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Wie nennt man das?


16.02.2021 08:34 - Gestartet von blumenwiese
Verbraucher wollen keine wechselbaren Akkus sondern lieber ein schlankes Design. Das zeigen die weltweiten Verkaufszahlen deutlichst. Die wenigen Smartphones, die einen wechselbaren Akku bieten, werden nicht gekauft.

Aber ein Politiker weiß natürlich sehr viel besser, was jemand zu wollen hat. Wo kämen wir denn hin, wenn der Pöbel selbst entscheiden könnte, was er kauft oder nicht.

Natürlich sind Akkus immer tauschbar: Beim iPhone kostet das beispielsweise €49 inklusive Service und ist in wenigen Minuten erledigt.

Ich finde übrigens, Autoersatzteile sind zu teuer. Da muss die Politik unbedingt Festpreise für jedes Teil festsetzen. Und dann erst Handwerkerpreise. Da hat doch jeder Handwerker andere Preise. Das verwirrt die Verbraucher. Hier muss die Politik handeln.

Übrigens gibt es eine Bezeichnung für eine solche Politik: Faschismus.
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[1] MrRob antwortet auf blumenwiese
16.02.2021 08:51
Benutzer blumenwiese schrieb:
Verbraucher wollen keine wechselbaren Akkus sondern lieber ein schlankes Design. Das zeigen die weltweiten Verkaufszahlen deutlichst. Die wenigen Smartphones, die einen wechselbaren Akku bieten, werden nicht gekauft.

Glaubst du, dass niemand mehr ein iPhone kauft, wenn alle Smartphonehersteller verpflichtet werden, einen leicht wechselbaren Akku einzubauen?

Wären die Autohersteller nicht dazu verpflichtet worden, Anschnallgurte und Airbags für die Sicherheit in die Autos einzubauen, gäbe es wohl deutlich mehr schwerwiegende Unfälle als heute. Man sollte nicht jede sinnnvolle Sache den Herstellern überlassen. Wo kämen wir da hin?
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[1.1] blumenwiese antwortet auf MrRob
16.02.2021 09:07
Ich habe nirgends etwas über die Verkaufszahlen geschrieben. Ich habe zutreffend geschrieben, dass Verbraucher keine Smartphones mit wechselbaren Akkus wollen. Das belegen die Verkaufszahlen eindeutig. Auch repräsentative Befragungen legen dies immer wieder nah.

Was hier die Politik plant, unabhängig davon ob dies tatsächlich einmal in Gesetzestextform gegossen wird, ist nichts anderes, als eine Bevormundung durch die Politik. Politiker nehmen sich heraus, besser zu wissen, was du und ich wollen oder nicht wollen. Das ist wohl so ziemlich die höchste Form der Überheblichkeit.

Dein Gurt Beispiel passt sogar. Glaubst du wirklich heute würde eine relevante Anzahl von Menschen Autos ohne Gurte kaufen? Das kann wohl kaum dein Ernst sein. Sicherheitsfeatures stellen ein wichtiges Verkaufsargument da, weil Kunden immer mehr Sicherheitsfeatures nachfragen. Dazu braucht es keine Politik. Zumal die Frage ob ich mich einem höheren oder geringeren Risiko beim Autofahren aussetze, eines ist, das allein mich betrifft und sonst niemandem. Mit derselben Begründung könnte man sonst auch das Bergsteigen verbieten, weil das ohne jede Frage mit einem deutlich erhöhten Risiko verbunden ist.

Ob ich ein Smartphone mit oder ohne selbst wechselbaren Akku kaufen möchte, den wechselbar sind die Akkus bei einem jedem Smartphone, ist allein meine Entscheidung. Ein Politiker weiß nicht besser was gut für mich ist oder was ich möchte, als ich selbst.

Das war meine Aussage.
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[1.1.1] handybär antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 01:24

2x geändert, zuletzt am 17.02.2021 01:55
Benutzer blumenwiese schrieb:
Ich habe nirgends etwas über die Verkaufszahlen geschrieben. Ich habe zutreffend geschrieben, dass Verbraucher keine Smartphones mit wechselbaren Akkus wollen. Das belegen die Verkaufszahlen eindeutig. Auch repräsentative Befragungen legen dies immer wieder nah.


So ein Unsinn, natürlich wollen die meisten Verbraucher Geräte, wo man selbst den Akku wechseln kann.
Verkaufszahlen belegen gar nichts. Was soll man denn kaufen, wenn es nix anderes mehr gibt?

Und wer weiß, wie diese angeblichen repräsentativen Befragungen durchgeführt wurden. Mit geschickter Fragestellung kann man ein gewünschtes Ergebnis auch herbei rufen.

Z. B. mit der Frage: Möchten Sie ein Gerät mit Wechselakku oder ein stylisches modernes Smartphone?

Da kann ich mir gut vorstellen, dass viele Verbraucher natürlich "stylisches modernes Smartphone" sagen werden.

Wer sagt denn, dass man nicht beides miteinander kombinieren kann?

Schließlich gab auch früher tolle Smartphones mit austauschbarem Akku.

Gruß handybär
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[1.1.1.1] blumenwiese antwortet auf handybär
17.02.2021 05:33
Was ist dein Beleg für deine Aussage?

Es gibt Smartphones mit wechselbaren Akku. Diese werden nicht gekauft. Zu 99 % werden Smartphones ohne selbst wechselbaren Akku gekauft. Gäbe es eine relevante Nachfrage nach Smartphones mit wechselbarem Akku, gäbe es auch Anbieter dafür. Denn diese Geräte ließen sich dann verkaufen. Das ist nicht der Fall.

