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30.12.2021 20:49 - Gestartet von PeterR
Also technisch gibt es noch Anwendungsfälle, wo man das weiter nutzen könnte - zum Beispiel Fernwartung von Simatic SPSen.
An dern 400er und 300er CPU konnte man einen Teleservice Adapter Version 5.1 bzw. 5.2 anschließen, der ging über MPI Bus auf die CPU, der andere Anschluss über RS 232 an ein Modem - das so konfiguriert war, dass es eingehende Anrufe direkt entgegen nahm.

Man muss dann mit der Teleservice Software quasi eine DFÜ zu der Rufnummer des Modems aufbauen und dann im SIMATIC Manager die passenden Schnittstelle auswählen - und so käme man auch heute noch auf die Steuerung.

Wenn man viele solcher Fernwartungslösungen verbaut hätte - vielleicht auch an abgelegenen Ort, zu denen noch immer eine analog Leitung liegt, die für DFÜ geeignet ist funktioniert das auch heute noch.
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[1] christian_koehler antwortet auf PeterR
30.12.2021 22:52
Ich bin mir nicht so sicher.
'Analoge' Telefonanschlüsse sind heute praktisch immer VoIP. Auch wenn es noch analog aus der Wand kommt, wird es in der Vermittlungsstelle VoIP.

Latenz und Jitter machen auch Fax Verbindungen unzuverlässig. Das dürfte bei Modems ähnlich sein.
Von 33.6 oder gar 56k kann man sich wohl verabschieden.
Bestimmt gibt es noch Maschinen, die man per 2400 bit/s Modem aus der Ferne warten kann. Aber das ist wohl eher direkte Modem Verbindung und nicht Internet.

Für einen so langsamen Internetzugang dürfte es wirklich kaum noch Verwendung geben.

Benutzer PeterR schrieb:
Also technisch gibt es noch Anwendungsfälle, wo man das weiter nutzen könnte - zum Beispiel Fernwartung von Simatic SPSen. An dern 400er und 300er CPU konnte man einen Teleservice Adapter Version 5.1 bzw. 5.2 anschließen, der ging über MPI Bus auf die CPU, der andere Anschluss über RS 232 an ein Modem - das so konfiguriert war, dass es eingehende Anrufe direkt entgegen nahm.

Man muss dann mit der Teleservice Software quasi eine DFÜ zu der Rufnummer des Modems aufbauen und dann im SIMATIC Manager die passenden Schnittstelle auswählen - und so käme man auch heute noch auf die Steuerung.

Wenn man viele solcher Fernwartungslösungen verbaut hätte - vielleicht auch an abgelegenen Ort, zu denen noch immer eine analog Leitung liegt, die für DFÜ geeignet ist funktioniert das
auch heute noch.
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[1.1] Modem und VoIP
talk antwortet auf christian_koehler
31.12.2021 12:24

einmal geändert am 31.12.2021 12:27
Hallo zusammen,

Benutzer christian_koehler schrieb:

Ich bin mir nicht so sicher. 'Analoge' Telefonanschlüsse sind heute praktisch immer VoIP. Auch wenn es noch analog aus der Wand kommt, wird es in der
Vermittlungsstelle VoIP.

Latenz und Jitter machen auch Fax Verbindungen unzuverlässig.
Das dürfte bei Modems ähnlich sein.
Von 33.6 oder gar 56k kann man sich wohl verabschieden.

Modem über VoiP ist ein spezielles Thema.

Wenn ich früher von einem Telekom ISDN-Anschluß aus versuchte, mich über Call-by-Call-Anbieter in lokale Einwahlnummern einzuwählen, hatte das manchmal wunderbar funktioniert, manchmal aber auch überhaupt nicht. Das war wohl auch davon abhängig, wie die Verbindung genau geroutet wurde und wo welche Technik (ISDN, VoIP) zum Einsatz kam. Manche CbC-Anbieter haben Verbindungen zu Rufnummern in den Festnetzen anderer Netzbetreiber teilweise ziemlich exotisch geroutet (um den hohen Transit-IC der Telekom zu vermeiden).

Ich habe auch schon versucht, mich direkt von einem Telekom IP-Anschluß in Modem-Einwahlnummern einzuwählen. Das hat teilweise erstaunlich gut geklappt (wenn auch nicht immer direkt im ersten Versuch). Es waren meist auch V.34-Connects (33.600 bps) oder sogar V.90/V.92-Connects möglich (mit ca. 48.000 bps)!

Man konnte diese Verbindungen dann auch zur (entsprechend langsamen) Datenübertragung nutzen - auffällig waren aber bei Ping-Tests dann meist deutlich erhöhte Latenzzeiten bei "Modem über VoIP" im Vergleich zu "Modem über ISDN".

Vermutlich haben da irgendwelche Jitter-Buffer eine Rolle gespielt (für Modemverbindungen werden teilweise spezielle statische Jitter-Buffer-Konfigurationen empfohlen, die bis zu 200 ms betragen können - das würde auch etwa zu meinen Ergebnissen passen: Bei Modem-Einwahl übers klassische Festnetz oft ca. 150 ms Ping-Zeit, bei Einwahl übers VoIP-Festnetz oft ca. 300 ms Ping-Zeit).

Es gab aber auch Einwahlnummern, zu denen über VoIP auch bei wiederholten Tests kein erfolgreicher Connect möglich war. Wäre interessant gewesen, da mal im Detail zu untersuchen, woran das lag... die Modems an beiden Endpunkten versuchten einen Handshake, scheitern aber hierbei immer wieder und konnten auch nicht auf langsamere Geschwindigkeiten herunterschalten (evtl. wurde das Modemsignal irgendwo auf der VoIP-Strecke verstümmelt und die Modems konnten damit nicht umgehen, da das Signal dann anders aussah, als bei einer verrauschten analogen Leitung).

cu talk
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[2] Handyverrückter antwortet auf PeterR
30.12.2021 23:05
Sehr cool