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"Wählen" nicht der richtige Begriff


30.04.2021 19:44 - Gestartet von cebko
So wildwestmäßig wie der Vertrieb bei den meisten größeren Anbieter heutzutage funktioniert kann von "wählen" kaum noch die Rede sein. Ich möchte hier besonders Vodafone beim Namen nennen. Ich schätze, daß ca. 90% der Neukunden die eine 1 Gbit-Leitung buchen, diese nicht "gewählt" haben. Für die meisten Kunden bzw. deren Anwendungsszenarien würden Bandbreiten wie 50 oder 250 Mbits vollkommen ausreichen. Man schwatzt ihnen allerdings wenn irgendwie möglich immer die größtmögliche Bandbreite auf, und das oft ohne Alternativen beim Namen zu nennen. Am schlimmsten sind hierbei die Shops. Selbst Kunden die explizit im Shop die 50 Mbit-Leitung buchen wollen, kommen anschließend mit einer 1 Gbit-Leitung aus dem Geschäft. Ausschlaggebend für deren "Wahl" ist hierbei nicht was der Kunde wirklich für seine Zwecke braucht oder wünscht, sondern allein der Blick des Verkäufers in die Vodafone-Provisionstabelle.
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[1] 38385901 antwortet auf cebko
02.05.2021 09:38
Benutzer cebko schrieb:
So wildwestmäßig wie der Vertrieb bei den meisten größeren Anbieter heutzutage funktioniert kann von "wählen" kaum noch die Rede sein. Ich möchte hier besonders Vodafone beim Namen nennen. Ich schätze, daß ca. 90% der Neukunden die eine 1 Gbit-Leitung buchen, diese nicht "gewählt" haben. Für die meisten Kunden bzw. deren Anwendungsszenarien würden Bandbreiten wie 50 oder 250 Mbits vollkommen ausreichen. Man schwatzt ihnen allerdings wenn irgendwie möglich immer die größtmögliche Bandbreite auf, und das oft ohne Alternativen beim Namen zu nennen. Am schlimmsten sind hierbei die Shops. Selbst Kunden die explizit im Shop die 50 Mbit-Leitung buchenon wollen, kommen anschließend mit einer 1 Gbit-Leitung aus dem Geschäft. Ausschlaggebend für deren "Wahl" ist hierbei nicht was der Kunde wirklich für seine Zwecke braucht oder wünscht, sondern allein der Blick des Verkäufers in die Vodafone-Provisionstabelle.
Stimme deiner Ensätzung voll und ganz zu. Es werden die Kunden mit einem "günstigen" Einstiegspreis von knapp 20 € geködert. Dieser ist jedoch nur 6 Monate gültig, denn danach steigt der Preis auf bis zu 50 € monatlich an. Es wird spekuliert, dass die Kunden vor Ablauf der 6 Monate ein "downgrade" nicht vornehmen und dann den höheren Preis mit nicht benötigt höherer Leistung bezahlen müssen.
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[1.1] Vertellmi antwortet auf 38385901
03.05.2021 13:30
Benutzer 38385901 schrieb:
Stimme deiner Ensätzung voll und ganz zu. Es werden die Kunden mit einem "günstigen" Einstiegspreis von knapp 20 € geködert. Dieser ist jedoch nur 6 Monate gültig, denn danach steigt der Preis auf bis zu 50 € monatlich an. Es wird spekuliert, dass die Kunden vor Ablauf der 6 Monate ein "downgrade" nicht vornehmen und dann den höheren Preis mit nicht benötigt höherer Leistung bezahlen müssen.
Und der Trick scheint nach wie vor bestens zu funktionieren. Die meisten kümmern sich nicht mehr um ihren Anschluss, sobald er funktioniert. So wird die Frist zum Downgrade versäumt, und die TelKo freut sich über den Umsatz.

Praktisch kein Privathaushalt braucht diese übertriebenen Geschwindigkeiten. Selbst wenn jeder aus einer 5-Personen-Familie gleichzeitig abends einen HD-Film streamt, dann sind das bei (in der Praxis großzügig gerechneten) 5 MBit/s pro Video gerade einmal 25 ... sagen wir 30 MBit. Der Rest ist ungenutzte Reserve. Da würde ich doch lieber einen 50 MBit-Tarif statt z.B. 250 MBit buchen, wenn dieser dauerhaft nach der ersten Schnupperphase jeden Monat sagen wir einen Zehner günstiger ist. Schon habe ich ohne jeden Nachteil in zwei Jahren 240 Euro gespart.