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Radio in der Zukunft


15.08.2021 14:53 - Gestartet von radiofan
Herr Radomski hat also eine Glaskugel. Ab Mitte der 30er würde Streaming dominieren. Naja, wenn er meint. Ich erinnere, wie noch vor 5 Jahren von "Experten" DAB+ unterschätzt wurde und vorhergesagt wurde, DAB+ würde ein Misserfolg,daß die 20er Jahre nicht mehr erlebt. Die Aussage war völlig daneben. Auch jetzt wird es wieder so sein: DAB+ wächst nicht nur moderat, sondern immer stärker! Was mal 2040 oder noch später sein wird, weiß heute kein Mensch!
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[1] cintema antwortet auf radiofan
15.08.2021 15:44

einmal geändert am 15.08.2021 15:51
Benutzer radiofan schrieb:
Herr Radomski hat also eine Glaskugel. Ab Mitte der 30er würde Streaming dominieren. Naja, wenn er meint. Ich erinnere, wie noch vor 5 Jahren von "Experten" DAB+ unterschätzt wurde und vorhergesagt wurde, DAB+ würde ein Misserfolg,daß die 20er Jahre nicht mehr erlebt. Die Aussage war völlig daneben. Auch jetzt wird es wieder so sein: DAB+ wächst nicht nur moderat, sondern immer stärker! Was mal 2040 oder noch später sein wird, weiß heute kein Mensch!

So ein Quatsch. DAB+ wird auch heute kaum konsumiert. Die wachsende Zahl an Empfängern ist nur durch den Pflichteinbau in Neuwagen zu erklären. Wachsende Konsumenten leiten sich daraus aber trotzdem nicht ab, da gerade die lokalen Angebote über DAB überhaupt nicht zu empfangen sind und der mobile Empfang wegen der Ruckler, Aussetzer und der Artefakte eine Qual ist. Und zu Hause. Da verrichtet im Zweifel das 30Jahre alte Badezimmerradio seinen Dienst.
Streaming ist ja auch nicht die einzige Konkurrenz. Was wird eine private Radiostation wohl machen, wenn sie neben der analogen Übertragung nun auch noch digital übertragen kann - und zwar auf zwei Wegen (außer Streaming), nämlich via DAB+ UND 5G-Broadcast. Bei 5G zwar vermutlich mit etwas geringerer Reichweite, dafür aber zu einem Bruchteil der Lizenzkosten und mit einer Vielzahl an potentiellen Empfängern, da alle zukünftigen Mobiltelefone mit 5G auch 5G-Broadcasts wiedergeben können. Da werden Privatsender wohl eher nicht viel Geld für ne DAB-Frequenz verpulvern, richtig. Langfristig werden sich auf DAB dann nur noch die Öffis tummeln. Und ganz ehrlich - dafür lohnt die Umstellung nicht.
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[1.1] radiofan antwortet auf cintema
15.08.2021 16:56
Deine Antwort ist völliger Quatsch und hat nichts mit der Realität zu tun.
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[1.1.1] mirdochegal antwortet auf radiofan
15.08.2021 21:35
Benutzer radiofan schrieb:
Deine Antwort ist völliger Quatsch und hat nichts mit der Realität zu tun.

Das ist tatsächlich in vielen Teilen Mumpitz. Etwa weil der 5G Broadcast deutlich teurer wäre, als die Verbreitung über DAB+.
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[1.1.1.1] cintema antwortet auf mirdochegal
16.08.2021 09:03
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer radiofan schrieb:
Deine Antwort ist völliger Quatsch und hat nichts mit der Realität zu tun.

Das ist tatsächlich in vielen Teilen Mumpitz. Etwa weil der 5G Broadcast deutlich teurer wäre, als die Verbreitung über DAB+.

5G-Broadcast ist kostenlos - in 5G-Netzen.
Und da es mehrer konkurrierende Netze gibt, gibt es Wettbewerb und Preiskampf. Ich wette mit Dir dass Du einen Sendeplatz auf 5G für einen Bruchteil der Kosten eines DAB-Kanals bekommst.
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[1.1.1.1.1] mirdochegal antwortet auf cintema
16.08.2021 11:33
Benutzer cintema schrieb:
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer radiofan schrieb:
Deine Antwort ist völliger Quatsch und hat nichts mit der Realität zu tun.

