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Individuell ärgerlich, aber aus Förderersicht nachvollziehbar


01.04.2022 18:24 - Gestartet von qntal
Bei jeder Förderung gibt es Grenzfälle, die individuell ärgerlich sind. Aber irgendwo muss eben eine Grenze gezogen werden. Wenn es so ist, wie bei uns hier im Wendland, dann beinhaltet der kostenfreie Anschluss das Legen der Leitung bis ins Haus hinein. Wenn man nun das Ehepaar kostenfrei anschließen würde, würden trotzdem Kosten für das Legen der Leitung bis ins Haus entstehen. Gleichzeitig würden andere ebenfalls einen Anschluss haben wollen, wo das Kabel vor der Tür liegt. Am Ende bleibt dann für eine gewisse Zahl an Haushalten, die wirklich unter den 30 MBit liegen, kein Geld mehr übrig.

Der Artikel erwähnt ja mehrfach, dass ein eigenwirtschaftlicher Anschluss möglich ist. Wenn es also für das Unternehmen und/oder die Eigentümer sinnvoll ist, kann der Anschluss also natürlich erfolgen. Nur halt nicht auf Kosten der Förderung, die explizit für Häuser mit geringeren Anschlussgeschwindigkeiten vorgesehen ist.
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[1] foobar99 antwortet auf qntal
01.04.2022 20:19
Benutzer qntal schrieb:
Der Artikel erwähnt ja mehrfach, dass ein eigenwirtschaftlicher Anschluss möglich ist. Wenn es also für das Unternehmen und/oder die Eigentümer sinnvoll ist, kann der Anschluss also natürlich erfolgen. Nur halt nicht auf Kosten der Förderung, die explizit für Häuser mit geringeren Anschlussgeschwindigkeiten vorgesehen ist.

Auf Kosten der Förderung sicherlich nicht. Aber so wie ich das Problem verstehe, muss quasi der Graben zugeschüttet werden bevor dann im nächsten Förderprogramm oder privatwirtschaftlich wieder neu gegraben wird. Das ist Verschwendung, egal ob von Steuer- oder privatwirtschaftlichen Geldern. Dadurch dauert der Gesamtausbau länger und wird für alle teurer.

Sinnvoll wäre, alles was im selben Arbeitsgang kostengünstig angeschlossen werden kann, auch anzuschließen.
Bei der Förderung kommt es ja auf Kosten/Nutzen an. Bei vorhandenen 30Mbit ist der Nutzen eher klein. Wenn die Kosten aber auch klein sind, passt es ja wieder.
Oder man bietet dem ausbauenden Unternehmen schlicht an, auf eigene Kosten (aber eben im selben Vorgang) alle Wohneinheiten mitzunehmen, die günstig ausgebaut werden können.
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[2] rainbow antwortet auf qntal
01.04.2022 23:25
Benutzer qntal schrieb:
Bei jeder Förderung gibt es Grenzfälle, die individuell ärgerlich sind. Aber irgendwo muss eben eine Grenze gezogen werden.
...
Am Ende bleibt dann für eine gewisse Zahl an Haushalten, die wirklich unter den 30 MBit liegen, kein Geld mehr übrig.

Der Artikel erwähnt ja mehrfach, dass ein eigenwirtschaftlicher Anschluss möglich ist. Wenn es also für das Unternehmen und/oder die Eigentümer sinnvoll ist, kann der Anschluss also natürlich erfolgen. Nur halt nicht auf Kosten der Förderung, die explizit für Häuser mit geringeren
Anschlussgeschwindigkeiten vorgesehen ist.

Das Ehepaar sollte nicht zu enttäuscht sein. 30 MBit/s sind nicht schlecht.
Ich habe jahrelang für 16 MBit/s bezahlt, aber die Leitung gab nur 4,5 MBit/s her. Zur "Strafe" musste ich noch EUR 5,- monatlichen Regiozuschlag bezahlen wegen "nicht ausgebauten Gebiets". Im Oktober 2020 wurde dann Glasfaser verlegt, u.a. bis in den Schaltkasten an unserer Hauswand. Danach dauerte es trotzdem noch acht Monate, bis ich zwischen 50 und 100 MBit/s wählen konnte und angeschlossen wurde.
Die Geduld der Kunden wird nicht nur auf diesem Gebiet oft auf eine harte Probe gestellt.