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UKW ist lebenswichtig!


19.07.2021 17:10 - Gestartet von Thomas_Frost
Es gibt (im Moment) keine Technik, die so energiesparend wie UKW auf Empfängerseite betrieben werden kann. Kleine Radios, die mit Mignon-Batterien laufen und über keinen elektronischen Schnickschnack verfügen, halten Tage lang durch, jeder Handy-Akku ist nach Stunden leer. Auch DAB erreicht nicht derartige Laufzeiten. Die kleinsten Empfänger passen in die Hemdtasche, klingen zwar nur mäßig, aber darum geht es im Notfall nicht! Mignon-Zellen sind wirklich überall erhältlich. Zudem lassen sich viele über Jahre gut lagern. Ein Wasserdichter Beutel mit einem Radio und einer Packung Batterien sollte sich daher in jedem Haushalt befinden. UKW hat auch den Vorteil, dass im Notfall schnell ein neuer Kleinsender aufgestellt werden kann, der ein Notprogramm sendet. Das kann DAB nicht leisten! Und da es leider zukünftig immer noch schlimmer kommen könnte, sollte mal darüber nachgedacht werden, ob es wirklich so eine Gute Idee war, alle Mittelwellensender abzubauen. Diese könnten im Krisenfall gute Dienste leisten, falls sogar die lokale Rundfunkinfrastruktur ausfallen sollte.
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[1] RE: UKW ist lebenswichtig! Und MW
fe rnwe h antwortet auf Thomas_Frost
19.07.2021 18:14
falls sogar die lokale Rundfunkinfrastruktur ausfallen sollte.
Dem gibt es nichts zuzufügen.
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[2] heavenrider antwortet auf Thomas_Frost
19.07.2021 18:53
Sehr guter Beitrag. Ich hoffe auch, dass man jetzt hoffentlich erkennt, dass internetbasierte Dienste im Notfall nichts taugen, so schön die Vorteile im "normalen" Leben auch sind.
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[3] marcello81 antwortet auf Thomas_Frost
19.07.2021 19:07
Wie viele solcher Radios gibt es noch in den einzelnen Haushalten? Vermutlich nicht sehr viele!? Und selbst wenn man solch ein Radio hat was soll das bringen? Der Rundfunk hat doch gar keine Warnmeldungen ausgesendet und das Wasser kam so schnell, da fummelt doch niemand sein Radio aus irgendeiner Ecke raus und legt dann auch noch die Batterien ein. Das einzig richtige in solch einer Situation sind Sirenenalarm und Lautsprecherdurchsagen durch Polizei und Feuerwehr. Das Radio kann bestenfalls dazu dienen nach Ende des Unwetters über das weitere Vorgehen zu informieren.
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[3.1] marcel24 antwortet auf marcello81
20.07.2021 10:22
richtig, sirenenalarm und lautsprecherdurchsagen wären angebrachter, statt nur auf radio zu setzen und wichtiger als radio aufrecht zu erhalten wäre eine vernünftige versorgung mit mobilfunk bereitzustellen (anbindung per richtfunk - speisung durch akkus/solarmodule) das man notrufe absetzen kann usw.
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[3.2] matth antwortet auf marcello81
22.07.2021 04:16
Benutzer marcello81 schrieb:
Wie viele solcher Radios gibt es noch in den einzelnen Haushalten? Vermutlich nicht sehr viele!? Und selbst wenn man solch ein Radio hat was soll das bringen? Der Rundfunk hat doch gar keine Warnmeldungen ausgesendet

Da steht dann Aussage gegen Aussage.

