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Verboten gehört das


07.04.2022 06:56 - Gestartet von XoXo0803
Wie war es noch einmal, gleiches Recht für alle? Warum nicht auch hier?

Ehrlich, mich interessiert dieses Angebot nicht, finde es nur irgendwie unpassend.
Es gibt doch Gesetzte zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung und das darf auch beim Türsteher bei einem Club nicht passieren und dort ist es wirklich schwer zu beweisen, dass es an Hautfarbe, Alter oder ähnlichem gelegen hat.

Hier, ich treibe es mit Absicht auf die Spitze, da wird sogar mit der Diskriminierung geworben. Man kommt zwar rein, kommt man aber vom falschen Provider, dann bezahlt man viel mehr.
Finde, so etwas darf es nicht geben.

Klar, es wird niemand genötigt oder es gibt keinen Zwang durch fehlende Alternativen, aber selbiges wäre ja bei einem Club gegeben.
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[1] foobar99 antwortet auf XoXo0803
07.04.2022 13:14
Benutzer XoXo0803 schrieb:

Es gibt doch Gesetzte zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung und das darf auch beim Türsteher bei einem Club nicht passieren und dort ist es wirklich schwer zu beweisen, dass es an Hautfarbe, Alter oder ähnlichem gelegen hat.

Dar Handytarif ist keine gesetzlich vor Diskriminierung geschützte Eigenschaft. Und ich finde den Vergleich ehrlich gesagt auch etwas geschmacklos.

Wenn überhaupt ist das eher ein Fall für den Verbraucherschutz, weil mit einem Preis geworben wird, der für die Mehrheit nicht erreichbar ist. Ähnliche Urteile gab es schon, als beworbene Preise nur mit wenigen Zahlungsarten erreichbar waren.
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[1.1] XoXo0803 antwortet auf foobar99
10.04.2022 08:39
"Dar Handytarif ist keine gesetzlich vor Diskriminierung geschützte Eigenschaft. Und ich finde den Vergleich ehrlich gesagt auch etwas geschmacklos."

Gut, wie Sie etwas finden, dass überlasse ich Ihnen. Abgesehen davon war es kein Vergleich, es diente nur als Beispiel um es zu verdeutlichen.
Und doch, auch wenn es da nicht nach einem Gesetzt geht, am Ende steht in beiden Fällen immer ein Mensch. Warum sollten nicht alle Menschen das Recht auf eine gleiche Behandlung haben, ob Mann, Frau oder Callya-Kunde oder Telekom-Kunde?


"Wenn überhaupt ist das eher ein Fall für den Verbraucherschutz, weil mit einem Preis geworben wird, der für die Mehrheit nicht erreichbar ist. Ähnliche Urteile gab es schon, als beworbene Preise nur mit wenigen Zahlungsarten erreichbar waren."

Na ja, der Verbraucherschutz in Deutschland. Natürlich, noch gab es keine Bilder wie es die in der letzten Regierung gab und wo die Ministerin mit Nestele fast schon kuschelnd zu sehen war, aber die Regierung ist ja noch jung.
Glauben sie ernsthaft, dass es vom Verbraucherschutz zu regeln wäre? Dann frage ich mich warum es diese Tarife für junge Leute gibt?
Das finde ich doch noch einfacher als ihr Beispiel mit Zahlungsmethoden.
Wer jetzt nicht verschuldet ist und in der Schufa steht, der sollte doch eine Möglichkeit haben zu sämtlichen Zahlungssystemen. Wenn das jemand nicht will, so finde ich, Pech gehabt.
Andererseits so ein Tarif für junge Leute bis z.B. 25. Jünger werden ist nach wie vor unmöglich.
Wenn das also ein Kriterium wäre für den Verbraucherschutz, wieso ist das so`

Ich bleibe dabei, so etwas gehört verboten. Es ist schließlich etwas anderes wenn man nun so in einem Club ist und dadurch z.B. bei MediaMarkt einen besseren Preis bekommt als Kunden ohne Mitgliedschaft.
Auch hier kann jeder diese Karte schnell und einfach beantragen und diese ist sofort nutzbar und es wird keiner vom Angebot ausgeschlossen.

Bei Simon ist das anders, da wird ein Teil der Bevölkerung, die halt vom falschen Provider kommen vom günstigen Angebot ausgeschlossen und die haben keine Wahl, da bleibt nur der erheblich teurere Preis.
Und auch wenn es das Gesetzt nicht schützt, ich finde schon, da werden einige Kunden vom falschen Provider diskriminiert und ungleich behandelt.

Wie gesagt, sie können es sehen wie sie wollen, mir ging es nie um Gesetzte.

