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Wat nich mutt, dat mutt nich!


06.09.2021 17:29 - Gestartet von Ron44
Ich bin 77 Jahre, bin als Informatiker (TH Darmstadt) seit 12 Jahren im Ruhestand und habe seit 3 Jahren per VDSL100 einen Download von 115,4 Mbit/s und einen Upload von 40,5 Mbit/s.
In meinem EF-Haus wird alles über eine Fritzbox und 2 Repeater optimal verteilt.
Soll ich mir den geschilderten Feldversuch wirklich noch antun?
Nein - ganz sicher nicht.
Also DANKE für den äußerst informativen Praxis-Bericht, der mich in meiner zuvor schon befürchteten Annahme bestärkt hat, nicht auf Glasfaser zu wechseln.
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[1] Kuch antwortet auf Ron44
06.09.2021 17:48
Hallo,

das klingt alles zunächst verständlich - und es geht nichts über funktionierende Technik. Beim Glasfaserausbau gehts inzwischen aber noch um andere Dinge: Den Glasfaseranschluss werden Sie nie wieder so günstig erhalten wie jetzt beim großflächigen Ausbau in Ihrer Region. Im Rahmen dieses Ausbaus erhalten Sie den Hausanschluss in der Regel kostenlos. Sie müssen im Gegenzug dafür aber einen Vertrag für 24 Monate abschließen. Dafür müssen Sie aber nicht die höchste Geschwindigkeit mit 1 GBit/s buchen, je nach Anwendung reichen auch erst einmal 200 bis 500 MBit/s, das ist dann für Sie günstiger.
Richtig teuer wird es aber, wenn Sie jetzt auf den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss verzichten und diesen erst anschließend vornehmen lassen, dann werden dafür meist 1500-2500 Euro berechnet.
Es ist also empfehlenswert, wenn die Glasfaser irgendwann zu Ihnen kommt, das immer zu nehmen, aber eben ggf. mit einer noch geringeren Geschwindigkeit. Das erhöht auch einen späteren Wiederverkaufswert des Hauses. Dieser sinkt meist rapide, wenn ein späterer Besitzer diese Investition erst nachholen muss.

Alexander Kuch
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[1.1] hotte70 antwortet auf Kuch
06.09.2021 21:25
Benutzer Kuch schrieb:

Richtig teuer wird es aber, wenn Sie jetzt auf den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss verzichten und diesen erst anschließend vornehmen lassen, dann werden dafür meist 1500-2500 Euro berechnet.
Es ist also empfehlenswert, wenn die Glasfaser irgendwann zu Ihnen kommt, das immer zu nehmen, aber eben ggf. mit einer noch geringeren Geschwindigkeit. Das erhöht auch einen späteren Wiederverkaufswert des Hauses. Dieser sinkt meist rapide, wenn ein späterer Besitzer diese Investition erst nachholen muss.

Alexander Kuch

Naja, Sie schreiben, dass eine nachträgliche Glasfaser-Investition bis zu 2.500 EUR kosten könnte und sich das "rapide" auf den möglichen Wiederverkaufswert auswirken könnte. Also bei einem Kaufpreis von sagen wir mal 500.000 EUR für eine Immobilie macht die o.g. Investition sicher keinen "rapiden" Unterschied im Verkaufswert, da sind schon andere Faktoren ausschlaggebend, aber sicher nicht das Vorhandensein eines FTTH-Anschlusses.
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[1.1.1] nurmalso antwortet auf hotte70
07.09.2021 12:11
Wenn zu viele Ihrer Nachbarn genauso denken, kommt der Ausbau gar nicht zustande und es gibt in Zukunft weder für Geld noch gute Worte schnelleres Internet.
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[1.2] Max Baumann antwortet auf Kuch
07.09.2021 07:59

2x geändert, zuletzt am 07.09.2021 08:00
Benutzer Kuch schrieb:
Den Glasfaseranschluss werden Sie nie wieder so günstig erhalten wie jetzt.. Richtig teuer wird es aber, wenn Sie jetzt auf den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss verzichten und diesen erst anschließend vornehmen lassen, dann werden dafür meist 1500-2500 Euro berechnet.
Es ist also empfehlenswert, wenn die Glasfaser irgendwann zu Ihnen kommt, das immer zu nehmen, aber eben ggf. mit einer noch geringeren Geschwindigkeit. Das erhöht auch einen späteren Wiederverkaufswert des Hauses. Dieser sinkt meist rapide, wenn ein späterer Besitzer diese Investition erst nachholen muss.

Alexander Kuch

Da stimme ich absolut zu.
Wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben, läuft in meinem ehemaligen Elternhaus seid 2019 ein Anschluss der DG.
Als das ganze damals begann spruchreif zu werden, hab ich überlegt wie ich es meinen Eltern mit ihren fast 80 Jahren schmackhaft machen könnte einen kostenlosen Anschluß zu buchen.
Als wir dann bei einem Telefonat auf das Thema gekommen sind, war ich überrascht das meine Eltern von sich aus genau diese Argumente brachten.
Eigentlich stand die Entscheidung pro Glasfaser schon fest.
Sie wollten lediglich noch meine Meinung dazu.
Fakt ist das der Anschluss mit 400/200 Mbit/s und knapp 50 Euro monatlich reichlich überdimensioniert ist.
Zumal die Telekom 2019 gleichzeitig mit einem S-Vectoring Ausbau ums Eck kam, als bekannt wurde das die Deutsche Glasfaser im Ort GF ausbauen wird.
Aus Kostengründen könnte jetzt nach 2 Jahren durchaus wieder zurück auf VDSL 50 gewechselt werden.
Über o2 bzw 1&1 könnten die monatlichen Kosten auf unter 30 Euro gesenkt werden.
Aber meine Eltern wollen es nicht, sind sehr zufrieden mit dem Anschluss.
Da ältere Herrschaften gerne ohne sich über die Kosten Gedanken zu machen, durchaus auch längere Telefonate zu Mobilfunkanschlüssen führen, hab ich ihnen einen SIP Account bei Voip2GSM eingerichtet.
Ein großer Unterschied ob 19 Cent/min oder 3 bzw 1,5 Cent/ min fällig werden.
Per Wahlregeln in der FB merken sie keinen Unterschied ob das Telefonat gerade über die Leitung der DG oder von Voip2GSM geht.
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[1.3] Boob14 antwortet auf Kuch
07.09.2021 17:28
Richtig teuer wird es aber, wenn Sie jetzt auf den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss verzichten und diesen erst anschließend vornehmen lassen, dann werden dafür meist 1500-2500 Euro berechnet.

Gab auch Zeiten, wo die Anlieger in Förderfähigen Bauernschaften für den Glasfaseranschluss einen Zuschuss von ein paar Hundert Euro oder wenige Tausend Euro zahlen mussten. Die Anbieter wollen gerade möglichst viele neue Glasfaserkunden gewinnen, und bieten dafür viel und verlangen wenig. Kann auch sein, dass die Anbieter irgendwann mehr Gewinn machen wollen und auf Glasfaser Neukunden verzichten, so dass sich die Bedingungen für Kunden verschlechtern.

Wenn man in Ausbaugebiete auf den Glasfaseranschluss verzichtet, kann es später mit den Ausbau sehr komplex und langwieriger werden. Liegen in der Regel überall Rohre und Leitungen im Weg.