Und noch einmal: jeder Akku bei allem jedem Handy lässt sich wechseln. Bei den weitverbreiteten iPhones zum Beispiel kann der Wechsel innerhalb von weniger als 30 Minuten in einem jeden Repair Shop an der Ecke durchgeführt werden. Der offizielle Apple Preis beträgt 49 €, freier Anbieter nehmen dafür durch aus auch weniger Geld.
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[1.1.1.1.1] arnok antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 07:55

7x geändert, zuletzt am 17.02.2021 08:01
Man kann das Wort Faschismus auch völlig deplatziert verwenden z.B. wenn es darum geht Hersteller zur Einhaltung irgendeiner gesetzlichen Norm zu verpflichten. Man nennt sowas übrigens demokratischer Rechtsstaat. 1984 hat die faschistische CDU den Einbau von Katalysatoren in Autos gesetzlich festgelegt. Die Gegner kamen natürlich in Lager und ihre Parteien wurden verboten.
Zum Akku: Ja man kann einen verklebten Akku manchmal auch selbst wechseln. Ich habe das bei diversen Geräten auch schon gemacht und es ist ein Vergnügen, dass ich nicht soooo dringend brauche. Bei meinem A5 (2016) wären 70 € für einen Akkuwechsel eine mutige Investition, aber für 15 € einen neuer Akku passt schon noch. Technisch gesehen ist es keine Problem einen gutes Gerät mit wechselbarem Akku zu bauen und mit Softwareupdates zu versorgen, aber wirtschaftlicher für die Hersteller ist jährlich ein neues Handy in deiner Hosentasche. Ich hab gerade mal in
meine Kiste geschaut: Mein Galaxy S I9000 war mit 9,9 mm Höhe 2010 ein echt dicker Brummer in der Hosentasche.
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[1.1.1.1.1.1] blumenwiese antwortet auf arnok
17.02.2021 08:21
Du hast recht, man kann das Wort Faschismus natürlich überstrapazieren. Keine Frage.

Ebenso klar ist, dass ein Staat nicht über Nacht faschistisch wird. Das ist fast immer ein schleichender Übergang und eine Grenze zu ziehen, ab der Mann von Faschismus sprechen kann, ist natürlich immer subjektiv und damit sehr schwer.

Faschismus ist definiert es eine Staatsform, wo Unternehmen weiterhin in privater Hand bleiben. Der Staat sagt Unternehmen aber was sie wann, wo, wieso, weshalb und zu welchem Preis und in welcher Menge zu produzieren haben. Defacto führt der Staat also die Wirtschaft und nur pro forma bleiben Unternehmen weiterhin in privater Hand. Das ist die Definition von Faschismus.

Die Frage ist, ab wann man von einem faschistischen System sprechen kann. Wenn die EU zum Beispiel Unternehmen klar sagt zu welchen Preisen sie Leistung abrechnen können, wie zum Beispiel Mobilfunk Markt, dann sind wir zumindest auf diesem Teilgebiet eigentlich schon sehr nah dran. Und wenn der Staat explizit vorschreibt welche Netzteil Adapter zu verwenden sind oder wie ein Smartphone aufgebaut sein muss, damit nämlich ein wechselbare Akku möglich ist, dann sind wir auch dort nicht mehr weit vom Faschismus entfernt. Ob man das nun schon voll den Faschismus nennt oder nicht nun, darüber kann man sich sicherlich streiten und ich bin da nicht dogmatisch.

Ob moderne Smartphones problemlos auch mit einem selbst wechselbaren Akku zu bauen sind oder nicht, nun das bleibt von deiner Seite erst mal eine einfache Behauptung ohne irgendwelche Belege. Aber letztlich ist dies auch egal. Fakt ist, dass Kunden Smartphones nicht mit wechselbaren Akku kaufen wollen. Jedenfalls interessiert sie das nicht. Es gibt Smartphones mit selbst wechselbaren Akkus, diese werden praktisch nicht gekauft.
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[1.1.1.1.1.1.1] arnok antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 13:28

2x geändert, zuletzt am 17.02.2021 13:30
Faschismus ist definiert es eine Staatsform, wo Unternehmen weiterhin in privater Hand bleiben. Der Staat sagt Unternehmen aber was sie wann, wo, wieso, weshalb und zu welchem Preis und in welcher Menge zu produzieren haben. Defacto führt der Staat also die Wirtschaft und nur pro forma bleiben Unternehmen weiterhin in privater Hand. Das ist die Definition von Faschismus.

Der Staat macht Vorgaben, setzt Grenzwert und regelt erlaubte und unerlaubte Handelsgeschäfte. Crack darfst Du nicht verkaufen, das ist generell verboten, bestimmte Medizinprodukte mit betäubender Wirkung nur unter bestimmten Auflagen und spezifische Verwendung - Schnapps an alle Bürger über 18 usw.
Dein Bäcker darf kein verschimmeltes Mehl verwenden und das auch wenn es Leute geben würde dies es kaufen. Wenn du ne bunte Limo mit krebserregenden Farbstoffen anmischt, dann sagt der Staat häufig nein.
Beim Handyakku gehts halt um die ökologische Folgewirkung für die Gesellschaft, die dem Unternehmer egal ist, weil der halt nur auf das schaut, was in seine Bilanzen eingeht. Damit einzelne Unternehmer sich keinen Vorteil in der Konkurrenz verschaffen, gibt der Staat vor was z.B. ein Handy mindestens erfüllen muss, damit auf den Markt geworfen werden darf. Nicht abgesicherte Akkus sind eventuell billiger, aber man geht davon aus, dass keiner ein explodierendes Handy kaufen möchte und verbietet deren Verkauf für alle Händler / Produzenten.
Die BRD ist halt kein staatenloser Verein freier Wirtschaftssubjekte, sondern der Staat regelt das Wirtschaftsleben auf Basis seiner eigenen Interessen. Wenn Du meinst wir hätten die letzten 75 Jahre Faschismus in Deutschland gehabt, dann bist Du mit diesem Urteil jedenfalls in einer deutlichen Minderheit.
Der demokratische Rechtsstaat greift seit jeher mit diversen Gesetzen beim produzieren und verkaufen massiv ein, dass ist keineswegs dem Faschismus oder Kommunismus vorbehalten.
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[1.1.1.1.1.1.1.1] blumenwiese antwortet auf arnok
17.02.2021 13:45
Ich habe nicht behauptet, dass wir in Deutschland Faschismus haben. Ich habe lediglich Faschismus definiert und im weiteren Verlauf geschrieben, dass der Übergang in den Faschismus ein fließender ist. Ab wann dieser Zustand tatsächlich erreicht ist, auch das habe ich geschrieben, darüber kann man sicherlich diskutieren und streiten.

