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Die bittere Wahrheit


19.07.2021 11:33 - Gestartet von niclas
Viele Internet-Juenger wollten es in der Vergangenheit nicht verstehen. Jede Frequenz sollte für Internetdienste freigeräumt werden. Eine Infrastruktur muss aber Krisenfest sein. Schoenwetter kann jeder. Selbst das alte Kurbeltelefon könnte jetzt wichtige Verbindungen schaffen. Der Internet Router fuer die IP-Telefonie bleibt in den Krisenregionen aus. Kein Strom - kein Netz - alles weg.
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[1] nurmalso antwortet auf niclas
22.07.2021 09:22
Benutzer niclas schrieb:
Viele Internet-Juenger wollten es in der Vergangenheit nicht verstehen. Jede Frequenz sollte für Internetdienste freigeräumt werden. Eine Infrastruktur muss aber Krisenfest sein. Schoenwetter kann jeder. Selbst das alte Kurbeltelefon könnte jetzt wichtige Verbindungen schaffen. Der Internet Router fuer die IP-Telefonie bleibt in den Krisenregionen aus. Kein Strom - kein Netz - alles weg.

Ausfallen kann alles, auch der Rundfunk.

Jede Wetterapp warnt doch vor jedem Unwetter, dass auch nur die eigene Region tangiert. Und zwar bevor alles ausfällt. Bin sicher die Leute hatten Warnungen - und sich entschlossen sie zu ignorieren. Man rechnete einfach nicht damit, dass es "so schlimm" werden könnte. Und da ist es egal woher die Info kommt. Auch Rundfunkwarnungen kann man ignorieren. Es muss halt erst was pssieren, das liegt in der menschlichen Natur.
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[1.1] s10t2z3r antwortet auf nurmalso
22.07.2021 09:40
Benutzer nurmalso schrieb:
Benutzer niclas schrieb:
Viele Internet-Juenger wollten es in der Vergangenheit nicht verstehen. Jede Frequenz sollte für Internetdienste freigeräumt werden. Eine Infrastruktur muss aber Krisenfest sein. Schoenwetter kann jeder. Selbst das alte Kurbeltelefon könnte jetzt wichtige Verbindungen schaffen. Der Internet Router fuer die IP-Telefonie bleibt in den Krisenregionen aus. Kein Strom - kein Netz - alles weg.

Ausfallen kann alles, auch der Rundfunk.

Jede Wetterapp warnt doch vor jedem Unwetter, dass auch nur die eigene Region tangiert. Und zwar bevor alles ausfällt. Bin sicher die Leute hatten Warnungen - und sich entschlossen sie zu ignorieren. Man rechnete einfach nicht damit, dass es "so schlimm" werden könnte. Und da ist es egal woher die Info kommt. Auch Rundfunkwarnungen kann man ignorieren. Es muss halt erst was pssieren, das liegt in der menschlichen Natur.

die Argumentation ist Blödsinn. Eine Warnung hilft bestenfalls, sich selbst und ggf. wichtige Dokumente in Sicherheit zu bringen. Dagegen, dass das Haus weg geschwemmt wird oder die Straße hilft die Warnung genau nichts. Und gegen Ausfall der Infrastruktur hilft die Warnung auch nicht. Die Priorität muss sein, dass die Behörden die Bevölkerung erreichen können. Und das geht nur mit einer Katastrophenfesten Infrastruktur: Sirenen, terrestrischer Rundfunk.
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[1.2] helmut-wk antwortet auf nurmalso
22.07.2021 19:14
Benutzer nurmalso schrieb:
Ausfallen kann alles, auch der Rundfunk.

Nur ist das deutlich weniger wahrscheinlich als bei einem Mobilfunkmast.

Jede Wetterapp warnt doch vor jedem Unwetter, dass auch nur die eigene Region tangiert. Und zwar bevor alles ausfällt. Bin sicher die Leute hatten Warnungen - und sich entschlossen sie zu ignorieren.

Willst du es jemanden zum Vorwurf machen, dass er Warnungen vor Hochwasser ignoriert hat, weil sein Haus nicht im "Hochwasserschutzgebiet" liegt, also nach menschlichen Ermessen nicht betroffen ist? Nur das es diesmal schlimmer war als je zuvor - Klimawandel eben.

Aber für die Zukunft kann man sich natürlich merken, dass man auch 3 m über der Rekord-Hochwassermarke bei wirklich schlimmen Starkregen gefährdet sein kann.
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[1.2.1] nurmalso antwortet auf helmut-wk
22.07.2021 20:49
Welche Art von Warnung hätte denn nun die Katastrophe verhindert.?
GAR KEINE

Es ist nur wieder das übliche Sündenbock Suchen. Mit Klimawandel hat das gar nichts zu tun.
Eher mit Nutzung von Flächen, die nun mal durch Hochwasser gefährdet sind. Und das ist auch nicht einmalig, kommt nur in diesem Ausmaß so selten vor, dass sich nicht jede Generation erinnert.

