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Prost mahlzeit


21.08.2021 19:42 - Gestartet von michi01
Blaues Fernsehen für alle.
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[1] basti99 antwortet auf michi01
22.08.2021 07:42
Benutzer michi01 schrieb:
Blaues Fernsehen für alle.

Schlimmer als ÖR geht‘s ja nicht mehr. Ich zahle Rundfunkgebühren nur noch für die Mediathek. Nachrichten und politische Magazine kann man doch vergessen, es sei denn, man steht auf Baerbock- oder Merkel- Huldigung oder man kann ohne Corona nicht mehr leben.
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[2] mirdochegal antwortet auf michi01
22.08.2021 11:29
Benutzer michi01 schrieb:
Blaues Fernsehen für alle.

Dann viel Vergnügen noch mit dem als objektiven Jourmalismus getarnten politischen Erziehungsunterricht bei der Tagesschau, usw.
Nein, ich bin kein Anhänger der Bild. Aber Propaganda hat heute viele Formen. Relativ offensichtliche und auch politisch korrekte.
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[2.1] voltaire antwortet auf mirdochegal
23.08.2021 09:24
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer michi01 schrieb:
Blaues Fernsehen für alle.

Dann viel Vergnügen noch mit dem als objektiven Jourmalismus getarnten politischen Erziehungsunterricht bei der Tagesschau, usw.
Nein, ich bin kein Anhänger der Bild. Aber Propaganda hat heute viele Formen. Relativ offensichtliche und auch politisch korrekte.

Vorsicht: Nicht jede Meinung, die nicht der eigenen entspricht, nicht jede Meldung, die sich nicht mit der eigenen Vorstellung von Wirklichkeit deckt, ist Propaganda! Die öffentlich-rechtlichen Sender verdienen viel Kritik (die Präsentation der Tagesschau z.B. ist unendlich schnarchig und langweilig, wenn das 'Erziehungsunterricht' sein soll, zweifel ich sehr an der Wirkung), aber sie halten sich doch immerhin an das Prinzip, keine ungeprüften Meldungen weiterzugeben. Das ist bei BILD, geschweige denn RT nicht der Fall. Bild führt zunehmend so genannten Kampagnenjournalismus, d.h. die Auswahl von Meldungen und die Positionierung von Schlagzeilen gehorchen einer klaren redaktionellen Linie (z.B. Stimmungsmache gegen aktuelle Coronapolitik, Stimmung gegen einzelne politische Parteien, vorzugsweise linksorientierte). Die leben von Angstmache, Sensationsgier und kosten die eigene Manipulationsmacht aus. Das hat schon eine ganz andere Qualität als öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen, die einige vielleicht für ein wenig zu linksliberal halten.
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[2.1.1] mirdochegal antwortet auf voltaire
23.08.2021 14:35
Benutzer voltaire schrieb:
das Prinzip, keine ungeprüften Meldungen weiterzugeben. Das ist bei BILD, geschweige denn RT nicht der Fall. Bild führt zunehmend so genannten Kampagnenjournalismus, d.h. die Auswahl von Meldungen und die Positionierung von Schlagzeilen gehorchen einer klaren redaktionellen Linie (z.B. Stimmungsmache gegen aktuelle Coronapolitik, Stimmung gegen einzelne politische Parteien, vorzugsweise linksorientierte). Die leben von Angstmache, Sensationsgier und kosten die eigene Manipulationsmacht aus. Das hat schon eine ganz andere Qualität als öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen, die einige vielleicht für ein wenig zu linksliberal halten.

Es ist nicht ganz dasselbe, ja. Bild und ähnliche hauen offensichtlich mehr auf die Sahne. Etwa ARD und ZDF machen das unterschwelliger - das ist eigentlich sogar geschickter. Dennoch geht es in beiden Fällen darum, unter dem Deckmantel der neutralen Information Ideologien unter die Menschen zu bringen und sie ein Stück weit zu lenken.
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[2.1.1.1] voltaire antwortet auf mirdochegal
24.08.2021 09:28
Benutzer mirdochegal schrieb:


Es ist nicht ganz dasselbe, ja. Bild und ähnliche hauen offensichtlich mehr auf die Sahne. Etwa ARD und ZDF machen das unterschwelliger - das ist eigentlich sogar geschickter. Dennoch geht es in beiden Fällen darum, unter dem Deckmantel der neutralen Information Ideologien unter die Menschen zu bringen und sie ein Stück weit zu lenken.

Da überzeugen Sie mich nicht. ARD, ZDF und Deutschlandradio manipulieren nicht ihr Publikum und haben alles andere als eine gemeinsame (partei)politische Linie. Von sehr konservativen bis ausgesprochen linken Stimmen ist das ganze Spektrum vertreten (was für BILD sicher nicht gilt). Mit dem Ideologiebegriff kann ich in dem Zusammenhang nichts anfangen: Ist es ideologisch, wenn seriöser Wissenschaftsjournalismus betrieben wird (was BILD z.B. überhaupt nicht tut, wie die unsägliche Coronaberichtserstattung zeigt)? Ist es ideologisch, wenn die Fehltritte sämtlicher Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten genauso thematisiert werden wie die Spendenskandale der Rechtsausleger? Die Verteidigung demokratischer Werte, auf die wir uns gemeinsam unabhängig von unseren politischen Meinungen einigen sollten, ist die ideologisch? Es gibt gute und schlechte Beiträge, ärgerliche, gut und weniger gut recherchierte Sendungen, zudem aber auch die Freiheit ab-, an- und umzuschalten, wann immer man will.
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[2.1.1.1.1] wJm antwortet auf voltaire
25.08.2021 10:10
Benutzer voltaire schrieb:
Benutzer mirdochegal schrieb:


Es ist nicht ganz dasselbe, ja. Bild und ähnliche hauen offensichtlich mehr auf die Sahne. Etwa ARD und ZDF machen das unterschwelliger - das ist eigentlich sogar geschickter. Dennoch geht es in beiden Fällen darum, unter dem Deckmantel der neutralen Information Ideologien unter die Menschen zu bringen und sie ein Stück weit zu lenken.

