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Wessen Brot ich esse...


15.08.2021 16:01 - Gestartet von klaus1970
6x geändert, zuletzt am 15.08.2021 16:40
Herr Randomski verdient ca. 90% seines Geschäfts mit UKW. Am 2. Bundesmux ist er nicht beteiligt, weder als Netz- noch als Plattformbetreiber. Ihn nach DAB plus und vor allem nach dem 2. Bundesmux zu fragen ist so, als würde man den Geschäftsführer von Adidas fragen, was er denn von Puma hält...

Ich bin sehr froh über den Wettbewerb, gerade hier im bisher mit Radio unterversorgten NRW. Sicher, man kann das alles auch über Internet hören, aber das ist mir vor allem im Autoradio zu kompliziert (Handy-App per Bluetooth verbinden usw.). So schaltet man ein und es läuft.

Übrigens gibt es inzwischen mit Klassik Beats ein Lounge-Programm (DLF Nova hat auch eine Lounge-Sendung) und ein News-/Talkradio (von Absolut) ist wohl auch noch geplant. Von daher war auch die Fragestellung nach fehlenden Formaten (ein Landesmux startet ja auch noch, u.a. mit dem tollen ego fm mit Musik gegen den Mainstream) etwas unglücklich und tendenziös. Es stimmt so nämlich nicht bzw. ich empfinde es nicht so. NATÜRLICH bietet Webradio mehr, aber hier geht es auch um zuverlässige Rundfunkstrukturen, die Unabhängigkeit des Rundfunks von Gatekeepern und mehr.

5G Broadcast, jo, könnte was werden, aber bisher gibt es hier noch keine Geschäftsmodelle und nicht mal eine Standardisierung.
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[1] radiofan antwortet auf klaus1970
15.08.2021 16:54
Eben. Hast du vollkommen richtig eingeschätzt.
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[2] industrieclub antwortet auf klaus1970
15.08.2021 21:37
Benutzer klaus1970 schrieb:
Herr Randomski verdient ca. 90% seines Geschäfts mit UKW. Am 2. Bundesmux ist er nicht beteiligt, weder als Netz- noch als Plattformbetreiber. Ihn nach DAB plus und vor allem nach dem 2. Bundesmux zu fragen ist so, als würde man den Geschäftsführer von Adidas fragen, was er denn von Puma hält...

Ich bin sehr froh über den Wettbewerb, gerade hier im bisher mit Radio unterversorgten NRW. Sicher, man kann das alles auch über Internet hören, aber das ist mir vor allem im Autoradio zu kompliziert (Handy-App per Bluetooth verbinden usw.). So schaltet man ein und es läuft.

Ja, Herr Radomski ist für mich ein purer Witzbold !!!
Er prognostiziert wohl das, was er gerne hätte...
Jeder regelmäßige Forums-Leser weiß, dass auch ich die derzeitige DAB+ Praxis heftig kritisiere, und zwar in puncto Programmbelegung und in puncto Klang.
Aber was Herr Radomski da an (zugegeben raffiniert gemachter !) Argumentations-
Verdrehung bringt, hat nicht mal das (bisher nicht sehr glücklich gestaltete) DAB+
verdient. Das ist unterste Schublade !!!
Prognosen sind eben doch sehr schwer -- besonders wenn sie die Zukunft betreffen... ;-)
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[2.1] radiofan antwortet auf industrieclub
17.08.2021 15:34
Stimmt genau. Aber wenn er daran glauben will - bitteschön! Ich schätze, schon in ein paar Jahren - 2025 - haben mindestens 50% der Deutschen DAB-Radios. Jetzt sind es ja laut Digitalisierungsbericht schon 25%.
Erinnert mich irgendwie an Brautmeier, den Ex-LfM-Direktor, oder an Gert Zimmer.
Laut den beiden dürfte es DAB+ heute nicht mehr geben. Es kam aber GANZ anders: Inzwischen haben BEIDE ihre Posten nicht mehr. Tja, so kann's gehen!
Und niemand interessiert sich mehr dafür, was sie gesagt haben.
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[2.1.1] industrieclub antwortet auf radiofan
17.08.2021 17:15
Benutzer radiofan schrieb:
Erinnert mich irgendwie an Brautmeier, den Ex-LfM-Direktor, oder an Gert Zimmer.
Laut den beiden dürfte es DAB+ heute nicht mehr geben. Es kam aber GANZ anders: Inzwischen haben BEIDE ihre Posten nicht mehr. Tja, so kann's gehen!
Und niemand interessiert sich mehr dafür, was sie gesagt haben.