Das ist tatsächlich in vielen Teilen Mumpitz. Etwa weil der 5G Broadcast deutlich teurer wäre, als die Verbreitung über DAB+.

5G-Broadcast ist kostenlos - in 5G-Netzen.
Und da es mehrer konkurrierende Netze gibt, gibt es Wettbewerb und Preiskampf. Ich wette mit Dir dass Du einen Sendeplatz auf 5G für einen Bruchteil der Kosten eines DAB-Kanals bekommst.

Ob die Anbieter das für die Endkunden kostenlos anbieten werden oder ob man nicht doch eine kostenpflichtige Option daraus machen wird, wer könnte das jetzt schon sagen?
Was ich aber eigentlich meinte, sind die Programmanbieter. Die, die jetzt so auf IP verweisen, wozu ja auch 5G Broadcast gehört, werden sicherlich ganz schön staunen, wenn Telekom, Vodafone oder O2 ihnen die Verbreitungspreise für die entsprechende Kapazität über ihre Sendemasten präsentieren.
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[1.1.1.1.2] Larry49 antwortet auf cintema
16.08.2021 13:39
Benutzer cintema schrieb:
5G-Broadcast ist kostenlos - in 5G-Netzen. Und da es mehrer konkurrierende Netze gibt, gibt es Wettbewerb und Preiskampf. Ich wette mit Dir dass Du einen Sendeplatz auf 5G für einen Bruchteil der Kosten eines DAB-Kanals bekommst.

Das Streamen im 5G-Netz kostenlos sein wird, das sind wie Wünsche an den Weihnachtsmann, denn schließlich müssen und wollen Veranstalter und Urheber Geld verdienen. Und seit wann ist der Netzzugang kostenlos?
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[1.1.1.1.2.1] cintema antwortet auf Larry49
16.08.2021 13:52
Benutzer Larry49 schrieb:
Benutzer cintema schrieb:
5G-Broadcast ist kostenlos - in 5G-Netzen. Und da es mehrer konkurrierende Netze gibt, gibt es Wettbewerb und Preiskampf. Ich wette mit Dir dass Du einen Sendeplatz auf 5G für einen Bruchteil der Kosten eines DAB-Kanals bekommst.

Das Streamen im 5G-Netz kostenlos sein wird, das sind wie Wünsche an den Weihnachtsmann, denn schließlich müssen und wollen Veranstalter und Urheber Geld verdienen. Und seit wann ist der Netzzugang kostenlos?
Es ist Broadcast. Die Kosten sollte in dem Fall der Betreiber der Station übernehmen, genau wie bei DAB, DVB und Co.. Zum Empfang benötigt man ja auch kein zwei-wege-fähiges Endgerät, daher ist eine Authetifizierung gar nicht nötig und Berechnung von Leistungen gar nicht möglich. Außer z.B. über eine Smartcard, aber das hat ja mit der Übertragung an sich erst einmal nichts zu tun. Sky kann ja auch jeder empfangen, dafür zahlt Sky Lizenzkosten. Sky will aber von den Kunden auch Geld, und verteilt dafür Smartcards. Andere Sender werden unverschlüsselt übertragen. Da zahlen die Sender zwar ebenfalls Lizenzkosten, holen sich das Geld aber z.B. über Werbeeinnahmen zurück.
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[1.1.1.1.2.1.1] Larry49 antwortet auf cintema
16.08.2021 14:18
Benutzer cintema schrieb:
Es ist Broadcast. Die Kosten sollte in dem Fall der Betreiber der Station übernehmen, genau wie bei DAB, DVB und Co..

Ich bezweifel, daß 5G-Broadcast, genau wie Kabel, nicht kostenlos zugänglich sein wird. Wenn, dann wird es zuerst TV über 5G geben, da dies für UHD interessanter ist, als reine Audioübertragungen.
Die Empfangswege, die derzeit kostenfrei zugänglich sind, sind doch Antenne und die freien Sat-Sender. Beim Mobilfunk, zu dem auch 5G gehört, wird bestimmt kein dauerhaft kostenfreier Zugang möglich sein, da der Aufwand der Sendeanlagen sehr groß ist, zumal dann, wenn alle nur noch streamen wollen oder in der Cloud ihre Dateien ablegen.
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[1.1.1.1.2.1.1.1] cintema antwortet auf Larry49
16.08.2021 18:51
Benutzer Larry49 schrieb:
Benutzer cintema schrieb:
Es ist Broadcast. Die Kosten sollte in dem Fall der Betreiber der Station übernehmen, genau wie bei DAB, DVB und Co..