Da überzeugen Sie mich nicht. ARD, ZDF und Deutschlandradio manipulieren nicht ihr Publikum und haben alles andere als eine gemeinsame (partei)politische Linie. Von sehr konservativen bis ausgesprochen linken Stimmen ist das ganze Spektrum vertreten (was für BILD sicher nicht gilt). Mit dem Ideologiebegriff kann ich in dem Zusammenhang nichts anfangen: Ist es ideologisch, wenn seriöser Wissenschaftsjournalismus betrieben wird (was BILD z.B. überhaupt nicht tut, wie die unsägliche Coronaberichtserstattung zeigt)? Ist es ideologisch, wenn die Fehltritte sämtlicher Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten genauso thematisiert werden wie die Spendenskandale der Rechtsausleger? Die Verteidigung demokratischer Werte, auf die wir uns gemeinsam unabhängig von unseren politischen Meinungen einigen sollten, ist die ideologisch? Es gibt gute und schlechte Beiträge, ärgerliche, gut und weniger gut recherchierte Sendungen, zudem aber auch die Freiheit ab-, an- und umzuschalten, wann immer man will.

Was die Objektivität der ÖR betrifft, so darf man hier schon etwas skeptisch sein.
Sehr interessant ist die "Volontärsumfrage" unter den 150 ARD Volontären die im November 2020 in der Zeitschrift journalist erschienen ist. Demnach sind 92 Prozent der ARD Volontäre für Rot-Rot-Grün.
Sicher sind das "nur" die Volontäre von ARD, aber es ist nicht davon auszugehen, dass die übrigen Mitarbeiter alle für CDU, FDP oder blau sind.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, [...] dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nie dazugehört." sagte einst der Journalist Hanns Joachim Friedrichs.
Meiner Beobachtung nach teilen immer weniger Journalisten diese Ansicht.
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[2.1.1.1.1.1] Larry49 antwortet auf wJm
25.08.2021 10:29
Benutzer wJm schrieb:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, [...] dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nie dazugehört." sagte einst der Journalist Hanns Joachim Friedrichs. Meiner Beobachtung nach teilen immer weniger Journalisten diese Ansicht.

Schon mal gefragt, woran das liegt?
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[2.1.2] myselfme antwortet auf voltaire
24.08.2021 10:43
Benutzer voltaire schrieb:

Vorsicht: Nicht jede Meinung, die nicht der eigenen entspricht, nicht jede Meldung, die sich nicht mit der eigenen Vorstellung von Wirklichkeit deckt, ist Propaganda! Die öffentlich-rechtlichen Sender verdienen viel Kritik (die Präsentation der Tagesschau z.B. ist unendlich schnarchig und langweilig, wenn das 'Erziehungsunterricht' sein soll, zweifel ich sehr an der Wirkung), aber sie halten sich doch immerhin an das Prinzip, keine ungeprüften Meldungen weiterzugeben. Das ist bei BILD, geschweige denn RT nicht der Fall. Bild führt zunehmend so genannten Kampagnenjournalismus, d.h. die Auswahl von Meldungen und die Positionierung von Schlagzeilen gehorchen einer klaren redaktionellen Linie (z.B. Stimmungsmache gegen aktuelle Coronapolitik, Stimmung gegen einzelne politische Parteien, vorzugsweise linksorientierte). Die leben von Angstmache, Sensationsgier und kosten die eigene Manipulationsmacht aus. Das hat schon eine ganz andere Qualität als öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen, die einige vielleicht für ein wenig zu linksliberal halten.

Sehr schön dargestellt und gut getroffen. Macht leider nur relativ wenig Sinn zur Zeit in unserer Republik Egomanien.
ich möchte weder auf die Programm-Frische - wie sie die Privaten oft haben - verzichten, viel weniger aber noch auf die Vielfalt und Hintergründe im oft etwas "trägeren" ö.R. Rundfunk.
Nur auf die Anhänger ganz neuer Medien wie QAnon, RT und Naidoos Telegram, auf die kann ich weitestgehend verzichten. Auf Bild eigentlich auch - eignet sich oft aber gut als erster, schneller Überblick.
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[2.2] Larry49 antwortet auf mirdochegal
23.08.2021 10:42
Benutzer mirdochegal schrieb:
Dann viel Vergnügen noch mit dem als objektiven Jourmalismus getarnten politischen Erziehungsunterricht bei der Tagesschau, usw.
Nein, ich bin kein Anhänger der Bild. Aber Propaganda hat heute viele Formen. Relativ offensichtliche und auch politisch korrekte.

Schon mal die Wochenschau aus dem Jahr 1940 gesehen? Das ist Propaganda. Niemand kann völlig neutral sein, da jeder seinen kulturellen Hintergrund hat. In Bayern denkt man anders als in Friesland und in Österreich anders als in Deutschland. Auch denken Moslems anders als Christen und Chinesen anders als Deutsche. Auch mein Nachbar denkt anders als ich.
Wenn man natürlich glaubt, daß man bei Infos nicht sein Gehirn einschalten muß, hat die Welt der Nachrichten nicht verstanden!
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[3] Sagrido antwortet auf michi01
09.09.2021 12:01
Benutzer michi01 schrieb:
Blaues Fernsehen für alle.

Klingt gut. 👍