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Mich kotzt das an...


21.10.2021 19:11 - Gestartet von Trivial
...immer alles verbieten verbieten verbieten!
Da wurde ein innovatives Angebot geschaffen und dann soll es, wer ahnt es, verboten werden.
Es muss keiner einen Telekom Vertrag unterschreiben. Es muss keiner die Option buchen. Aber Hauptsache: verbieten.
Alles Kleingeister! Dann geh doch zu Netto!
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[1] RE: Mich kotzt das Gegenteil an...
foobar99 antwortet auf Trivial
21.10.2021 20:23
Benutzer Trivial schrieb:
...immer alles verbieten verbieten verbieten! Da wurde ein innovatives Angebot geschaffen und dann soll es, wer ahnt es, verboten werden.
Es muss keiner einen Telekom Vertrag unterschreiben. Es muss keiner die Option buchen. Aber Hauptsache: verbieten. Alles Kleingeister! Dann geh doch zu Netto!

Innovativ?
Man stelle sich vor, Im Festnetz kostet auf einmal jeder Traffic zu den nicht aufgelisteten Servern extra? Dann wäre klar, was für eine Abzocke das hier ist.

Einige künstliche Einschränkung ist keine Innovation. Mit diesen Angeboten wird die Masse ruhiggestellt, damit man bei den echten unlimitierten Verträgen und auch sonst beim Volumen weiter zulangen kann. Mit Kosten kann man die Preise jedenfalls nicht rechtfertigen, gerade weil es die Zero-Rating-Tarife ja so günstig gibt.

Im Umland gibt es echte unbegrenzte Flatrates für sehr kleines Geld. Das finde ich innovativ. Nicht mir als Kunden vorzuschreiben, wofür ich mein Volumen einsetzen kann. Das ist (eigentlich) schon verboten, und zwar zurecht.
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[1.1] Trivial antwortet auf foobar99
21.10.2021 20:33
Wie bereits erwähnt: Die Option muss man nicht buchen!!! Und wenn man eine echte Flat haben möchte, kann man die in jedem Netz buchen! Deswegen verstehe ich gerade die Aufregung nicht.
Und dann wieder Hauptsache billig, billig, billig! Dann zieh doch ins Ausland wenn Dir hier alles so teuer ist.
Aber wichtig: motzen motzen motzen!
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[1.1.1] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf Trivial
22.10.2021 02:29
Wieso sollte man denn zero rating erlauben? Wenn man eine Flat haben möchte, kann man die in jedem Netz buchen! Deswegen verstehe ich Deine Aufregung nicht. Und dann wieder Hauptsache billig, billig, billig! Dann zieh doch ins Ausland, wenn Dir hier alles zu teuer ist. Aber wichtig: motzen motzen motzen!
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[1.1.2] helmut-wk antwortet auf Trivial
28.10.2021 11:56
Benutzer Trivial schrieb:
Wie bereits erwähnt: Die Option muss man nicht buchen!!! Und wenn man eine echte Flat haben möchte, kann man die in jedem Netz buchen!

Nur eine nicht überteuerte Flat zu buchen ist nicht möglich - weil die ja das Zero-Rating bezahlen.
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[2] helloworld_de antwortet auf Trivial
22.10.2021 08:26
Benutzer Trivial schrieb:
...immer alles verbieten verbieten verbieten! Da wurde ein innovatives Angebot geschaffen und dann soll es, wer ahnt es, verboten werden.
Es muss keiner einen Telekom Vertrag unterschreiben. Es muss keiner die Option buchen. Aber Hauptsache: verbieten. Alles Kleingeister! Dann geh doch zu Netto!

Ich versteh das auch nicht, das ist ein extra zum limitierten datenvolumen. Wer es toll findet sein Streaming auf das begrenzte datenvolumen anrechnen zu müssen. Bitte schön, dann kündige man die Option wenn man sich dann besser fühlt. Was soll das Theater?
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[2.1] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf helloworld_de
22.10.2021 12:08
Ich versteh das auch nicht, das ist ein extra zum limitierten datenvolumen.

Nein, ist es nicht, wenn Du das glaubst, bist Du voll auf die Kundenverarschung der Provider reingefallen.