Ein Bäcker, der verschimmelt es Mehl verwendet, wird damit nicht werben. Warum nicht? Weil kein Mensch jemals die daraus hergestellten Produkte kaufen würde. Deshalb gibt es Regularien, die die Verwendung von schimmligem Mehl unter Strafe stellen. Das soll dazu anregen, dass der Bäcker es eben nicht heimlich tut.

Hier geht es aber um Smartphones mit fest verbautem Akku, welcher nur in einer Werkstatt gewechselt werden kann. Damit wird geworben, das wird nicht verschwiegen. Und die Käufer schätzen den daraus resultierenden geringeren Formfaktor kaufen diese Produkte.

Also sorry, dein Vergleich hinkt nicht, dem fehlt ein Bein.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.1] arnok antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 13:59

einmal geändert am 17.02.2021 14:00
Welcher Hersteller wirbt mit verklebtem Akku?

Beim Formfaktor ist der Unterschied kaum gegeben, denn es gab und gibt Handys mit Wechselakku mit annähernd gleicher Bauhöhe.
Was es nicht gibt sind Glasrückseiten, aber deshalb haben die meisten Handys heute ein schicke dicke Hülle, damit sie den üblichen Sturz am Tag überleben.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2] arnok antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 14:09
Bleiben wir also beim Handyakkufaschismus. Faschismus ist in Deutschland verboten, denn er widerspricht der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wäre diese Politik der Wirtschaftsregulierung nach aktueller Rechtsauslegung "faschistisch", dann könntest Du dagegen Klagen und gegebenenfalls sogar Widerstand leisten.

Bisher teilen offensichtlich nicht viele deinen Einschätzung.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.1] blumenwiese antwortet auf arnok
17.02.2021 15:53
Bitte die Ironie Tags nicht vergessen.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.2] Rote Flora antwortet auf arnok
17.02.2021 19:44

3x geändert, zuletzt am 17.02.2021 19:48
Benutzer arnok schrieb:
Faschismus ist in Deutschland verboten, denn er widerspricht der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wäre diese Politik der Wirtschaftsregulierung nach aktueller Rechtsauslegung "faschistisch", dann könntest Du dagegen Klagen und gegebenenfalls sogar Widerstand leisten.


Das könntest du mal Hans Scholl und Alexander Schmorell erzählen.

Wie blöde und verblendet bist du eigentlich?

Ich bin immer wieder erstaunt, was für Schwachköpfe hier unterwegs sind.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.2.1] arnok antwortet auf Rote Flora
17.02.2021 21:18

2x geändert, zuletzt am 17.02.2021 21:27
Das könntest du mal Hans Scholl und Alexander Schmorell erzählen.

Wie blöde und verblendet bist du eigentlich?

Also eigentlich is das ja das falsche Forum, aber ...
... da stellt jemand im Stil eines Libertarian die Behauptung auf die staatliche Vorgabe eines wechselbaren Akkus sei faschistische Politik und Eingriff in die Freiheit der Produzenten. Diesem Unfug widerspreche ich mit dem Verweis auf das Selbstverständnis dieses Staates als demokratischer Rechtsstaat mit kapitalistischer Ökonomie. Dieser Staat greift in seine Wirtschaft ein, damit sie seinen Interessen dienstbar ist. Auch bei Handyakku eben. Das ist nicht Faschismus sondern Demokratie.
Jetzt kannst Du in der Roten Flora vom Grundgesetz ja halten was du willst, aber der Unterschied vom NS-Staat und dem aufknüpfen politscher Gegner für das verteilen von Flugblättern und der herrschenden demokratisch-kapitalistischen Herrschaftsform könnte Dir trotzdem noch auffallen. Das beides bürgerliche Herrschaftsformen sind, das machen sie nicht zum selben Ding.
Scholl und Schmorell waren übrigens auch nicht die Rote Kapelle und wären wohl mit der BRD ab 1949 gar nicht so unzufrieden gewesen. Die wollten nämlich vor allem das Abschlachten an der Front und in den KZs beenden und ein besseres Deutschland aufbauen. Was ich von dem Laden hier halte, das steht auf einem anderen Blatt.
Aber bitte erklär mir gerne, warum ich verblendet bin, weil ichs für widerlich halte eine Gesetzvorlage mit dem Aufbau von Konzentrationslagern auf eine Stufe zu stellen.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.2.1.1] Rote Flora antwortet auf arnok
17.02.2021 21:40

einmal geändert am 17.02.2021 21:42
Benutzer arnok schrieb:
Das beides bürgerliche Herrschaftsformen sind, das machen sie nicht zum selben Ding.