Ich bezweifel, daß 5G-Broadcast, genau wie Kabel, nicht kostenlos zugänglich sein wird. Wenn, dann wird es zuerst TV über 5G geben, da dies für UHD interessanter ist, als reine Audioübertragungen.
Die Empfangswege, die derzeit kostenfrei zugänglich sind, sind doch Antenne und die freien Sat-Sender. Beim Mobilfunk, zu dem auch 5G gehört, wird bestimmt kein dauerhaft kostenfreier Zugang möglich sein, da der Aufwand der Sendeanlagen sehr groß ist, zumal dann, wenn alle nur noch streamen wollen oder in der Cloud ihre Dateien ablegen.
Wie genau soll denn beim 5G-Broadcast der Zugang reguliert werden, wenn es keinen Rückkanal gibt?
Im Grunde ist 5G-Broadcast DAB+ sehr ähnlich, nur das eben auf der Mobilfunknetzfrequenz gesendet wird. Es ist aber keine Authentifizierung o.Ä. nötig, der Empfang ist weiter oneway, also anonym. Hier ist das doch ganz verständlich beschrieben: https://www.5g-anbieter.info/technik/tv/5g-broadcast.html
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[1.1.1.2] radiofan antwortet auf mirdochegal
16.08.2021 10:32
Richtig. 5G BROADCAST ist nichts weiter als eine Luftnummer, die wahrscheinlich nie kommt und niemand braucht. Zumindest für das Radio überflüssig. Da gibt's längst schon 6G,7G...
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[1.1.1.2.1] mirdochegal antwortet auf radiofan
16.08.2021 11:37
Benutzer radiofan schrieb:
Richtig. 5G BROADCAST ist nichts weiter als eine Luftnummer, die wahrscheinlich nie kommt und niemand braucht. Zumindest für das Radio überflüssig. Da gibt's längst schon 6G,7G...

Eben, wer jetzt schon ein Problem damit hat, dass sein 20 oder 30 Jahre altes UKW-Radio irgendwann zum Wertstoff-Sammelplatz muss ... was sagt man dann erst, wenn das Mobilfunk-Broadcast-Radio alle 10 Jahre ersetzt werden muss?
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[1.1.1.2.1.1] cintema antwortet auf mirdochegal
16.08.2021 12:30
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer radiofan schrieb:
Richtig. 5G BROADCAST ist nichts weiter als eine Luftnummer, die wahrscheinlich nie kommt und niemand braucht. Zumindest für das Radio überflüssig. Da gibt's längst schon 6G,7G...

Eben, wer jetzt schon ein Problem damit hat, dass sein 20 oder 30 Jahre altes UKW-Radio irgendwann zum Wertstoff-Sammelplatz muss ... was sagt man dann erst, wenn das Mobilfunk-Broadcast-Radio alle 10 Jahre ersetzt werden muss?