Wer es toll findet sein Streaming auf das begrenzte datenvolumen anrechnen zu müssen. Bitte schön, dann kündige man die Option wenn man sich dann besser fühlt. Was soll das Theater?

Das "Theater" soll dafür sorgen, dass Deine Wahlfreiheit bei Internetdiensten nicht durch Mobilfunkprovider so eingeschränkt wird, dass diese ihre Marktposition mit höheren Preisen zu Deinem Nachteil ausnutzen.

Du hast ein sehr laienhaftes Verständnis davon, wie Wirtschaft funktioniert, und kommst daher hier zu vollkommen unsinnigen Fehlschlüssen - und zwar zu genau den Fehlschlüssen, zu denen die Telcos Dich mit ihren Zero-Rating-Angeboten verleiten wollen. Das ganze Konzept von Zero-Rating ist darauf ausgelegt, Menschen, die nur wenig Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben, dahingehend zu manipulieren, dass sie für für sich selbst nachteilhafte Tarife fordern, und genau das tust Du hier.

Genau die Vorstellung von "Volumen extra zum limitierten Datenvolumen" ist das, was man Dich glauben machen will. Aber das ist totaler Unsinn, es gibt hier nichts extra. Bzw. wenn es etwas "extra" gibt, dann nur im Vergleich zu einem absichtlich irrsinnig teuer gehaltenen Tarif des gleichen Anbieters - der aber auschließlich deshalb so teuer gehalten wird, um Dir dann einreden zu können, es gebe irgendetwas "extra", damit Du dann begeistert bist, dass der Anbieter so unglaublich nett ist, dass er eine Alternative zu seinem total überteuerten Tarif anbietet.

Was hier tatsächlich passiert ist, ist folgendes: Die Kosten für Mobilfunktraffic für die Netzbetreiber ist für diese mit der Zeit immer weiter gesunken, einfach durch technischen Fortschritt. Im Wettbewerb zwischen mehreren Providern würde das jetzt normalerweise zu entsprechend fallenden Preisen im Endkundenmarkt führen. Aber stattdessen(!) wurden Zero-Rating-Angebote eingeführt. Statt also den Preis zu senken bzw. halt das Inklusivvolumen zum gleichen Preis entsprechend anzuheben, wurde daran wenig geändert, und stattdessen wurde den Kunden nun angeboten, dass sie den Datenverkehr zu bestimmten Internetdiensten mit limitierter Bandbreite aber ohne Anrechnung gegen das Inklusivvolumen nutzen können.

Dabei haben die Provider aber natürlich nichts verschenkt. Kein Provider hat dabei irgendwo draufgezahlt. Man hat einfach bei der aufgrund sinkender Kosten steigenden Menge an Inklusiv-Traffic eingeschränkt, wofür Du diesen Traffic nutzen kannst. In der Kalkulation des Providers rechnet dieser ja nicht mit den Fantasiewerten, die er Dir als "Inklusivvolumen" verkauft, sondern mit dem zu erwartenden tatsächlichen Datenvolumen, das Du verursachst.

Deshalb ist die Alternative zu Zero-Rating nicht das Schreckensszenario, dass die Provider Dir hier suggerieren, dass Du in einer Zukunft ohne Zero-Rating mit 10 GB im Monat klarkommen müsstest, oder dass Du tausende von Euro bezahlen müsstest, sondern Du würdest einfach genau die gleiche Datenmenge wie bisher zum gleichen Preis wie bisher nutzen können - nur halt mit freier Wahl, von welchen Diensten diese Daten kommen. Es würde einfach dazu führen, dass die Provider das Datenvolumen, mit dem sie bisher intern für Deinen Tarif rechnen (also inkl. des Zero-Rating-Volumens) offiziell an den Tarif dranschreiben würden.
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[2.1.1] blumenwiese antwortet auf gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2
25.10.2021 06:40
Sorry, aber wenn du tatsächlich hier diskutieren möchtest und vielleicht sogar eine Antwort von mir erwartest, dann lerne bitte deine Gedanken in eine angemessene Länge zu fassen. Auf Bücher antworte ich hier nicht.
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[2.1.1.1] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf blumenwiese
25.10.2021 13:59
Benutzer blumenwiese schrieb:
Sorry, aber wenn du tatsächlich hier diskutieren möchtest und vielleicht sogar eine Antwort von mir erwartest, dann lerne bitte deine Gedanken in eine angemessene Länge zu fassen. Auf Bücher antworte ich hier nicht.

