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Entscheidung ist der richtige Weg


06.12.2021 01:56 - Gestartet von consecuencia
einmal geändert am 06.12.2021 02:00
Ja, es ist weit verbreitet und bekannt, dass sich mit VPN-Diensten nicht wenige Hürden umgehen lassen. Und ja, diese werden von dieser Maßnahme profitieren. Bis hierhin Zustimmung - und keinen Schritt weiter!

Wesentlich ist nämlich auch eine andere Frage: Wie sollen Minderjährige überhaupt an VPN-Konten kommen? Und nicht wenige werden eben auf andere Dienste ausweichen, die es zuhauf gibt und die keineswegs alle wie xhamster arbeiten: nämlich ihren Profit nahezu ausschließlich dadurch erwirtschaften, illegal verbreitetes Material solange zu dulden, bis es gar nicht mehr anders geht. Für solche Betreiber gibt es nur einen Weg, um einzulenken: Umsätze riskieren!
Denn mit der lächerlichen Moderation der Inhalte fing man auch überhaupt erst an, als Visa und Mastercard ihnen die Geldquellen versiegten. Und auch da gab es allemal genügend Wege, diese Hürde zu umgehen. Die Arbeit macht sich nur kaum jemand wegen solch einem schäbigen Portal. Und das wissen sie auch.

Wenn hier erst einmal einige EU-Staaten an einem Strang ziehen, wird man im Handumdrehen einlenken. Der Vergleich mit der Prohibition ist Unsinn - denn Pornographie wird nicht dadurch verboten, dass Jugendschutzgesetz durchgesetzt und Missbrauch ein Riegel vorgeschoben wird.

Gleichzeitig bin ich hier absolut beim Autor, dass die derzeitige Regelung ab 18 für legale Inhalte völlig an der Realität der jugendlichen Entwicklung vorbeigeht.
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[1] wolfbln antwortet auf consecuencia
06.12.2021 15:13
Benutzer consecuencia schrieb:
Wesentlich ist nämlich auch eine andere Frage: Wie sollen Minderjährige überhaupt an VPN-Konten kommen?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Zum einen gibt es eine große Anzahl "gratis" VPN, die sehr niederschwellig Gratisleistungen anbieten, um dann höherwertige Dienste zum Aufpreis zu verkaufen. Häufig sind sie aber nur auf begrenzte Volumen ausgerichtet oder abgespeckte Leistungen.

Dafür braucht man keinen Altersnachweis oder eine verifizierte Adresse. Die kannst du völlig anonym abschließen.

Die höherwertigen VPN sind Bezahlmodelle, wofür es zumindest eine Debitcart oder PayPal bedarf. Man bekommt dafür dann aber meist mehrere Tunnels parallel. D.h. man fragt Daddy, der schon vor Torrents warnte und sicher gehen will, dass keine Urheberrechtsrechnungen ins Haus flattern.

Aber wie ich oben ausführte, braucht es zur Umgehung einer DNS-Sperre gar nicht unbedingt einen VPN, sondern geht noch einfacher.