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Man darf schon erwarten, dass man da nachmisst


24.01.2022 17:51 - Gestartet von wolfbln
6x geändert, zuletzt am 24.01.2022 18:04
Die Mobilfunkbetreiber hatten sich bis Ende 2019 verpflichtet alle Bundesautobahnen und ca. 5000 km ICE-Fernstrecken lückenlos abzudecken.

An diesen Ausbauverpflichtungen waren auch Strafen geknüpft, die schlimmstenfalls zum Lizenzentzug führen könnten.

Nun hat die BNetzA im Januar mitgeteilt, dass die Betreiber die Ausbauverpflichtungen erfüllt hatten.

Ah ja! Wirklich? Bei den Bahnstrecken geben die Anbieter selbst zu, dass es selbst auf 1/6 des Schienennetzes der Bahn auf dem die Verpflichtungen bestehen nicht überall klappt. Da liegt es auch an den Wagenparks und anderen Effekten.

Bei den Autobahnen kann man ja nicht sagen, es liege an den Autos. Da will ich auch nicht von Unterführungen oder Autobahnkreuzen sprechen, sondern von freien Strecken wo weiter Positionen fehlen.

Dies kann die BundesnetzA auch auf ihrer berühmten App nachvollziehen. Wenn an einem Messpunkt an einer Autobahn auf freier Strecke 9 von 10 Handys beim Betreiber XY aus dem LTE ins 2G fallen, dann. dürfte irgendetwas nicht stimmen.

Eigentlich müssten alle 13.200 km abgefahren werden. Wenn die 5.000 km pro Woche messen könnten, dann frage ich mich schon, was die eigentlich treiben. Da ist man rechnerisch in knapp 3 Wochen durch oder man beauftragt Messbüro damit. Man kann auch zunächst die Problemstrecken durch die App priorisieren und sich genauer anschauen.

Aber alles das ist offenbar nicht erfolgt. Man hat einfach 2.550 km stellvertretend für den Rest der Autobahnen genommen und die Betreiber werden schon recht haben.

Die gleichen Betreiber, die harte Strafen zu befürchten haben, wenn sie diese Anforderungen nicht erfüllen. Wenn irgendetwas die gegenwärtige Pandemie klargestellt hat, dann, dass es eben Kontrollen braucht, sonst kann man es mit 2G, 2G+ oder 3G gleich lassen, egal wie man zu den Maßnahmen steht. Das ist mit 4G und 5G im Mobilfunk eben auch nicht anders.

Es sind nicht nur die Betreiber und Bürger, Verbände, Anwohner und Naturschützer usw. daran schuld, dass das Netz immer noch bei uns so mies ist in einigen Regionen, sondern auch das Versagen des Regulierers, der die Akteure und die Einhaltung der Lizenzauflagen eigentlich überwachen sollte, es aber effektiv nicht macht.
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[1] Peterdoo antwortet auf wolfbln
24.01.2022 21:15
Benutzer wolfbln schrieb:
Die Mobilfunkbetreiber hatten sich bis Ende 2019 verpflichtet alle Bundesautobahnen und ca. 5000 km ICE-Fernstrecken lückenlos abzudecken.

Die Auflagen waren bis Ende 2019. In 2 Jahren bis heute hat niemand nachgemessen. Und jetzt schimpfen gerade die, die jahrelang nichts gemacht haben über die, die erst die Leitung des Ministeriums übernahmen. Naja, ist ja das Verkehrsministerium: Autobahnmaut, Wallet ID, ... Das Steinzeitministerium.

Man kann wirklich nicht erwarten, dass jemand in einem Monat die Fehler der letzten Jahrzehnte lösen wird.