstärke ausreichend groß ist. Ein UKW-Radio rauscht zwar, wenn die Feldstärke klein ist, ist aber immer noch verständlich.
Mein Fazit: die UKW-Abschaltung wäre der gleiche Fehler, den man schon mit der Abschaltung der Lang- Mittel- und Kurzwellensender gemacht hat.
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[1] mirdochegal antwortet auf DLF-UKW-Hörer
10.04.2022 19:04
Benutzer DLF-UKW-Hörer schrieb:
Es mag ja sein, dass die Senderbetreiber Strom sparen, wenn UKW abgeschaltet wird. Jedoch verbraucht ein DAB+-Empfänger deutlich mehr Strom als ein UKW-Radio.

Das stimmt nur die ersten DAB+ Radios. Mit den etwas neueren Chipsätzen sind die keine Stromschlucker mehr.

Und ein Digital-Radio funktioniert nur solange die Empfangsfeldstärke ausreichend groß ist. Ein UKW-Radio rauscht zwar, wenn die Feldstärke klein ist, ist aber immer noch verständlich.

Aber die Empfangsstärke wird im Krisenfall nicht schlechter. Wer jetzt empfängt, tut das auch dann noch.
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[2] blumenwiese antwortet auf DLF-UKW-Hörer
13.04.2022 20:19
Benutzer DLF-UKW-Hörer schrieb:
Mein UKW-Empfänger läuft mit einem Batteriesatz problemlos eine ganz Woche und mehr. Ein Digital-Radio - wenn es denn überhaupt mit Batterien betrieben werden kann - läuft maximal 6 Stunden.

Blödsinn. Wie viel Strom ein digitales Radio verbraucht, hängt ganz vom jeweiligen Gerät und natürlich der Nutzung ab. Ich selbst hab ein kleines relativ modernes DAB Radio. Dieses funktioniert selbstverständlich mit Batterien. Und die halten nicht 6 Stunden, die halten über sechs Tage. Wenn ich alle Nutzungszeiten zusammen rechne, hält der Batteriesatz sicherlich um die 20 Stunden. Damit meine ich 20 Stunden Dauerbetrieb mit einer normalen mittleren Lautstärke. Und aktivierte Bildschirmbeleuchtung. Denn der hat auch einen kleinen Bildschirm.

Und was nutzt mir im Katastrophenfall ein netzbetriebenes Radio, wenn der Strom ausfällt? Das was die Betreiber an Strom sparen, dürfen die Nutzer mehrfach aufwenden.

Im Katastrophenfall braucht man ein batteriebetriebenes Radio. Ob dies nun analoge Frequenzen oder digitale empfängt, ist irrelevant. Zumal alle DAB Radios zusätzlich auch mindestens noch UKW empfangen können.

Und ein Digital-Radio funktioniert nur solange die Empfangsfeldstärke ausreichend groß ist. Ein UKW-Radio rauscht zwar, wenn die Feldstärke klein ist, ist aber immer noch verständlich.

Das ist in der Tat korrekt.

Mein Fazit: die UKW-Abschaltung wäre der gleiche Fehler, den man schon mit der Abschaltung der Lang- Mittel- und Kurzwellensender gemacht hat.

Langweile, Mittelwelle und auch Kurzwelle würde ich nicht mit DAB Radios vergleichen. Denn hier liegt das Augenmerk auf eine möglichst weite Verbreitung. Damit meine ich die Empfangsstrecke zwischen Sender und Empfänger. Aber selbst dies wäre mit einem digitalen Radio selbstverständlich dennoch möglich.

Was UKW betrifft, oder sehr viel besser ausgedrückt den analogen Rundfunk auf UKW Frequenzen, so kann ich bei der Verbreitung von Radiosignale über digitale Frequenzen keinen wirklichen Nachteil erkennen. Es gibt mit Sicherheit einige Situationen, wo entweder ein analoges Radio oder eben auch ein digitales Radio seine Vorzüge oder eben auch Nachteile hat. Einen generellen Nachteil von digitalen Rundfunk gegenüber dem analogen oder eben auch umgekehrt, gibt es nicht.