Einen kleinen Schritt weiter und du hast es.
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[…1.1.1.1.1.1.1.2.2.1.1.1] arnok antwortet auf Rote Flora
17.02.2021 22:10
Benutzer Rote Flora schrieb:
Benutzer arnok schrieb:
Das beides bürgerliche Herrschaftsformen sind, das machen sie nicht zum selben Ding.


Einen kleinen Schritt weiter und du hast es

Erleuchteter weise mir den Weg.....
Falls Du neben schlechten Kommentaren und auch Argument für irgendwas bei der Hand hast, dann darfst Du mir gerne ein Mail schreiben.
goldfische@die-genosse.de
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[…1.1.1.1.1.1.2.2.1.1.1.1] Rote Flora antwortet auf arnok
15.04.2021 21:50

einmal geändert am 15.04.2021 21:53
Benutzer arnok schrieb:
Benutzer Rote Flora schrieb:
Benutzer arnok schrieb:
Das beides bürgerliche Herrschaftsformen sind, das machen sie nicht zum selben Ding.


Einen kleinen Schritt weiter und du hast es

Erleuchteter weise mir den Weg.....

Mach´ dir dein Licht selber, Genosse.
Es langt doch schon, dass ich für dich den Strom bezahle!
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[…1.1.1.1.1.2.2.1.1.1.1.1] arnok antwortet auf Rote Flora
15.04.2021 22:25
Ernsthaft jetzt? Nach 2 Monaten schreibst Du einen solchen Unfug. Mach Dir mal keine Sorgen um meine Stromrechnung.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.2.2] helmut-wk antwortet auf Rote Flora
18.02.2021 12:47
Benutzer Rote Flora schrieb:
Benutzer arnok schrieb:
Faschismus ist in Deutschland verboten, denn er widerspricht der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wäre diese Politik der Wirtschaftsregulierung nach aktueller Rechtsauslegung "faschistisch", dann könntest Du dagegen Klagen und gegebenenfalls sogar Widerstand leisten.


Das könntest du mal Hans Scholl und Alexander Schmorell erzählen.

Wenn ich denen erzähle, dass es seit 1948 einen freiheitlichen und demokratischen Staat in D gibt (zunächst nur West- inzwischen auch Mitteldeutschland, und Ostdeutschland ist seit 1946 nicht mehr deutsch) - was dann?

Immer diese Rechten mit Linken Nicks ...
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.2.2.1] Rote Flora antwortet auf helmut-wk
15.04.2021 21:47
Benutzer helmut-wk schrieb:

Das könntest du mal Hans Scholl und Alexander Schmorell erzählen.


Wenn ich denen erzähle, dass es seit 1948 einen freiheitlichen und demokratischen Staat in D gibt (zunächst nur West- inzwischen auch Mitteldeutschland, und Ostdeutschland ist seit 1946 nicht mehr deutsch) - was dann?


Wenn du Scholl und Schmorell etwas von einem freiheitlichen und demokratischen Staat in D 2021 erzählen würdest, würdest du mit Schande vom Hof gejagt.
Das käme den Beiden mehr als bekannt vor.
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[…1.1.1.1.1.1.1.2.2.2.1.1] helmut-wk antwortet auf Rote Flora
15.04.2021 23:08
Benutzer Rote Flora schrieb:
Benutzer helmut-wk schrieb:
Das könntest du mal Hans Scholl und Alexander Schmorell erzählen.

Wenn ich denen erzähle, dass es seit 1948 einen freiheitlichen und demokratischen Staat in D gibt (zunächst nur West- inzwischen auch Mitteldeutschland, und Ostdeutschland ist seit 1946 nicht mehr deutsch) - was dann?

Wenn du Scholl und Schmorell etwas von einem freiheitlichen und demokratischen Staat in D 2021 erzählen würdest, würdest du mit Schande vom Hof gejagt.
Das käme den Beiden mehr als bekannt vor.

Bekannt?

Deutschland war von 1919-33 demokratisch, seit 1930 mit Einschränkungen.

Hitler hat sich vor 1933 in mancher Hinsicht getarnt, als (nationaler) Sozialist, als Christ, als Friedensfreund (im Gegensatz zu seinen demokratischen Vorgängern war er 1934 bereit, ein Gewaltverzichtsabkommen mit Polen zu schließen) ... aber eins hat er von Anfang an klar gemacht: Die Demokratie in Deutschland wollte er abschaffen. Und das Versprechen hat er auch gehalten.

Wobei Hitler ja selten von Demokratie gesprochen hat, sondern immer nur verächtlich vom "System". _D_a_s_ würde Schmoll und Gorell durchaus bekannt vorkommen ...

Ich wüsste jetzt nicht, was Schmoll und Gorell bekannt vorkommen sollte. Die Parallelen zwischen heute und der "Weimarer Republik" reichen jedenfalls aus, um das heutige Deutschland als demokratisch zu bezeichnen. Und das wäre das einzige, was denen bekannt vorkommen würde, aber eben kein Grund, jemanden vom Hof zu jagen.
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[1.1.1.1.1.1.2] helmut-wk antwortet auf blumenwiese
18.02.2021 12:39
Benutzer blumenwiese schrieb:
Faschismus ist definiert es eine Staatsform, wo Unternehmen weiterhin in privater Hand bleiben. Der Staat sagt Unternehmen aber was sie wann, wo, wieso, weshalb und zu welchem Preis und in welcher Menge zu produzieren haben.

Wer hat di den diesen Unsinn erzählt?
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Faschismus (von italienisch fascio „Bund“) war zunächst die Eigenbezeichnung einer politischen Bewegung, die unter Führung von Benito Mussolini in Italien von 1922 bis 1943/45 die beherrschende politische Macht war und ein diktatorisches Regierungssystem, den Italienischen Faschismus, errichtete.