Ich danke Dir für das Eingeständnis, dass Du nichts substantielles zu entgegnen hast.
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[3] blumenwiese antwortet auf Trivial
24.10.2021 19:20
Benutzer Trivial schrieb:
Es muss keiner einen Telekom Vertrag unterschreiben. Es muss keiner die Option buchen.

Exakt so ist es. Jemand gefällt ein Angebot nicht? Dann kauft er es nicht. Einem anderen gefällt es? Dann bucht er halt diesen Tarif.

Leider gibt es halt immer wieder Menschen, eigentlich alle Politiker, die ein unbändiges Verlangen haben, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben.
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[3.1] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf blumenwiese
24.10.2021 21:31
Exakt so ist es. Jemand gefällt ein Angebot nicht? Dann kauft er es nicht. Einem anderen gefällt es? Dann bucht er halt diesen Tarif.

Und wie verhindern wir dann die Wettbewerbsbehinderung der Mobilfunkprovider?

Leider gibt es halt immer wieder Menschen, eigentlich alle Politiker, die ein unbändiges Verlangen haben, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben.

Was würde Deiner Auffassung nach denn hier Menschen vorgeschrieben, wenn man in Zukunft mit Tarifen wie StreamOn Daten von jeder beliebigen Quelle ohne Aufpreis herunterladen könnte, statt nur von bestimmten Anbietern, die dazu Verträge mit den Mobilfunkprovidern haben?
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[3.1.1] blumenwiese antwortet auf gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2
24.10.2021 23:05
Benutzer gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 schrieb:
Und wie verhindern wir dann die Wettbewerbsbehinderung der Mobilfunkprovider?

Wie verhindern wir das bei Bäckern, Banken, Fliesenlegern und Fluglinien?

Was würde Deiner Auffassung nach denn hier Menschen vorgeschrieben, wenn man in Zukunft mit Tarifen wie StreamOn Daten von jeder beliebigen Quelle ohne Aufpreis herunterladen könnte, statt nur von bestimmten Anbietern, die dazu Verträge mit den Mobilfunkprovidern haben?

Jedem der jetzt einen StreamOn oder ähnlichen Tarif bucht würde vorgeschrieben, dass er böse ist und das nicht darf. Unlimitierte Tarife haben bereits jetzt alle Provider im Angebot. Trotzdem buchen viele Kunden die StreamOn Tarife. Weil sie es wollen. Weil sie es geil finden. Weil sie . Vollkommen egal. Geht weder mich noch jemanden anderen etwas an. Ist allein deren Sache.
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[3.1.1.1] gs33Z5JOQRCtwMfPGcp2 antwortet auf blumenwiese
25.10.2021 03:49
Und wie verhindern wir dann die Wettbewerbsbehinderung der Mobilfunkprovider?

Wie verhindern wir das bei Bäckern, Banken, Fliesenlegern und Fluglinien?

Bäcker und Fliesenleger sind Branchen, in denen es einfach von Natur aus kaum Potential für Wettbewerbsbehinderung gibt. Also, jedenfalls nicht in dem Sinne, um den es bei Netzneutralität geht: Die Behinderung des Wettbewerbs in anderen Branchen, die auf die jeweiligen Leistungen laufend angewiesen sind. Im Bezug auf die jeweilige Branche selbst wird Wettbewerbsbehinderung einfach durch die große Konkurrenz verhindert. Kein einzelner Bäcker oder Fliesenleger hat eine Marktmacht, die mit der Marktmacht der einzelnen Mobilfunkanbieter in Deutschland auch nur im Ansatz vergleichbar wäre.

Bei Banken und Fluglinien sieht es etwas anders aus: Auch in diesen Branchen gibt es zwar deutlich mehr Konkurrenz als bei den Mobilfunknetzbetreibern, aber halt auch deutlich mehr Konzentration als bei Bäckern und Fliesenlegern, und ibs. Banken erbringen ebenfalls eine Infratrukturleistung, auf die andere Unternehmen angewiesen sind, weshalb es dort deutlich mehr Regulierung gibt, die den betreffenden Unternehmen viele theoretisch mögliche Produktgestaltungen verbieten.