Im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe ist auch Kritik am WDR laut geworden, er habe nicht ausreichend informiert. Dazu erklärt der Sender:Der WDR hat von Beginn an und fortlaufend die amtlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit den jeweils betroffenen Gebieten in seinen Nachrichten vermeldet. Ab Mitternacht (15.07.2021), als sich die Situation verschärfte, haben wir durchgängig berichtet: auf 1LIVE und WDR 5 alle 15 Minuten. Auch auf den anderen Wellen haben wir alle 30 Minuten Sonderausgaben der Nachrichten gebracht und kontinuierlich auf WDR.de und über unsere digitalen Kanäle von WDRaktuell zur Situation in Wuppertal, Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis informiert. Im WDR Fernsehen wurden Warnmeldungen über ein Laufband eingeblendet.Wir teilen die Einschätzung, dass der WDR noch umfangreicher aus Wuppertal hätte berichten müssen, allerdings war das dortige WDR-Studio selbst so stark vom Unwetter betroffen, dass es ab 3 Uhr nicht mehr sendefähig war. Auch eine eigene Sondersendung von WDR 2 in der Nacht wäre im Nachhinein angemessen gewesen.
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[4] dirkberlin antwortet auf Thomas_Frost
19.07.2021 19:08
Naja UKW kann vielleicht vieles, aber ne Heilslösung ist es auch nicht. Bei großlagen fallen die Sender auch aus, denn die laufen nicht mit ner Handvoll Batterien. Zudem ist die Technik an sich nicht Hilfreich, wenn die Inhalte fehlen. Wer lässt den heute das beste der x,y und heute im Hintergrund laufen, nur weils vielleicht mal ne Meldung geben könnte. Abseits der ewigen Falschfahrer und Metallteile auf Autobahnen Kreise weiter.

Im Konkreten Fall wäre die Meldungen in der Nacht über keinen Übertragungsweg breit wahrgenommen worden.
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[5] lucky2029 antwortet auf Thomas_Frost
20.07.2021 12:17
vor der Katastrophe hat DAB+ eine sinnvolle Funktion die es mit UKW so nicht gibt. Das Endgerät schaltet sich im Notfall automatisch ein und die Warnmeldung wird verbreitet. Leider haben die meisten verfügbaren Endgeräte diese Notfunktion noch nicht inkludiert.
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[5.1] helmut-wk antwortet auf lucky2029
22.07.2021 19:16
Benutzer lucky2029 schrieb:
vor der Katastrophe hat DAB+ eine sinnvolle Funktion die es mit UKW so nicht gibt. Das Endgerät schaltet sich im Notfall automatisch ein

... aber auch nur, wenn man es im Standby lässt, und nicht völlig ausschaltet, um Energie zu sparen.
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[6] lamron antwortet auf Thomas_Frost
22.07.2021 05:41
Benutzer Thomas_Frost schrieb:
Es gibt (im Moment) keine Technik, die so energiesparend wie UKW auf Empfängerseite betrieben werden kann.
Sie haben recht. Es wird sogar ein kleines "Kurbelradio" empfohlen. Für UKW.

Und dann macht man es so wie in den USA...Alle Mobilfunkbetreiber machen es möglich das jedes Telefon eine SMS mit Warnhinweisen bekommt....Klappt dort drüben recht gut...Nix mit "Whatsdepp" oder "fakebook" oder "twatter"...Push Service ist angesagt...

Meldungen wie: Schalten Sie ihr UKW Radio ein. Dort laufen Warnmeldungen...
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[6.1] w.erik antwortet auf lamron
22.07.2021 21:10
Benutzer lamron schrieb:
Und dann macht man es so wie in den USA...Alle Mobilfunkbetreiber machen es möglich das jedes Telefon eine SMS mit Warnhinweisen bekommt....

Und Du glaubst, mitten in der Nacht werden alle von einer simplen SMS geweckt? Früher gab es Sirenentöne, die dazu aufforderten das Radio einzuschalten. So einen ungewöhnlichen Sirenenton, der sich deutlich vom öfter hier zu hörenden Feueralarm unterscheidet, hört man auch nachts, wenn andere elektronische Störenfriede ausgeschaltet sind.
Man hätte einige Mittelwellensender oder einen großen Langwellensender mit einem Nachrichtenprogramm erhalten sollen, damit erreicht man im Notfall ganz Deutschland. Aber noch ist es nicht zu spät, wenigstens eine große landesweite UKW-Kette sollte auch dann weiter betrieben werden, wenn alles digitalisiert ist. Dort müssen dann aber auch alle Warnmeldungen kommen, selbst wenn sie nur den südlichen Ortsrand von Posemuckel betreffen.
Zu den Warn-Apps: Die Warnung vor starkem Gewitter bekam ich dieses Jahr schon dutzende male, wirklich stark geregnet hat es nur ein mal, und da gab es keine Warnung weil das kein Gewitter war. Es wird auf Kreisebene gewarnt, und seit die Kreise so groß geworden sind, wie früher 3 oder 4 Kreise, ist das viel zu ungenau. Also werden solche meistens falschen Warnungen auch nicht groß beachtet und der schrille Warnton abgestellt. Schon warnt die App nachts im Schlaf niemanden mehr.