Ab den 1920er Jahren wurde der Begriff für alle extrem nationalistischen, nach dem Führerprinzip organisierten antiliberalen und antimarxistischen Bewegungen, Ideologien oder Herrschaftssysteme verwendet, die seit dem Ersten Weltkrieg die parlamentarischen Demokratien abzulösen suchten.
---
Dass beispielsweise in Franco-Spanien der Wirtschaft vorgeschrieben wurde, "was sie wann, wo, wieso, weshalb und zu welchem Preis und in welcher Menge zu produzieren habe" wäre mir neu. Sogar bei Italien habe ich da starke Zweifel.

Solche strengen Vorgaben für die Wirtschaft sind typisch für "totalen Krieg", also vor allem im 1. und 2. Weltkrieg (auch in Großbritannien, bevor du jetzt auf das "dritte" Reich verweist und/oder das deutsche Kaiserreich als faschistisch bezeichnest).

Ich empfehle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie#Definitionen_des_Faschismusbegriffs
sowie den daran anschließenden Abschnitt über gemeinsame Merkmale.

Die Frage ist, ab wann man von einem faschistischen System sprechen kann.

Da gibt es natürlich Übergänge. Ungarn und in geringerem Maß Polen sind ein wenig faschistisch, und wären es sicher deutlich mehr, wenn die EU da nicht bremsen würde.

Wenn die EU zum Beispiel Unternehmen klar sagt zu welchen Preisen sie Leistung abrechnen können, wie zum Beispiel Mobilfunk Markt, dann sind wir zumindest auf diesem Teilgebiet eigentlich schon sehr nah dran.

Nah dran an Planwirtschaft, aber das hat nix mit Faschismus zu tun.

Aber letztlich ist dies auch egal. Fakt ist, dass Kunden Smartphones nicht mit wechselbaren Akku kaufen wollen.

Sie kaufen sie nicht. Ob das wirklich an der Akkufrage liegt? Nicht jeder will ein Fairphone mit nem System, in dem seine Lieblings-App nicht läuft. Ober wenns ein neues IPhone mit Wechselakku gäbe, wer weiß?

Andere Alternativen werden wohl kaum gekauft, weil sie weniger bekannt sind.

Das Hauptargument für Wechselakku ist Umwelt und Nachhaltigkeit, langfristig auch weniger Kosten für Verbraucher. Die "wollen" nach deiner These lieber mehr zahlen, damit sie die Umwelt stärker schädigen können ... wers glaubt.

Und wie von anderen schon gesagt: Das wär nicht der erste Fall, wo die Leute erst meckern, aber 10 Jahre später froh sind für die Weitsicht der Politiker damals (z.B. Gurtpflicht).
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[1.1.1.1.2] handybär antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 10:57

einmal geändert am 17.02.2021 11:04
Benutzer blumenwiese schrieb:
Was ist dein Beleg für deine Aussage?

Es gibt Smartphones mit wechselbaren Akku. Diese werden nicht gekauft. Zu 99 % werden Smartphones ohne selbst wechselbaren Akku gekauft. Gäbe es eine relevante Nachfrage nach Smartphones mit wechselbarem Akku, gäbe es auch Anbieter dafür. Denn diese Geräte ließen sich dann verkaufen. Das ist nicht der Fall.

Und noch einmal: jeder Akku bei allem jedem Handy lässt sich wechseln. Bei den weitverbreiteten iPhones zum Beispiel kann der Wechsel innerhalb von weniger als 30 Minuten in einem jeden Repair Shop an der Ecke durchgeführt werden. Der offizielle Apple Preis beträgt 49 €, freier Anbieter nehmen dafür durch aus auch weniger Geld.

Und wo ist dein Beleg für deine Aussagen?

Die paar Smartphones, wo man selbst den Akku wechseln kannst, sind an der Hand abzählbar. Außerdem sind diese Geräte zum Teil sehr unbekannt, von den technischen Spezifikationen uninteressant, dass sie kaum aktiv vermarktet werden.

Viele Verbraucher möchten oft ein Smartphone einer bestimmten Marke, nur leider bietet nicht jeder Hersteller Smartphones mit Wechselakku an.

Ich denke mal, dass Viele Käufer auch gar nicht wissen, dass es noch Geräte mit Wechselakku gibt. Wird ja nicht aktiv beworben. Hauptsache die Kamera hat viele Megapixel.

Ich würde es begrüßen, wenn der Akku schnell selbst zu wechseln ist, und ich nicht extra einen Repairshop suchen oder vielleicht das Gerät sogar einschicken muss.


Wenn wir schon dabei sind....

Außerdem wünsche ich mir weiterhin einen Klinkenanschluss für Kopfhörer und einen SD Kartenplatz. Genauso würde ich es begrüßen, wenn es mal wieder kleinere Smartphones unter 6 Zoll geben würde. Jetzt kommst du natürlich wieder und sagst: Gibt es doch. Ja, aber diese Geräte sind oft technisch uninteressant. Kein Wunder, wenn die nicht gekauft werden.

Gruß handybär
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[1.1.1.1.2.1] blumenwiese antwortet auf handybär
17.02.2021 11:32
Welchen Beleg meinst du konkret? Den dass die Nachfrage das Angebot regelt? Das ist ein Gesetz der Marktwirtschaft.

Und es ist vollkommen okay, wenn du dir einen selbst wechselbaren Akku oder einen Klinkenstecker oder was auch immer an deinem Smartphone wünschst. Das bringt aber alles nichts, wenn es die große Mehrheit der Kunden eben nicht tut. Dann ist abgesehen von dir und ein paar wenigen anderen schlicht und ergreifend die Nachfrage nicht da und somit auch nicht das Angebot.