Beispiele wären zum Beispiel zahlreiche Regelungen, die es Banken verbieten, mit ihren Kunden Verträge zu machen, nach denen die Kunden das gesamte Sicherheitsrisiko eines unsicheren Onlinebankings oder von Zahlungskarten tragen. Oder Regelungen, die es Banken verbieten, ihren Kunden hochriskante Investmentprodukte ohne entsprechende Beratung zu verkaufen. Oder Regelungen, die es Fluglinien verbietet, mit Kunden Veträge zu machen, in denen der Kunde alle Risiken von Flugverspätungen oder Überbuchungen trägt.

Insbesondere in Branchen, in denen es eine starke Konzentration auf wenige Unternehmen gibt, gibt es in der Regel zahlreiche Beschränkungen, die es den Unternehmen verbietet, Verträge zu machen, die unverhältnismäßig zum Nachteil der Kunden sind, sei es durch Behinderung des Wettbewerbs oder anderweitig. Meistens entstehen solche Regulierungen als Ergebnis der Marktbeobachtung, nachdem das jeweilige Verhalten bei Unternehmen beobachtet wurde und festgestellt wurde, dass der Markt das Problem nicht selbständig löst.

Jedem der jetzt einen StreamOn oder ähnlichen Tarif bucht würde vorgeschrieben, dass er böse ist und das nicht darf.

Meinst Du nicht, dass das eine arg verzerrte Darstellung ist?

Also, natürlich kann man das als als Vorschrift auffassen, die es mir als Kunden verbietet, einen solchen Tarif zu buchen. Dass das mit einem Werturteil dem Kunden gegenüber verbunden ist, ist aber natürlich grober Unfug, da diese Regulierung ja nicht existiert, um den Kunden zu behindern, sondern um den Kunden vor Missbrauch durch das Unternehmen zu schützen. Der Kunde ist weder böse noch nett, sondern er lässt sich einfach ver-arschen, und der Gesetzgeber schiebt da halt einen Riegel vor.

Genauso könnte man das Verbot, Kunden z.B. mit Keimen belastete Lebensmittel zu verkaufen natürlich beschreiben als "Jedem, der so ein Lebensmittel kauft, wird vorgeschrieben, dass er böse ist und das nicht darf." Auch das ist aus einem gewissen Blickwinkel heraus ja irgendwie so halb richtig ... aber der Zweck ist natürlich nicht, dem Kunden den Kauf solcher Lebensmittel zu verbieten, sondern der Zweck ist es, den unbedarften Kunden vor Verarschung zu schützen, und dieser Zweck wird mit dem Verkaufsverbot ja auch zuverlässig erreicht.

Unlimitierte Tarife haben bereits jetzt alle Provider im Angebot. Trotzdem buchen viele Kunden die StreamOn Tarife. Weil

Ja, richtig. Aber es gibt keine Tarife, die vom möglichen Datendurchsatz vergleichbar sind mit StreamOn, aber netzneutral. Und das war, worauf sich meine Frage in meinem vorherigen Post bezog, die Du leider nicht beantwortet hast: Was wäre denn der Nachteil, wenn StreamOn netzneutral wäre?

Für den Fall, dass das vielleicht nicht klar ist: Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen StreamOn und "normalen" unlimitierten Tarifen abgesehen von der mangelnden Netzneutralität bei StreamOn: Das übertragbare Datenvolumen.

Bei StreamOn-Tarifen gibt es ja einerseits den "normalen" Traffic, der gegen das "Inklusivvolumen" gerechnet wird, und den man mit hoher Geschwindigkeit (d.h., so schnell wie es von den lokalen Netzgegebenheiten her halt möglich ist) übertragen kann, und andererseits gibt es den Zero-Rating-Traffic, der nicht gegen das "Inklusivvolumen" gerechnet wird, sondern in im Prinzip unbegrenzter Menge pauschal mit der Grundgebühr abgegolten ist - letzterer ist allerdings in seiner Bandbreite begrenzt, d.h., man kann eben nicht bei gutem Empfang von Youtube über StreamOn mit 100 Mb/s streamen.

Im Gegensatz dazu hat ein echter unlimitierter Tarif ja entweder eine Bandbreitenbeschränkung für alles (sodass auch kurze Downloads oder Webseitenaufrufe langsam sind) oder gar keine Bandbreitenbeschränkung (was dann entsprechend teuer ist).