Erstes Beispiel, Google, Stadt Wien:
"Was versteht man unter dem Begriff Diskriminierung?
Diskriminierung ist jede Form der ungerechtfertigten Benachteiligung oder Ungleichbehandlung von einzelnen Personen oder Gruppen aufgrund verschiedener wahrnehmbarer beziehungsweise nicht unmittelbar wahrnehmbarer Merkmale. Wahrnehmbar sind zum Beispiel Alter, ethnische Zugehörigkeit oder Behinderung."

Und ich wiederhole es ein weiteres Mal, es geht nicht um Gesetzte!!! Ich würde es halt verbieten, da ich es so sehe!!!
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[2] Uwe 64 antwortet auf XoXo0803
10.04.2022 07:46
Dann müsste man auch die ganzen Schüler-, Studenten-. Senioren,- und Ethno-Mobilfunktarife auch verbieten. Die sind ja dann auch diskriminierend, weil man die auch nur unter den vorgegebenen Bedingungen erhält.
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[2.1] XoXo0803 antwortet auf Uwe 64
10.04.2022 09:21
Schwieriges Thema, aber so wie es aktuell ist, ja und es gibt, so viel ich weiß, keine Tarife für Senioren.

Dieses für junge Leute, da muss ich Abends nur in der Stadt unterwegs sein und die Augen aufmachen.

Und vorab erwähnt, so sind NICHT ALLE!!! Trotzdem gelten diese Tarife für ALLE jungen Menschen. Somit ist es nicht diskriminierend und es werden auch alle bis zu einem gewissen Alter gleich behandelt.

Ob es fair ist oder nicht, dass ist keine Frage, fair geht anders.
Andererseits, da es um Mobilfunkverträge geht, diese Tarife gibt es ja nicht bei Resellern wie Otello, Drillisch und anderen.
Somit, und es ist nur ein Beispiel, gibt es Alternativen die meistens sogar günstiger sind. Ich glaube es gibt viele Angebote wo man das gewünschte Gerät im gewünschten Netz sogar um vieles günstiger bei einem Reseller als direkt beim Netzbetreiber erhalten kann.

Und natürlich sehe ich abends in der Stadt oft viele junge Leute die sich ihren Alkohol teuer am Kiosk kaufen und dann noch zum Essen zu Burger King laufen. Doch, das sind nicht alle jungen Menschen, viele müssen da doch auf das Geld achten.
Andererseits habe ich auch gestern eine Rentnerin gesehen die das Pfand eingesammelt hat was von einigen dieser Jugendlichen in die Mülleimer geworfen wurde und auch das sind nicht alle alte Menschen.

So betrachtet ist es moralisch doch sehr fragwürdig, dass solche Verträge angeboten werden.
Fair wäre da ein Sozialtarif wo es wirklich danach geht ob jemand bedürftig ist.

Andererseits, es gibt diese günstigeren Alternativen und das inzwischen für alle Netze und ich habe jetzt keine echten Zahlen, es sind ausgedachte Beispiele.
Aber wenn Netzbetreiber A einen Vertrag mit 10GB für 30€ anbietet und junge Leute diesen für 20€ bekommen können und beim Reseller gibt es einen Tarif mit 15GB für 15€... Wenn jemand aufs Geld achtet, welchen würde er wählen?

Es gibt massig Alternativen und es ist anders als bei Simon. Bei Simon gibt es diesen günstigen Preis nur wenn man von bestimmten Providern kommt und andere bezahlen erheblich mehr.

Natürlich denke ich, dass diese Tarife moralisch daneben sind. Es ist einfach eine Art und Weise die Kunden schon im jungen Alter anzufüttern. Das passiert schließlich auch wenn man noch anderes wie Internet oder TV dort abschließt und so noch mehr sparen kann.

Verbieten sollte man es meiner Meinung nach nicht. Der Gesetzgeber sollte aber schon dafür sorgen, dass jeder Anbieter auch einen Sozialtarif anzubieten hat und damit meine ich jetzt keine Prepaid-Karten.

Wie gesagt, ein sehr schwieriges Thema.
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[2.1.1] Uwe 64 antwortet auf XoXo0803
10.04.2022 20:21
Also erstmal der Hinweis, einen Seniorentarif gibt es zum Beispiel bei o2. Er heißt 60 Plus. Da gibt es 10€ Rabatt auf den normalen Preis. Das mit dem Soziltarif ist so eine Sache. Das sind alles Wirtschafsunternehmen und kein Sozialamt. Zumindest der Anbieter WEtell bietet mit dem FAIRstärker einen Sozialtarif an.