Das Problem ist halt das sehr oft Menschen von sich auf andere oder gar die Allgemeinheit schließen, das ist ein großer Kardinalfehler.

Und Ja genau, Hauptsache die Kamera hat viele Megapixel. Du beschreibst genau das, was die große Mehrheit der Kunden tatsächlich neben ein paar anderen Sachen wünscht. Das mag dir nicht gefallen und auch vielleicht mir nicht aber so ist es nun mal.
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[1.1.1.1.2.1.1] handybär antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 11:52
Benutzer blumenwiese schrieb:
Welchen Beleg meinst du konkret? Den dass die Nachfrage das Angebot regelt? Das ist ein Gesetz der Marktwirtschaft.

Eben, und wer sagt denn, dass es den Markt für Wechselakkus nicht gibt. Nur du...

Und es ist vollkommen okay, wenn du dir einen selbst wechselbaren Akku oder einen Klinkenstecker oder was auch immer an deinem Smartphone wünschst. Das bringt aber alles nichts, wenn es die große Mehrheit der Kunden eben nicht tut. Dann ist abgesehen von dir und ein paar wenigen anderen schlicht und ergreifend die Nachfrage nicht da und somit auch nicht das Angebot.

Wer sagt denn, dass es die breite Masse nicht will? Nur du... Ich kann nicht kaufen, was nicht angeboten wird. Das kann doch nicht so schwer zu kapieren sein.

Angeblich wollten Autokäufer auch vor vielen Jahren lackierte Stoßfänger, obwohl die kostspielig zu reparieren sind. Nee, will eben nicht jeder, aber ohne Lackierung wird es nicht mehr angeboten. Man kann Nachfrage auch herbei reden.

Das Problem ist halt das sehr oft Menschen von sich auf andere oder gar die Allgemeinheit schließen, das ist ein großer Kardinalfehler.

So wie du es gerade tust, du willst keinen Wechselakku, also brauchen es die anderen auch nicht.

Und Ja genau, Hauptsache die Kamera hat viele Megapixel. Du beschreibst genau das, was die große Mehrheit der Kunden tatsächlich neben ein paar anderen Sachen wünscht. Das mag dir nicht gefallen und auch vielleicht mir nicht aber so ist es nun mal.

Das ist alles deine Meinung. Bestimmt wäre niemand böse, wenn er neben der tollen Megapixel Kamera auch noch einen Wechselakku hätte.
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[1.1.1.1.2.1.1.1] blumenwiese antwortet auf handybär
17.02.2021 12:48
Der Markt sagt, dass es die breite Masse nicht will. Denn gäbe es eine nennenswerte Nachfrage nach den von dir oder anderen vereinzelt gewünschten Features, gäbe es auch ein Angebot. Das ist ein simples Marktgesetz, wo eine Nachfrage ist gibt es auch ein Angebot. Da es aber so gut wie kein Angebot gibt, abgesehen von einigen Nischenanbietern, gibt es auch keine Nachfrage. Es ist zwar richtig, dass auch durch ein gezieltes Angebot eine Nachfrage verursacht werden kann. Aber es gilt grundsätzlich das Prinzip, dass wenn eine Nachfrage nach irgendetwas auf dem Markt vorhanden ist, es auch Anbieter dafür geben wird, technische Möglichkeiten natürlich vorausgesetzt.

Ich habe auch nie behauptet, dass jeder irgendetwas will. Aber um ein Angebot auf dem Markt zu erzeugen muss es eine gewisse Masse an Nachfrage geben. Und die gibt es ganz offensichtlich nicht, da es keine nennenswerten Angebote gibt. Ob jetzt ich oder du einen Wechsel Akku wünschen oder nicht, ist erst einmal vollkommen irrelevant, solange wir die einzigen zwei Leute sind.
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1] arnok antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 13:50

einmal geändert am 17.02.2021 14:20
Ich kenne in meinem Umfeld niemanden der explizit einen verklebten Akku wünscht. Ich kennen auch keine Marktstudie zu verklebten Akkus, in der sich Konsumenten entsprechend geäußert hätten. Das ein Interesse an einem Akkuaustausch besteht, dass siehst Du allein daran, dass Leute bereit sind sogar 70-100 € dafür zu bezahlen.

Deine Vorstellung - wo einen Nachfrage da ein Produkt - ist nicht sehr betriebswirtschaftliche gedacht. Ein Marktwirtschaft ist ja keinen Planwirtschaft, bei der Betriebe bestimmte Mengen an Produkten in den gewünschten Vorgaben erstellen. Produkte werden in der Marktwirtschaft erstellt, wenn sich mit ihnen ein Geschäft machen lässt und das hängt nicht unwesentlich an den Produktionskosten und der Verfallszeit der Produkte. Ein verklebter Akku oder auch ein günstiges Elektronikbauteil senkt die Herstellungskosten und führt schneller zu einer Ersatzbeschaffung.
Das gleiche gilt für den Bereich der Software: Ich kenne auch keinen großen Hersteller z.B. gegen Zahlung über mehr als drei Jahre Betriebssystemupdates liefert bzw. das je angebote hätte. Das Interesse des Marktes wird hier nicht mal geprüft.
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1] blumenwiese antwortet auf arnok
17.02.2021 15:58
Natürlich wünscht sich niemand explizit einen nicht selbst wechselbaren Akku. Aber es gibt keine Nachfrage beziehungsweise so gut wie keine Nachfrage nach Smartphones mit selbst wechselbarem Akku. Gäbe es eine nennenswerte Nachfrage gäbe es auch ein entsprechendes Angebot.

Natürlich könnte das teurer sein. Die Leute müssten also bereit sein, dafür gegebenenfalls mehr zu bezahlen. In diesem Fall wären sowohl die Hersteller als auch die Konsumenten dann befriedigt.