Bei der Forderung nach Netzneutralität geht es jetzt nicht darum, dass Kunden in Zukunft entweder mit geringen Volumen oder mit langsamen oder teuren unlimitierten Tarifen vorlieb nehmen sollen. Tarife, die auf den gleichen Anwendungsfall passen (also schnelles Laden von Webseiten und Downloads kombiniert mit langsamem Streaming ohne Zeitbeschränkung) wären auch mit Netzneutralität weiter erlaubt. Ausschließlich die Einschränkung, dass das "langsame Streaming" nur mit bestimmten Anbietern genutzt werden kann, wäre untersagt.

sie es wollen. Weil sie es geil finden. Weil sie . Vollkommen egal. Geht weder mich noch jemanden anderen etwas an. Ist allein deren Sache.

Naja, das sagst Du so. Aber warum? Warum geht es niemanden anderen etws an, wenn einige wenige Unternehmen mit ihrer Geschäftspolitik aufgrund ihrer Marktmacht die Digitalisierung im Land ausbremsen, den Wettbewerb behindern, und dabei die Endkundenpreise bei den eigenen Produkten ebenso wie bei von ihnen abhängigen Branchen in die Höhe treiben? Mir scheinen das alles ausgesprochen gute Gründe, weshalb uns das alle etwas angeht!? Und das natürlich umso mehr, wenn ja selbst die Kunden, die diese Produkte begeistert kaufen, darunter leiden, ohne das selbst zu durchblicken?
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[4] 388 antwortet auf Trivial
24.10.2021 22:12
Das ist doch der Wahnsinn... Volkswirtschaft, erste Vorlesung: Märkte funktionieren nur, wenn es Wahlmöglichkeiten gibt! Und die gibt es nur unzureichend: die Tarife mit Zero Rating sind nicht transparent genug. Sie behindern einzelne Diensteanbieter. Betreiberwechsel ist in Deutschland im Vergleich zu "normalen" EU-Ländern un!glaub!lich! kompliziert und unbequem.
Ein funktionierender Markt bedeutet, dass auch innovative Anbieter (und nicht nur die bei Stream-On gelisteten!) gleiche Chancen haben! Auch YouTube war mal klein... wenn aber nun bei StreamOn die Konkurrenz gratis genutzt werden kann, welche Chance haben dann die neuen? Das ist Wettbewerbsverzerrung und das ist Mist - die braucht man nicht verbieten, das ist sie schon. Zurecht.
Ein funktionierender Markt bedeutet auch, dass der Kunde die Tarife klar verstehen, durchschauen und vergleichen können muss. Das tut er nicht.
Durch den Fortschritt ist das Datenvolumen für die Anbieter billiger geworden. Den Vorteil geben sie natürlich ungern an den Kunden weiter - und so entstand die Idee, die Preissenkung nur auf einzelne Dienste (Stream on) anzuwenden. Dass die Kunden das akzeptieren, ist nicht Vertragsfreiheit sondern Marktversagen!

Als in Italien Wind und 3 fusionierten (vergleichbar mit O2 und ePlus) hat die Neztagentur den Markteintritt eines neuen vierten Netzbetreibers (Iliad) zur Bedingung gemacht, mit nationalem Roaming. Resultat: 100 GB LTE für 9 € im Monat, im zweitgrößten Industrieland der EU!

Sunrise Schweiz, allseits als "Billigland" bekannt: Dayflat unlimited, 24 h SMS, LTE, Gespräche uneingeschränkt für 2,50 CHF ca. 2,35 €.

Und in Deutschland? Finde den Fehler...! Politkversagen, Marktversagen! Keine Konkurrenz unter den Anbietern, schlechte Rahmenbedingungen für den Ausbau - aber der Finanzminister greift sich gerne die Versteigerungserlöse ab!

Benutzer Trivial schrieb:
...immer alles verbieten verbieten verbieten! Da wurde ein innovatives Angebot geschaffen und dann soll es, wer ahnt es, verboten werden.
Es muss keiner einen Telekom Vertrag unterschreiben. Es muss keiner die Option buchen. Aber Hauptsache: verbieten.
Alles Kleingeister! Dann geh doch zu Netto!