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Landesrunkfunkanstalten.


09.06.2021 11:20 - Gestartet von Larry49
1990 hatten Hessen und Thüringen gemeinsame Radioprogramme. Auf Grund der gemeinsamen zentralen Lage war das sinnvoll. Bei der Hess. Landesbank klappt die Fusion bis heute. Beim Rundfunk wurde aber politisch anders entschieden.
Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk übernehmen das Programm des NDR bzw. SWR beim Rundfunk und Fernsehen zumindest teilweise.
Auch der SWR ist ein Zusammenschluß aus SWF und SDR.
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[1] Vertellmi antwortet auf Larry49
10.06.2021 11:59
In der Tat könnten mit der Zusammenlegung heutiger Landesrundfunkanstalten und Programme sinnvollere und effektivere Synergien erreicht werden als durch das Abwandern einiger Programme nur ins Web, was im Zweifel Nachteile wie die Abhängigkeit von schnellem Internet und ausreichendem Datenvolumen nach sich ziehen würde.

Gerade die kleinen Anstalten Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk kosten mit ihrem kompletten Verwaltungs- und Intendantenapparat Unsummen, die ohne große Nachteile für Zuschauerinnen und Zuschauer, Hörerinnen und Hörer vermieden werden könnten. Eine Fusion von NDR und RB sowie von SWR und SR würde erhebliches Einsparungspotential mit sich bringen; eigene Landesfunkhäuser in Bremen und Saarbrücken innerhalb der fusionierten Anstalten würden für die regionale Versorgung vollkommen ausreichen.

Beispiel Norddeutschland: Es würde sich ein fünftes Regionalfenster für Bremen im NDR Fernsehen anbieten, anstatt ein eigenes "Drittes Programm" namens Radio Bremen TV zu unterhalten, dass größtenteils die selben Sendungen wie das NDR Fernsehen ausstrahlt. Eigene reine "Dudelradios" extra für zwei kleine Städte inmitten von Niedersachsen braucht es nicht wirklich, und ein fünftes Landesprogramm, dass z.B. NDR 1 Hansawelle heißen könnte, wäre gar kein Problem, ebenso wenig wie regionalisierte Bremen-Versionen von NDR 2 und NDR Info, wie es sie auch für die anderen NDR-Bundesländer gibt.

In Sachen Hessen und Thüringen mag es etwas komplizierter sein, da Thüringen ja heute mit zwei weiteren Bundesländern vom MDR versorgt wird und sich dort möglicherweise die Bevölkerung der "neuen Bundesländer" besser verstanden fühlt. Andererseits hat der Anschluss von Mecklenburg-Vorpommern an die Versorgung durch den NDR auch gut funktioniert, und die anfangs getrennt aufgetretenen Anstalten für Berlin (SFB) und Brandenburg (ORB) senden heute bekanntermaßen über die erfolgreich fusionierte Rundfunkanstalt RBB.

Fazit: Es geht, wenn man denn nur will!

Benutzer Larry49 schrieb:
1990 hatten Hessen und Thüringen gemeinsame Radioprogramme. Auf Grund der gemeinsamen zentralen Lage war das sinnvoll. Bei der Hess. Landesbank klappt die Fusion bis heute. Beim Rundfunk wurde aber politisch anders entschieden.
Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk übernehmen das Programm des NDR bzw. SWR beim Rundfunk und Fernsehen zumindest teilweise.
Auch der SWR ist ein Zusammenschluß aus SWF und SDR.