Ja, das waren wirklich die Könige von ABSURDISTAN !!!
Leuchttürme für ein hässliches (nämlich nicht zukunftsfähiges !) NRW.
Karriere auf primitivst-politischem Niveau, Liebediener ihrer (politischen) Herren a la
"Ostblock-Gschmäckle"...
Aber in dem Stil ging es in NRW JAHRZEHNTELANG zu; darum haben uns ja auch in diesem Zeitraum Länder wie Bayern, BW und Hessen auf allen Gebieten überholt.
Kurz nach dem Krieg war nämlich NRW noch die Nummer 1 in D'land. Die schieben das natürlich auf die "industrielle Umstrukturierung", aber das ist vorgeschoben, wie der Vergleich mit anderen Ländern (Staaten) zeigt. Das Hauptproblem in NRW war und ist (teilweise) immer noch: NIETEN IN NADELSTREIFEN.
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[2.1.1.1] radiofan antwortet auf industrieclub
17.08.2021 17:38
Ja, leider. Einer davon ist jetzt an der Spitze von NRW. Aber immerhin hat dieser und seine Landesregierung die Vielfalt auf DAB+ ermöglicht. Brautmeier ist inzwischen wohl CDU-Vorsitzender in Neuss. Zum Glück wurde seine Amtszeit 2016 als LfM-Direktor nicht mehr verlängert.
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[2.1.1.1.1] industrieclub antwortet auf radiofan
17.08.2021 17:45
Benutzer radiofan schrieb:
Ja, leider. Einer davon ist jetzt an der Spitze von NRW.

JA --- DEN meinte ich !!!
(Danke noch für die "Brautmeier-Info").
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[2.1.2] nurmalso antwortet auf radiofan
17.08.2021 19:13
Selbst wenn 100% so ein Ding irgendwo drin haben, hören tuts halt keiner.
Wer kauft sich denn BEWUSST ein DAB+ Radio? Alte Leute, denen es aufgeschwatzt wurde. Autokäufer - mittlerweile zwangsweise.
Aber das Hauptproblem ist nicht der Übertragungsweg, sondern das Medium Radio. Das ist einfach tot. Einen Musikmix gibt es es halt auch in gut.
Nachrichten auf Abruf und nicht (halb)stündlich, und Scherzkekse gegen die Fips Asmussen niveauvolle Kunst war.
Früher hatte man nix anderes, selber mixen auf Band machte Arbeit, Nachrichten gab's nicht anders - die Zeiten sind vorbei.
Radio nervt nur
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[2.1.2.1] radiofan antwortet auf nurmalso
17.08.2021 19:43
Wenn Du meinst, dann ist das eben "nunmalso". Köstlich! Radio nervt nicht, aber die Kommentare von Dir.
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[3] Joe50 antwortet auf klaus1970
17.08.2021 16:56
Benutzer klaus1970 schrieb:
Herr Randomski verdient ca. 90% seines Geschäfts mit UKW. Am 2. Bundesmux ist er nicht beteiligt, weder als Netz- noch als Plattformbetreiber. Ihn nach DAB plus und vor allem nach dem 2. Bundesmux zu fragen ist so, als würde man den Geschäftsführer von Adidas fragen, was er denn von Puma hält...
Schon als Mitte der 90er-Jahre der erste Test von DAB, noch ohne +, stattfand, hörte und las ich mehr politisches Geplänkel bis Gesabbel als technische Wahrheiten. Die Krönung hörte sich etwa so an: 'In Erlangen entwickelt - das kann doch für Norddeutschland nichts taugen.'

Ich bin sehr froh über den Wettbewerb, gerade hier im bisher mit Radio unterversorgten NRW. Sicher, man kann das alles auch über Internet hören, aber das ist mir vor allem im Autoradio zu kompliziert (Handy-App per Bluetooth verbinden usw.). So schaltet man ein und es läuft.
Das Internet sollte für Unterhaltungsmedien zu schade sein. Man hat dafür andere Möglichkeiten, die man nur technisch qualifiziert einsetzen muss. Darüber nachdenken, welche Chancen für DAB+ bereits verschenkt wurden, darf man gar nicht. Eine Nachnutzung der analogen TV-Sender im Band III zum Beispiel, inklusive der bestehenden Antennenanlagen. Diese dann nach und nach auf omnidirektionale Polarisation umzurüsten, wäre vergleichsweise preiswert gewesen. Auch Umrüstung auf vertikale Polarisation hätte für den Mobilbetrieb Vorteile gebracht. Man sollte beachten, dass Radio meistens im Auto oder in der Bewegung gehört wird und da ist die richtungsempfindliche horizontale Antennenpolarisation, der auch die meisten UKW-Sender heute noch "huldigen" ein Nachteil.