Rundfunk erreicht heute kaum noch jemand. Warnungen werden nun mal so behandelt: wird mich schon nicht treffen.
Das ist menschlich und nicht zu ändern.
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[1.2.1.1] helmut-wk antwortet auf nurmalso
23.07.2021 11:25
Benutzer nurmalso schrieb:
Welche Art von Warnung hätte denn nun die Katastrophe verhindert.?

Wenn den Leuten klar gewesen wäre, dass auch Häuser Meter über der bisherigen Rekord-Hochwassermarke betroffen sein könnten, hätten Einige die ums Leben kamen sich vielleicht retten können, oder andere hätten ihre Sachten in Keller/Erdgeschoss rechtzeitig (bevor der Regen anfing) in Sicherheit gebracht ...

Die Katastrophe "an sich" konnte nicht verhindert werden, und den Leuten einen Vorwurf daraus zu machen, dass sie nicht verstanden haben, was auf sie zukommt, ist unfair. So eindeutig waren die Warnungen nicht, oder?

Mit Klimawandel hat das gar nichts zu tun.

Wenn der Temperaturunterschied zwischen Pol und Äquator größer wäre, wäre das Tief weiter gezogen und hätte die Wassermassen über eine größerer Fläche verteilt. Das Hochwasser vor Ort wäre geringer gewesen, vielleicht ein normales "Jahrhunderthochwasser", wie es ja jetzt alle 10+ Jahre auftritt (früher alle 50 bis 100 Jahre, daher der Name).

Die anderen Faktoren spielen natürlich auch eine Rolle.

Rundfunk erreicht heute kaum noch jemand.

Das muss sich also ändern. Ideal wäre: Wenn die Sirene ertönt, den örtlichen Sender (in diesem Fall: WDR bzw. SWR) einschalten und auf Warnmeldungen achten.

Warnungen werden nun mal so behandelt: wird mich schon nicht treffen.

Es gibt Leute die so ticken, andere sind da schon vorsichtiger. Nur wer "weiß", dass es ihn nicht treffen wird, der wird das natürlich ignorieren. Womit wir wieder beim Rekordhochwasser und dem Klimawandel wären ...
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[1.3] d
DcPS antwortet auf nurmalso
25.07.2021 11:14
Benutzer nurmalso schrieb:
Benutzer niclas schrieb:
Viele Internet-Juenger wollten es in der Vergangenheit nicht verstehen. Jede Frequenz sollte für Internetdienste freigeräumt werden. Eine Infrastruktur muss aber Krisenfest sein. Schoenwetter kann jeder. Selbst das alte Kurbeltelefon könnte jetzt wichtige Verbindungen schaffen. Der Internet Router fuer die IP-Telefonie bleibt in den Krisenregionen aus. Kein Strom - kein Netz - alles weg.

Ausfallen kann alles, auch der Rundfunk.

Jede Wetterapp warnt doch vor jedem Unwetter, dass auch nur die eigene Region tangiert. Und zwar bevor alles ausfällt. Bin sicher die Leute hatten Warnungen - und sich entschlossen sie zu ignorieren. Man rechnete einfach nicht damit, dass es "so schlimm" werden könnte. Und da ist es egal woher die Info kommt. Auch Rundfunkwarnungen kann man ignorieren. Es muss halt erst was pssieren, das liegt in der menschlichen Natur.

Ausfallen kann die (früher Kabelgebundene) Programmübertragung.von zentraler Stelle. Ein Sender ist aber so klein, daß er bis zu Sendeleistunfen von einigen 100 W problemlis in ein Fahrzeug paßt, mit Batterie oder (bei kW-Leistung auch Generator)
tagelang senden kann. Genau darum setzt das Militär diese Technik ein. Empfänger brauchen wenig Energie bei analogem Empfang, digutaltechnik braucht durch empfindlichere Technik viel mehr und ist anfälliger (Sonnensturmproblematik).
Dazu kommt: Sender sind meist "oben" stationiert, Weniger anfällig für Unwetter, vor Blitzen gibt es Schutzmöglichkeiten.
Was Klimaschutz betrifft, ist Funk vorbi kdlich im Enetgievrrbrauch, wenn die Stationenzahl sinnvoll begrenzt bleibt. Für den Katasthropenfall sollte dieses System unbedingt erhalten bleiben, denkbar wären auch niedrigere Frequenzen - dann natürlich mit geringerer Bandbreite - für Textübermittlung per FM geht auch die Mittelwelke, mit AM funktioniert die Teitübertragung ja sogar in der Langwelle.
Behalten wir mal einige vernünftige Lösunfen bei.