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Ich kannte mal einen Versicherungsvertreter, ...


14.07.2021 13:06 - Gestartet von justii
Wir haben vor Jahren einmal eine größere Zahl an Bekannten an einen Versicherungsvermittler empfohlen, als deren Kfz-Versicherung Pleite gegangen war. Der Versicherungsvertretger hat jeweils den Antrag für die Kfz-Versicherung ausgefüllt und dann dem Kunden zur Unterschrift vorgelegt. Nach der Unterschrift hat er ihn wieder zu sich rüber gezogen und die Kopien abgerissen: 1 für den Kunden, 1 für sich und das Original für die Versicherung.

Als dann die Police eintraf, wunderten sich die Kunden nicht wenig, als sie plötzlich eine eigentlich gar nicht beantragte Unfallzusatzversicherung im Vertrag hatten und diese natürlich auch bezahlen sollten. Ein schneller Widerspruch bei der Versicherung half. GsD hatten alle die erhaltene Police genau durchgelesen.

Genau beobachtet war folgendes passiert: Beim Rüberziehen des Vertrages nach der Unterschrift und noch vor dem Zerlegen hat der Versicherungsvertreter von sämtlichen Kunden unbemerkt auf den Verträgen noch schnell ein Kreuzchen gemacht und so die Unfallszusatzversicherung mit beantragt. Darauf sind wir gekommen, als wir ihn bei mehreren Vertragsabschlüssen genau beobachtet haben. Ich möchte nicht wissen, wieviele seiner eigenen Kunden dieses Vorgehen nie bemerkt haben, weil sie sich die erhaltenen Unterlagen nicht angeschaut haben.

Ich finde, gerade wenn solche Optionen zum Testen kostenlos sind, dann aber kostenpflichtig werden, muss vom Vermittler des Vertrages explizit darauf hingewiesen werden. Und zwar unabhängig davon, um welche Art von Vertrag es sich handelt. Es ist nur recht und billig, dass hier kundenorientiert gehandelt und die Optionen aus dem Vertrag gestrichen wurden.