Dein Beispiel mit der Software beziehungsweise den Betriebssystemen ist übrigens ein sehr gutes. Ich besitze ein iPhone. Wohl kein Hersteller auf dem Markt stellt solange für ein Betriebssystem Updates und Patche bereit wie Apple das tut. Natürlich kostet ein iPhone auch mehr als jedes andere Smartphone. Die potentielle sehr lange Nutzungsdauer muss ich also bezahlen. Wenn ich das nicht möchte kaufe ich mir ein anderes Smartphone, was dann vielleicht nur zwei oder drei Jahre Updates bekommt.

Und über mangelnde Nachfrage kann sich Apple nicht wirklich beklagen. Für mich war es sogar ein ausschlaggebendes Kaufkriterium, dass Apple so lange Updates bereitstellt. Es ist ja also durchaus eine Nachfrage da und es gibt auch eine sprechendes Angebot.
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1.1] nurmalso antwortet auf blumenwiese
18.02.2021 09:42
Hersteller produzieren nicht aufgrund einer potenziellen Nachfrage in einem einzelnen Kriterium. Wechselakkus fragt im Prinzip JEDER einzelne Smartphonekäufer nach. Schau mal in die Foren. Dass man deshalb trotzdem kein technisch veraltetes, langsames oder sonstwie minderwertiges Gerät kaufen will, liegt auf der Hand. Dass die dann dicker wären, ist eine Ausrede. Bei Geräten, die mühsam über x Schrauben, verklebungen auseinandergebaut werden offenbart sich letztlich auch nur ein "normaler" Akku, der ausgetauscht werden kann. Bloß eben nur sehr mühsam und mit hohem Risiko von Beschädigungen. Selbst praktiziert. Die Akkus für eine Handvoll Euro aus China bestellt.
Hersteller produzieren es nicht, weil es ein Faktor wäre, der die Haltedauer verlängert.
Es wird nicht (alles) produziert, was nachgefragt wird. Der Handymarkt lebt von Bedarfsweckung durch Werbung. Dass die - wohl gerade bei jungen Leuten - und da besonders der etwas bildungsferneren Schicht - wirkt - macht man sich zu nutze.
Blöderweise werden praktische, kostensenkende Features eher von Leuten nachgefragt, die solche Produkte seltener kaufen und lieber länger das gleiche Prdoukt verwenden.
Die beworbenen Phones werden ja auch selten bar gekauft, sondern von den Mobilfunkanbietern massenhaft durchgereicht im Gegenzug für teure Verträge.
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[1.1.1.1.2.1.1.1.1.1.2] Henne oder Ei
helmut-wk antwortet auf blumenwiese
18.02.2021 12:55
Benutzer blumenwiese schrieb:
Natürlich wünscht sich niemand explizit einen nicht selbst wechselbaren Akku. Aber es gibt keine Nachfrage beziehungsweise so gut wie keine Nachfrage nach Smartphones mit selbst wechselbarem Akku. Gäbe es eine nennenswerte Nachfrage gäbe es auch ein entsprechendes Angebot.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Gäbe es ein entsprechendes Angebot, wär die Nachfrage größer. Aber das Angebot kommt nicht, wegen der geringen Nachfrage ...

Diese Art von Henne-Ei-Problem gibts öfter. Zuweilen produzieren die "Kräfte des Markts" ein für die Verbraucher nicht optimales Ergebnis. Zuweilen muss erst der Staat was vorgeben, wie (um das Beispiel noch mal aufzuwärmen) bei der Gurtpflicht in Autos. Damals "wollten die Verbraucher keine Gurte", um deine Ausdrucksweise zu verwenden.
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[1.1.1.1.2.1.1.1.2] handybär antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 16:13
Benutzer blumenwiese schrieb:
Der Markt sagt, dass es die breite Masse nicht will. Denn gäbe es eine nennenswerte Nachfrage nach den von dir oder anderen vereinzelt gewünschten Features, gäbe es auch ein Angebot.

Du kapierst es einfach nicht oder willst es nicht verstehen. Der Markt produziert oft an den Wünschen der Kunden vorbei. Ich kann nicht kaufen, was es nicht gibt.
Ist den Herstellern auch völlig egal, dann wird halt mit anderen Features geworben. Ob der Kunde die braucht, ist völlig egal, Hauptsache es wird gekauft.
Dem Kunden wird einfach suggeriert, dass er das Feature braucht.
Und jetzt komme mir nicht mit irgendwelchen Umfragen. Mit gezielter Fragestellung kann man ein erwünschtes Ergebnis erzielen.

Das ist ein simples Marktgesetz, wo eine Nachfrage ist gibt es auch ein Angebot. Da es aber so gut wie kein Angebot gibt, abgesehen

Aha, jetzt hast du es selbst gesagt. Es gibt kein Angebot. Du lernst dazu.

von einigen Nischenanbietern, gibt es auch keine Nachfrage.

Die Nischenanbieter kennt kaum jemand, weil sie ihre Geräte gar nicht bewerben.
Technisch keine Höhepunkte, oder unbekannte Hersteller. Da nützt auch der Wechselakku nichts. Kein Wunder, dass die kaum jemand kauft. Habe ich aber alles schon mal geschrieben.


Es ist zwar richtig, dass auch durch ein gezieltes Angebot eine Nachfrage verursacht werden kann. Aber es gilt grundsätzlich das Prinzip, dass wenn eine Nachfrage nach irgendetwas auf dem Markt vorhanden ist, es auch Anbieter dafür geben wird,

Eben nicht, die Hersteller sind nur daran interessiert, kostenorientiert zu produzieren oder neue Geräte zu verkaufen. Ist der Akku defekt, dann wird ein neues Smartphone gekauft, weil ein Austausch meist viel zu teuer ist.

technische Möglichkeiten natürlich vorausgesetzt.

