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Undurchdachtes Managenent


07.04.2021 11:03 - Gestartet von DcPS
Typisch kapitalistische Eigenbrödelei: Jeder will alles selber machen, dabei müssen durch den Produktivitötszwang und Wachstumszwang eher Fusionen her.
Auf Produktionsebene wie auf Distributionsebene: Nicht jeder vermag alles gleich gut zu handeln - Universalkonzerne werden schlichtweg zu verwaltungsintensiv und zu teuer-siehe Netflix.
Die Kunden wollen nur Inhalte sehen, interessante. Das zur Verfügung stehende Budget sinkt aber für die Kundenmasse immer weiter ab, wegen der Finanzaggregation in wenigen Händen (das schafft den Zwang, die Verteilregeln im Zuge eines geänderten Wirtschaftssystems zu ändern, was der Wirtschaft objektiv nützt, aber extremen Reichtum verbietet). Also müssen sie sich entscheiden, immer wieder neu, wo sie sich ab und wo sie sich anmelden, um "neue" Filme zu sehen. Verzicht ist diie Alternative, die aufgrund anderer Angebote für Freizeitgestaltung wohl nicht zu schwer fällt.
Nein, man muß einen Film nicht gesehen haben, es gibt andere Thhemen.
Mein Vorschlag: nicht alles selber machen. Kürzere Lizenzzeiten, paralkele Lizenzvergabe mit evtl. mengenabhängigen Lizenzgebühren, was etwas höhere Einnahmen für kürzere Zeiträume bringt, ohne die Kosren für den Streamingaufwand zu haben, incl. Risiko. Beisoiel?

Amazon hat für mich das beste Angebot- Netflix bringt für das Geld zuwenig Interessantes. also wird das ein Kündigungsspiel - Blockbuster sind keine Entscheidungsgrundlage für den Wechsel, sondern das breite Angebot im Interessengebiet, das für ein Jahr etwa reichen sollte (die 9-Monate-Dauer, wie bei Aktien). Maximal 2 Dienste (15€) ist mir dieses monatlich wert - mehr ist schlichtweg für so lange Zeiträume nicht drin.

Der Artikel hat mir sehr gefallen, der Autor hat mehrfach gute analytische Fähigkeiten gezeigt. Er hat die Widersprüchlichkeit diesesMarktsegments voll erfaßt und realitätsnah verstanden. Es wäre schön, wenn sich die Branchenköpfe an die alte Regel "Schuster, bleib bei deinen Leisten" erinnern würden, und sachlich nicht notwendigen Wildwuchs "jäten" - er entzieht dem System zuviel Ressourcen.
Denken müssen die leitenden Danen und Herren selber - das kapitalistische System mit stets drohendem Untergang oder Ressourcenplanung und gerechte Verreilung und stabile Existenz -beides geht nun mal nicht.
Dem Kunden ist es letztlich egal, er lebt mit seinen eher bescheidenen Möglichkeiten.
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[1] blumenwiese antwortet auf DcPS
07.04.2021 20:02
Der Zuschauer entscheidet, welche Dienste und Anbieter langfristig überleben und welche nicht beziehungsweise welche sich zu Fusionen mit anderen gezwungen sehen. Das ist das Schöne am Kapitalismus: es gibt nichts demokratischeres. Jeden Monat neu, ja bei einem jedem Einkauf wähle ich und du und jeder von uns mit seinem Geld.

Befriedigen Anbieter nicht die Erwartungen und Bedürfnisse von Kunden gehen Sie am Markt zu Grunde. Natürlich nur, wenn nicht Politiker kommen und Steuergelder ausgeben.