Ach ja...
Es geht darum das UKW auch 20 Jahre nach der Einführung von DAB noch der quasi-Standard ist.
UKW ist historisch gewachsen und natürlich nicht ohne Grund ein voller Erfolg.
Nun gibt es - zusätzlich - noch ein paar konkurrierende digitale Techniken, von denen DAB nicht unbedingt die beste ist, denn es dürfte eine kaum höhere Verbreitung haben als Audio-Streams via LTE (und Spotify und Co.). Kommen dann noch kostenlose 5G-Streams dazu... Allesamt haben eine bessere Qualität als UKW. Da muss man kein Hellseher sein um vorherzusagen dass DAB auch weiterhin eine Nische bleibt, schliesslich sind bereits heutw schon mehr Empfänger für Internetstreams als DAB-Empfänger im Umlauf. Grundsätzlich ist die Aussage also richtig, dass DAB nie an den Erfolg von UKW anknüpfen wird, nicht einmal wenn UKW abgeschaltet würde - da die Leute auch zunehmend lieber mal eigene Playlists hören, und 5G-Empfänger ohnehin bald in jedem Handy stecken. In Sinne der Grundversorgung, gerade auch im Notfall, wäre eine UKW-Abschaltung sicher ein ganz falsches Signal - fallen dann nämlich mal die Kommunikationsnetze aus ist Ende mit der Notfallalarmierung - es sei denn, nach dem DAB-Zwang bei neuen Radios kommt noch eine Verpflichtung für die Haushalte, auch ein DAB-Radio anzuschaffen. Aber das kann es nun wirklich nicht sein, zumal der mobile Empfang von DAB nun wirklich überhaupt nicht überzeugt.
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[1.1.1.2.1.1.1] mirdochegal antwortet auf cintema
16.08.2021 12:53
Benutzer cintema schrieb:
Ach ja...
Es geht darum das UKW auch 20 Jahre nach der Einführung von DAB noch der quasi-Standard ist.
UKW ist historisch gewachsen und natürlich nicht ohne Grund ein voller Erfolg.
Nun gibt es - zusätzlich - noch ein paar konkurrierende digitale Techniken, von denen DAB nicht unbedingt die beste ist, denn es dürfte eine kaum höhere Verbreitung haben als Audio-Streams via LTE (und Spotify und Co.). Kommen dann noch kostenlose 5G-Streams dazu...

Eigentlich finde ich die Diskussion spannend aber bei so viel Verbohrtheit und als Fakten ausgegebenen Spekulationen steige ich aus.
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[1.1.1.2.1.1.1.1] cintema antwortet auf mirdochegal
16.08.2021 18:41
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer cintema schrieb:
Ach ja...
Es geht darum das UKW auch 20 Jahre nach der Einführung von DAB noch der quasi-Standard ist.
UKW ist historisch gewachsen und natürlich nicht ohne Grund ein voller Erfolg.
Nun gibt es - zusätzlich - noch ein paar konkurrierende digitale Techniken, von denen DAB nicht unbedingt die beste ist, denn es dürfte eine kaum höhere Verbreitung haben als Audio-Streams via LTE (und Spotify und Co.). Kommen dann noch kostenlose 5G-Streams dazu...

Eigentlich finde ich die Diskussion spannend aber bei so viel Verbohrtheit und als Fakten ausgegebenen Spekulationen steige ich aus.

Ich weiß zwar jetzt nicht was genau Dich stört, aber laut dem ciel zitierten Paper der Landesmedienanstalten empfangen 2/3 der deutschen regelmäßig Digitalradio - aber nur 25% besitzen überhaupt einen DAB-Empfänger. Der weitaus größere Teil empfängt digitales Radio also auch schon heute via Stream. Reiner Antennenempfang findet also nach wie vor zum allergrößten Teil via UKW statt.
Übrigens sind selbst in Norwegen, dem DAB-Vorzeigeland, wo bereits 2017 UKW offiziell "abgeschaltet" wurde noch viele private Stationen auf Sendung, wie z.B. https://radio102.no/radio-102/
Wie dem auch sei. Die Konzessionen in Deutschland laufen ja eh noch bis 2031, und dann wird man sehen ob DAB wirklich eine Zukunft hat oder die privaten Sender am Ende doch zu einer konkurrierenden Technik abgewandert sind. Nur für ein paar öffentliche Sender braucht man jedenfalls kein DAB-Netz, da kann mam auch einfach bei UKW bleiben, das ist doch wesentlich robuster als DAB, und die Batterien der Empfänger halten auch länger.
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[1.1.1.2.1.1.1.1.1] radiofan antwortet auf cintema
17.08.2021 15:17
Selten, daß jemand so verbohrt ist wie Du und die Fakten nicht zur Kenntnis nimmt bzw. verdreht. Wir wissen jetzt, daß Du von DAB+ nichts hältst. Hast Du ja schon 100 mal geschrieben. Schön für Dich. Tschüss.
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[1.1.1.2.1.1.1.1.1.1] nurmalso antwortet auf radiofan
17.08.2021 19:17
Er hat einfach nur recht
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[1.2] uwest antwortet auf cintema
22.08.2021 15:22
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