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Man sollte es aus mehreren Blickwinkeln betrachten


18.02.2021 11:49 - Gestartet von XoXo0803
Erinnert man sich noch an die Zeiten wo Samsung seine Galaxy-Modelle mit wechselbarem Akku gebaut hat, da wurde viel gejammert, Apple´s I-Phone mit Glasrückseite ist edel und Samsung halt billigstes Plastik. Dann kam Samsung und hat optisch aufgeholt und ihren Geräten sogar ein IP-Rating verpasst und es wurde darüber geklagt, dass der wechselbare Akku wegfällt.
Man muss sich also entscheiden was man will?
Natürlich, man könnte Metall nehmen, ist auch edel. Doch gibt es nicht schon jetzt bei neuen Geräten immer wieder Menschen die meckern, dass das Gerät nicht QI-ladefähig ist? Das fällt bei Metall natürlich weg. Dann zurück zu Motorola und Pins und Magnet und man dockt hinten einfach ein Shell an was dieses wieder ermöglicht? Ja, würde gehen, ist aber wohl wieder zu dick.
Es ist und bleibt ein Dilemma.
Und ist es wirklich sinnvoll Herstellern das zu diktieren? Es gibt Geräte schon für 59€, z.B. ZTE. Man sollte immer bedenken, es gibt Menschen die nicht hunderte von Euros hinlegen können und wenn ein Hersteller 5 Jahre Akkus vorhalten muss, dann fallen viele Geräte weg und die, die bleiben würden garantiert teurer werden.
Damit ist dem Verbraucher auf keinen Fall geholfen.
Der nächste Nachteil der garantiert wieder kommen wird. Viele Geräte werden wieder in Flammen aufgehen, da es wieder eine Schwemme aus billigen Akkus aus Fernost geben wird und da Menschen gerne sparen und oft am falschen Ende...
Ich frage mich auch, was soll es bringen wenn ich mein Gerät 5 Jahre lang mit neuen Akkus versorgen kann wenn es bei vielen Geräten um die 150€ gerade ein neues Androis-Update gibt, falls überhaupt?
Ja, man könnte auch mehr Updates vorschreiben und auch das führt dazu, Geräte würden teurer werden. Der Vorteil von Apple(abgesehen vom Makenbranding)ist ja nun einmal diese wirklich bemerkenswerte Dauer an Versorgung mit Updates. Glaubt jemand so ein 150€ Gerät würde noch 150€ kosten können wenn die das auch machen müssten und zudem 5 Jahre Ersatzteile auf Lager halten müssten?
Die Idee an sich ist ja nett, aber nicht wirklich ausgereift. Gerade so ein deutscher Endfertiger wie Gigaset hätte zu leiden unter solchen Geschichten. Die könnten ihre Preise für das Gebotene nicht halten. Nicht nur Gigaset. Will der Bundesrat etwa die Verkäufe von Apple pushen?
Wäre es nicht logischer dieses bei hochpreisigen Geräten anzugehen? Da also Updates und Ersatzteile mit zeitlicher Garantie festzulegen? Da ist es ja so, dass z.B. ein S21 Ultra von Samsung locker in der Preisklasse von Apple mitspielt und schon weniger bietet wenn man es auf Laufzeit betrachtet und bietet Apple da nicht schon zu einem doch recht günstigen Preis nicht auch Austausch von Akku und ähnlichen Komponenten an?
Ja, auch da wird es wieder vielen zu teuer sein. Was kostet da der Akkutausch(weiß es nicht). Aber(ich schätze)Aufwand plus Akku, ca. 50 bis 100 €. Dafür dann aber ein garantiertes Original mit Einbau und Garantie. Das müsste es bei so einem billigen ZTE für 59€ bei Saturn aus der Werbung wohl auch kosten. Also mehr als das Gerät, was bei Bedarf eines neuen Akkus, was wohl nicht vor mindestens 12 Monaten der Fall sein sollte der Fall sein sollte. Sinnvoll? Glaube beim PKW würde man es wirtschaftlichen Totalschaden nennen.
Also macht das und günstige Geräte verschwinden vom Markt und die Schere zwischen arm und reich wieder auch weiter auseinander klaffen.
Im Bereich von Laptops und Netbooks sehe ich es wieder anders. Diese Geräte müssen ja nur zeitweise mobil sein. Da sollte der Akku schon wechselbar sein oder mindestens so deaktiviert werden, dass er bei Netzbetrieb nicht geladen wird. Diese Dauerversorgung kann nur schaden und ist sinnbefreit bei Netznutzung.
Vielleicht hätten die Politiker so etwas besser in Techniken denken sollen wo es noch Nachholbedarf gibt. Autos gibt es doch inzwischen auch mit Akkus. Ist da Reichweite nicht das Problem? Hätte da die EU gesagt, Hersteller tut euch zusammen und entwickelt eine Akku mit verschiedenen Kapazitäten die alle nutzen müssen die in der EU eine Zulassung wollen, dann hätte man ein großes Netz mit Stationen für Wechselakkus aufbauen können und ist der Akku leer, dann fährt man die nächste Station an und tauscht diesen und das könnte alles sein, ob der Vertragshändler, ATU oder sogar ein Lidl der das auf dem Parkplatz hat. Wäre viel einfacher gewesen als nun für genug Ladestationen zu sorgen. Aber der Autolobby macht man ja keine Vorschriften, lieber dem Verbraucher einen reinwürgen indem er dann mehr ausgeben muss.
Typisch Politik halt.