Ich habe auch nie behauptet, dass jeder irgendetwas will. Aber um ein Angebot auf dem Markt zu erzeugen muss es eine gewisse Masse an Nachfrage geben. Und die gibt es ganz offensichtlich nicht, da es keine nennenswerten Angebote gibt.

Nur weil es keine Angebote gibt, heißt noch lange nicht, dass keine Nachfrage besteht. Die Hersteller versuchen die Kunden mit anderen Features zu ködern. Das habe ich oben schon geschrieben
Ein defekter Akku bedeutet ein neues Smartphone zu verkaufen. Reparatur interessiert die Hersteller nicht.

Ob jetzt ich oder du einen Wechsel Akku wünschen oder nicht, ist erst einmal vollkommen irrelevant, solange wir die einzigen zwei Leute sind.

Ich kenne eine Menge Leute, die sich Wechselakkus wünschen. Hat ja auch den Vorteil, dass man einen leeren Akku schneller gegen einen vollen tauschen kann. Nicht jeder schleppt gern eine schwere Powerbank mit sich rum. Noch ein Vorteil: hat sich das Gerät mal aufgehängt, kann das durch rausnehmen des Akkus schnell behoben werden.


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso du ein Problem mit Wechselakkus hast.
Nur weil es von der Politik gefordert wird, fühlst du dich bevormundet? Eigentlich müssten sich die Hersteller auf den Schlips getreten fühlen.
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[1.1.2] jackpit antwortet auf blumenwiese
17.02.2021 13:59
Benutzer blumenwiese schrieb:
Ich habe nirgends etwas über die Verkaufszahlen geschrieben. Ich habe zutreffend geschrieben, dass Verbraucher keine Smartphones mit wechselbaren Akkus wollen. Das belegen die Verkaufszahlen eindeutig. Auch repräsentative Befragungen legen dies immer wieder nah.

Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Die Verbraucher kaufen nur deshalb Smartphones mit fest verbautem Akku, weil es im Prinzip keine anderen mehr gibt. Und nicht, weil sie es wollen.
Ich hätte auch gerne eines mit Wechselakku gekauft, aber es gibt keine entsprechenden mehr. Die Herstelle zwingen einen dazu, indem sie einfach nur noch festverbaute Akkus anbieten.
Dass es auch anders geht, zeigt meines Wissen Kanada. Dort werden die gleichen Smartphones mit wechselbaren Akkus verkauft, die es bei uns nur mit fest verbauten Akkus gibt.
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[1.1.2.1] blumenwiese antwortet auf jackpit
17.02.2021 16:01
Meine Behauptung ist eines der Kernkriterien des Kapitalismus von manchen auch Marktwirtschaft genannt. Nachfrage erzeugt Angebot. Wo keine Nachfrage vorhanden ist, gibt es auch kein passendes Angebot. Natürlich kannst du so gut wie kein Smartphone mit selbst wechselbarem Akku kaufen, weil es eben nur sehr wenige Menschen gibt, für die das ein Kaufkriterium ist. Logischerweise gibt es auch kein oder so gut wie kein Angebot dafür.
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[1.1.2.1.1] helmut-wk antwortet auf blumenwiese
18.02.2021 13:05
Benutzer blumenwiese schrieb:
Meine Behauptung ist eines der Kernkriterien des Kapitalismus von manchen auch Marktwirtschaft genannt. Nachfrage erzeugt Angebot. Wo keine Nachfrage vorhanden ist, gibt es auch kein passendes Angebot.

Soweit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus.

Der Prophet der Marktwirtschaft, Adam Smith, meinte ja auch, dass das freie Spiel der Kräfte zu einer optimalen Wirtschaft führt, die dem Wohl aller dienst. Stattdessen kam eine bis dahin kaum vorstellbare Massenelend. Die ersten Maßnahmen dagegen hat schon Bismarck ergriffen, später wurde das zur sozialen Marktwirtschaft ausgebaut (die seit "Hartz" schon wieder deutlich abgebaut wurde, so dass es inzwischen mehr Armut in D gibt als vor 30 Jahren).

Natürlich kannst du so gut wie kein Smartphone mit selbst wechselbarem Akku kaufen, weil es eben nur sehr wenige Menschen gibt, für die das ein Kaufkriterium ist. Logischerweise gibt es auch kein oder so gut wie kein Angebot dafür.

Also jemand, für den Wechselakku auch nicht das Kaufkriterium ist (er hat erkennbar einen verklebten Akku im "Smart"phone gekauft) beklagt sich, dass es keine Geräte mit Händyakku gibt ... merkst du nict, was du für einen Unsinn schreibst?
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[1.1.2.2] handybär antwortet auf jackpit
17.02.2021 16:25
Benutzer jackpit schrieb:

Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Die Verbraucher kaufen nur deshalb Smartphones mit fest verbautem Akku, weil es im Prinzip keine anderen mehr gibt. Und nicht, weil sie es wollen.

Genauso ist es, aber "Blumenwiese" kapiert es nicht.

Ich hätte auch gerne eines mit Wechselakku gekauft, aber es

Ich auch.

gibt keine entsprechenden mehr. Die Herstelle zwingen einen dazu, indem sie einfach nur noch festverbaute Akkus anbieten.

Richtig. Das erklärt mal bitte "blumenwiese".

Dass es auch anders geht, zeigt meines Wissen Kanada. Dort werden die gleichen Smartphones mit wechselbaren Akkus verkauft, die es bei uns nur mit fest verbauten Akkus gibt.

Ist ja interessant, wusste ich noch nicht.